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Ekg und Belastungs-Ekg mit ST-Senkung: Herzneurose?

C_hfa-Txu


Hallo, EndlichNR,

jetzt hast Du es erst einmal hinter Dir. Gut so.

An einer Szintigraphie kann man ausser der Durchblutung eigentlich nur noch sehen, wie hoch die Ejektionsfraktion ist, also der sogenannte "EF-Wert", der etwas über die Pumpleistung aussagt. Es kann sein, dass der etwas zu niedrig war, was aber NICHT notwendigerweise bedeutet, dass Dein Herz schwach ist. Auch bei Untrainierten ist der Wert manchmal etwas niedrig. Generell aber sollte man nach so einer Untersuchung IMMER einen Termin beim Kardiologen machen. Dass das bei Deinem ersten Mitpatienten nicht getan wurde, ist eher das Ungewöhnliche. Erstens haben die Radiologen, die diese Untersuchungen durchführen, selten kardiologisches Spezialwissen (sie szintigrafieren ja auch Schilddrüsen, Knochen, und so weiter), und zweitens hat ja Dein Kardiologe oder Dein Hausarzt den Untersuchungsauftrag gegeben, und mit dem solltest Du das besprechen. Die Aussagen der Radiologen wie z.B. "Ihre Durchblutung ist in Ordnung" ist zwar richtig, aber zu grob, um das Ganze abschliessend mit dem Patienten zu beurteilen. Ich muss nach jeder Szinti nochmal zu meinem Kardiologen, und mache den Termin immer schon gleich aus, wenn der Kardio mir die Überweisung zum Szinti gibt.

Liebe Grüsse

Cha-Tu

ENndlitchNichotrauchxer


Vielen lieben Dank für die schnelle und sehr umfangreiche Antwort Cha – Tu.

Dann warte ich jetzt etwas entspannter diesen Termin ab, denn wenn ich das richtig gelesen habe, ist das "schlimmste" nicht eingetreten, richtig ?

Dieser EF-Wert , kann man den auch beim Echo kontrollieren ? Weil da wurde immer gesagt "Ihr Herz pumpt gut" , ist das damit gemeint gewesen oder ist das in der Szinti nochmal was anderes ?

Lg

Cfha-xTu


Dann warte ich jetzt etwas entspannter diesen Termin ab, denn wenn ich das richtig gelesen habe, ist das "schlimmste" nicht eingetreten, richtig ?

So sehe ich das, ja.

Dieser EF-Wert , kann man den auch beim Echo kontrollieren ?

Aber, aber nicht so genau wie beim Szinti und bei der Katheteruntersuchung.

Weil da wurde immer gesagt "Ihr Herz pumpt gut" , ist das damit gemeint gewesen oder ist das in der Szinti nochmal was anderes ?

Nein, das ist das gleiche. Aber wie gesagt: Bei der Szinti etwas präziser.

LG

Cha-Tu

CEha-sTu


Aber, aber nicht so genau wie beim Szinti und bei der Katheteruntersuchung.

Das erste "Aber" soll "Ja" heissen.

Von der Hitze wirr:

Cha-Tu

EYndalichENichtKraucher


Danke nochmals.

Ich habe mich auch noch mal beruhigt indem ich gerade im Internet gelesen habe, dass Grundsätzlich die Szinti aus Belastungs und Ruhetest besteht und dann steht da "Man kann auf den Ruhetest verzichten wenn im Belastungstest eindeutig keine Durchblutungsbeschwerden vorliegen, denn dann werden sie in Ruhe ebensowenig bestehen"

Die arme Frau, die war kurz vorm weinen, die wußte wahrscheinlich warum sie morgen nochmal hin muss.

EnndlXichNich=traucxher


So, ihr lieben.

GOTT SEI DANK ist alles OK. Ich habe gerade den Anruf vom Kardiologen bekommen, er war zwar kurz angebunden, meinter aber nur "So, ich habe das Ergebnis von der Szintigraphie und es ist alles OK. War ein falsch positives Belastungs-EKG., sie brauchen nicht mehr zu kommen"

Ich fragte noch nach Sport und er meinte nur "Viel Spaß dabei" und ich fragte nach wieso immer wieder das EKG falsch liegt, denn auch bei der Szinti war es scheiße und mit ST – Streckensenkungen. Er meinte nur "Das ist halt so, eben falsch positiv aber sie haben nichts von daher ist das doch egal"

Recht hat er :-)

Ich danke euch an dieser Stelle für eure Unterstützung und euer Mut machen. Meine Ängste waren enorm und werden sicherlich mal wieder hochkommen, das lässt sich nicht verhindern. Allein die 2 Wochen die ich gewartet habe auf den Termin und jetzt noch bis zum Ergebnis, waren die Hölle und ich habe nur dafür gelebt, also sehr extrem das ganze.

Ich ziehe aber auch Konsequenzen daraus: Ab heute Abend in Absprache mit dem Kardiologen vorhin am Telefon, fange ich an mit Simvastatin 20mg, er meinte ich soll erstmal mit 10mg starten um zu gucken wie ich es vertrage. Ich fange an zu laufen um meine Kondition zu verbessern und ich werde ein wenig mehr auf das Thema Ernährung achten.

Das habe ich mir ganz fest geschworen und ich denke allein der Beginn der lebenslangen Statin – Therapie ist schon ein wichtiger Schritt. Denn ein LDL von 272 und ein HDL von 34 sind keine gute Vorraussetzung.

:-) :-) :-)

CCha-xTu


Recht hat er :-)

Sehe ich auch so.

Ich ziehe aber auch Konsequenzen daraus: Ab heute Abend in Absprache mit dem Kardiologen vorhin am Telefon, fange ich an mit Simvastatin 20mg, er meinte ich soll erstmal mit 10mg starten um zu gucken wie ich es vertrage.

Prima, das zeigt mir, dass er verantwortungsbewusst ist. Niedrig beginnen, falls nötig, LANGSAM steigern, und sobald alles im grünen Bereich ist: bei der Dosis bleiben.

Ich fange an zu laufen um meine Kondition zu verbessern und ich werde ein wenig mehr auf das Thema Ernährung achten.

Super! Und wenn Du die Ernährung etwas modifizierst, kann es gut sein, dass Du mit der Mini-Dosis 10 mg auskommst. Ich nehme diese geringe Mengen seit Jahrzehnten!

Schön, dass Dich das gute Ergebnis so motiviert.

Schönen Gruss

Cha-Tu

E;ndElic~hNiDchtraaucxher


Danke aber ich habe schon ordentlich Angst vor diesen Statinen. Ich weiß nicht, habe gestern viel gelesen wieder und so richtig belegt ist es scheinbar nicht, dass die tatsächlich nützlich sind bzw. sind sie nicht ungefährlich. Die Liste der Nebenwirkungen ist lang und wenn ich all die Berichte lese von Menschen mit Muskelschmerzen und Co. ist das schon heftig. Was sagst du dazu Cha -Tu ? Du scheinst sehr gut informiert zu sein ? Ich meine, du nimmst sie selber daher kann ich mir die Antwort schon denken aber trotzdem.... bist du fest von überzeugt das sie was nützen und nicht am Ende mehr Schaden verursachen als sie gehiolfen haben. Ich meine, sollte ich 70 Jahre alt werden sind das 35 Jahre lang täglich Medikamente, das ist auch nicht ohne oder ?!

C#hax-Tu


Danke aber ich habe schon ordentlich Angst vor diesen Statinen. Ich weiß nicht, habe gestern viel gelesen wieder und so richtig belegt ist es scheinbar nicht, dass die tatsächlich nützlich sind

Ich würde nicht immer soviel zu all dem lesen. Klar, man soll nicht blind alles schlucken. Aber man sollte auch abwägen zwischen den Risiken eines unbehandelten Zustandes und den Risiken eines Medikaments.

bzw. sind sie nicht ungefährlich.

Wie gesagt, ich nehme das Mittel, dass Du nimmst, seit meinem zweiten Infarkt, also im Juni seit 17 Jahren. Ich habe bisher KEINERLEI der möglichen Nebenwirkungen gehabt, meine Leber ist in Ordnung und Gelenk- und Muskelschmerzen habe ich auch nicht (das sind die beiden Hauptnebenwirkungen, alles andere ist sowieso sehr selten).

Ich meine, du nimmst sie selber daher kann ich mir die Antwort schon denken aber trotzdem.... bist du fest von überzeugt das sie was nützen und nicht am Ende mehr Schaden verursachen als sie gehiolfen haben.

Der erste Teil der Frage ist schwer zu beantworten. Möglicherweise würde meine vegetarische Ernährung und meine mässige, aber regelmässige Bewegung ausreichen, die Werte im optimalen Bereich zu halten. Aber mein erster Kardiologe, dem ich 100% vertraut habe, sagte damals, es gäbe Studien, die belegen, dass eine geringe Dosis Simvastatin das Risiko eines Infarkts und auch eines Zweit- und Drittinfarkts deutlich senkt, und zwar UNABHÄNGIG davon, ob die Blutfettwerte kritisch sind oder nicht. Das gilt übrigens auch für den Betablocker Metoprolol, den ich auch nehme.

Ich meine, sollte ich 70 Jahre alt werden sind das 35 Jahre lang täglich Medikamente, das ist auch nicht ohne oder ?!

Natürlich ist da ein gewisses Risiko. Aber genauso kann man sagen: Mit solchen Blutfettwerten und Hochdruck rumzulaufen, ist sicherlich gefährlicher und lässt es fraglich sein, dass Du mit 70 noch lebst. JEDE Medikamenteneinnahme, die regelmässig stattfinden soll/muss, ist gegen Risiken abzuwägen, die einträten, wenn man das Medikament nicht nähme.

Wenn Du solche Bedenken hast, dann versuch doch mal, eine zeitlang optimal zu essen (fettarm, viel Obst, Gemüse, Getreideprodukte; insgesamt eine mässige Ernährung) und Dich regelmässig zu bewegen. Und schau mal, ob sich die Werte dadurch bessern. Falls ja, dann brauchst Du das Medikament vermutlich tatsächlich nicht. Falls nein, würde ICH es jedenfalls nehmen.

Ich selbst nehme seit über 20 Jahren den Betablocker Metoprolol. Seit knapp 17 Jahren Candesartan, ferner ein Diuretikum, ein Langzeitnitrat und Simvastatin und ASS 100. Also SECHS Medikamente, die ich wegen meiner Herzkrankheit nehmen muss. Dazu kommen Insulin (ich bin Diabetiker) und Metformin (auch ein Mittel gegen Diabetes), also 8 hochpotente Medikamente. Dass das Neben- und Wechselwirkungen haben kann, ist mir bewusst, auch meiner Ärztin ist das bewusst (meine Leber wird halbjährlich untersucht und wir überprüfen und hinterfragen alle 2 Jahre diese Medikation!). Aber meine Alternative wäre, dass ich Euch hier nicht mehr schreiben könnte, weil ich tot in einem Urnengrab läge, wenn ich diese Medikamente NICHT nehmen würde... Ich ziehe das Leben dem Nebenwirkungsrisiko vor ;-D

Gruss

Cha-Tu

EFndClichNiSchtr{auchexr


Mit solchen Blutfettwerten und Hochdruck rumzulaufen, ist sicherlich gefährlicher und lässt es fraglich sein, dass Du mit 70 noch lebst.

Da hast du wohl recht !!!

Ich habe es schonmal probiert mit Ernährung und all dem, keine Chance. Alle Ärzte (Kardiologen, ein Internist und mein Hausarzt) sagen, dass es genetisch bedingt ist bei mir. Solch hohen Werte können nicht durchs Essen kommen meinten die und einer meinte "Ich glaube selbst wenn sie gar nichts mehr essen würden, wären Ihre Werte zu hoch"

Ich habe meine Werte mal aus dem Schrank geholt:

Gesamtcholesterin 336

HDL 34

LDL 267

Triglyceride 253

Cholesterin / HDL ist bei 10,0

Der Kardiologe meinte sogar "Versuchen sie es mit 10mg Simvastatin, ich glaube aber sie werden 20mg brauchen"

Ich habe gestern damit angefangen, mal gucken wie ich es vertrage.

Kann man sagen wann die Muskelschmerzen auftreten ? Gleich bei Beginn ? Gleich nach der ersten Tablette oder völlig unterschiedlich ?!?

CthaF-Txu


Gesamtcholesterin 336

HDL 34

LDL 267

Triglyceride 253

Jesses... Und dann zögerst Du?

Zum Vergleich meine aktuellen Werte:

Gesamtcholesterin: 132

HDL: 51

LDL: 71

Triglyceride: 153

Kann man sagen wann die Muskelschmerzen auftreten ? Gleich bei Beginn ? Gleich nach der ersten Tablette oder völlig unterschiedlich ?!?

Die können zu jeder Zeit auftreten, allerdings erstmalig erst nach längerer Einnahme. Wenn Du muskelkaterähnliche oder messerschneidende Schmerzen (vor allem in den Armmuskeln) hast, vor allem solche, die keine "logische" Erklärung haben, dann gehe zum Arzt, damit der Dir mal die entsprechenden Werte bestimmen lässt. Es ist NICHT so, dass Du von einem auf den anderen Tag plötzlich dramatische Schmerzen hast, das entwickelt sich langsam, aber schon im Anfang deutlich. Manche Betroffene nehmen das dann nicht ernst, und erst wenn das monatelang anhält, kann es zu Schädigungen kommen. Und lies nicht so viel im Internet ;-)

Gruss

Cha-Tu

EBndlichhgNichtxraucher


Du hast ja Traumwerte :)=

Danke für die Antwort, dann weiß ich worauf ich zu achten habe.

Ja, ich lese nicht mehr soviel. Du hast ja recht. :)z

C:ha-Tmu


:)^

Enndlic'hNicht9rauch2er


Hallo Cha-Tu, bzw natürlich auch alle anderen :-)

Ich habe nun 2 Tage lang das Zeug genommen und es mag sein, dass es damit nichts zu tun hat aber ich bin soooo was von fertig mit der Welt, ich kann nicht mehr. Könnte nur auf dem Sofa liegen, bin total schlapp. Wohne in der 3.Etage, war total aus der Puste als ich vorhin hochgekommen bin. Hätte ich mein Herz nicht checken lassen, würde ich sagen das war ein Angina – Anfall. Unglaublich. Dabei bin ich gut drauf, ich freue mich, dass das Ergebnis gut war usw. Ich verstehe es nicht. Andererseits denke ich nach 2mal eine halbe Tablette (10mg) kann das nicht sein. ODER etwa doch ? Was meinst du / ihr ? Ich würde am liebsten die Tablette heute schon wieder sein lassen um zu gucken wie es mir die nächsten Tage geht.

Czha-GTxu


Solche Erschöpfungszustände als Nebenwirkung eines Blutfettsenkers sind mir absolut nicht bekannt. Ich denke, dass Deine Psyche Dir da einen Streich spielt oder aber jetzt die Erschöpfung der letzten Wochen und Monate durchkommt, denn Angst erschöpft sehr. Vielleicht kommt das jetzt durch?!

Ich spüre aber, dass Du eine extrem starke Aversion gegen dieses Medikament hast, und ich habe meine Zweifel, ob es dann optimal wirken kann. Denn ein Medikament, das seelisch derart abgelehnt wird, kann nicht optimal wirken, denn ich bin der felsenfesten Überzeugung, dass die seelische Annahme eines Medikaments wesentlich dazu beitragen kann, ob es wirkt. Wenn jemand z.B. den Beipackzettel liest und vor irgendeiner Nebenwirkung irre grosse Angst hat, bin ich fast sicher, dass er diese Nebenwirkung auch bekommen wird.

Aber selbst WENN diese Erschöpfbarkeit von dem Medikament kommt: Gib ihm doch erst einmal die Chance, optimal zu wirken. Viele Medikamenten haben zu Beginn irgendwelche Wirkungen, die verunsichern, so ist man z.B. bei einem Betablocker recht oft die ersten Tage/Wochen sehr müde. Na und? Bevor man eine Entscheidung trifft, ein Medikament wieder abzusetzen, sollte man ihm etwas Zeit lassen (es sei denn, die Nebenwirkungen sind so bedrohlich, Atemnot oder wie bei einigen Herzmitteln sehr starke, kaum aushaltbare Kopfschmerzen). Wenn man nun einige Tage lang müde ist, ja, Gott, na und?

Weisst Du, ENR, Deine Werte sind kein Kinderspiel. Du hast sehr schlechte Blutfettwerte, die irgendwann mal sehr gefährlich werden können. Und Du hast jetzt die Wahl, ob Du Deiner Angst erlaubst, NICHTS dagegen zu tun, oder ob Du dem Medikament erst einmal die Chance gibst, zu wirken. Wenn Du nach 3 Monaten immer noch diese Nebenwirkungen hast und gleichzeitig keine Besserung der Werte eingetreten ist, dann sollte man neu darüber nachdenken.

Gruss

Cha-Tu

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