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Sehr niedrige Thrombozyten bei meiner Tochter

T4imiSytruxppi hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

meine Tochter hatte am Freitag letzte Woche eine Zahn OP. Ihr wurden mehrere Milchzähne gezogen und saniert. Sie ist 5 Jahre alt. Nach der ambulanten OP hatte sie hohes Fieber und einen Ausschlag am ganzen Körper, worauf wir sie ins KH gefahren haben. Dort war sie dann bis Sonntag. Eine Stunden nach der Aufnahme im KH hatte sie einen Wert von 184.000, ein Tag danach waren es auf einmal nur noch 58.000 und am Tag der Entlassung 49.000. Wir sollten dann am Montag nochmal zum Hausarzt gehen, der nochmal die Blutwerte untersucht hat. Hier waren es dann nur noch 39.000. Am Freitag haben wir die nächste Untersuchung. Unsere Hausärztin hat mit dem KH gesprochen um zusätzlichen Rat einzuholen. Es wurde eine Therapie angesprochen, welche mir nicht näher erläutert wurde.

Meine Fragen wären:

Kann dieser Wert, sofern er noch weiter runter geht für meine Tochter gefährlich werden, kann man davon verbluten?

Wie wird sowas therapiert und schlägt eine Therapie i.d.R. gut an?

Vielen Dank! Ich kann leider erst Morgen antworten, da ich sehr wenig aktuell ins Netz kann.

Gruß

Antworten
H{olgHer69


Eine akute Gefahr besteht wohl nicht, solange die diversen Blutgerinnungsfaktoren in Ordnung sind. Von ungewöhnlichen Nachtblutungen nach der Zahn OP schreibst du ja nichts. Trotzdem sollte natürlich die Ursache für die zu geringe Zahl der Thrombozyten abgeklärt werden.

Zu den Behandlungsmöglichkeiten ein Auszug aus der Wikipedia:

Medikamentöse Verstärkung der Hämostase (= Blutgerinnung)

Es liegt nahe, die Hämostase auch in umgekehrter Richtung beeinflussen zu wollen und bei lebensbedrohlichen Blutungen Medikamente zu verabreichen, die zu einer verstärkten Hämostase führen. Die Entwicklung derartiger Medikamente, in der Fachsprache Hämostyptika genannt, war in der Vergangenheit – verglichen mit den die Hämostase hemmenden Medikamenten – von geringerem Erfolg gekrönt.

Für die medizinische Behandlung wichtig geworden sind hier vor allem Präparate, die einen angeborenen oder erworbenen Mangel von Gerinnungsfaktoren beheben, beispielsweise Faktor-VIII-Konzentrat bei Bluterkrankheit (Hämophilie A), Vitamin K und PPSB bei Blutungen unter Cumarintherapie oder gefrorenes Frischplasma bei disseminierter intravasaler Gerinnung. Bei einem ausgeprägten Mangel an Blutplättchen können diese in Form von Thrombozyten-Konzentraten ersetzt werden. Die Wirkung von Heparin kann durch Protamin aufgehoben werden.

Weiterhin kann die Hämostase verstärkt werden, indem der natürliche Gegenspieler der Gerinnung, die Fibrinolyse, gehemmt wird. Medikamente mit diesem Wirkmechanismus werden Antifibrinolytika genannt. Als Wirkstoffe kommen Tranexamsäure, Para-Aminomethylbenzoesäure und Aminokapronsäure zur Anwendung, das früher häufig verwendete Aprotinin wurde im November 2007 wegen erhöhter Sterblichkeit bei der Behandlung vom Markt genommen.

Du kannst dir natürlich auch den vollständigen, etwas schwerverdaulichen Eintrag durchlesen:

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Blutgerinnung Blutgerinnung]]

S,eanmet^7oxr


Unter 50.000 / µl können Spontanblutungen auftreten. Als kritisch werden Thrombozytenzahlen in der Region um 20.000 / µl angesehen.

Hier sollte auf jeden Fall rechtzeitig in einer (komptetenten !) Einrichtung eine Abklärung dieses "Absturzes" erfolgen !

Gruß und alles Gute !

T}imi(Struxppi


Hallo zusammen,

ich danke euch sehr für Eure Antworten.

Hier sollte auf jeden Fall rechtzeitig in einer (komptetenten !) Einrichtung eine Abklärung dieses "Absturzes" erfolgen !

Ich war im KH und beim Hausarzt. Ich weiß auch nicht mehr wohin. Besonders die Aussage der Hausärztin finde ich hart: "Es kann zu Blutungen kommen, wo rasche Hilfe nötig ist, da man sonst verbluten kann" na toll und mit so einer Aussage schicken sie uns Heim. Was wenn so eine Blutung in der Nacht auftritt? Wir schauen mehrmals in der Nacht ob irgendwas ist. Naja, Morgen hat sie die nächste Untersuchung.

Das KH und die Ärztin schiebt den Absturz auf die OP und des darauffolgenden Infektes. Lt. Internetrecherchen ist eine Therapie mit stärkeren, zum Teil lebensbedrohlichen Komplikationen verbunden. Gibts keine Alternativtherapien?

Gruß

SGean~et7or


Wenn die Thrombozyten zu niedrig sind, bleibt eigentlich nur die Transfusion, um den Verlust auszugleichen.

Meine persönliche Meinung (nicht als Beratung anzusehen !):

Ich finde das Verhalten der Ärztin fragwürdig. Es ist nicht geklärt, ob die Tendenz nach unten gestoppt ist. Ich weiß nicht, welche Diagnostik erfolgt ist, aber man sollte schon eine ordentliche Abklärung machen. Auch heute keine Kontrolle durchzuführen fühlt sich für mich nicht korrekt an, ich wollte als Behandler nicht im dunklen stapfen und "hoffen, dass alles gut geht" (v.a. nicht bei einem Kind von 5 Jahren !).

Was war das denn für ein KH ? Was für ein Arzt hat euch denn betreut ?

Gruß

THimi/Struxppi


es war eine Kinderklinik und untersucht wurde meine Tochter von einer jungen Kinderärztin. Die letzte Kontrolle war am Montag. Die Ergebnisse haben wir dann am Di. erhalten. Ich habe nur Mega Angst weil die Werte von Fr. bis Mo. von 184.000 auf 39.000 abgestürzt sind. Mit heute sind es 3 Tage ohne weitere Untersuchung.

Welche Diagnostik genau erfolgt ist, wurde uns nicht mitgeteilt, auch nicht auf Anfrage, nur das alle anderen Werte bis auf das etwas hohe CRP seien in Ordnung. Meine Tochter wirkt für mich relativ schwach uns sehr blass. Kann sie davon auch einen äußerlich nicht ersichtlichen Schaden bekommen, also ohne das wir was mitbekommen?

Es ist eh alles sehr merkwürdig abgelaufen. Sie hatte eine ambulante OP. Ich war gleich dagegen und wollte eine OP im KH haben weil sie davor eine Gerinnungsstörung vom HA diagnostiziert bekommen hatte (Willibrand Jürgens Syndrom), worauf wir dann bei einem Hämatologen in der Kinderklinik waren. Dort wurde dann ein ausführlicher Test gemacht wo festgestellt wurde, dass meine Tochter nur eine Anämie habe aber keine Gerinnungsstörungen. Unsere Hausärztin gab uns daraufhin keine Überweisung ins KH sondern eben in einer ambulanten Praxis.

Vor der OP hatte meine Frau einen grippalen Infekt (Sie erlitt durch die Schwäche in der Praxis sogar einen Schwächeanfall mit Ohnmacht) mit Fieber. Das sagte ich dem Anästhesisten und wollte die OP verschieben, weil ich befürchtete, dass der Infekt bei meiner Tochter kurz nach der OP ausbrechen würde, was dann auch so war. Aber alle meinten, dass sie nicht erkältet ausschaut und die OP durchgeführt werden kann. Selbst als ich denen erzählte, dass ich selbst schon allergisch auf Anästhesiemittel reagiert habe, wurde ich nur belächelt.

Nach der OP bekam sie eine allergische Reaktion. Der Anästhesist meinte, es wäre nur von der Hitze und bat uns, obwohl meine Tochter noch nicht richtig zu sich kam aus der Praxis zu gehen, weil die Ärzte Feierabend hatten. Nachdem wir unsere noch benomme Tochter ins Auto getragen haben entwickelte sie ein leichtes Fieber. Nach 2-3 Stunden stieg das Fieber auf über 39,5 und sie wurde knallrot am ganzen Körper. Im KH angekommen mussten wir noch Ewigkeiten warten und ich lief panisch hin und her. Als wir endlich im Untersuchungszimmer drin waren, bat ich die Ärztin einen Test auf Maligne Hyperthermie zu machen, da dies im Narkose Beiblatt markiert wurde. Der Test war zum Glück lt. Ärztin negativ.

Selbst jetzt fiebert sie bis 38,0, was ich auch nicht ganz normal finde aber die Ärzte nicht als bedenklich sehen.

Den nächsten Bluttest hat sie, wie gesagt Morgen aber sie wirkt sehr sehr blass und ich habe Angst, dass sie mir einfach krank umfällt.

Gruß

T#imiSctxruppi


sorry für die Rechtschreibfehler. Ich kann wg. technischer Probleme hier in der Firma nur begrenzt ins Internet, weshalb ich sehr schnell schreibe.

Gruß

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