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ST-Werte im Belastungs-Ekg

T?omM77HxH hat die Diskussion gestartet


Hallo,

wegen Extrasystolen habe ich kürzlich ein Belastungs EKG gemacht. Typischerweise hatte ich beim Test keine einzige ES (ansonsten manchmal viele ES bei/nach kleinen Anstrengungen), aber das ist ja wohl eine gute Nachricht!

Ich habe nun eine Frage zu den ST Werten der V5 Ableitung:

Am Anfang war der Wert -0.8 mm (ich war ziemlich nervös mit Puls 120...)

Bei Belastung ging es dann runter bis auf -1.6 und beim Abbruch wegen Ermüdung bei 170W war er dann auf 0.0.

In der Erholungsphase ging er direkt rauf auf +1.1 und dann runter auf 0.5.

Laut Kardiologe ganz normal und unauffällig, komplett ohne pahtologischen Wert. Allerdings habe ich gelesen dass sowohl Werte von -1 mm als auch + 1 mm als Grenzwerte zu betrachten sind, und ich bin da ja bei beiden aus der Norm!

Und sollte der Wert am Anfang des Belastungs-EKGs nicht 0.0 sein?

Vielen Dank für eure Kommentare;

Beste Grüsse,

Tom

Antworten
Cih"a`-<Txu


Hallo, Tom,

den für DICH stimmenden Grenzwert setzt der Arzt. Er kann diese Werte anhand aller Untersuchungsergebnisse und der hoffentlich stattgefunden habenden körperlichen Untersuchung einordnen. Und was für den einen pathologisch ist, kann für den anderen völlig normal sein. Ich würde da dem Arzt vertrauen und nicht dem Internet.

Gruss

Cha-Tu

Ovl~_`i


Ich würde da dem Arzt vertrauen und nicht dem Internet.

Generell ein guter Rat. ;-)

TOom7x7HH


Vielen Dank Cha-Tu und Ol_i. Ich habe mir halt gedacht dass das ein ziemliche komischer Verlauf der ST-Werte ist und wollte eure Meinung dazu hören. Das PRoblem ist dass ich sowieso als Hypochonder abgestempelt bin, weil bisher noch kein EKG mein ES einfangen konnte. Blutdruck und Herzfrequenz beim Belastungs-EKG war ok, nur eben die ST-Werte finde ich komisch...

CxhaU-Tu


Das PRoblem ist dass ich sowieso als Hypochonder abgestempelt bin, weil bisher noch kein EKG mein ES einfangen konnte.

Bist Du da sicher, dass Dein Arzt Dich für einen Hypochonder hält? Es ist nämlich SEHR oft der Fall, dass die ES verschwunden sind, wenn man ein EKG macht, eigentlich ist das kein Indiz, dass da "nix" ist. Und ein Arzt erlebt das täglich...

Falls Dein Arzt mitmacht, kannst Du ja nochmal ein Langzeit-EKG machen lassen. Dann ist alles durch und Du kannst wirklich davon ausgehen, herzgesund zu sein. Das ist eigentlich immer das Notwendigste, bevor man an eine seelische Mitbedingtheit denken sollte.

Gruss

Cha-Tu

T0om7x7HH


Danke für die Antwort Cha-Tu; neben normalen Kurzzeit EKGs habe ich schon ein Langzeit EKG gemacht (nur < 10 VES!) sowie einen Herzultraschall. Blut wurde weit über die üblichen Tests hinaus untersucht; alles ok, ausser einer "stressbedingten" Tachykardie die nun zusammen mit den ES mit niedrig dosiertem Betablocker behandelt wird. Ich überleg mir ernsthaft ob ich mir einen Event-recorder kaufe...Und mein Kardiologe glaubt mir schon dass ich ES habe und dass sie phasenweise stark gehäuft auftreten, aber laut ihm ist das trotzdem unbedenklich da ja alle Untersuchungsergebnisse ok sind...

C_ha-Txu


Ich überleg mir ernsthaft ob ich mir einen Event-recorder kaufe...Und mein Kardiologe glaubt mir schon dass ich ES habe und dass sie phasenweise stark gehäuft auftreten, aber laut ihm ist das trotzdem unbedenklich da ja alle Untersuchungsergebnisse ok sind...

Wie gesagt, Extrasystolen sind fast immer harmlos, sogar bei herzkranken Menschen wie mir. Ich habe bis zu 4000 pro Tag, Salven, SVES-Runs, usw. Alle möglichen Formen, und dennoch sind sie überwiegend von der harmlosen Sorte.

Einen Event-Recorder kann der Kardiologe leihweise verschreiben, meist für 4 Wochen. In vielen Fällen zahlt das die Krankenkasse, und falls nicht, ist es durchaus bezahlbar. Die Leihgebühr für 4 Wochen inkl. Auswertung kostet je nach Ort und Kardiologe zwischen 60 und 100 Euro. KAUFEN würde ich mir so ein Ding nicht. Das ist zum einen der erste Schritt zur Verschärfung einer Angststörung und zum zweiten kannst Du es ja sowieso nicht richtig auswerten, da sollte man schon ausgebildeter Kardiologe sein (auch wenn die Werbung für diese Dinger anderes versprechen!).

Gruss

Cha-Tu

SZeanQet7xor


Man kann bei einem B-EKG keine Ableitung isoliert betrachten. Man muss Veränderungen immer im Kontext sehen. Und auf die elektronischen Auswertungen sollte man sich sowieso nicht verlassen ...

Gruß

Tjo4m77HxH


Also das Ganze hat mich doch nervös gemacht und ich habe heute meinen Kardiologen angerufen und nochmal wegen der ST-Werte nachgefragt. Er hat gemeint diese schwankenden Werte seien ganz normal und kommen in der Form bei jungen (naja, bin ja doch schon 35!) und schlanken (das stimmt auf jeden Fall) Leuten fast immer vor.

Was interessant ist: ich finde mich langsam aber sicher mit den Extrasystolen ab, so gut es nunmal geht, aber jetzt wird eine andere Sachen immer häufiger und unangenehmer: starke Stiche links oben in der Brust und v.a. brennende Schmerzattacken in einem Arm und der Brust die unvermittelt anfangen und sich stark steigern. Nach 2-5 Minuten hört der Schmerz dann auf. Bei den Schmerzattacken bin ich ganz ruhig, mein Puls geht nicht hoch und ich habe auch keine Angst – immerhin hat man mich diagnostisch ja wirklich auf den Kopf gestellt. Ich kann es einfach nicht fassen dass mein Gehirn jetzt aufeinmal diese Nummer mit mir abzieht!

C[ha-xTu


Wurdest Du denn schon mal orthopädisch und/oder neurologisch untersucht? Brennende Schmerzen kommen ja meistens NICHT vom Herzen, sondern von irgendeiner Verspannung (muskulär) oder eben von einer Reizung irgendeines der Nerven, die da durch den Brustkorb gehen. Relativ oft ist es der Nervus interkostalis, das sind Nerven, die die Rippen und vor allem die Zwischenräume zwischen den Rippen versorgen, und die ziemlich exakt diese Art Beschwerden auslösen können.

Gruss

Cha-Tu

T5om7x7HH


Hi Cha-Tu, ich glaube das ist eine sehr gute Idee das mal beim Orthopäden anschauen zu lassen. Neurologisch wurde ich schon einmal vor 10 Jahren auf den Kopf gestellt, der Grund waren Muskelfaszikulationen an unterschiedlichen Stellen am Körper. Gleich wie bei bei den Extrasystolen heute hiess es damals: "Vollkommen ungefährlich, aber lästig." Diese Faszikulationen sind nie weg gegangen, aber auch nicht schlimmer geworden. An manchen Tagen ist nichts, an anderen Tagen kann man von ein paar Meter Entfernung sehen wie es unter dem Hemd zuckt. Irgendwie habe ich einfach so viele unterschiedliche Symptome die kommen und gehen (z.Bsp. ca. einmal pro Jahr eine 30 minütige Sehstörung die man wohl am besten als "Aura ohne Migränekopfschmerz" bezeichnen kann – ich kann dann nicht einmal mehr die Sachen auf dem Bildschirm lesen) dass ich meistens warte bis die Sachen wieder weggehen und erst zum Arzt gehe, wenn sie mal ganz extrem oder gehäuft auftreten (wie eben letzthin die Extrasystolen).

Ich trau mich auch schon gar nicht mehr mit jemanden darüber zu reden; wenn ich erwähne dass ich einen Arzttermin habe heisst es im Verwandten-/Freundeskreis nur: "Was hast du denn jetzt schon wieder?" Alle halten mich nur für einen Hypochonder, aber es ist nun wirklich nicht so dass ich ständig nur in der Ecke sitze und bei jedem kleinsten Zeichen zum Arzt springe. Ich hasse es, zum Arzt zu gehen und nicht fit zu sein, aber wenn einen irgendwelche Symptome direkt aus einer Tätigkeit rausreissen (wie etwa die ES oder die Muskelzuckungen auf der Arbeit) dann ist das schwer zu ignorieren. Und wenn ich wegen jeder kleinen Beschwerde zum Arzt rennen würde dann wäre ich wohl jeden zweiten Tag krank geschrieben.

Naja, genug gejammert – hat wahrscheinlich eh niemand gelesen :-) Trotz allem bin ich ja im Grossen und Ganzen fit und jammere ja wirklich auf sehr hohem Niveau rum. All diese Problemchen sind halt oft zermürbend...

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