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Tiefe Beinvenenthrombose – Heparin vs. Marcumar

mgihomxia hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Forenteilnehmer,

bei mir (28, w, Nichtraucher, keine Pille) wurde vor wenigen Tagen trotz Vollbelastung nach einem Bänderriss im Außenknöchel eine tiefe Beinvenenthrombose diagnostiziert. Vermutlich hatte ich diese schon einige Tage, bevor sie entdeckt wurde.

Zur Behandlung bekam ich Heparin und sollte innerhalb einiger Tage auf Marcumar umstellen. Marcumar hat nun aber einiges an "ungemütlichen" Nebenwirkungen.

Weshalb stellt man trotz der Nebenwirkungen von Heparin auf Marcumar um? Mein Arzt konnte mir diese Frage nur mit einem "wirkt besser" beantworten. Reicht eine Therapie mit Volldosis Heparin aus? Habt ihr Erfahrungen mit Spätwirkungen von Marcumar in Bezug auf Schwangerschaften (ich bin nicht schwanger, wir wollten das Thema aber demnächst angehen :-) ).

Vielen Dank

Miho

Antworten
S+chnreehexxe


Marcumar hat nun aber einiges an "ungemütlichen" Nebenwirkungen.

Aber eine länger Therapie mit Heparin ist auch nicht ganz ohne ich glaube das kann Blutbildveränderungen verursachen..

Habt ihr Erfahrungen mit Spätwirkungen von Marcumar in Bezug auf Schwangerschaften (ich bin nicht schwanger, wir wollten das Thema aber demnächst angehen :-) ).

Ich glaube nach dem Absetzen gibt es keine Probleme deswegen und du wirst ja wegen der Thrombose das Marcumar nur für ca. 6 Monate nehmen müssen ... so lange kannst du doch noch warten mit der geplanten Schwangerschaft. ;-)

fflowGerli


Aus der PB

Schwangerschaft/Stillzeit

Da Marcoumar, wie andere Cumarinderivate, mit kongenitalen Missbildungen des Embryos in Verbindung gebracht werden kann, darf das Arzneimittel während der Schwangerschaft nicht angewendet werden. Bei Frauen im gebärfähigen Alter sind während der Therapie schwangerschaftsverhütende Massnahmen notwendig, die nach der letzten Einnahme noch 3 Monate lang fortgeführt werden müssen.

[[http://www.kompendium.ch/Monographie.aspx?Id=5a78a9cb-50ff-4644-9b6e-86cf92f57c4d&lang=de&MonType=fi]]

mCihomxia


Danke für eure Hilfe! Das unter Marcumar (+3 Monate) keine Schwangerschaft angebracht ist wusste ich aus der Packungsbeilage. Mich interessieren vielmehr Erfahrungsberichte, ob es nach den 3 Monaten zu Problemen kommen kann (oder nicht).

Außerdem würde mich interessieren, warum von manchen Ärzten von Heparin auf Marcumar umgestellt wird und von anderen nicht.

Danke!

miho

lQeanar-fBujrgfexst


Also Heparin ist (solange man es nicht nehmen muss – wie im Falle einer Schwangerschaft oder Prophylaxe im Krankenhaus) zur Langzittherapie nicht geeigent, denn ds Risiko steigt, je länger man Heparin nehmen muss, HIT zu entwickeln.

Deswegen stellen viele Ärzte bei einer LE oder Thrombose ( "Blutverdünnung" sollte mindestens 3 Monate erfolgen, da man ein erhöhtes Risiko hat, nochmals eine Thrombose zu bekommen oder diese springen kann, und da es länger dauern kann, damit sie sich rekanalisiert hat, und in dieser Zeit kann noch einges passieren).

Nebenwirkungen von Marcumar sind nicht ohne, viele behaupten gern, es ist das Mittel schlecht hin und ach so verträglich, aber meine Erfahrungen und Berichte anderer Leute, sehen anders aus.

Man bekommt in den ersten drei Monaten gern Haarausfall ( kann auch immer mal wieder auftreten)

Übelkeit, chronische Gastritis ( damit darf ich mich auch rumärgern)

Blaue Flecken sowieso :=o

Thema Schwangerschaft hab ich auch einige Erfahrungen und Berichten von Ärzten gehört. Eine Hämostasiologin sagte mir mal, dass es recht selten ist, dass wenn man unter M. schwanger wird die Kinder behindert sind. Andere sagen, wenn man vor der 6 SSW das M. absetzt werden die Kinder nicht behindert ( also schwanger werden kann man darunter schon). Da sich da das Nervensystem noch nicht entwickelt hat und so nur ein geriges Risiko gibt. Allerdings hat Marcumar im Gegensatz zu Falithrom eine längere Schaltzeit, sodass es ungefähr 10-14 Tage dauert, bis der INR auf 1,00 steht. Da kann ich mir schlecht vorstellen, dass das nix machen soll ":/

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