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Ist Herzrasen eigentlich gefährlich?

Jban"74 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

frage mich mich des öfteren, vor allem während einer Panikattacke ;-)..

dieses Herzrasen ist ja sehr unangenehm und wird als das primär beängstigende Symptom bei Panikattacken, oder bei Nervosität allgemein, erlebt. Aber wie gefährlich ist es eigentlich (bzw. ist es das überhaupt)?

Wenn das Herz so hämmert, hat man (bzw habe ich) vor allem Angst, dass durch die hohe mechanische Belastung "irgendwas kaputt geht". Es fühlt sich einfach "ungut" an. Die meisten Leute sagen/schreiben zwar "Angst, einen Herzinfarkt zu bekommen", aber ich glaube, das tun sie nur deshalb, weil "Herzinfarkt" halt der Name der primär bekannten Kranheit ist, die man mit dem Herzen assoziiert. In Wirklichkeit (vermute ich) haben die Leute eher Angst vor "irgendeinem mechanischen Defekt durch die hohe Belastung", und weil ihnen kein anderes Wort dafür einfällt, schreiben Sie "Herzinfarkt".

Angst vor einem Infarkt habe ich in solchen Situationen eigentlich nicht (weil ich auch weiss, das bei einer Panikattacke das Risiko eher verringert als vergrössert ist), aber irgendwie halt, das irgendwas anderes kaputt geht, schwer das konkret zu sagen. Das irgendwas reisst, abreisst, abbricht..

Aber kann da eigentlich wirklich irgendwas derartiges passieren? Oder ist es "nur" schneller Puls, halt an der Grenze dessen was das Organ so schafft, ansonsten normale Körperfunktion, alles im grünen Bereich? Geht das Herz irgendwann kaputt wenn der Puls immer weiter steigt (was er natürlich nicht tut), oder kommt irgendwann einfach die Grenze "maximale Pulsfrequenz erreicht, mehr geht nicht"?

Denke mir, die Hauptgefahr besteht in Rhyhtmusstörungen, Kammerflimmern, wenn die Impulse VIEL ZU schnell kommen? Oder wie ist das eigentlich wirklich, aus Sicht des Kardiologen? Wenn das Herz schnell schlägt wegen spotlicher Anstrengung ist das ja auch normal und meistens macht man sich da auch keine Sorgen wegen.

Antworten
JEan74 hat geantwortet


Ähm, Nachtrag.. ist jetzt nicht so das ich mir da übertrieben grosse Sorgen mache (oder besonders oft Herzrasen/Panikattacken hätte). Eher einfach Neugierde, wie denn die Sachlage da ist.

C2ha<-Txu hat geantwortet


Ich habe in meinem Studium und in meiner psychotherapeutischen Ausbildung noch gelernt, dass eine zeitweise (auch starke) Erhöhung der Herzfrequenz im Rahmen einer Panikattacke keine schädigende Wirkung auf das Herz hat. Mir ist nicht bekannt, dass sich an diesen Aussagen etwas geändert hat.

Gruss

Cha-Tu

CSornelsia59 hat geantwortet


Da möchte ich doch differenzieren. Ich hatte vor einiger Zeit, nach einer größereren Operation, zu Hause plötzlich Herzrasen, und zwar in der Spitze mit 230 Puls. Ich hab´s mit meiner Sport-Pulsuhr gemessen, weil ich dachte, ich bilde mir was ein. Es hörte auch nicht von alleine auf. Ich habe den Notarzt gerufen, und der hat mich mit Blaulicht und Martinshorn :-o in die Klinik verfrachtet. Auch da haben sie es nicht sofort in den Griff gekriegt, es mußte ein intensivmedizinisches Medikament eingesetzt werden, das für ein paar Sekunden das Herz anhält... und zwar bei vollem Bewußtsein! :-/ Dann endlich ging der Puls wieder auf normale Werte zurück. Dann haben sie mich noch 2 Tage auf der Überwachungsstation am Herzmonitor behalten. 2 Wochen später dann Herzkatheter und Verödung eines Nervs im Herzen. Mir wurde gesagt, daß sich bei der Blutuntersuchung schon Abbauprodukte des Herzmuskels gezeigt hätten, deswegen haben sie dann gleich noch eine Coronarangiographie (Darstellung der Herzkranzgefäße mit Kontrastmittel) gemacht.

Ich muß dazu sagen, daß ich rund 4 Stunden in der Notaufnahme mit diesem Herzrasen gelegen habe, bis die endlich soweit waren. Da hatten die das Herz schon auf 180-190 mit Betablocker runtergebremst. Ich nehme an, über den Zeitraum ist das dann schon etwas haariger als nur ein kurzer Anfall. Was ich hatte, nennt sich übrigens AV-Knoten-Reentry-Tachykardie, tritt ganz gerne bei Frauen in den Wechseljahren auf. Ein Nerv des AV-Knotens gibt elektrische Impulse, die nicht passen, und das Herz kommt von alleine aus der Nummer nicht mehr heraus.

Und ich dachte damals, die erzählen dir doch nur, "Stellen Sie sich nicht so an", spritzen mir irgendwas, und ich kann schlafengehen! Ja, Pustekuchen!

C@ha-Txu hat geantwortet


Cornelia,

der Fragesteller sprach in erster Linie von Herzrasen bei einer Panikattacke!

Gruss

Cha-Tu

Jfahn37x4 hat geantwortet


puh ;-).

Und hat Dein Herz dann Schaden davongetragen nach der Attacke? Oder jetzt alles wieder gut?

Danke für die Antworten.

meuskatn~uss hat geantwortet


Huhu,

ich war auch Panikpatient. Habe inzwischen keine Panikattacken mehr. Das Herzrasen bei Panikattacken ist Null gefährlich. Es ist unmöglich das du bei einer Panikattacke stirbst, oder das da was kaputt geht oder was platzt. Also mach dir keinen Kopf. Einfach rasen lassen.

Denn wie du schon sagst das Herz rast beim Sport, beim laufen zur Bahn, beim toben mit der Freundin im Bett, oder auch manchmal einfach so. Ich denke mal du warst schonmal beim Arzt und wenn der nix gesagt hast ist dein Herz gesund und das kannst du rasen lassen so viel du willst. :)^

Cborn6eliax59 hat geantwortet


@ Jan74

Glücklicherweise nicht. Laut Coronarangiographie sind die Herzkranzgefäße in Ordnung und das Herz selber laut Katheteruntersuchung auch. Es war wohl die lange Belastung durch den hohen Puls, die zu den Blutwerten geführt hat. Aber daß die Ärzte für nötig hielten, genauer nachzuschauen, sagt mir, daß es hätte ernst sein können. Ich will aber nochmal betonen, daß das wirklich 4-5 Stunden Herzrasen am Stück waren.

Nach dem Herzkatheter habe ich noch monatelang gemerkt, daß das Herz für mich sehr deutlich, viel deutlicher als sonst zu spüren war. Ich habe dann immer mal wieder am Handgelenk den Puls gefühlt, auch mal mit der Pulsuhr nachgemessen, aber der war immer OK. Heute, ca. 5 Monate später, ist alles wieder im Normalzustand.

Bei der Gelegenheit: Ich habe damals in der Notaufnahme die Ärztin gefragt, was mir hätte passieren können. Sie meinte, das Herz hält sowas über einen gewissen Zeitraum schon aus, ich soll mir keine zu großen Sorgen machen. Wörtlich hat sie gesagt: "Wissen Sie, das Herz ist der am besten trainierte Muskel im ganzen Körper!" Ich denke, da hat sie recht. Das ist der einzige Muskel, der sich nie ausruhen kann.

Auf Station habe ich dann andere Patientinnen kennengelernt mit ähnlichen Problemen. Eine hatte einen Blutdruck, der dauernd über 200 ging. Die Ärzte haben mit allen Mitteln versucht, den Blutdruck runterzukriegen und irgendwie klappte nichts wirklich. Man sagte mir, daß das noch um einiges gefährlicher ist als Herzrasen. Die Folge kann ein Schlaganfall sein.

@ Cha-Tu

Ich dachte, es geht mehr um die Gefahr daraus fürs Herz, weniger um die Panikattacken.

s0teQak8x6 hat geantwortet


wenn herzrasen gefährlich sein würde, gebe es nicht über 7000000000 Menschen auf der Welt...

Ich leide seit über 2 Jahren darunter und geschadet hat und wird es auch nicht. Was man aber gegen Herzrasen machen kann (wenns wirklich nur Psychisch bedingt ist) ist Soprt. Sport ist der natürliche beta Blocker. Hat mir ungemein geholfen.

c hatEwachme+istfexr hat geantwortet


Hallo ich bin neu hier,

ich habe eine frage und zwar habe ich zuhohen blutdruck schon sei jahren und bekomme ramipril.nun ist seit 3 monaten kekannt das mein puls auch zuhoch ist.

ich bekomme die ganze zeit über herzrasen und das herz stolpert.der arzt verschrieb mir betablocker,aber die konnte ich nicht ein nehmen weil ich es 2 mal versucht habe und dann wird mir schwindelich,kreislauf spielt verrückt und mein herz rast dann nochmehr und stolpert.

ich möchte auch nicht mehr diese betablocker nehmen.aber mein arzt meint dann müssen sie mit so ein hohen puls leben.was kann ich noch dagegen tun?das ist kein leben dieses herzrasen und stolpern.bitte um rat danke.

Jbans74 hat geantwortet


Klingt so spontan vor allem so als wäre erstmal eine wirklich gründliche Untersuchung notwendig. Wie hoch ist der Puls denn? Ich denke (ich hab allerdings auch nicht wirlich Ahnung), ein geringfügig erhöhter Ruhepuls, also sagen wir mal im Durchschnitt eher 80 als 70, ist noch normal und damit kann man Leben. Wenn das Herz allerdings ständig rast und stolpert kann ich mir kaum vorstellen dass das nicht auch ein Ursache (ob nun Schilddrüse oder Herz-Organisch oder nervlich oder sonstwas) hat, die man erforschen und behandeln kann.

c=haatwachmeimst}er hat geantwortet


naja ich will mir auch nix vor machen hier.es ist bekannt das ich extrem übergewicht ich habe.trozdem muss es doch eine möglichkeit geben den puls auf natürlicherweise zu senken?ich leide natürlich auch unter psychischen stress.meine schilddrüse ist inordnung.wie sieht es mit baldrian tabletten oder saft aus hilft das? :[]

J#a>n7x4 hat geantwortet


Nee, hilft eher nicht. Wie hoch ist der Puls denn nun normalerweise?

CJh:a-Txu hat geantwortet


Ich denke, da hilft es nur, abzunehmen. Ich weiss, das nervt, aber es IST so. Ich weiss, wovon ich rede, ich habe vor 20 Jahren so viel gewogen, dass die Waage "Error" anzeigte, und zusammen mit Stress habe ich das mit 2 Herzinfarkten bezahlt. Es gibt in so einem Fall keinen anderen Rat als Unmengen Medikamente zu schlucken oder abzunehmen.

Gruss

Cha-Tu

J9anx74 hat geantwortet


Hab auch das Gefühl, also bin jetzt zwar nicht extrem übergewichtig oder so, aber früher hab ich so ca 80 kg gewogen (bei immerhin 1,94, aber bin eher schmal gebaut), mittlerweile knapp über 100, also sozusagen ein gewisser Wohlstandsbauch.. das sich das bemerkbar macht, was allgemeines Wohlbefinden, Fitness, und auch den Ruhepuls angeht. Kann das sein? Das so ca. 20 kg über dem, wos einem gut mit ging, sich da subjektiv so bemerkbar machen? Vater meinte, "ja".. das Bauchfettgewebe stellt irgendwie eine ständige Quelle von Stress für den Organismus da, so in etwa.

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