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Kreislaufprobleme zusammen mit Panikattacken

diomnjulxiani1 hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute,

den heutigen Tag werde ich so schnell nicht vergessen. Das mein Körper seit Monaten Probleme macht, ist für mich nichts neues. Aber heute hatte ich zum ersten male Richtige ANGST!

Gegen Mittag, kurz nach dem Essen fing es an, dass ich mich total Schwummrig gefühlt habe. Schwindel machte sich breit, gepaart mit übelkeit, und das gefühl jederzeit umzukippen. Habe dann sofort die Beine hochgelagert, traubenzucker etc. aber es wurde nicht besser. Hinzu kamen Panikattacken, die mich kaum noch zum Luftholen gelassen haben. Jetzt, um 20 Uhr kann ich sagen das es mir wieder ein bisschen besser geht. Das schlimmste ist diese Schwummrigkeit und diese schwäche.

Kann mir jemand sagen ob das Normal ist, dass der Kreislauf so "abschmieren" Kann ???

Gruss

Julian

Antworten
RbFbichtxe


...ich kann keine medizinischen Ratschläge geben. Wenn du eine Angststörung hast (Panik), brauchst du für solche Zeiten vielleicht ein Beruhigungsmittel (Cassadan, für mal kurzzeitig, Insidon für evtl. längere Anwendung). Ich habe auch die Veranlagung für etwas "Angst"... ;-)

SUunfeloweWr_x73


Ja, der Kreislauf kann dermaßen abschmieren!!!

Versuche, VIEL zu trinken. Und ggf. ein kühles Plätzchen zu finden. Coolpack kann auch angenehm sein.

Momentan ist einfach "Kreislaufwetter".

Wenn dann noch eine Angstproblematik hinzukommt, ist es natürlich doppelt doof.

d9onju%liarni1


Danke ihr beiden für eure Antworten! ich tippe auch das es mit dem wetter zu tun hat. Aber angst hatte ich heute schon, das war nicht schön :(

Danke nochmal!

c~at4x4


Hey *:) ....das ist ja krass...genau das gleiche hatte ich heute auch....nur schon heute Mittag.

Bei mir war es so, dass ich mich morgens schon nach dem Aufstehen etwas komisch gefühlt habe...das ist bei mir aber oft so. Habe auch niedrigen Blutdruck und morgens ist mir oft schwindelig und wackelig auf den Beinen. Hinzu kommt, dass ich seit Anfang des Jahres auch wieder Schwindel habe mit sich steigernden Ängsten und Panikattacken. Begonnen hat das Ganze schon vor 15 Jahren, doch ich war zwischendurch jahrelang beschwerdefrei....naja, jetzt ist es wieder da und ich weiß auch inzwischen echt viel theoretisch darüber....weiß auch, was theoretisch hilft, um es wieder loszuwerden, aber praktisch bekomme ich es nicht umgesetzt. Sag mal einem, er soll nicht an Schwindel denken, wenn er sich den ganzen Tag nur mit seinen eigenen Körperbewegungen beschäftigt......das zur Vorgeschichte....

Nun war es heute dann so, dass ich morgen nach dem Frühstück um ca. 8.00 Uhr erstmal wieder ins Bett gegangen bin. Es ging nach dem Essen auch besser. Mir war allerdings auch echt übel, so dass ich nur ein halbes Brötchen gegessen habe. Als ich dann so gegen 11.30 Uhr wieder aufstand, ging es los: Fühlte mich auf meinen eigenen Beinen ganz seltsam, im Kopf völlig leer, dann kam natürlich sofort die Angst auf, die sich bis zu einer krassen Panikattacke steigerte.Davon wurde mir natürlich auch übel,so dass ich gar nichts mehr essen konnte – außer Traubenzucker, davon wurde es aber nur sehr kurzfristig etwas besser. Habe dann mit dieser Panikattacke und den fiesen Schwindel-, Schwäche- und Übelkeitsgefühl irgendwie mein Mittagessen in mich hineingestopft (von "Essen" kann da gar nicht mehr die Rede sein...), da ich dachte, ich hätte zu wenig gegessen. Allerdings war die Überkeit schon so stark, dass das Essen sofort wieder hochkam. Füße hochlegen ging wegen meiner schlimmen inneren Unruhe gr nicht, ich konnte nur wie ein Zombie in der Wohnung hin und herlaufen und dachte, ich kippe jeden Moment um...so fühlte es sich an-genau wie bei dir!

Habe dann "Elotrans" getrunken. Das ist so ein Pulver aus der Apotheke, was eigentlich gegen Durchfall sein soll, um genug Elektrolyte, Glucose etc....im Körper zu haben.

Nach ca. 30 Min. ging es mir dann auch etwas besser. Habe dann noch eine Banane gegessen und dann -so nach ca. 2 Stunden- war ich wieder "normal" – also für meine Verhältnisse zumindest! Schwanken tut ja zur Zeit eh alles...und außerdem war ich nach der Aktion völlig fertig – daraufhin stellte sich eine bleierne Müdigkeit ein....

Da ich ja auch seit Donnerstag "Lasea" nehme, dachte ich erst, dass ich es nicht vertrage oder so bzw. Symptome der Erstverschlimmerung, da pflanzliches Mittel....inzwischen bin ich aber von dieser Theorie weg. Habe im Netz gegoogelt und was sehr interessantes gefunden:

Glaube inzwischen, dass es genau das war! Könnte bei dir ja evtl. auch sein!?

"Zuckerspiegel

Glukose ist der Treibstoff, mit dem der Körper läuft. Das Gehirn kann nicht (wie z.B. das Muskelgewebe) Proteine aufnehmen und nutzen. Deshalb treten bei sinkendem Blutzuckerspiegel (insbesondere bei einem Nüchternblutzuckerspiegel unter 50 mg %) viele Symptome auf, die eine große Beunruhigung auslösen. Die gegenteilige Situation (z.B. "Stresszucker" als Folge andauernder seelischer Belastung) wird dagegen subjektiv meist gar nicht wahrgenommen. Wir brauchen keine großen Zuckereinlagerungen, um den Nachschub an Glukose zu gewährleisten, denn die meisten Lebensmittel können vom Körper in Glukose und Fruktose gespalten werden.

Bei Angst, Aufregung und Stress bewirkt das sympathische Nervensystem eine Erhöhung des Blutzuckerspiegels durch Umwandlung des in der Leber und Skelettmuskulatur gespeicherten Glykogen in Glukose (Traubenzucker) mit anschließender vermehrter Zuckerausschüttung in das Blut, um mehr Energie für den sofortigen Verbrauch der Muskeltätigkeit bereitzustellen. Zuckerüberschüsse sind in der Leber gespeichert, um bei Bedarf darauf zurückgreifen zu können, wenn der Verdauungstrakt leer ist. Angstpatienten weisen in der Regel keinen Zuckermangel auf, sondern Schwankungen des Blutzuckerspiegels (instabile Blutzuckerwerte).

Symptome erzeugt eher ein rasches Absinken des Blutzuckerspiegels als ein zu niedriger Blutzuckerwert. Eine regelmäßige und ausgewogene Ernährung ist daher sehr wichtig. Als Soforthilfe sind 3 Stück Dextroenergen anzuraten, länger wirksam ist jedoch ein Stück Vollkornbrot oder Obst.

Bei Angst, Aufregung und Stress wird schnell viel Insulin produziert, was zur Folge hat, dass mehr Insulin ausgeschüttet wird als der Körper benötigt. Dies wiederum führt dazu, dass die verfügbare Glukose schnell aufgebraucht wird und der Blutzuckerspiegel drastisch sinkt. Ein erniedrigter Blutzuckerspiegel trägt dazu bei, dass schon kleine Veränderungen in der Atmung, wie sie in Angstsituationen immer auftreten, körperliche Symptome produzieren. Es treten die typischen Hypoglykämiesymptome auf, die der Körper durch einen massiven Adrenalinschub zu bewältigen versucht.

Der Verzehr von Süßigkeiten (z.B. Pralinen) bei Stress und Traurigkeit erhöht nachweislich den Serotoninspiegel, was die subjektiv angenehmen Zustände begründet, führt jedoch bei zu großen Mengen zu einem Blutzuckerabfall und infolgedessen zu einem erhöhten Adrenalinschub mit umfassender sympathischer Überaktivierung, was als Auslöser für Panikattacken dienen kann.

Bei Angst, Aufregung und Stress besteht oft eine Appetitlosigkeit, die zu einer zeitweiligen Unterzuckerung führt, so dass Angst- und Stresssituationen eine noch größere Unterzuckerung bewirken. Es treten dann die Symptome von Hypoglykämie auf, die der Körper durch einen massiven Adrenalinschub zu bewältigen versucht und damit eine massive körperliche Aktivierung auslöst.

Hypoglykämie (Unterzucker) führt zu folgenden Symptomen: Herzklopfen und Herzrasen, Blutdrucksenkung, Schwindel bis hin zur Ohnmacht, dumpfe Kopfschmerzen, Schweißausbruch (kalter Schweiß), Zittern (meistens inneres Zittern ohne entsprechende äußere Anzeichen), Blässe der Haut, kalte Hände und Füße, Übelkeit, Magenkrämpfe, innere Unruhe, Angstzustände (Panik), plötzliche Traurigkeit, Schlaflosigkeit zwischen zwei und drei Uhr morgens (wegen Blutleere im Gehirn), Müdigkeit am Vormittag und am Nachmittag, Koordinationsstörungen, Zucken der Augenlider, Sehstörungen (Doppelbilder), Ataxie, Bewusstseinsstörungen, Heißhunger (Hunger auf Süßes), Hungergefühl eine Stunde nach der Mahlzeit.

Bei Angst- und Panikpatienten ist das Phänomen der Unterzuckerung mit anschließender Ankurbelung des Sympathikus eine Erklärung dafür, dass nach einer längeren Konfrontationstherapie keine Gewöhnung (Habituation) an die angstmachenden Situationen eintritt. Sollte im Rahmen einer Konfrontationstherapie das Gefühl eines inneren Zitterns auftreten (von dem die Betroffenen meist irrtümlich annehmen, dass es auch äußerlich sichtbar sein müsse), dann empfiehlt sich zur Überprüfung eines eventuellen Zuckermangelsyndroms ein kleiner Imbiss. Wenn aus Angst und Aufregung keine Nahrungsaufnahme möglich ist, erhärtet sich der Verdacht auf eine Hypoglykämie.

Die Betroffenen sollten dann ihren Blutzuckermangel als Folge ihrer angst- und Stressbedingten Appetitlosigkeit erkennen lernen, weil sie dadurch in Angstsituationen weniger angstmachende Ursachenzuschreibungen vornehmen können.

Über das parasympathische Nervensystem kommt es zur Reduzierung des Blutzuckerspiegels durch verminderte Zuckerausschüttung."

Kann man hier nachlesen.

[[http://www.panik-attacken.de/index.php/angststgen-mainmenu-2/vegetatives-nervensystem-mainmenu-38/66-vegetatives-nervensystem-stoffwechsel]]

LG und alles Gute! :)^

P@iMDa050x9


Ja, kann der Kreislauf.

Ich hatte diese Woche auch schon ein ähnliches Erlebnis. Und meine Angst hat es nicht besser gemacht. Und auch jetzt muß ich mich immer noch zusammenreissen, weil es Momente gibt, wo ich Angst habe, daß es gleich wieder passieren könnte.

Traubenzucker ist ne gute Idee. Hab ich noch garnicht dran gedacht. Danke.

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