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Muss man auf einen 80er-Ruhepuls medikamentös "draufhauen"?

pKr#axxa


Wow .... das ist Wahnsinn!! Und ausgesprochen ermutigend, oder? Dass die düsteren Prognosen der Weißkittel-Götter auch manchmal nicht eintreffen!!

Sie haben damals schon richtig gehandelt, als sie mich auf die Liste gesetzt haben.

Ich wurde ja mit einer EF von 15%, einen linken Ventrikel von 9,3 cm und eine halb gefüllte Lunge mit Wasser, in die Uni Klinik Frankfurt eingeliefert.

Da ist natürlich nicht mehr so viel Spielraum, dass man sagen könnte, schauen wir mal wie es weitergeht.

Zum Glück, habe ich dann doch sehr gut auf die Medikamente angesprochen und man konnte mich wieder von der Liste runter nehmen.

Darf ich mir das übers Bett hängen? :-)

Meine Erlaubnis hast du. ;-D

Oder ob der Kardio mich beschwindelt hat? Ach Blödsinn, warum sollte er.

Nein, Cinderella.

Stell dir mal vor du fällst um und kommst zu einem anderen Kardiologen und dieser stellt fest, dass deine EF bei zb. 30% liegt.

Dein Kardiologe wird sich dann einen anderen Job suchen dürfen, wenn herauskommt, dass er dich bewusst angelogen, bzw. falsch behandelt hat. So ein Risiko würde kein Arzt eingehen, warum auch, er hat ja nichts davon, wenn er dich anlügt.

Ich hab nämlich auch einen Zwerchfellbruch und -hochstand.

Okay.

Einen Hochstand hatte ich, durch meine verzweifelten Versuche Luft in die Lunge zu bekommen, damals auch. So langsam verstehe ich jetzt auch, warum du keine grossen Unterschiede bemerkt hast. Deine Lungenleistung/ kapazität muss ja wirklich ganz übel sein.

Kommen wir noch mal auf deine Anfangsfrage zurück.

Bei einer Herzschwäche kann es natürlich Sinn machen, den Puls nach unten zu drücken um das Herz zu entlasten. Allerdings bekommt man dann auch noch Medikamente, welche den Herzmuskel effektiver arbeiten lässt.

Bei deinem Herzen sehe ich aber keinen Grund dafür.

Deine Puls zu senken, halte ich bei deiner jetzigen Situation, für eher kontraproduktiv. Durch deine schlechte Lunge hat dein Körper eh schon Probleme, deinen Körper mit Sauerstoff zu versorgen und dies durch einen künstlich gesenkten Puls noch zu verschlechtern, halte ich nicht für sehr sinnvoll.

Bei einer EF von 70% ist ja auch kein Spielraum nach oben mehr vorhanden, um den niedrigeren Puls zu kompensieren.

Wobei es mich bei dir auch nicht wundern würde, wenn man deine EF auch noch auf 80% bekommen würde. :-D

Solange dein Ruhepuls zwischen 80 und 100 Schlägen liegt, ist es doch in Ordnung, über 100 Schläge (in Ruhe) sollte er aber nicht gehen.

a4gnes


Wie oft misst Du Deinen peak flow?

C#iVn?dere$lla6x8


@ praxa

Sie haben damals schon richtig gehandelt, als sie mich auf die Liste gesetzt haben.

Ich wurde ja mit einer EF von 15%, einen linken Ventrikel von 9,3 cm und eine halb gefüllte Lunge mit Wasser, in die Uni Klinik Frankfurt eingeliefert.

Da ist natürlich nicht mehr so viel Spielraum, dass man sagen könnte, schauen wir mal wie es weitergeht.

Verstehe. Darf ich fragen wie alt du bist?

Jedenfalls ist das großartig, dass die Medikamente bei dir so gut gegriffen haben!

Einen Hochstand hatte ich, durch meine verzweifelten Versuche Luft in die Lunge zu bekommen, damals auch.

Wie lange ich den Hochstand schon habe, weiß ich gar nicht. Der Bruch wurde schon 2000 bei einer Magenspiegelung diagnostiziert. Und du bist deinen Hochstand wieder los geworden? Ich bin das kürzlich mal osteopathisch angegangenen – nach beeindruckendem Anfangserfolg ging das Ganze dann allerdings schwer nach hinten los. Ich gebe die Hoffnung aber nicht auf, auch auf nicht-schulmedizinischem Weg irgendwie Verbesserungen zu erzielen. Eine "richtige" Atemtechnik zum Beispiel.

Deine Puls zu senken, halte ich bei deiner jetzigen Situation, für eher kontraproduktiv. Durch deine schlechte Lunge hat dein Körper eh schon Probleme, deinen Körper mit Sauerstoff zu versorgen und dies durch einen künstlich gesenkten Puls noch zu verschlechtern, halte ich nicht für sehr sinnvoll.

Bei einer EF von 70% ist ja auch kein Spielraum nach oben mehr vorhanden, um den niedrigeren Puls zu kompensieren.

Das ist mal interessant. Mir ist das hochkomplexe Zusammenspiel von Herz und Lunge in puncto Sauerstoff als Nicht-Medizinerin zu diffizil, aber demnach hätte der Kardio gar nicht mit diesem Pulssenker ankommen dürfen, wo ich ihm doch den letzten LUFU vorgelegt hatte?

Ich hatte ihm gesagt, je niedriger mein Puls sein, desto schlechter würde ich mich fühlen und ein Ruhepuls von 80-88 sei am besten für mich. Konnte er mir nicht glauben. Beim EKG hatte ich nen Puls von 85, wenn man die Aufregung dabei noch einbezieht, ist das ja nun wirklich nicht so horrend hoch.

Wobei es mich bei dir auch nicht wundern würde, wenn man deine EF auch noch auf 80% bekommen würde. :-D

hehe ;-) Ich arbeite mal dran!

Cyinde|rellDa68


@ agnes

Wie oft misst Du Deinen peak flow?

Ich messe den normalerweise mehrmals täglich, hatte aber jetzt 3 Wochen ausgesetzt, weil ich bei einem Sturz aufs Steißbein geknallt war und mir das heftige Pusten ins Messgerät immer hölle weh tat. Jetzt ist er 20 % schlechter als zuvor. Ich hoffe, das ist nur ein mangelnder Trainingseffekt, denn eigentlich ging er, seit ich messe (=1,5 Jahre), kontinuierlich höher.

pjrax~a


Verstehe. Darf ich fragen wie alt du bist?

46 Jahre.

Jedenfalls ist das großartig, dass die Medikamente bei dir so gut gegriffen haben!

Damals hatte ich nach kurzer Zeit wieder eine EF von rund 40% und einen Ventrikel mit 7,4 cm. Nach 20 Jahren DCM sieht dies leider nicht mehr so gut aus.

Im Moment liege ich bei ca. 25 % und der Ventrikel ist jetzt bei 8,4 cm. Ich will aber nicht klagen, andere Patienten mit diesen Werten, benötigen ein Spenderherz.

Und du bist deinen Hochstand wieder los geworden?

Ja.

Der Hochstand entstand bei mir durch die extreme Zwerchfellatmung, weil ich durch die Brustatmung nicht mehr genügend Luft in die Lunge "pressen" konnte.

Nachdem das Wasser aus der Lunge war, konnte ich wieder normal atmen und das Zwerchfell "rutschte" wieder in die richtige Position.

Mir ist das hochkomplexe Zusammenspiel von Herz und Lunge in puncto Sauerstoff als Nicht-Medizinerin zu diffizil

Ist eigentlich gar nicht diffizil.

Mit jedem zusammenziehen, des linken Ventrikels, wird sauerstoffreiches Blut, aus der Lunge, in den Kreislauf gepumpt. Wenn bei einer gesunden Lunge, dass Herz in Ruhe, nun 60 mal in der Minute schlägt, genügt das um einen Menschen mit genügend Sauerstoff zu versorgen. Bei einem sportlichen Typ, liegt der Ruhepuls natürlich etwas tiefer.

Wenn die Lunge nun aber in ihrer Leistung eingeschränkt ist, dann reichen 60 Schläge nicht mehr aus und der Körper reagiert mit einer höheren Herzfrequenz. Halt wie bei einem gesunden Menschen, wenn er sich körperlich anstrengt.

Ich hatte ihm gesagt, je niedriger mein Puls sein, desto schlechter würde ich mich fühlen und ein Ruhepuls von 80-88 sei am besten für mich.

Wenn dies dein "Wohlfühlpuls" ist, solltest du auch keine Pulssenker einnehmen.

Wir reden hier ja nicht von einem Ruhepuls von 120 Schlägen, sondern von einem normalen Ruhepuls, im 80er Bereich.

C-indrereellxa68


@ praxa

Im Moment liege ich bei ca. 25 % und der Ventrikel ist jetzt bei 8,4 cm. Ich will aber nicht klagen, andere Patienten mit diesen Werten, benötigen ein Spenderherz.

:)^

Nachdem das Wasser aus der Lunge war, konnte ich wieder normal atmen und das Zwerchfell "rutschte" wieder in die richtige Position.

Achso! Bei mir ist der Hochstand wohl dauerhaft – ob auch durch den ZF-Bruch mitverursacht, weiß ich nicht.

Ödeme hatte ich nicht, auch bei EF 20-25% nicht. Die Kardiologin konnte sich das auch nicht erklären. Ich hab natürlich dennoch die Diuretika brav geschluckt. Jetzt natürlich nicht mehr.

Wenn die Lunge nun aber in ihrer Leistung eingeschränkt ist, dann reichen 60 Schläge nicht mehr aus und der Körper reagiert mit einer höheren Herzfrequenz. Halt wie bei einem gesunden Menschen, wenn er sich körperlich anstrengt.

Aha ... danke dir für das erläutern! Das ist ja auch so ungefähr das, was ich auch körperlich fühle: 60 ist alles andere als ein Wohlfühlbereich für mich (außer ich schlafe).

Irgendwie kommt mir mein jetziger Kardio auch nicht mehr so dolle vor – er hätte doch meine schlechte Lungenfunktion berücksichtigen müssen, anstatt mich pharmakologisch gewaltsam in eine wünschenswerte Ruhepuls-Norm pressen zu wollen.

COinde=rellax68


Morgen habe ich außerdem wieder einen Termin bei dem Kardio. Bin jetzt schon wieder ganz gestresst, weil im Befundbericht steht, dass eine "Langzeitblutdruckmessung wünschenswert" wäre. Sorry, das geht bei mir nicht. Das Ding reiße ich mir nach 2 x Messen ab (hatte sowas ähnliches mal vor etlichen Jahren mit einem Langzeit-EKG).

Was hätte man auch davon?? Lauter durch Mess-Stress hochgepushte Werte, die den Werten in meinem normalen Alltag nicht im Entferntesten ähneln??

Außerdem: glaubt er mir denn meine Werte nicht, die ich Zuhause messe und auch mitgebracht habe und die zu 90 % im grünen Bereich sind??

Das geht bei mir doch schon los beim normalen Messen ärztlicherseits ... "hoffenlich-ist-er-nicht-zu-hoch-hoffentlich-ist-er-nicht-zu-hoch-hoffentlich....." – und schwupps hab ich 180/110, wo ich zuhause zuvor noch zahme 117/78 hatte. Nerv :-/

D$er oklein6e Prinxz


Mein Gott bist du fertig ;-D .

Eine Langzeit-BD-Messung ist was anderes als deine von dir ermittelten Werte.

Durch Mess-Stress hochgepushte Werte – tsss, so ein Unsinn.

Nur ein kleines Beispiel: einer Bekannten von mir hätte man mit herkömmlicher BD-Messung nie den hohen BD "angesehen". Beim Arzt war immer alles ok. Aus irgendwelchen Gründen machte man eine Langzeit-BD-Messung. Da sah man dann, dass der BD, der am Tage immer ca. 125 zu 85 betrug, in der Nacht auf über 200 zu 130 stieg.

D&ern klegine" Prinxz


Wohlgemerkt in der Nacht, beim Schlafen.

CGindernella68


Mein Gott bist du fertig ;-D .

Bitte?

Durch Mess-Stress hochgepushte Werte – tsss, so ein Unsinn.

wenn du meinst ... %-|

J/a}n7x4


Durch den Meß-Stress hochgepushte, zu niedrige Werte, an denen man den eigentlich vorhandenen zu hohen Blutdruck nicht erkennt? *kopfkratz

ich find die Logik, mehrmals zuhause entspannt zu messen, ohne das qualvolle Langzeit-BD-Ding, irgendwie auch sehr nachvollziehbar. Eine Bekannte von mir hat mal Langzeit-BD gehabt und war so fertig von den Schmerzen vom Messen das das mit "entspannt" gar nix mehr zu tun hatte. Frag mich ob da sinnvolle Werte rauskommen. Ich nehme an, die Thematik ist von Patien zu Patient sehr unterschiedlich?

Nehme an, bei der bekannten vom kleinen Prinz lag dann Schlaf-Apnoe oder sowat vor? Atemstörung beim Schlafen?

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