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Frage zu Bluthochdruck und Rauchen

PAapax46 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

mein Arzt hat vor ungefähr einem halben Jahr festgestellt, dass ich leicht erhöhten Blutdruck habe und mir daraufhin dringend empfohlen mit dem Rauchen aufzuhören, um mein Herzinfarkt-Risiko zu senken. Da ich vielleicht 20 Jahre ca. 30 Zigaretten / Tag geraucht habe, habe ich diesen Hinweis sehr ernst genommen. Nun, jeder der starker Raucher ist oder war wird wissen, dass das nicht wirklich einfach ist.

Mir war klar, dass das nicht so einfach funktioniert und ich den richtigen Zeitpunkt abwarten muss. Glücklicherweise scheint der Zeitpunkt nun gekommen, ich habe letzte Woche meine letzte Zigarette geraucht. Nun kein Spott, mir ist vollkommen bewusst, dass ich noch für sehr lange Zeit mit dem Thema kämpfen muss und ich auch nicht ausschließen kann, dass ich keinen Rückfall haben werde, aber das ist ein anderes Thema. Ich bin schon sehr stolz auf die paar Tage, da ich das seit vielleicht 10 Jahren nicht geschafft habe.

Nun beobachte ich auch meinen Blutdruck und habe festgestellt, dass sich da nichts geändert hat, er ist immer noch zu hoch, die Messung gerade war bei 148/100. Der Rauchstopp hat keinerlei Wirkung gezeigt. Ich dachte eigentlich, dass ein Rauchstopp unmittelbar Wirkung auf den Blutdruck hat, liege ich da falsch?? Wann kann denn mit einem positiven Effekt auf den Blutdruck gerechnet werden??

Noch zur Info, ich bin männlich, 46 jahre, mein BMI ist 23,6, ich fahre seit einigen Jahren täglich ca. 20 Minuten mit dem Fahrrad und ernähre mich eigentlich ganz gesund.

Freue mich über Eure Antworten...

Antworten
oithpel.lo


Erst einmal Glückwunsch zu deinem Rauch-stopp; hab'etwas Geduld, es braucht nach so vielen Jahren Nikotin ein paar Wochen,bis sich eine mögliche Blutdrucksenkung einstellt; zunächt geht der Puls etwas runter, der Geschmacks-Sinn verändert sich etc.;

Sei aber auch nicht enttäuscht, wenn die zu hohen RR-Werte sich nicht völlig normalisieren, statistisch gesehen beginnt bei jedem 2. Menschen etwa in der Mitte des Lebens ein behandlungsbedürftiger Hypertonus – das betrifft also auch die Nicht-Raucher.

Aber durch Nikotinverzicht eleminierst du einen harten Risikofaktor für die häufigsten (frühzeitigen) Todesursachen in unseren Breiten:Herzinfarkt und Schlaganfall.

JIanp74


Kauf Dir mal "Endlich Nichtraucher" von Allen Carr. Du scheinst auch noch zu den Leuten zu gehören die es für schwierig halten, nicht zu rauchen. Das Buch kann da Wunder wirken. Mein Vater hat nach längerem Gerauche als bei Dir völlig problemlos damit von einem Tag auf den anderen aufgehört und ich auch (allerdings nach nur 3-4 Jahren Rauchens ca.).

Unabhängig vom Blutdruck, Sinn hats auf jeden Fall, auch was das Herzinfarktrisiko angeht. Das Gequalme vergiftet den ganzen Körper und hinterlässt überall seine Abfallprodukte die nun langsam abgebaut werden. Hab Geduld. Die Lunge braucht ihre Zeit um sich zu regenerieren aber Du wirst merken dass die Fahrradfahrten viel einfacher werden usw.

Mal abgesehen dass das Gequalme scheisse schmeckt, das Wohlbefinden unmittelbar verringert und auch noch viel Geld kostet. Rauchen ist so ziemlich das sinnloseste was ein Mensch tun kann.

Also Glückwunsch und weiter so.

pnraxxa


@ Papa

Nach rund 220000 Zigaretten kann man davon ausgehen, dass deine Blutgefäße nicht mehr in einem optimalen Zustand sind, so das sich dein BD möglicherweise, trotz Rauchstopp, nicht grossartig ändern wird.

Da deine Diastole mit 100 doch relativ hoch ist, spricht einiges dafür, dass deine Blutgefäße eine geringe Elastizität haben, was dafür sorgt, dass in der Erholungsphase, der Druck nicht mehr vernünftig runter geht.

Was jetzt aber nicht heisst, dass du dann auch weiter rauchen könntest. Dein Körper wird es dir auf jeden Fall danken, wenn er nicht mehr mit dem Nikotin "kämpfen" muss.

die Messung gerade war bei 148/100.

Dieser Wert ist natürlich nicht wirklich aussagekräftig.

Interessant wäre zu wissen, wie hoch dein BD, direkt nach einer Zigarette war. Mit großer Wahrscheinlichkeit war er dann deutlich höher.

Der Wert wird durch Nikotin, im Mittel, um ca. 10 mmHg erhöht.

Du hast bei 30 Zigaretten täglich, ungefähr 2 Zigaretten in der Stunde geraucht (wenn man von 8 Stunden Schlaf ausgeht) und damit dafür gesorgt, dass dein BD den ganzen Tag wohl eher bei 160/110 gelegen hat.

Bekommst du eigentlich Tabletten gegen den Bluthochdruck?

Phapax46


Zunächst mal vielen Dank für Eure Antworten und ich versuche -unabhängig von diversen Messwerten- durchzuhalten. Aber ehrlich gesagt, fällt es mir schon sehr schwer...

Ich habe das Buch "Endlich Nichtraucher" seit 10 Jahren in meinem Regal stehen und auch schon mal angefangen zu lesen, aber viel halte ich davon nicht. Rauchen ist sinnlos und kostet Geld, so what ??? Ich mache und habe schon viele sinnlose Dinge getan, die viel Geld kosten. Das einzig wirkliche Argument für mich ist meine Gesundheit, alle anderen Argumente sind relativ und Ansichtssache.

Ich habe letzte Woche einfach aufgehört, weil es einfach Zeit war und vor allen Dingen habe ich es meinem Sohn zu liebe getan. Ich will für ihn noch ein bisschen länger leben.

220.000 Zigaretten...wow, das sind schon viele :-) und es waren auch wohl weniger, weil ich natürlich nicht 30 Jahre konstant 30 Zigaretten pro Tag geraucht habe. Aber ich hatte schon meist eine Zigarette in der Hand und habe auch überall geraucht wo es möglich war und für mich war es fast immer möglich.

Das Röntgenbild meiner Lunge ist übrigens gut, der Arzt meint, man würde mir mein Rauchverhalten nicht ansehen, er hat mir zudem Mut gemacht, da er sagte, dass es sich für mich noch lohnen würde mit dem Rauchen aufzuhören. Das war motivierend.

@Praxa... den Test kann ich jetzt natürlich nicht mehr machen... mir ist bewusst, dass ich nach der nächsten Zigarette erstmal wieder gegen die Sucht verloren hätte... aber, ich habe mir vor ein paar Monaten ein Blutdruckmessgerät gekauft und habe unregelmäßig den Blutdruck gemessen, die gespeicherten Werte von vor drei Monaten waren alle ähnlich wie die letzten. Allerdings war der Wert 148/100 der höchste von allen und den habe ich gestern gemessen, das hat mich schon überrascht. Die ersten Werte vom März liegen so bei 133/94.

ich nehme keine Tabletten, ich habe Anfang des Jahres ein Belastungs-EKG bei einem Kardiologen gemacht und sein einziger Rat war mit dem Rauchen aufzuhören, keine Medikation notwendig. Ich bin auch ehrlich gesagt kein Fan von Pillen, ich versuche das Problem durch Ernährung und Sport in den Griff zu bekommen. Das ist auch möglich, da ich bewusst kein Auto habe, damit ich täglich Sport machen muss (Fahrrad) und zudem mit meinem Sohn alleine lebe, also auch für das Essen allein verantwortlich bin.

Ich habe allerdings auch Angst vor der nächsten Woche. Jetzt bin ich sozusagen in Urlaub und mein Sohn ist auch nicht da. Ich kann den ganzen Tag mit schlechter Laune vor dem Fernseher sitzen und mich meinem Entzug hingeben. Nächste Woche fängt der Alltag wieder an... bis dahin muss der Suchtdruck nachgelassen haben...

In diesem Sinne, nochmals vielen Dank für Eure Unterstützung und Aufklärung...

JSakn74


Nochmal zu dem Buch.. da gehts ja gerade nicht um die sachlichen Argumente, sondern um ein Aufräumen mit der Illusion, Rauchen würde Spaß machen und der Nichtraucher würde auf was verzichten. Und ich finde, genauso wie es da beschrieben ist, ist es auch, im Kern "Der Raucher erreicht durch den Nikotinkonsum das Niveau an Entspannung und Wohlfühlen, das der Nichtraucher eh ständig hat". Da hats bei mir schon irgendwie "klick" gemacht. Man verzichtet wirklich auf NICHTS wenn man nicht raucht, ich fand das dann auch ziemlich einfach, es sein zu lassen.

Klingt doch ansonsten recht gut alles.. :-)

Ppapa4P6


Hallo Jan,

naja, wie gesagt, das Buch hat mir nicht wirklich geholfen... die Fakten sind sowieso bekannt und ich fand das Buch extrem ermüdend. Ich habe damals gedacht, dass man das Buch nur dann zu Ende lesen kann, wenn man sowieso schon bereit ist, mit dem Rauche aufzuhören. Also gerade anders rum, als behauptet wird: Nur wer wirklich schon bereit ist mit dem Rauchen aufzuhören, kann dieses Buch zu ende lesen und nicht: Wer das Buch zu Ende liest, wird mit dem Rauchen aufhören :-)

Joanl7x4


Hm. Fand ich wirklich gar nicht. Hat mir eher die Augen geöfnet. Und ging ja nicht nur mir so, kenne noch mind. 2 weitere Personen die es damit zumindest phasenweise geschafft haben. Der Schreibstil ist etwas ermüdend, ja, sehr "amerikanisch" und, offen gesagt, ein wenig simpel an einigen Stellen. Aber es enthält einige gute Erkenntisse über das Rauchen, die ich quasi für "Schlüssel-Erkenntnisse" halte:

- der Raucher raucht eigentlich nur, um ein Befindlichkeitsniveau zu erreichen, was der Nichtraucher eh ständig hat

- es ist nicht schwierig, mit Rauchen aufzuhören. Es ist nur deshalb schwierig weil man sich das selber einredet. Gehirnwäsche.

Naja, aber der Thread sollte ja nun auch nicht zu einem Buch-Diskussionsfaden werden. Andererseits, warum eigentlich nicht ;-).

PSapa746


Genau wegen der von Dir genannten Gründe fand ich das Buch unglaubwürdig. Wenn ich jetzt mal nur die richtigen, die abhängigen Raucher betrachte (nicht die Gelegenheitsraucher), dann stimmt aus meiner Sicht das erste Argument:

Der Raucher raucht eigentlich nur, um ein Befindlichkeitsniveau zu erreichen, was der Nichtraucher eh ständig hat

Dann ist das zweite Argument aber Quatsch, denn wenn der Raucher nicht raucht, geht es ihm schlechter als dem Nichtraucher und deshalb ist das Aufhören auch nicht so leicht, sondern sehr wohl schwierig. Ich spüre körperliche Reaktionen die nicht ohne sind und die spüre ich sehr wohl noch nach einer Woche nicht rauchen. Wenn also jemand meint, das Aufhören ist für einen starken Raucher einfach, dann ist er aus meiner Sicht unglaubwürdig und somit keine Autorität mehr auf diesem Gebiet.

Jqan%74


Hm. Mein Vater hat jahrzehltelang geraucht und hatte keine derartigen Probleme, ich und ein Freund von mir so 3-4 Jahre, aber auch durchaus 30 Stück/Tag, und ebenfalls nicht.

Rein medizinisch ist das nach meinem Kenntnisstand ebenfalls nicht so. Nikotinentzug eigentlich kaum mit irgendwelchen Symptomen verbunden und nach 3 Tagen auch erledigt. So rein was das körperliche angeht.

Ich hatte als "Symptom" eigentlich nur diesen Schmachter, vergleichbar mit Hunger- und Durstgefühl, ziemlich unangenehm und "drückend", aber auch, vor allem, dann stark, wenn man drüber nachgedacht hat. Aber war rein objektiv gesehen kein Problem, dieses Gefühl zu ignorieren, und so stark das es sich nicht hätte ertragen lassen, wars dann auch nicht – und nach 3 Tagen dann halt auch weg. Mehr war nicht. Und das ist, wie auch im Buch steht, sogar deutlich weniger unangenehm als eine starke Erkältung (die man ja auch problemlos durchsteht). Wozu also das dann nicht durchstehen und den Spuk los zu sein, als, als einzige Alternative, jahrzehntelant weiterzuqualmen?

Dreh- und Angelpunkt, wie es im Buch steht und auch so in meinem Kopf war und auch in den Köpfen der beiden anderen, war wirklich, "ich bin doch Raucher, also muss ich doch rauchen! Ich kann doch nicht 'einfach so' nicht rauchen!". Wenn man dann erkannt hat, doch, man kann, einfach so, Zigarette ausmachen und auslassen, dan wars wirklich kein Thema mehr. Es musste nur einmal Klick machen. Nicht rauchen, und, wichtig, NICHT WEITER DRÜBER NACHDENKEN UND ES ZUM PROBLEM ERKLÄREN! Das ist alles, meiner Meinung nach.

Bist Du sicher dass die Symptome wirklich Nikotin-Entzugserscheinungen sind? Finde ich merkwürdig. Was für Symptome sind das denn?

WBas4se'ronkel


@ Papa46

Es ist völliger Quatsch was Du schreibst.

Der Raucher raucht eigentlich nur, um ein Befindlichkeitsniveau zu erreichen, was der Nichtraucher eh ständig hat

Dann ist das zweite Argument aber Quatsch, denn wenn der Raucher nicht raucht, geht es ihm schlechter als dem Nichtraucher und deshalb ist das Aufhören auch nicht so leicht, sondern sehr wohl schwierig. Ich spüre körperliche Reaktionen die nicht ohne sind und die spüre ich sehr wohl noch nach einer Woche nicht rauchen. Wenn also jemand meint, das Aufhören ist für einen starken Raucher einfach, dann ist er aus meiner Sicht unglaubwürdig und somit keine Autorität mehr auf diesem Gebiet.

Dem Raucher geht es nur deshalb schlechter weil im der Kopf dies vorschaukelt. Der Körper hat kaum und wenn nur die ersten paar Tage entzugserscheinungen die sich aber nicht als körperliche Reaktionen bemerkbar machen.

Es gibt nur zwei Möglichkeiten höre auf zu rauchen jetzt sofort drücke sie aus und fertig oder rauche weiter bis Du krepierst mehr gibt es nicht ist ganz einfache Lösung.

War selber Raucher Kettenraucher mit pro Tag 80 Zigaretten, hatte 3x versucht aufzuhören mit Akkupressur und alles mögliche hat nichts gebracht. Hatte dann zu meiner Frau gesagt es bringt nichts ich kann nicht aufhören jetzt rauche ich bis ich krepiere. Ich war schwach hatte tausend Ausreden oder Einreden warum ich rauche war aber zu schwach meinen Kopf zu beeinflussen. Habe fleißig weitergeraucht bis ich eines Nachts um 24Uhr kam gerade vom Rauchen auf der Treppe vor der Schlafzimmertür zusammenbrach. In diesem Moment war der Gedanke das war die letzte Zigarette. Meine Frau ließ mich einliefern ins Krankenhaus mit dem Verdacht auf Herzinfarkt. Als der Notarzt kam sagte dieser das ist kein Herzinfarkt das ist Lungenentzündung den zwei andere Ärzte zwei Tage und am selben Tag mit einer Magen und Darmgeschichte behandelten aber die Lungenentzündung nicht erkannten. Auf alle Fälle blieb es bei der letzten Zigarette und es war leicht dieses aufhören keine Nachwehen körperliches Verlangen nein es gibt nichts leichteres. Es sind nur zeitweise der Griff zur alten Gewohnheit zur Brusttasche um die Zigarette rauszuholen und das kann heute nach 12 Jahren noch passieren. Eines weiß ich würde ich jemals wieder eine Rauchen dann bin ich wieder Kettenraucher und das hält mich davon ab nur einmal daran zu ziehen. Ein Zug aus einer Zigarette zu tun um wieder zu stinken, eklig zu stinken wie es für mich heute andere Raucher für mich tun aus 5m Entfernung igitt igitt.

Also entscheide Dich welchen Weg Du gehen willst und versuche nicht ausreden deshalb zu erfinden, es ist Dein Leben hast Du genug davon dann mache weiter und mache Dir keine Gedanken wegen dem Rauchen willst Du es verlängern dann höre jetzt auf und nicht morgen Du kannst es.

J}anx74


Also ich würd das Vorhandensein von Entzugserscheinungen nicht völlig abstreiten, aber besonders dramatisch sind sie in der Tat nicht. Staune zumindest immer wenn ich was von Kreislaufproblemen, Schwitzen usw. lese. Klingt ja schon nach hartem Drogenentzug :D. So ist das nu wahrlich nicht. Wie gesagt, drei Tage dieses Schmachter-Gefühl, dann alles gut.

Ja, es ist im Kopf drin.. man hämmert sich ein "es ist ja so schwierig". Solange man das glaubt, ist es das auch. Wenn man diesen Glauben aufgibt ist es ganz einfach.

P{a=pa46


Also ehrlich gesagt, finde ich die Diskussion mittlerweile zu anstrengend und bringt scheinbar auch nichts...

@ Wasseonkel:

Ich finde es schon erstaunlich, was Du über meine körperlichen Reaktionen aussagen kannst, ohne mich zu kennen und je gesehen zu haben. Wow, das möchte ich auch können. Zudem hast Du Dir die Posts wohl nicht durchgelesen, denn dann wäre Dir aufgefallen, dass ich mit dem Rauchen aufgehört habe.

Deine körperlichen Probleme tun mir leid, aber das Rauchen ungesund ist und krank machen kann, weiss heute schon jedes Kindergartenkind, da erzählst Du uns nichts neues, das steht auch mittlerweile auf jeder Packung.

Dazu fällt mir der folgende ein:

Mann kauft sich eine Packung Zigaretten am Kiosk, schaut drauf, da steht... Rauchen macht impotent. Er gibt die Schachtel zurück und sagt zu dem Verkäufer... die will ich nicht, gib mir doch bitte die Schachtel mit dem Krebs...hahaha, ist nicht von mir sondern von Eckart Von Hirschhausen.

Wenn Du wirklich 80 Zigaretten am Tag geraucht hast, dann hast Du das bestimmt nicht lange gemacht und Deine körperlichen Probleme sind dann wohl eher die Folge einer akuten Nikotinvergiftung, als einer Nikotinsucht. Vielleicht hilft ein Vergleich: Wenn ich heute z.B. drei Flaschen Wodka trinke, dann bin ich noch lange kein Alkoholiker, muss aber wohl wegen einer akuten Alkoholvergiftung ins Krankenhaus.

Also, Du scheinst nicht wirklich viel Erfahrung mit Drogen zu haben, oder glaubst Du noch, dass Nikotin und Alkohol keine Drogen sind, sondern Genussmittel ??? Hahaha, dass müssten wir doch mittlerweile verstanden haben, dass Alkohol und Nikotin schon recht harte Drogen sind, siehe dazu auch: [[http://www.spiegel.de/politik/ausland/brown-feuert-mitarbeiter-britischer-drogenbeauftragter-nennt-lsd-harmloser-als-tabak-a-658515.html]]

Ist Dir bewusst, dass Menschen individuell unterschiedlich auf bestimmte Situationen reagieren oder diskutieren wir hier auf Stammtischniveau ??? Ich habe mich in der Vergangenheit bereits mit Drogen und Entzug beschäftigt. Bemerkenswert dabei ist, dass bei diesem Thema jeder Stammtisch nur aus Experten besteht, die die Meinung vertreten, dass die Wissenschaftler, die sich mit diesen Themen beschäftigen sowieso keine Ahnung haben....komisch, oder??

Anyway, Experten, wie z.b. Drogenberatungsstellen und Krankenversicherungen, die Unterstützung bei Nikotinentzug anbieten, gehen davon aus, dass die körperlichen Reaktionen wie Schlafstörungen, Schweissausbrüche, Konzentrationsprobleme je nach Stärke der Nikotinabhängigkeit und Persönlichkeit ein paar Tage bis ca. drei Wochen anhalten und danach die körperliche Abhängigkeit überwunden ist.

Es gibt aber auch viele Raucher, die keine körperlichen Entzugserscheinungen haben, da sie nur physisch und nicht körperlich abhängig sind, da sie entweder nicht anfällig sind oder einfach nicht lange genug geraucht haben, um wirklich körperlich abhängig zu werden.

Die psychische Abhängigkeit, wie den von Euch beschriebenen Schmachter dauert mit unter ein Leben lang und ist das größere Problem und schwieriger zu überwinden, wie bei jeder Sucht, also auch Alkohol, Heroin, Kokain etc, weil man nicht nur ein paar Tage oder Wochen stark sein muss, sondern sich halt ein Leben lang sich keine schwachen Momente erlauben darf...

In diesem Sinne...viel Spaß und jedem das Seine :-)

WmassSero=nkexl


Hallo, Du schriebst von Suchdruck, von Angst, Du bist noch nicht weg von der Zigarette. Der Blutdruck fällt deshalb noch lange nicht wenn Du aufgehört hast zu Rauchen, wenn es dumm hergeht steigt er sogar. Achte dabei ganz stark auf das Gewicht damit steigt sehr häufig der Blutdruck. Nur so nebenbei habe 30Jahre geraucht und die letzten 10 Jahre als Kettenraucher.

J an74


Naja, gerade wenn die körperliche Abhängigkeit überwunden ist (entweder weil es sie gar nicht gibt oder weil sie halt wirlich überwunden ist), dann ist die Allen Carr-Methode doch gut gegen die beschriebenen psychischen Symptome. Genau darum gehts da doch. Das man dieses "ich muss auf etwas verzichten" aus dem Kopf raus bekommt.

Ist doch beim Trinken genauso.. der trockene Alki, der nicht mehr trinken darf, dem wird dieses viel einfacher gelingen, wenn er auch gar nicht trinken will (weil er halt weiss und verinnerlicht hat: Ist alles nur eine Illusion, mir gehts damit schlechter, mehr nicht), als wenn er ständig im Glauben lebt, er müsse auf irgendwas ganz tolles verzichten.

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