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Hilfe !! Falsche Werte beim Blutdruckmessen

ENmRax


Ob eine Schwangerschaft einen Einfluss auf den oberen Blutdruckwert hat, kann ich als Mann nicht beurteilen. Mir ist aber bekannt, dass der obere Blutdruckwert sehr leicht durch Aufregung z. B. beim Fernsehen oder infolge eines leichten Erschreckens situativ erhöht werden kann. Zumindest ist dies bei mir der Fall.

Solange dein Unterwert (bei stressfreier Messung) unter 80 ist, solltest du dich nicht aufregen.

Ich hatte vor wenigen Monaten eine Operation mit Spinalanästesie. Da wurde kurz vor und mehrmals während der Operation mein Blutdruck gemessen, wobei der Unterwert dauernd auf 100 war. Für den Narkosearzt war dies eine ganz normale situative Blutdruckerhöhung. Die Narkoseschwester sagte mir nach der ersten Messung: In einer solchen Situation sind Sie ja nicht alle Tage.

Ich wünsche dir alles Gute.

CBhba-Txu


Hallo, Pippilotta,

in jedem Fall IMMER im Sitzen messen. Es ist vollkommen egal, wie die Werte im Stehen oder Liegen sind, das Standardmass ist das Messen im Sitzen. Nur damit kann man Vergleiche anstellen, und sehen, ob etwas normal ist oder nicht. Im Liegen haben viele ganz andere Werte, die sind für die Ärzte fast immer uninteressant (es sei denn, es geht um ganz spezielle Venenerkrankungen), und auch im Stehen ist ein Blutdruck nur interessant, um bestimmte Schwindel abzuklären. Das Normmass ist das Messen und der Wert im Sitzen. Hinsetzen, Gerät anschnallen, 5-10 Minuten warten und entspannen, dann messen. Vor allem: EINMAL messen, nicht mehrfach hintereinander.

Ich denke aber, dass Deine Erwartungshaltung (Angst vor dem Ergebnis) und auch das kurzzeitige Hintereinandermessen den Blutdruck allein schon in die Höhe treiben. Ich habe z.B. KEINE Mess- oder Herzangst, habe aber mal einen Selbsttest gemacht: Ich habe mal alle 10 Minuten den Blutdruck gemessen, und jedes Mal (!) war der Wert höher. Nach viermaligem Messen habe ich aufgehört, weil ich spürte, dass selbst ich unruhig wurde, obwohl ich mit Messangst etc. normalerweise keinerlei Probleme habe. Ob man es will oder nicht: Zum einen tritt eine Erwartungshaltung auf, die nie sinnvoll ist. Und zum anderen muss sich der Druck, der auf die Ader ausgeübt ist, wirklich erst beseitigen und sich die Adern entspannen, das ist meistens nach kurzer Zeit NICHT der Fall.

Lieben Gruss und alles Gute

Cha-Tu

p:ippiRlottla_76


hallo emax und cha-tu....

erst einmal vielen vielen dank für eure mühe und eure lieben worte.... ich bin einfach durch die präeklampsie im jahr 2006 und die darausfolgenden konsequenzen sehr sehr unsicher...ich habe danach eine panik und angststörung entwickelt mit einigen körperlichen und seelischen symptomen (angst, depressionen, schwindel, das gefühl sterben zu müssen, extrasystolen etc.) .... ich habe eine lange therapie gemacht und einige naturheilkundlichen sachen ausprobiert (nachdem ich antidepressiva und co abgesetzt habe) bis es mir wieder richtig gut ging....und dann wurde ich sofort schwanger ;-) worüber ich überglücklich bin, aber auch mörder angst habe.... mein ziel war immer die 30 ssw. ... jetzt bin ich tatsächlich ende der 27 ssw. ... und eigentlich wäre ich gerne noch ein wenig länger schwanger ...

diese dämmlichen kopfweh haben mich ganz verrückt gemacht und ich hatte sofort wieder angst eine präeklampsie zu entwickeln....und prompt stieg mein blutdruck etwas an.... dabei hat meine hebamme selbst gesagt, das ein zu niedriger blutdruck fürs kind und für die durchblutung der plazenta gar nicht gut sei...aber so etwas vergesse ich ganz und gar.... ich fühle ständig in mich hinein und denke mein blutdruck ist viiiiel zu hoch... eigentlich drehen sich die gedanken nur ums messen und die werte.. wenn ich schon die manschette anlege, rast mein herz wie verrückt... mein puls, der sonst recht ruhig ist, dreht durch und ich habe pulswerte von 80 bis 95 ... wobei mein ruhepuls sonst ganz normal bei 60 ist... jetzt bedingt durch die schwangerschaft auch mal höher... aber was ich damit sagen will, ich habe todesangst beim messen... ich verkrampfe und mein herz klopft wie verrückt... ich versuche ja, das gerät zu meinem freund zu machen, aber es gelingt irgendwie nicht :=o .....

heute morgen, nachdem ich eure posts gelesen habe, habe ich mich verkrümelt...aufs bett von meinem sohn gesetzt, die manschette umgelegt und ganz ruhig geatmet...den arm auf herzhöhe und versucht zu entspannen.... als die manschette anfing sich aufzupumpen hatte ich das gefühl die pumpt bis 200 und die messung (das piepen) fängt kurz danach an... ich meine, immer zu merken, das es ein hoher wert wird... klappt aber meist gar nicht--- ich hatte angst die augen zu öffnen nach dem messen...und ich habe erst vorsichtig geguckt....und siehe da 117 zu 62 ... puls war wieder über 80 vor lauter angst... und die schrecklichen kopfweh sind trotz des guten wertes da.. also liegt es wohl doch am nacken - schulterbereich oder den nasen-neben-höhlen...

ich versuche jetzt mal den gestrigen tag zu vergessen und nur einmal am tag zu messen... am besten wenn ich alleine bin und ruhe habe... und natürlich im sitzen...

und ich muss lernen meinem körper zu vertrauen ... und wenn es hier mal zwickt und zwackt oder das herz klopft, nicht gleich das schlimmste zu vermuten... wird sicher nicht leicht.... drückt mir die daumen... wäre gern noch ein wenig länger schwanger....

ganz ganz liebe grüsse und ein sonniges wochenende eure pippi

CKha-kTxu


ich versuche jetzt mal den gestrigen tag zu vergessen und nur einmal am tag zu messen... am besten wenn ich alleine bin und ruhe habe... und natürlich im sitzen...

und ich muss lernen meinem körper zu vertrauen ... und wenn es hier mal zwickt und zwackt oder das herz klopft, nicht gleich das schlimmste zu vermuten... wird sicher nicht leicht.... drückt mir die daumen... wäre gern noch ein wenig länger schwanger....

Da drücke ich gerne die Daumen.

Lieben Gruss

Cha-Tu

S^unfllowe,r_7x3


Lass' mal 1-2 Tage die Messerei. Komplett. Lenke Dich ab. Und messe dann möglichst entspannt wieder. Es kann gut sein, dass Deine innere Anspannung den Wert gerade hochtreibt, v.a. bei mehrmaligem Messen hintereinander.

Allein die Tatsache, dass der Wert heute beim Arzt erhöht war, die Ärztin es aber für nicht gravierend hielt, reicht aber aus, DICH GEDANKLICH völlig in die Ecke zu treiben. Und den Körper das komplette Stressprogramm abspulen zu lassen.

Wie gesagt: Messpause, Ablenkung, was Entspannendes tun. Und in 1-2 Tagen wieder messen.

p2ippilcott=a_76


hallo sunflower....

vielen dank für deine antwort... das werde ich machen.... gestern war der schreckliche tag ... :-( ... heute hatte ich mir vorgenommen nur einmal zu messen und der wert war supi.... und jetzt mache ich es, wie du sagst....!!! komplett abschalten und an was anderes denken.... ganz liebe grüsse und ein schönes wochenende... *:)

M2oon?ligxht73


Die Werte eines eingeklemmten Arms kannst Du total vergessen.

Und selbst wenn Dein oberer Wert mal 141 wäre----na und.Den hast du ja nicht ständig.

Von BHD spricht man erst dann,wenn die Werte DAUERHAFT zu hoch sind und das sind sie bei Dir nicht.

Lass die Messerei,schmeiss das Ding weg und geniesse Dein Leben

LG

p\ippil,otta_u76


danke moonlight!! solche worte brauche ich einfach :)^ ... weisste, mein kopf funktioniert während der schwangerschaft irgendwie nicht richtig... :=o ... ich denke permanent an den blutdruck und google irgendwelche werte und mache mich verrückt.... danke danke danke.. ihr seid so lieb hier!!! ich hoffe ich werde endlich ruhiger!!!!! ganz ganz ganz liebe grüsse und ein schönes wochenende ... *:) pippi

C^ha-^Tu


Lass die Messerei,schmeiss das Ding weg und geniesse Dein Leben

:)^ :)=

Ich plädiere für eine Verschreibungspflicht für Blutdruckmessgeräte ]:D Es gibt für Menschen mit Neigung zu Angst und Panik kaum etwas Verheerenderes als diese Geräte...

LG

Cha-Tu

KUatz}enpf7ötcxhen


@ Cha-Tu

Genau dieser Meinung bin ich auch. Und wenn man meint der Blutdruck wäre nicht O.K, dann fahrt zum Hausarzt, oder in eine Apotheke und laßt dort mal Messen.

pcippi1lottya_76


ok ok.... ich verstehe ja... hihihihihi.... das problem ist ja gewesen, das ich so eine angst hatte, das meine ärztin meinte, ich sollte mich sozusagen "desensibilisieren" , indem ich immer wieder messe und die angst dann verschwindet.... weil sie ja nur verschwindet, wenn man sich damit auseinandersetzt.... ;-)

so wirklich klappt das natürlich jetzt nicht...hätte ich vielleicht vor der schwangerschaft mit anfangen müssen....

also ich damals die präeklampsie hatte, wurde ich im hiesigen krankenhaus falsch behandelt...erstmal wurde der blutdruck viel zu stark gesenkt mit der gabe von so einer kapsel , da mein baby sich an den druck schon gewöhnt hatte, löste sich die plazenta ab....sie wurde durch den plötzlichen blutdruckabfall nicht mehr durchblutet... dies wurde erst in einem anderem krankenhaus festgestellt, weil mein sohn geholt werden musste wurde ich dahin verlegt....in unserem krankenhaus gab es keine frühchen station und schon gar nicht für babys von 700 gramm geburtstgewicht... während der ganzen zeit, als ich in unserem krankenhaus lag, war der focus der blutdruck... es wurde weder ein doppler gemacht, noch ein normaler ultraschall oder gar der urin untersucht... ich wurde nur beschimpft, das ich selber für den hohen blutdruck verantwortlich sei, weil ich so unruhig war.... dabei hatte ich einfach nur wahnsinnige angst um mein baby und habe mich nicht "angestellt" .. egal was ich versuchte, der blutdruck ging nicht wirklich runter... die ärzte und schwestern hatte kein verständnis ... ich bekam immer mehr tabletten... erst als es fast zu spät war, war der blutdruck endlich "gut" ... auf präeklampsie wurde nicht geguckt... eine nachtschwester sagte zu mir, wenn ich mich nicht zusammenreißen würde und der blutdruck nicht runter gehen würde, dann würde das kind geholt werden... ich hatte mich damals noch nie mit extremen frühchen auseinandergesetzt und war völlig fertig...ich dachte mir, mensch, du bist in der 25.ssw. und hast nicht mal einen richtigen bauch... das baby kann doch gar nicht überleben... zufällig bemerkten zwei junge hebammen der klinik, das die herztöne von meinem sohn schlechter wurden.... als sie den arzt holten, wollte der nichts machen und guckte mich nur abfällig an ... der hartnäckigkeit der jungen hebammen habe ich es zu verdanken das endlich ein ultraschall gemacht wurde und die ärzte die plazenta lösung bemerkten... ich wurde per krankenwagen in die nächst grösse klinik gebracht ... eine stunde fahrt.... die ärzten in dem krankenhaus haben nicht verstanden, das man nur den blutdruck senken wollte... ein kontrollierter hoher wert wäre besser gewesen... und das man mich in seelenruhe ohne notarzt nur mit sanitäter ohne blaulicht hergebracht hatte... sie sagten, ein hubschrauber wäre angemessener gewesen... nach der notsectio folgte eine sehr schwere zeit, aber jetzt ist alles gut...unser kleiner kämpfer kommt dieses jahr zu schule....

ich schreibe euch das, das ihr vielleicht versteht, warum ich bekloppt bin, wenn es ums messen geht...

ganz liebe grüsse *:)

COhXa-Txu


das meine ärztin meinte, ich sollte mich sozusagen "desensibilisieren" , indem ich immer wieder messe und die angst dann verschwindet....

WAS ? ? ? ? ? ? ? ! ! !

Na, die Dame macht ja wohl hardcore-Verhaltenstherapie. Das dauernde Messen ist völlig kontraproduktiv, das verstärkt die Angst und die Symptome eher...

Nee, Pippi, die Ärztin mag ja als Medizinerin in Ordnung sein, aber sie sollte die Finger von der Psychotherapie lassen ;-)

weil sie ja nur verschwindet, wenn man sich damit auseinandersetzt.... ;-)

Ja, aber inform einer seriösen Psychotherapie...

LG

Cha-Tu

p=ipupilottax_76


naja... sie dachte scheinbar, das härtet ab... hehehehehe.... von psychotherapie scheint sie nichts zu verstehen... das stimmt wohl... das blutdruckmessgerät - mein freund.... ;-) ... so hatte sie sich es wohl gedacht...

ach mir geht es schon viel besser, seit ich hier schreibe... der druck ist etwas weg... und mit dem traumwert von heute morgen, lässt es sich gut ins wochenende starten...

STunflogwer_x73


Ja, die Desensibilisierung ist durchaus ein guter Ansatz.

ABER:

NUR im Rahmen einer umfassenden Psychotherapie! Konfrontation muss gründlich vorbereitet werden: Erklärung, wie das funktionieren soll. GENAUESTE Erarbeitung von Befürchtungen, Verhaltensweisen. Erarbeitung von hilfreichen Alternativgedanken.

Nach einer derart umfassenden Vorbereitung von 10 oder mehr Therapiestunden kann man IN BEGLEITUNG EINES THERAPEUTEN mit diesem "konfrontativ-therapeutischen Messen" beginnen. Und dann unter therapeutischer Begleitung allein weiterüben und es mit dem Therapeuten wöchentlich besprechen.

Idealerweise in NICHT schwangerem Zustand.

Ich kenne nur einen Fall von Konfrontation bei einer Schwangeren. Die hatte eine massive Blut-Spritzen-Phobie und da stand im 7. Monat plötzlich fest, dass ein Kaiserschnitt erforderlich wird.

Ansonsten ist Konfrontationstherapie in der Schwangerschaft Schwachsinn. Und ohne jegliche therapeutische Begleitung ebenfalls. Nicht schwanger und im Rahmen einer guten Verhaltenstherapie hingegen sind viele positive Effekte zu erwarten.

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