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Puls 90-194

txheodNoruxs


Ich hatte mal vor 3-4 Jahren ein Blutdruckgerät war dann froh das es kaputt war und habs auch nich vermisst. Aber mein Arzt meinte zu mir das ich mir doch eins kaufen sollte ausser ich wolle das mein Kind in naher zukunft für mich die Ketchupflaschen aufmachen muss. Selbstkontrolle findet er wichtig und deswegen hatte ich mir eins gekauft vor ner woche.

J\an+74


Ganz allgemein, nicht nur bei Herzneurosenkranken, sondern bei vielen anderen Leuten, vor allem denen, die sehenden Auges in einen Burnout reinrauschen weil sie nicht aufhören können sich unter Druck zu setzen, verdrängen und meinen man müsste halt "funktionieren".. ich finde das auch sehr frustrierend.

Andererseits gibts auch ein sehr grosses Ausmass an Offenheit und Verständnis psychischen Krankheiten (oder Problemen, den Vorstufen der Krankheiten ;-) ) gegenüber, ich sehe das in meinem privaten Familien- oder Bekanntenkreis. Irgendwie wird es sehr polarisiert. Entweder burnout-gefährdete Verdränger oder Leute mit Therapeuten und Citalopram in der Schublade. Oder welche die sich weder für das eine noch das andere halten sondern für "gesunde Normals", dies aber nicht sind sondern narzisstische oder theatralische Persönlichkeiten, die damit toxisch für ihre Angehörigen wirken. Wirklich, es kommt mir so vor als gäbe es kaum noch irgendwas ausser diesen drei Typen. Wobei mir die offen eingestehenden therapiebedürftigen die liebsten sind. Verdrängen ist doch mist. Naja.

Will nicht schwafeln ;-).

S;oun1dbe[ar7x7


@ Cha-Tu

Hee, nein. Wir haben uns doch schon viel unterhalten. :)_

Der Beitrag hat einfach gut gepasst. Mir wird zu oft so getan als seien Angstgestörte nicht wirklich krank. Das war keineswegs konkret auf einen Post bezogen. Er sollte auch nicht darstellen, dass Angststörungen nicht heilbar sind, sondern eher darstellen, wie man sich in dem Teufelskreis fühlt.

Klar, es gibt gute Methoden Heilung zu erzielen. Bei mir hats ja auch geklappt, worüber ich extrem froh bin. Aber die Angststörung ist quasi wie ein trockengelegter Alkoholismus. Man ist quasi clean, aber nicht geheilt. Man kann immer und überall wieder zurückfallen, weil die "Mechanismen" vorhanden sind.

Auf der anderen Seite möchte ich keinesfalls irgendwelche Krankheiten runterspielen. Störungen sind in der Regel heilbar. Wenn ich jedoch die Wahl hätte unheilbar an einer Panik-/Angststörung oder Depression, wie ich sie kenne, oder an einer "normalen" Herzkrankheit zu leiden, würde ich die nehmen. Mit körperlichen Handicaps kann ich von Kindesbeines an umgehen, aber wenn die Psyche nicht möchte, macht gar nichts mehr Spaß – man stirbt jeden Tag seinen kleinen Tod – das Leben wird ganz schnell sinnlos.

Jlan7x4


Stimmt, mit dem "trocken", wenn man eine Panikstörung hat(te) dann ist das Leben nie wieder komplett so wie vorher, denke ich. Aber hat nicht nur Nachteile, man lebt auch viel bewusster und weiss ganz andere Dinge auf einmal zu schätzen. Durch die eigenen Probleme wird man ja auch sensibler und einfühlsamer in Bezug auf andere Leute usw usf. Also das man das annimmt und für sich akzeptiert ist schon wichtig, denke ich.

Scoun(dbeAar7x7


Da kann ich nur zustimmen. Es ist eine Mischung aus Fluch und Segen. :)^

Jfanx74


Ich trink ja auch aus Angst vor panikauslösenden Ausnüchterungserscheinungen fast 1 Jahr lang nun keinen Alkohol mehr. Alle sagen "das ist doch prima!". Nur Schwiegervater nicht. Der hats verstanden. "Nein, das ist doch nicht gut. Das ist doch ein Zeichen das es ihm nicht gut geht." Prost.

SQoundb$earx77


Solange Du nicht wirklich ein (bio-chemisches) Problem mit Alkohol, z.B. Holiday-Heart-Syndrom, hast, kannst Du gern mal was trinken. Man lebt ja nicht im Zölibat! Auch hier gilt wieder die goldene Mitte zu finden: gar nichts trinken ist doof, zu viel auch.

Generell fand ich diesen Ansatz der goldenen Mitte so schön und lebenswert, dass ich immer danach gern entscheide.

J.anx74


Ja könnte ich wohl, aber will ich irgendwie gar nicht zur Zeit.

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