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Herzinfarkt - was kommt danach?

JEan%74 hat geantwortet


Hm ich bin da ja nun auch Laie aber ein Infarkt besagt zumindest zwei Dinge:

a) Herzmuskel sehr wahrscheinlich geschädigt (mit Folge evtl. Herzinsuffizienz)

b) Herzkranz- und sonstige Gefäße in einem Zustand, in dem es "dazu kommen konnte".

Bei meinem Vater war a) nur sehr wenig der Fall, b) dafür umso mehr (fast alles dicht), daher komplizierte Bypass-Operation.

Ich halte es schon für sinnvoll, nach so nem Infarkt eine ganze Weile lang sehr vorsichtig zu sein.. was nicht "Schonverhalten" bedeutet, aber auch nicht die Radfahrt in die grosse weite Welt bei Saunawetter. Eher Cardiosport-Gruppen, wo ggf ein Arzt und ein Defibrillator in der Nähe sind, falls doch was passiert. Mir wär da sonst mulmig zumute. Nur weil man sich subjektiv wieder gut fühlt kann man noch keine Entwarnung geben, denke ich. Vorsicht und eine Änderung des Lebensstils (die Dinge, die zum Infarkt geführt haben) sind wohl unumgänglich.

hJen]ry0x01 hat geantwortet


So alles habe ich in der Eile nur überflogen aber Stichwörter;

Psychisches oder seelisches Problem:

Dazu; das ist so scheinbar alles was dem Arzt zuletzt noch einfällt.

Ebenso; Sie reagieren auf Medikamente empfindlicher als andere.

Entgegnung: Soll er, der Arzt eine Briese Rauschgift nehmen,

Wie wird er auf die gefährliche Chemie reagieren?

Frage: Wie sehen Langzeit-EKG und Langzeit Blutdruckmessungen aus?

Wie sehen Puls und Blutdruck in der Grafik zeitlich gesehen aus?

Bekannt ist, das körperliche Anstrengung Puls und Blutdruck heben muss.

Passiert es, ode rsind da Medikamente im Spiel die diese nicht zulassen?

Sind zuviele Medikamente im Spiel, sodass eine Berwetung der Grafiken

keinerlei Sinn mehr macht?

(Blutdruck und Puls zeigen für alle Situationen relativ gleiche Werte?.

Wie sehen die meinetwegen jahrealten in den 90 Jahren gemessen Blutdruckwerte

aus in Relation zu en heutigen Messunge aus.

Speziell wie sehen die Werte imn der Nachtzeit, der Zeit des Schlafes aus.

Ärzte vergessen die Zeit des Schlafes gründlicher auszuwerten, so meine

Feststellung.

PfappYnas hat geantwortet


Henry001,

bei einem Belastungs-EKG von ca. 20 Min waren ca. fünf ES zu erkennen. Der Arzt sagt, es handelt sich um Ventrikuläre ES, anscheined gibt es keinen Grund zur Beunruhigung.

In der Nacht sind die Blutdruckwerte wohl auffallend hoch.

Blutdruck und Puls zeigen auf keinen Fall immer die gleichen Werte, vorhin hatte ich 152/87 (nach einem guten Essen) und zehn Minuten später 128/67, beides in Ruhestellung. Dies wurde von meinem Handgelenk-Meßgerät angezeigt; inwieweit die Messungen stimmen, kann ich nicht sagen - ich werde mir ein Oberarm-Meßgerät zulegen.

Mir wurde gesagt, ich soll immer zweimal messen, in Abständen von 5-10 Minuten. Die zweiten Meßwerte hätten dann Gültigkeit.

Die Meßwerte der 90er Jahre waren auch extrem hoch.

Gruß

Pappnas

Pweddti hat geantwortet


Lieber Pappnas Peter,

hast Du einen niedergelassenen Kardiologen oder bist Du noch in dem Krankenhaus in Behandlung? Manchmal hilft es, Abstand zu gewinnen zu dem Krankenhaus.

Häufig ist es auch so, dass ein niedergelassener Kardiologe nochmals mit Dir redet, und alles verdeutscht. Auch wegen der Anzahl der Medikamente. Ich denke nicht, dass ein Arzt mehr verschreibt, als notwendig ist.

GlG

CKha-]Tu hat geantwortet


Guten Morgen, Pappnas,

Wie kann es sein, dass Cha-Tu nach fünf Monaten einen erneuten Herzinfarkt hatte? Wäre dies nach dem heutigen Stand der Medizin auch möglich?

Ja, das ist möglich. Leider ist das erste Jahr das schwierigste in der Rehabilitation nach Herzinfarkt. Ebenso wie nach Bypass- und Stent-Operationen sind die ersten 12 Monate die heikelsten. Aber auch danach kann wieder ein Herzinfarkt auftreten, auch wenn die Wahrscheinlichkeit immer geringer wird, vorausgesetzt, man reduziert seine Risikofaktoren und lebt "herzfreundlich" (d.h. ausreichend Bewegung, vollwertige Ernährung, Blutwerte optimieren, nicht rauchen und Gewichtsoptimierung).

Wie kann es sein, dass mein Herzinfarkt bei der Einlieferung ins Krankenhaus beim EKG nicht zu erkennen war? Beim letzten Belastungs-EKG sagte der Arzt dass die Durchblutung meines Herzens gut sei. So sah das während des Infarktes anscheined auch aus!

In den ersten 10-12 Stunden nach einem Infarkt ist ein Ruhe-EKG nicht immer aussagekräftig. Da kann es sein, dass das Ruhe-EKG den Infarkt noch nicht anzeigt.

Dass man später die Infarktnarben im EKG nicht mehr sieht, ist selten, aber auch möglich. In meinem EKG sieht man die Narben auch nicht, wohl aber in einem Ultraschall, da sehe selbst ich als Laie das. Warum das so ist, wird Dir niemand sagen können, das ist bei einigen Patienten nun einmal so.

Ich habe eine zweite Langzeit-Blutdruckmessung machen lassen, da bei der ersten die Messungen doch sehr dubios waren. Die Ergebnisse der zweiten Messung waren sehr enttäuschend, mein Blutdruck ist nach wie vor viel zu hoch. Das Handgelenk Meßgerät dass ich habe (von Panasonic) zeigt nicht die richtigen Werte an. Meine Dosierung an Tabletten ist nun auf 10 Stück pro Tag erhöht worden. Insgesamt muß ich nun folgendes einnehmen:

Morgens: 1 Maxonodin 0,4;

Zu Maxonidin kann ich nicht viel sagen, ich kenne diesen Wirkstoff nur dem Namen nach.

1/2 Amlodipin 10;

Das ist ein Calciumantagonist, die Verordnung ist sicherlich erst einmal sinnvoll.-

1 Ramipril 5/25;

Das ist ein ACE-Hemmer. Für sich auch sinnvoll.

1 Bisoporol 10;

Ein Betablocker. Nach Infarkt SEHR sinnvoll!!!

1 ASS100;

und

1 Clopidogrel 75,

sind Blutverdünner. Das ist die übliche Kombination nach Einsetzen eines Stents. Nach 12-18 Monaten wird das Clopidogrel in der Regel abgesetzt und man nimmt nur noch ASS. Das ist ein Standard-Vorgehen und gut so.

1 Catapresan 50 (neu)

Das ist ein ähnliches Mittel wie Maxonodin. Warum Du morgens Maxonodin und abends Catapresan nehmen sollst, kann ich Dir leider nicht sagen...

Simvastatin 50;

dient zwar primär der Senkung der Blutfettwerte, aber es gibt Studien, die eine besondere Wirksamkeit nach einem Herzinfarkt aufzeigen. Es soll dazu beitragen, einen zweiten oder dritten Infarkt zu verhindern. Man kann darüber streiten, ob man mit Simvastatin die Blutfettwerte ausreichend senken kann. Aber als Prophylaxe gegen einen weiteren Infarkt ist es ein wichtiges Medikament. Ich nehme es auch in minimaler Dosis, obwohl meine Bluttfettwerte ausgezeichnet sind. Deine Dosis scheint mir aber EXTREM hoch. Das würde ich beim Arzt hinterfragen. Ich selbst nehme 5 (!) mg, allerdings habe ich auch gute Fettwerte. Standarddosis sind 20 mg, manchmal, in schweren Fällen und sehr hohen Blutfettwerten auch 40 mg. Aber 50...?! Bitte sprich da mal mit dem behandelnden Arzt drüber

Mir wurde gesagt, ich soll immer zweimal messen, in Abständen von 5-10 Minuten. Die zweiten Meßwerte hätten dann Gültigkeit.

Diese Empfehlung ist unsinnig. Ich wette darauf, dass die zweite Messung meistens höhere Werte bringt. Allein die Erwartungshaltung erhöht den Blutdruck. Richtiges Messen ist: Hinsetzen, Gerät anschallen, versuchen 5-10 Minuten zu entspannen, und dann messen.

Mir wäre wichtig, wenn Du mal hier einige Blutdruckwerte nennen würdest.

Generell scheint es mir etwas fraglich, vier (!) reine Bluthochdruckmittel zu geben, denn damit hat man bereits jetzt das Maximum erreicht. Es mag aber sein, dass das nur als Erst-Medikation für das erste Jahr gedacht ist, und dann langsam reduziert wird. Ich nehme 2 Hochdruckmittel, einen Betablocker und ein Sartan. Das allerdings auch erst, nachdem der Betablocker alleine und das Sartan alleine NICHT optimal gewirkt haben. Diesbezüglich würde ich mal mit Deinem Arzt reden, der die Medikation veranlasst hat. Ist das ein Kardiologe?

Hast Du auch ein Nitrospray verschrieben bekommen, für den Notfall?

Noch ein kurzes Wort zum Sport: Wenn Du Dich bei Temperaturen über 28 Grad beim Radeln wohlfühlst, sehe ich keinen Grund, das nicht zu machen. Du musst lernen, auf Dein Herz zu hören, und das ist das schwerste. Aber es ist möglich. Im Zweifel allerdings lieber erst noch etwas zurückschrauben. Bist Du in einer Herzsportgruppe? Das wäre sehr wichtig, weil man dort sehr gut lernt, seine Belastbarkeit auszuloten. Ich war insgesamt fast 12 Jahre in Herzsportgruppen.

Gruss

Cha-Tu

PNappbnas hat geantwortet


Hallo Cha-Tu,

vielen Dank mal wieder - du nimmst dir mehr Zeit für mich als mein Hausarzt!:)

Die Werte der letzten Langzeitmessung habe ich noch nicht da die Praxis jetzt Betriebsferien hat. Als ich am Freitag da war, war der Arzt schon weg und die Sprechstundenhilfe konnte mir nichts genaues sagen; nur das Rezept für die neuen Tabletten habe ich bekommen.

Die Werte der ersten Langzeit Messung konnte ich alle Viertel-Stunde direkt dem Meßgerät entnehmen, bei der zweiten Messung wurde das Gerät so eingestellt, dass die Meßwerte nicht im Display erschienen. Ich konnte jedoch erkennen dass was schief geht da das Gerät beim Aufpumpen immer wieder nachpumpen mußte bevor die Messung beginnen konnte. Dies ist eigentlich immer kein gutes Zeichen. Ich habe bei dieser Messung immer wieder gleichzeitig mit meinem Gerät gemessen damit ich zu einem späteren Zeitpunkt zusammen mit dem Hausarzt eine Gegenüberstellung der Meßwerte machen kann. Wie das Pech es so wollte waren aber auch an meinem Gerät die Werte bis Abends ca. 19:00 Uhr nicht sehr gut. Der höchste Wert war morgens um 10:00 direkt als ich von der Praxis wieder kam bei 160/86. Dann war der ganze Tag lang der obere Wert ca. 145 und der Untere 75 bis ca. 19:00 Uhr. Ab da war der obere Wert 135; um 20:00 Uhr 128; um 21:30 Uhr 134 und um 22:30 148. Der untere Wert war immer im Bereich 70-80. Diese Werte wurden aber mit meinem Handgelenk-Meßgerät gemacht der bei der ersten Langzeit-RR schon deutlich niedrigere Werte anzeigte als das geliehene Gerät von der Praxis; so im etwa 20 mmHg weniger. Das heißt, dass wenn die Werte, die ich oben aufgeführt habe in Wirklichkeit etwa 20 mmHg höher waren, ist das schon alarmierend. Ich hatte jedoch einige Tage zuvor mein Gerät zur Praxis mitgenommen um einen Vergleich zu machen. Da benutzte der Arzt seinen Blasebalggerät und der untere Wert war bei beiden Geräten gleich (85); der obere Wert war bei meinem Gerät sogar um 10 mmHg höher als beim Gerät des Arztes; den Wert kenne ich nicht mehr, war aber unter 140 bei beiden Geräten - irgendwo ist hier der Wurm drin.

Nichtsdestotrotz spürte ich immer wieder wie bei der zweiten Messung das Gerät immer wieder nachpumpen mußte um die Messung zu beginnen.

Interessant ist aber dass am Tag danach ich nur bei einer Messung einen Wert von über 130 hatte, und zwar morgens um 11:00 (134/65) sonst waren alle Werte für den Rest des Tages bei 122/67. Wenn man hierzu die 20mmHg addieren, die meinem Gerät anscheinend fehlen, kommen wir auf Werte von ca. 142/87 was immer noch durchaus akzeptabel ist.

Der Knackpunkt ist folgender: Bei der ersten Langzeit-RR hatte ich Nachts nicht geschlafen. Ich war dann um 1:00 Uhr aufgestanden und bei der ersten Messung danach waren die Werte noch in Ordnung, eine halbe Stunde später jedoch 166/106. Die Werte änderten sich nicht bis ich morgens um 5:00 Uhr alles abgebrochen habe und ins Bett gegangen bin. Dies sind Werte von dem Gerät der Arztpraxis und nicht von meinem und dies ist auch der Grund warum die Langzeit Messung wiedeholt wurde. Bei der zweiten Messung habe ich auch Nachts geschlafen, kenne aber jetzt die Werte noch nicht da die Praxis Betriebsferien hat. Das Einzige was ich weiß ist dass die Werte den Arzt wohl dazu bewegt hat mir ein weiteres Medikament zu verschreiben.

Diese massivste Müdigkeit mittags habe ich nicht mehr so extrem. Im Urlaub war es an einem Tag sehr heftig, so dass ich beim Spaziergang eingeschlafen bin. Seitdem wir jetzt wieder hier sind war es nur gestern wieder da, aber bei weitem nicht so schlimm wie früher, ansonsten kann ich jetzt damit prima loeben und arbeiten.

Ich habe mir ein Oberarm-Meßgerät bestellt, das dürfte wohl bald ankommen. Ich habe am 30. August einen erneuten Termin zur Langzeit-Blutdruckmessung; dieser ist aber wohl um zu sehen wie ich mit dem Catapresan klar komme, die ich bisher aber nicht genommen habe. Ich würde am liebsten noch etwas damit warten.

Viele Grüße

Pappnas-Peter

Bei der ersten Messung hatte ich somit

G~rauxer hat geantwortet


Einen schönen guten Tag,

ich bin vor wenigen Minuten auf diese Seite gelangt und habe mir die Berichte intensiv durchgelesen. Leider habe ich gerade jetzt keine Zeit um meine Geschichte zu erzählen um damit auch Lösungsvorschläge zur Problembehandlung zu geben bzw. und vor allem auch aus anderweitigen Erfahrungen heraus zu erhalten. Ich hatte am 21.Dezember 2011 also vor gut 10 Monaten mit 42 Jahren einen Herzinfarkt. Dabei habe ich wohl alles auch das für mich Unglaublichste erlebt... Ich werde am Sonntag anfangen meine Geschichte hierdrüber zu schreiben... ich würde mich über eine helfende Diskusion sehr freuen.

L.G an Alle

C^h_a-&Tu hat geantwortet


Hallo, Grauer,

da bin ich gespannt. Ich war auch 42 als der erste Infarkt mich umhaute...

Vielleicht machst Du dann einen eigenen Thread auf, dann ist das hier nicht so durcheinander. Wäre schön.

Viele Grüsse

Cha-Tu

sRk5yba[lxla hat geantwortet


Was ist eigentlich aus euch geworden?

Ich frage deshalb weil ich selbst mit 49 J. vor 12 Tagen einen Herzinfarkt hatte.

An Erfahrungsberichten NACH einem Infarkt, vor allem "Nachsymptome", bin ich sehr interessiert.

Danke

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