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Panik nach Lungenembolie

K%leidnDG|rewtchexn hat die Diskussion gestartet


Hallo :)

Ich bin neu hier und melde mich schon mit einem Problem.

Kurz zu mir: Ich bin weiblich, 26 Jahre alt und habe zwei Kinder.

Nun zu meinem Problem..

Meine Tochter habe ich am 15.01.12 entbunden.

Etwa eine Woche später gingen die Schmerzen los. Es war so schlimm, dass ich kaum atmen konnte. Mehrere Krankenhausaufenthalte brachten nacheinander die Ergebnisse "Lungenentzündung", "Nerv eingeklemmt", "Pleuraerguss", "Wochenbettdepression" :-X

Erst nach vier Wochen schlimmster Schmerzen, 3 Wochen Bluthusten, Fieber, schlimmer Atemnot, wurde endlich festgestellt, dass es mehrere Lungenembolien waren. Mittlerweile Grad 3-4.

Ich wurde ewig nicht Ernst genommen, das hängt mir bis heute nach :(

Naja, meine Entlassung aus dem Krankenhaus ist nun 3 Monate her und seit Mitte März nehme ich Marcumar. Die Einstellung hat ewig gedauert und erst letzte Woche war der INR im Zielbereich.

Nur geht es mir im Moment nicht gut :( Ich hab wieder verstärkt schmerzen in den Rippen. Oft direkt neben dem Herz ein stechen.. Das kommt mir so bekannt vor :|N

Ich bin total schnell k.o., kriege schnell Luftnot. Fühle mich einfach nicht "fit". Mein Ruhepuls liegt bei 90, das finde ich nicht normal.

Vor einem Monat war ich routinemäßig zum Herzultraschall beim Kardiologen. Dieser Ultraschall ging Sage und Schreibe 2 Minuten. Da war wohl soweit alles in Ordnung.

Trotzdem habe ich Angst.. Ich weiß nicht was ich tun soll. Trotz der Diagnose Lungenembolie, fühle ich mich noch immer nicht Ernst genommen und traue mich gar nicht zum Arzt mit meinen jetzigen Beschwerden.

Ich weiß, unter Einnahme von Marcumar dürfte es nicht zu einer erneuten Embolie kommen. Aber mein INR ist erst seit knapp einer Woche im Zielbereich.. Ob da vorher schon etwas entstanden sein kann?

Momentan hab ich extreme Probleme mit dem rechten Knie. Einen MRT Termin habe ich erst in zwei Wochen. Oft denke ich, nicht dass sich dort eine Thrombose bildet? Ob da evtl. sogar eine ist?

Ich dreh noch durch hier.. Fühle mich so unverstanden und irgendwie... erniedrigt :(

Vielleicht weiß einer Rat, hat das auch schon mitgemacht, oder hat sonst irgendeinen nützlichen Tipp für mich..

Liebe Grüße!

Antworten
C hax-Tu


Hallo, Gretchen,

ich verstehe Deine Angst gut. Nach so einer Erfahrung haben die meisten Menschen eine lange Phase mit grosser Angst. Ich hatte diese Ängste nach zwei Herzinfarkten. Es hat ca. 2 Jahre gedauert, bis ich das im Griff hatte. Ich habe damals eine Psychotherapie gemacht. Nach so einer lebensbedrohlichen Erfahrung hat man oft nicht nur das Vertrauen in die Ärzte verloren, sondern auch in den eigenen Körper, in die Unversehrtheit des Körpers. Ich kann da nur empfehlen, sich psychotherapeutisch durch diese Angstzeit hindurch begleiten zu lassen, wobei das bei Dir sehr schwer ist, da Du zwei Kinder hast und sicherlich zeitlich sehr eingeengt bist.

Einen Rat aber möchte ich Dir geben: Wenn Du glaubst, es ist etwas nicht in Ordnung, gehe bitte zum Arzt. Egal, ob der genervt ist oder die Augen verdreht, es ist DEIN Körper, DEINE Gesundheit und DEIN Leben, das da auf dem Spiel steht. Ich habe damals meinen Kardiologen auch genervt bis zum Umkippen. Aber das interessierte mich nicht. Es tat zwar immer weh, zu sehen, dass er genervt war, aber es ist MEIN Leben, nicht das seine. Das heisst nicht, dass man wegen jedem Pieps zum Arzt rennen sollte. Man muss (wirklich!!) auch lernen, so etwas auszuhalten, sonst wird man irgendwann von einer unkontrollierbaren Angst beherrscht. Aber wenn etwas am Körper neu auftritt und beunruhigt (wie bei Dir z.B. die leichte Erschöpfbarkeit und das "bekannte" Ziehen in der Brust), sollte man nicht zögern.

Alles Gute!

Cha-Tu

Snunf]lowxer_73


Ich bin ein Mal mit Verdacht auf Lungenembolie in der Klinik gelandet. Von meiner Hausärztin auf direktem Wege dorthin geschickt. Zum Glück war es keine, aber ich weiß, wie mies ich mich gefühlt habe.

Wenn Du Dir unsicher bist: Geh' in die Notaufnahme und sei notfalls richtig penetrant, damit man dich ernst nimmt. Vielleicht brauchst Du momentan diese Sicherheit eines Checks, um zu lernen, auftretende Symptome selber einschätzen zu können.

Finde es sehr erschreckend, dass man Dich so lange nicht ernst genommen hat! Die Psyche kann viel auslösen – aber als Grund sollte man es erst nennen, wenn alles andere ausgeschlossen wurde. Bei Dir ging's leider umgekehrt. :|N :(v

Schließe mich damit Cha-Tu an.

Und ebenso möchte ich Dir raten: Wenn Du weiterhin Symptome oder auch nur Ängste hast und organisch wirklich nichts ist: Such' Dir psychotherapeutische Hilfe, bevor sich da ein größeres Problem draus entwickelt!

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