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Krankenhaus nach Extrasystolen, Panik und Angst

Khatweaxsle hat die Diskussion gestartet


Hallo,

Wir haben zwar schon fast Mitternacht, aber ich kann mal wieder nicht schlafen und muss jetzt einfach mal meinen Kummer kund tun.

Zunächst mal zur Vorgeschichte. Seit etwa 7 Monaten hatte ich angefangen ein Haarwuchsmittel namens Minoxidil zu nehmen. Dies wurde Ursprünglich als Blutdrucksenker eingesetzt, doch wie das so häufig bei Medikamenten ist hat man bemerkt, dass bei einigen Patienten ein erhöhter Haarwuchs festgestellt wurde. Daher wird das Mittel seit Jahrzehnten auch als Haarwuchsmittel eingesetzt. Im Gegensatz zur Pilleneinnahme als Blutdrucksenker wird das Mittel zuR Bekämpfung des erblich bedingten Haarausfalls als Lösung auf die Kopfhaut aufgetragen.

Wie dem auch sei, vor 7 Monaten begann ich das Experiment "Haarausfallbekämpfung" mit kleinen Erfolgen. Jedoch kam es vor ca 1,5 Monaten zu einem Vorfall, der mein Leben etwas auf den Kopf gestellt hat:

Stressbedingt habe ich beim Auftragen der Lösung auf die Kopfhaut zu viel genommen. Also eine klassische Überdosis, wie man so schön sagt.

Plötzlich fing mein Kreislauf an zu Spinnen und es traten Extrasystolen auf, die sich insofern bemerkbar machten, dass mein Herz anfing jeden 5ten Herzschlag zu stolpern, sprich auszusetzen und dann beim 6ten Schlag mit einem kräftigen RUMMS wieder einzusetzen. Zunächst habe ich das gar nicht als weiter tragisch angenommen und hab es ignoriert. Mich störte nur dieses flaue Gefühle im Magen das alle paar Sekunden kam und selbst nach Stunden nicht weg ging. Ichnbin trotzdem irgendwann eingeschlafen

Am nächsten Tag habe ich das mittel (wie jeden Tag seit 7 Monaten) aufgetragen unbewiesner fingen die Aussetzer an. Diesel mal kam die Erkenntniss, dass es von dem Haarwuchsmittel kommen mussnjedoch sofort.

Ich sollte dazu erwähnen, dass ich wieder viel zu viel aufgetragen habe. In den 7 Monaten zuvor habe ich immer die maximale Menge eingehalten nur an den beiden Tagen durch wirklich extremen Stress und Zeitnot nicht. Ich hatte bis dahin auch nie Probleme (bis auf gelegentlichen leichten Schwindel) gehabt.

Nun denn, nachdem ich also diese Extrasystolen wieder bekommen habe und es mir wirklich nicht gut ging und ich langsam Panik bekommen habe, bin ich ins Krankenhaus gefahren und dort waren die Aussetzer auf dem EKG auch deutlich zu sehen. Nachdem ich an einige Geräte angeschlossen wurde und Fragen beantwortet habe (habe das Haarwuchsmittel natürlich bestimmt 5 mal erwähnt), wurde mir Blut abgenommen. Mir wurde gesagt dass Extrasystolen normal seien und dass ich nach dem die Blutwerte da sind bestimmt am gleichen Tag das Krankenhaus wieder verlassen kann. Ich war beruhigt, jedoch ging das Herzstolpern nicht weg. Nebenbei sollte ich wiedermalmerwähnen dass ich männlich (27 Jahre alt) bin und niemals irgendwelche Herz- bzw Blutprobleme hatte.

Nach einiger Zeit auf der Liege im Krankenhaus kam dann plötzlich ein Arzt mit finsterer Miene auf mich zu und meinte, dass ein Herzenzym (keine Ahnung welches) erhöht sei und ich mindestens über Nacht dableiben muss, bis geklärt wurde weshalb das so ist. Auch mein Bludruck und Puls waren für meine Verhälnisse mit knapp 155/98 und einer herzfrequenz von ca 90 extrem hoch.

Ich lag also im Krankenhaus auf einer Station und nach ca 10 Stunden im Krankenhaus (mein herz stolperte immernoch alle 5 Sekunden) wurde mir nochmal Blut abgenommen. Ich merkte jedoch wie das Herz etwa ab ca da an immer seltener zu stolpern. Ich war mit jeder Sekunde ohne stolzerer unfassbar glücklich. Mittlerweile hatten wir Mitternacht durch und und ich konnte natürlich nicht schlafen, da ich Angst hatte. Die stolzerer haben zu dem seitpunkt sehr sehr nachgelassen. Nachdem ich also die ganze Nacht wach war, da ich gehofft habe dass ein Arzt jede Minute kommen könnte und mir sagt dass ich doch gesund bin. Am nächsten morgen um 6 Uhr waren die stolzerer nun endlich weg und endlich kam auch ein Arzt. Dieser sagte mir, dass meine Blutwerte mittlerweile wieder in Ordnung sind, was mich vermuten ließ, dass sich das Haarwuchsmittel mitlerweile komplett abgebaut haben könnte, so dass das Herzenzym wieder einen normalen Wert hatte. Ich habe mit dem Kardiologen des krankenhauses besprochen dass ich das Haarwuchsmittel genommen habe und nachdem er mir geraten hatte es abzusetzen wurde ich also auch entlassen. Mir ging es wieder etwas besser und bin nach Hause Gefahren.

In den nächsten Tagen ging es mir dann wieder gut.

Ich dachte mir ich könne ja dann doch mit dem Haarwuchs weitermachen. Ichnmuss nur pingelig darauf achten dass ich wieder die normale Dosierung nehme und nicht wieder unbedacht einfach draufklatsche. Zur Sicherheit habe ich dann einfach sehr sehr viel weniger genommen als ich sonst immer nahm.

Dies machte ich dann einige Tage und ich fühlte mich gut und dachte alles sei wieder beim alten. Die Angst, dass die Herzstolperer kommen könnten waren jedoch die ganze zeit da. Ich fasste mir nach dem Aufträgen auch ständig an den hals um meinen Puls zu checken.

Es schien alles in Ordnung zu sein. Jedoch wurde die Angst dann einfach zu groß und ich schmiss das Haarwuchsmittel komplett weg und besann mich endlich darauf, dass mir die Gesundheit einfach doch zu wichtig ist, als ein paar Haare auf dem Kopf zu haben.

In den darauffolgenden Tagen ( das war vor etwa einem Monat) fing ich dann an mir immer und immer wieder den Puls zu messen. Das wurde dann so schlimm dass ich mir eingeredet habe, dass mir wieder schwindlig sein könnte. Schließlich wurde mir dann auch als konsequenz immer wieder schwindlig. Die Tage vergingen und die Angst ich könnte irgendwelche Schäden von dem Mittel davongetragen haben war allgegenwärtig. Ich bin als für eine Woche zu meinen Schwiegereltern in Spee Gefahren und erzählte ihnen die ganze Geschichte. Da meine Schwiegereltern ein Blutdruckmessgerät haben fing ich an mich selbst bekloppt zu machen und neben dem ständigen Puls messen auch noch andauernd den Blutdruck zu messen.

Ich habe bis dahin übrigens nie wieder seit dem Krankenhaus auch nur einen einzigen Herzstolperer gehabt. Nun ja, stattdessen machte ich mich mit meiner Angst und Panik, dass es passieren könnte mit meinen andauernden Puls und Blutdruckmessungen so verrückt, dass mein Blutdruck doch so anstieg, dass ich über eine Woche einen dauerhaften Druck bei ca 150/95 hatte und die Herzfrequenz auch zu, Teil auf über 100 Schläge pro Minute hoch ging. Dazu kam ein so großer Schwindel und Kopfschmerzen, dass ich am nächsten Tag von meinem Schwigervater zum Hausarzt Gefahren wurde und diesem die ganze Geschichte schilderte. Dieser hat (das ist ca 3 Wochen her) nochmal Blut abgenommen und Blutdruck gemessen. Der Blutdruck war leicht erhöht und auf die blutergebnisse musste ich warten. Ich sollte mir jedoch nach dem Abhorchen des Herzens keine sorgen machen und bin wieder zu meinen Schwiegereltern Gefahren worden.

Ich war wieder etwas beruhigter als die Ärztin sagte dass das psychosomatisch und Stressbedingt sein wird, dass ich mich einfach selbst bekloppt mache. Ich hatte zu der zeitweilig einen unfassbaren Stress, da sich viele Dinge in meinem leben etwas überschlagen haben. Freundin, Umzug, klausurstress usw usw.

Ich bin also zu meiner Freundin Gefahren und es ging mir relativ gut. Selbst das andauernde abtasten nach dem Puls hat aufgehört und als ich schließlich dachte, dass es mir besser ging kam es dann plötzlich eines abends wieder so, dass ich mich irgendwie unwohl fühlte und die Abtasterei nach dem Puls und die Panik wiederkam. Ich bekam Schüttelfrost und zitterte richtig stark. Auch schwindelig war mir.

(ich habe ganz vergessen zu sagen dass ich seit dem Vorfall im Krankenhaus andauernd stechen und ziehen in der Brust hatte. Mal rechts, mal links, mal oben , mal unten. Die Ärztin sagte, dass das wahrscheinlich vom bewegungsapparat kommt, weil ich mich so bekloppt mache, dass ich komplett verspannt bin)

Mir war also wieder schwindlig und ich zitterte so, dass meine freundin (die die ganze hergeschickte ja hautnah mitbekommen hat) letztendlich den Notarzt rief, da sie richtige Angst hatte.

Dieser kam dann auch prompt und nach einem kurzen EKG und Blutdruckmessung nahmen sie mich direkt mit ins Krankenhaus (ein anderes Krankenhaus als ich beim ersten mal war)

Antworten
K8astweasxle hat geantwortet


Dort wurde das gleiche Prozedere wie beim ersten Krankenhaus durchgeführt und nachdem ich die Haarwuchsmittelgeschichte erzählt habe wurde ich etwas in Ruhe auf der liege gelassen. Angeschlossen an den Geräten wie Dauer-EKG und Blutdruckmessgerät lag ich also da und wartete auf die Ärztin, die direkt beauftragte mein Herz mit einem Ultraschall von einem anderen Arzt (Kardiologe oder so) abscannen zu lassen. (mein Blutdruck, welcher zu dem Zeitpunkt sehr hoch war ist auf einen guten Wert von 120/76 abgesunken). Der Kardiologe des Krankenhauses kam und scannte mein Herz ca 2 Minuten lang in allen Seiten und sagte danach dass alles in Ordnung sei und nichts zu erkennen ist was nicht völlig normal sei. Ich habe laut ihm ein gesundes Herz, das kräftig schlägt. Ich dürfte nachdem ich mit der Ärztin noch etwas über meinen Kummer und meine sorgen geredet habe dann schließlich das krankenhaus verlassen, da die Blutwerte (welche ja wieder neu gemessen wurden) auch in Ordnung waren. Ich bin also etwas unsicher aber erleichtert zu meiner Freundin abgeholt worden und nach Hause gefahren.

Ich war einerseits erleichtert, aber auch sauer auf mich selbst, da ich zu übertreiben scheine und mich Super schnell in etwas hereinsteigen kann. Mir war das ganze mittlerweile sogar richtig peinlich. Trotzdem blieb das ungute Gefühl.

Vor etwa einer Woche (nachdem es mir super ging und ich fast keine Gedanken mehr daran hatte) kam dann tatsächlich nachdem ich mich nach dem aufräumen kurz hinsetzen wollte beim hinsetzen urplötzlich ein Herzstolperer. Ich hatte Null Stress und auch gar nicht mehr daran gedacht, da ich diese Herzstolperer nur nach der Überdosis vor ca 1,5 Monaten hatte. Daran dass ich jemand wieder sowas haben könnte war ich wirklich absolut nicht vorbereitet. Dieses für mich schlimme Gefühl eines stolperers war mir ganz plötzlich wieder direkt im Gedächtnis und ich konnte es nicht fassen. Ich war mir ja 100%ig sicher dass das von dem Haarwuchsmittel kam (welches ich aber schon längst seit nem Monat abgesetzt habe).

Ich bekam eine unfassbare Panikattacke und mit wurde schlecht und schwindlig. Mit kam es vor als würde mein Puls und mein Blutdruck urplötzlich in die Höhe schießen. Ich bin fast umgekippt und habe mich hingelegt. Doch dann kamen im liegen plötzlich 4-5 Herzstolperer innerhalb von 20 Sekunden so, dass ich wieder aufgestanden bin und direkt den Hausarzt angerufen habe (es war ja Vormittag vor ca 1 Woche). Ich habe gesagt, dass ich direkt vorbeikomme und bin sofort losgefahren . Als ich beim Arzt ankam musste ich mich erstmal setzen, da ich fast ohnmächtig wurde. Ich kam dann sofort zur Ärztin rein, die mir auch umgehend den Blutdruck musste und mich mit diesem Abhörding abhorchte.

Fazit: Blutdruck von 120/80 und nicht auffälliges beim abhorchen des Herzens und der Lunge. Bei der Gelegenheit sagte sie mir auch direkt, dass die damals abgenommenen blutergebnisse da sind und alles in Ordnung sei.

Ich wusste nicht was ich sagen soll. Ich war wirklich fertig mit den Nerven und die Ärztin sagte ich sollte mich erstmal hinlegen und brachte mir Wasser. Ich lag ca 2 Stunden beim Arzt und hatte auf der liege immer mal wieder den einen oder anderen Herzstolperer.

Nach 2stunden sollte ich direkt ein kurzzeitig EKG machen welche. Natürlich direkt an Ort und stelle gemacht wurde. Natürlich hatte ich (der typische Vorführeffekt) keinen einzigen Herzstolperer während der einen Minute der EKG's. Die Ärztin sagte daraufhin ich solle am nächsten Tag wiederkommen und dann würden wir ein langzeit-EKG machen. Ich bin also wieder nach Hause gefahren (mit ging es wieder etwas besser) und hab mich schlafen gelegt, da ich fertig mit der Welt war. Bin direkt eingeschlagen und am nächsten morgen fing die abtastetet des pulses wieder an und ich hab mich nicht getraut mich hinzusetzen da der stolperers nach dem ersten Krankenhausaufenthalt ja am Tag zuvor ganz plötzlich beim hinsetzen kam. Am Nachmittag bin ich dann zum Arzt um mir das tragbare langzeit EKG abzuholen. Es wurde mit dort schließlich angesteckt und angeschlossen und ich dürfte wieder nach Hause fahre. Um es dann am nächsten Tag wieder abzugeben. Ich war den ganzen Tag recht unruhig und musste die ganze zeit denken " oh Gott oh Gott, gleich kommt wieder ein Stolperer" aber obwohl ich im Bett lag und nicht schlafen konnte schien keine Extrasystole gekommen zu sein. ich habe dann am Nächten Tag das EKG abgegeben und das soll angeblich zur Auswertung zum einem Kardiologen geschickt werden. Das ist jetzt ca 4 Tage her. Seit diesen 4 Tagen horche ich genausten in mich hinein wenn ich Ruhe finde und erwische mich wieder beim ständigen Pulsabtasten und auch dabei wie ich anders atme. Irgendwie gequält. Immer wenn ich mich seit den letzten 4 Tagen hinsetze und vor allem hinlege kommen diese unfassbar angsterregenden Herzstolperer wenn ich mich darauf konzentriere. Besonders wenn ich liege und tief einatme. Das Herz hört dann ab und zu auf und setzt dann wieder ein. In dieser zeit des Aussehens wird mir ganz kurz flau im magen und etwas schlecht. Ich habe jede Sekunde Angst, dass es wiederkommt und wir haben jetzt gerade mittlerweile 01:40 Uhr nachts und ich schreibe schon fast 2 Stunden und habe bestimmt unendlich viele Rechtschreibfehler vor Müdigkeit in diesen langen "Bericht" hineingebracht, aber ich kann und will mich einfach nicht hinlegen obwohl ich schon gleich um 6 Uhr schon wieder raus muss weil ich Angst hab dass diese extrasystole wieder kommt.

Ich weiß nicht was ich machen soll. Ich weiß nicht ob ich mich freuen soll (wenn das langzeit-EKG dann jetzt bald irgendwann ausgewertet wird) wenn es was ergibt oder nichts ergibt. Ich weiß einfach nicht mehr was ich machen soll.

Dass diese Extrasystolen halt wieder da sind ist ja nicht wegzureden. Das ich ja wiederum nichts psychosomatisches. Es ist ja spürbar. Sie kommen jedoch nur wenn ich wirklich Ruhe habe oder liege (vor allem liege). Wenn ich laufe oder irgendwas tue dann habe ich nichts. Ich habe mittlerweile so viele Angst vorm hinlegen dass ich kaum noch schlafe. Das Gefühl wenn während dieses herzaussetzers ist so furchterregend und unangenehm dass sich die letzten Woche. Wirklich nur noch alles darum dreht.

Wie gesagt, ich hatte das bis vor einem Monat noch nie in meinem leben gehabt, deswegen mache ich mir riesige sorgen und Gedanken.

Also nochmal, die Aussetzer kommen nur wenn ich sitze und vor alle, liege und wenn ich etwas tiefer einatme. Aber selbst wenn ich normal zu atmen scheine, scheint die Atmung zittrig zu sein und es fühlt sich so an als würde der magen gleich wieder abheben (das ist das Gefühl wenn das Herz stolpert). Das stolpern lässt sich dann auch über den Puls ertasten. Ein Herzschlag fehlt dann halt einfach.

Ich weiß nicht was ich tun soll, ich weiß auch nicht was ich mir erhoffe indem ich euch hier mein Leiden geschildert habe. Vielleicht wollte ich es einfach nur mal loswerden oder mich mit dem schrieben wachhalten. Vielleicht erhoff ich mir auch dass irgendjemand mir einen Tipp geben kann. Ich weiß es wirklich nicht. Ich weiß nur dass ich Angst habe und nicht weiß wie lange das noch so weitergehen soll dass ich kaum schlafen kann. Ich muss jeden Tag zur Arbeit um 6 Uhr aufstehen und weiß nicht wie ich das alles schaffen soll.

Ich danke euch fürs durchlesen und hoffe, dass ihr mir die Flüchtigkeits- und Rechtschreibfehler nicht übel nehmt.

Wünsche euch allen eine erholsame Nacht (im Gegensatz zu mir) und hoffe ihr könnt mir irgendwie weiterhelfen.

:°(

Liebe Grüße

Katweasle

Cvha;-7Txu hat geantwortet


In den darauffolgenden Tagen ( das war vor etwa einem Monat) fing ich dann an mir immer und immer wieder den Puls zu messen. Das wurde dann so schlimm dass ich mir eingeredet habe, dass mir wieder schwindlig sein könnte. Schließlich wurde mir dann auch als konsequenz immer wieder schwindlig. Die Tage vergingen und die Angst ich könnte irgendwelche Schäden von dem Mittel davongetragen haben war allgegenwärtig. Ich bin als für eine Woche zu meinen Schwiegereltern in Spee Gefahren und erzählte ihnen die ganze Geschichte. Da meine Schwiegereltern ein Blutdruckmessgerät haben fing ich an mich selbst bekloppt zu machen und neben dem ständigen Puls messen auch noch andauernd den Blutdruck zu messen.

Ich habe mich jetzt durch Deinen Riesen-Beitrag gequält, und ich gebe Dir den kleinen Tipp, in Zukunft etwas kürzer zu schreiben. Ich denke, an diesem RIESEN-Text liegt es auch, dass bisher noch niemand reagiert ist. Er dauert einfach zu lange, so einen Text zu lesen.

OK, das vorab.

Meiner Meinung hast Du durch diese Erfahrung vor einigen Monaten (Haarwuchsmittel, Krankenhaus) eine Angststörung entwickelt. Du beschreibst das oben in dem Zitierten sehr gut: Dieses dauernde Pulsmessen, nun auch Blutdruckmessen, sind alles Hinweise auf eine beginnende oder vielleicht schon existierende Angststörung.

Extrasystolen sind HARMLOS. Es ist lediglich wichtig, dass ein Arzt sie mal auf einem EKG gesehen hat, und das ist ja bei Dir der Fall. Er kann dann sofort erkennen, ob es sich um gefährliche ES (sehr selten) oder um harmlose ES (meistens) handelt. Der Arzt hat Deine gesehen, hat sie als harmlos erkannt, und das solltest Du verinnerlichen.

Bevor Du Dich aber nun noch weiter in all das hineinsteigerst, würde ich Dir empfehlen, Dich eine zeitlang psychologisch begleiten zu lassen (Verhaltenstherapie), um Mechanismen zu erlernen, damit Du diese Attacken in den Griff bekommst.

Dabei alles Gute.

Cha-Tu

K`at`weasxle hat geantwortet


Hallo Cha-Tu,

mittlerweile bin ich auch auf den Trichter gekommen, dass mein Text etwas zu lang war. Ich konnte einfach nicht schlafen und habe getippt und getippt und getippt.

Vielen Dank für deine Antwort. Ich hoffe sehr dass du recht hast und dass es "nur" Angststörungen sind. Trotzdem bleiben diese Extrasystolen sobald ich mich abends ins Bett legen. Ich traue mich dort kaum zu atmen, da ich dieses "zittrige", flaue Gefühl im Magen bekomme. Dieses Vorgefühl wenn die Extrasystole komme.

Nichts desto trotz freue ich mich dass du mich etwas beruhigt hast. Ich weiß nicht mehr genau wie genau sich diese Extrasystole auf dem EKG zum normalen Herzschlag-Ausschlag unterschied, ich weiß nur, dass die Extrasystole anders aussah.

Vielleicht hat jemand von euch einen Tipp, warum die Extrasystolen nur kommen wenn ich liege oder sehr entspannt, fast schon liegend, sitze. Und warum wenn ich einatme?

Liebe Grüße

Katweasle

R%om}y1x000 hat geantwortet


Hallo Katweasle,

ja was soll man dir raten? Ich denke auch du solltest dich um eine Verhaltenstherapie kümmern wie Cha-Tu ( *:) ) dir schon empfohlen hat. Denn es ist fast unmöglich diese Biester und den Umgang damit selber zu lernen. Ich versuche es nun schon Wochen. Manchmal sind se Tage weg, nun wieder geballt da. Mir hängt dieser tgl. Kampf so zum Halse raus....Aber was soll man machen? Ich habe Knoblauch-Zitronen-Drink getrunken (bäh) und dachte oh das hilt tatsächlich, aber Pustekuchen. Ich weiß nicht ob es am momentanen besch... grauen Regenwetter liegt. Ich bin auch wieder am Anfang bei dem Wetter und den vielen vielen ES ":/ . Ich lese wieder allabendlich im Forum. Nun werde ich mal Dysto Loges (habe ich hier gelesen) ausprobieren, da Baldrian nicht mehr hilft. Mal sind sie wie bei dir im Magen, dann im Hals, dann bilde ich mir ein es ist schon Flimmern. Suche dir wirklich einen Psychotherapeuten, denn ich glaube der Körper denkt sich immer neue Sachen aus. Früher hatte ich Schwindel. Der ist weg. Nun ist es ein Druck auf den Augen und ein Hungergefühl (obwohl ich gegessen habe) oder Übelkeit. Blutdruck messen traue ich mich gar nicht mehr.Ich ringe tgl. mit mir ob ich wieder zum Doc gehe. Mein Verstand sagt mir ja manchmal alles ist gut, aber wenn die ES da sind, ist der Verstand weg. Und bei mir sind se auch in Bewegung da, egal was ich mache. Im Garten, bei der Arbeit, beim Auto fahren etc....es wird uns nix über bleiben, wie uns in fachlich kompetente Hände zu begeben!!! Ich warte ja auch auf einen Termin. Wir sollten mal ein Chat für Nachtschwärmer einrichten, dann hätten wir nachts Unterhaltung...

Dir alles Liebe, es kommen wieder bessere Zeiten :)z ( wollte eigentlich die Länge deines Beitrags toppen, aber die Buchstaben sind ausgegangen)

Lg an alle Romy

C;ha-xTu hat geantwortet


Ich weiß nicht mehr genau wie genau sich diese Extrasystole auf dem EKG zum normalen Herzschlag-Ausschlag unterschied, ich weiß nur, dass die Extrasystole anders aussah.

Sicher. Sonst wäre es ja keine Extrasystole, die sehen immer anders aus als normaler Herzschläge ;-) Aber das macht nix. Sie sind trotzdem harmlos. Dein Arzt hat sie ja gesehen, und genau das ist wichtig.

Gruss an Dich und Romy ;-)

Cha-Tu

KUatwexaslxe hat geantwortet


Hallo Romy und cha-tu,

Vielen dank für eure Antworten. Ich denke eine Therapie ist eine gute idee. Tut mir leid dass auch du (Romy) dich damit herumplagen musst:( Der Chat für Nachtschwärmer ist aber echt ne gute Idee ;-)

Mir ist aufgefallen dass die Extrasystolen gern abends kommen wenn ich gegessen habe und der Magen gefüllt ist. Aber ich hab doch früher auch ab und zu abends gut gegessen und hatte mit ES keine probleme. Das ist ja alles nicht nur psychisch. Mir fällt auf, dass ich gestern Abend nur eine Banane gegessen habe und ich hatte im Bett keine einige ES und auch nichtmal das Gefühl, dass eine auch nur annähernd im Anflug war.

Habt ihr das auch, dass die ES kommen wenn man ruht und/oder der Magen voll ist?

Grüße :-)

RWomy1x000 hat geantwortet


Hallo Katweasle, ja mir fällt das auch extrem auf mit dem Magen. Es ist total komisch. Gerhard hat dazu tolle Beiträge geschrieben. Aber ich habe die auch noch nicht alle durch. Mir fällt nur manchmal auf, wenn ich unverträgliche, zu viel Süßes oder zu fettige Sachen esse (hatte schon ne Galle OP), dann sind die ES vermehrt da. Wenn ich dann Galletropfen nehme(Divalol) dann wirds besser. Komisch ist nur, bei diesem dunklen, feuchten ollen Wetter kann ich nehmen was ich will, es wird einfach nicht besser...Ich habe schon den Luftdruck im Verdacht die ES zu verstärken. Ich muß mir nächste Woche mal ein Barometer zulegen, um das zu prüfen.

Ich glaube nicht daran, das ES von der Psyche kommen. Aber die Art und die Angst wie man damit umgeht, das geht auf die Psyche und dann macht die Psycho eben noch andere Mätzchen... Aber genau da müßte ja ein Verhaltenstherapeut ansetzen. Oder Cha-Tu?

Ich finde einfach blöd, das man sich auf die ES nicht einstellen kann. Dann hat man Wochen Pause und kann mal durchatmen und denkt alles wird gut, und dann sind se wieder noch schlimmer da... Das macht mich daran so verrückt...

Lg zurück Cha-Tu *:)

Und katweasle wenn du eine Lösung hast, dann her damit.

K>atw=easlxe hat geantwortet


Also eine Antwort hab ich natürlich nicht parat, aber ich werde das mal in den nächsten Tagen im Auge behalten mit dem Essen abends und den Extrasystolen. Hatte in den letzten Tagen ein kleines Ritual. Habe immer abends nach der Arbeit einen Salat gegessen und dazu ein Laugenbrötchen gegessen. Danach war ich immer so satt, dass ich ständig aufgestoßen habe und abends hatte ich ständig dieser Gefühl von kommenden ES. Und sie kamen dann auch (wenn auch immer sehr selten).

Gestern hab ich dann schon die leichte Vermutung dass es vom vollen Magen kommen kann und so hab ich mir mal den Salat OHNE Brötchen gemacht.

Fazit: Ich war längst nicht so übersättigt wie die Tage davor. Musste nicht aufstoßen und Null ES und Null Gefühl dass ES im Anflug wären.

Zudem habe ich gemerkt, dass Kälte bei mir ES hervorrufen könnten.

An Tagen mit ES wärs mir immer tagsüber recht kalt und ich hatte kalte Füße.

Auf diese beiden Dinge werde ich wie gesagt mal drauf achten.

Diese Beiträge von Gerhard kenne ich nicht, könntest du die vielleicht verlinken :-)

Liebe Grüße an alle Leidensgenossen

RWo`mzy1Z00x0 hat geantwortet


Verlinken ??? Ich weiß nicht mal wie man hier was rauskopiert, was dann im blauen Kästchen ist.

Schau mal am 3.4.12 um 22:13 Uhr bei Herzstolpern,Herzrasen,Vorhofflimmern

*:)

C5h@a-Tu hat geantwortet


Ich glaube nicht daran, das ES von der Psyche kommen. Aber die Art und die Angst wie man damit umgeht, das geht auf die Psyche und dann macht die Psycho eben noch andere Mätzchen... Aber genau da müßte ja ein Verhaltenstherapeut ansetzen. Oder Cha-Tu?

Ja, so ist es. Ob die Psyche alleine ES auslösen kann, weiss ich nicht. Spielt aber auch keine Rolle.

Wichtig ist, dass

a) ein Arzt die Dinger mal auf dem EKG gesehen hat. Und wenn er sie als harmlos diagnostiziert hat (das kann er SOFORT sehen!), dann ist es

b) die Aufgabe des Patienten, das zu akzeptieren. Notfalls mit Hilfe eines Therapeuten, bei dem er lernt, diese Dinge als (neuen?) Teil seines Körpers und seiner Körperfunktionen zu akzeptieren. Ich selbst habe bis zu 4000 ES pro Tag, habe manchmal auch ein "komisches Gefühl", aber ich lasse mich von der Angst, die auch bei mir hin und wieder noch aufflammt, nicht beherrschen. Das habe ich in meiner eigenen Therapie gelernt. Und so habe ich das immer mit meinen Patienten erarbeitet, das ist in der Therapie heute Standard.

Gruss

Cha-Tu

Keatw2easxle hat geantwortet


Hallo Leute,

Also zum Thema Extrasystolen nach dem Essen... Ich habe jetzt zwei Wochen normal gegessen und hatte auch gar keine Probleme mehr mit den ES doch heute morgen kamen sie dann plötzlich wieder vor der Arbeit. Ein paar mal hat das Herz dann wieder "gestolpert". Ich hab ja gewusst dass sie wiederkommen aber wenn sie dann kommen dann ist es immer wieder ein beklemmendes Gefühl. Naja, dieses mal hielt sich die Angst in Grenzen, aber Angst hatte ich halt trotzdem.

Ich habe ja vor zwei Wochen mein Langzeit-EKG gemacht und hatte bisher aufgrund meiner Arbeitszeiten noch keine Gelegenheit gehabt nachzufragen wie die Ergebnisse waren. Aber spätestens nach den Extrasystolen heute morgen nahm ich mir dann den Vorfall zum Anlass in der Mittagspause beim Arzt anzurufen. Fazit: Alles ok und keine einzige Extrasystole.

Ich bin ratlos. Wenn wenigstens eine einzige drauf wäre, dann könnte man wenigstens schauen ob sie gefährlich sind oder nicht.

So weiß ich wieder nicht ob ich mich freuen soll, oder nicht.

Ich bleib nachts immer so lange sitzen im Bett, bis ich wegschlafe weil ich angst habe, dass ich wieder ES bekomme wenn ich mich hinlege :-(

Slis{siS206 hat geantwortet


Hallo Katweasel,

es ist jetzt zwar schon etwas her seit Du

Deinen Beitrag geschrieben hast und er

Ist wirklich lang, ABER er hat mich gerade

beim lesen sehr beruhigt. Ich hatte genau das

gleiche wie Du und es beruhigt mich zu wissen

das ich nicht die Einzige bin die sich so bekloppt

machen kann!! Wie geht es Dir mittlerweile?

Bei mir war es übrigens die Psyche und Stress

bzw Übermüdung wegen Schlafmangel.

Viele Grüsse und ich hoffe Du konntest Deine

Angst besiegen!!!!

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