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Nervige Extrasystolen

C&ha-Txu


Pepperpotts,

ja, ich hatte Ängste, und ich würde auch nie etwas gegen jemanden sagen, der eine Angststörung hat, das ist eine schwere Krankheit, die in die Hände eines Therapeuten gehört.

Aber nicht jede/r, die/der hier das Thema Extrasystolen angeht, ist angstgestört. Irgendwann muss man auch mal an sich arbeiten (z.B. verhaltenstherapeutisch) und diese völlig unsinnige Angst vor eine Variation des Normalen (=Extrasystolen) bearbeiten, notfalls mit Hilfe einiger verhaltenstherapeutischer Stunden. Das geht aber NICHT, indem man dauernd zu dem Thema googelt und Statistiken erstellt. Ich bin der letzte, der Ängste nicht ernst nimmt, aber ich kann es nicht verstehen, dass man dauernd nach dem Thema googelt etc., selbst wenn man kardiologisch gründlich untersucht worden ist. Und ich denke, mein eigener Fall war ETWAS anders: Wenn man nach zwei schweren Herzinfarkten innerhalb von 5 Monaten in eine Angststörung rutscht, dürfte das mehr als verständlich sein...

Tom,

es ging mir nicht um totale Arrhythmien, das ist etwas anderes, und die müssen natürlich auch gründlich abgeklärt werden. Aber auch da gilt: Wenn das mal kardiologisch untersucht worden ist, ein EKG vorliegt, aus dem der Arzt EINDEUTIG sehen kann, ob die Störung harmlos oder gefährlich ist, und er sie dann als harmlos diagnostiziert hat, muss man auch mal anfangen, seinem Arzt zu glauben.

Ich habe in diesem Forum das Gefühl, die Leute rennen ständig zum Facharzt, vertrauen dessen Arbeit aber kein bisschen, sie glauben eher dem Internet und Dr. Google und Usern, die in Foren Horrorszenarien erzählen, als der Fachkunde eines Facharztes! Aber hallo? Wie soll das weiter gehen? Lebenslang vierteljährlich Kardiologentermine? Das kann es doch nicht sein, da nimmt man sich selbst die Lebensqualität. ICH jedenfalls möchte so NICHT leben. Dein verhaltenstherapeutisches Vorgehen ist übrigens prima, sollte aber für jeden individuell erarbeitet werden. Aber das ist ja klar, dass es keine Allheilmittel gibt, die für jeden passen.

Gruss

Cha-Tu

Cvha-Txu


Ach, das mit dem verhaltensmässigen Vorgehen war Jan. Sorry. Der Rest meiner vorigen Antwort bezieht sich also auf Jan.

pdeppewrpotts


Sich ständig mit einer Erkrankung oder einem Geschehen zu beschäftigen ist für mich auf jeden Fall krankhaft. Und es muss nicht immer ein dramatischer Lebenspunkt dahinterstehn um diese zu entwickeln, mal ganz wissenschaftlich und unanalytisch gesprochen.

Das Schwierige ist das Erkennen dass die Angst das Problem ist.

n]icoTle1x990


Ich denke, es ist sehr schwierig ES als harmlos anzusehen. Ich tu mich nach wie vor sehr schwer damit, da sie nach wie vor manchmal sehr häufig sind, fast jede Minute und es fühlt sich einfach sehr bedrohlich an. Wenn jetzt immer mal wieder ein Nerv zuckt oder so, würde sich wahrscheinlich niemand solche Gedanken machen, aber es ist nunmal das Herz, das diese ES macht und wenn das Herz vorher völlig normal gearbeitet hat und plötzlich alle paar Minuten ES da sind, da macht das durchaus Angst.

Ich z.B. habe durch das Langzeit-EKG auch die Bestätigung bekommen, dass meine ES angeblich harmlos sind, ich kann es aber einfach nicht glauben, da eine Veränderung meiner Meinung nach immer einen Grund hat. Ich versuche eigentlich mich durch das Googeln zu beruhigen, indem ich Erfahrungsberichte lese, aber leider liest eben auch, dass ES oft der Grund für Kammerflimmern oder plötzlichen Herztod sind und das wiederum macht einem echt Angst.

MYoni`ka65


Ich habe in diesem Forum das Gefühl, die Leute rennen ständig zum Facharzt, vertrauen dessen Arbeit aber kein bisschen, sie glauben eher dem Internet und Dr. Google und Usern, die in Foren Horrorszenarien erzählen, als der Fachkunde eines Facharztes!

Das entspricht nicht meiner Erfahrung, im Gegenteil, Foren wie dieses oder das spezielle Extrasystolenforum hat mich eher immer beruhigt, wenn ich in einer Phase vermehrter Angst war. Beunruhigend sind eher manche Medizinseiten, in denen Extrasystolen nicht immer als so harmlos dargestellt werden und da man als Laie nicht durchschaut, ob das auf einen selbst zutrifft, ist das schon eher etwas, was ich konsequent meiden würde. Aber die Foren nicht.

J3axn74


@ nicole Ich muss Dir widersprechen,

wenn ich mal ein paar Extrasystolen hab fällt es mir nicht schwer, diese als harmlos anzusehen und keine Angst zu bekommen.

Generell.. versucht doch alle mal, die ES nicht als "Fehlfunktion" oder "Krankheit" zu betrachten sonder als "normale Herzfunktion". Teil des normalen Portfolios an Dingen, die das Herz halt so tut. Die Lunge z.B. ist ja auch nicht nur zum Atmen da sondern manchmal hustet man auch, das ist auch Teil der normalen Lungenfunktion.

pWeppeorp,otts


jan wie deutlich nimmst du dei denn wahr?

pYepper+pottxs


die natürlich

JDan7x4


Hm, gute Frage. Da gibts verschiedene Varianten.

Manchmal gibts Situationen wo ich sie irgendwie erwarte, wo es sich quasi normal anfühlt dass jetzt eine kommt. Schwer zu beschreiben. Also z.B. wenn man sich körperlich belastet hat und dann wieder zum Ruhezustand übergeht, oder irgendwie sowas. Typische Situationen wo sie quasi normal sind. Die machen mir gar nix aus.

Dann gibts manchmal welche die vor allem im Sitzen auftreten, die ziemlich heftig und eher unangenehm sind, aber so richtig nervös machen die mich auch nicht.

Was mich allerdings nervös macht, manchmal stolpert es irgendwie "anders", kann ich gar nicht so recht beschreiben, als ob der normale Rhythmus verloren geht und ein paar Sekunden lang nur so vor sich hingestolpert wird. Das ist schon beängstigend aber kam bisher auch nicht oft vor und war ja offensichtlich auch harmlos. Und in dem Moment bleibt einem ja auch gar nix anderes übrig als einfach abzuwarten.

Man sollte sich vielleicht auch mal die "konstruktiven Hintergründe" klar machen.. das Herz schlägt schon weiter, auch wenns noch so arg stolpert, das ist so konstruiert das es im Normalzustand eher schlägt als nicht schlägt (de fakto muss man das Herz dazu gar nicht anregen, das tuts von alleine, man kann ein Herz rausoperieren und in Nährlösung legen und es schlägt von alleine, oder nach Herzoperationen mit Öffnung des Brustkorbs, wenn die Körpertemperatur wieder genug ansteigt fängt es in der Regel von alleine an). Der Sinusknoten gibt die Impulse, wenn er das nicht tut gibt der AV-Knoten noch Impulse, und wenn der das auch nicht tut, dann kontaktiert die Herzkammker auch von ganz alleine im "Notbetrieb". Da kann im Normalfall (und auch heftiges Stolpern ist noch Teil vom "Normalfall") gar nicht so schnell was passieren.

pcraxxa


Ich versuche eigentlich mich durch das Googeln zu beruhigen, indem ich Erfahrungsberichte lese, aber leider liest eben auch, dass ES oft der Grund für Kammerflimmern oder plötzlichen Herztod sind und das wiederum macht einem echt Angst.

Hier sind wir wieder bei "gefährlichen Halbwissen".

Kammerflimmern wird nur ausgelöst (bzw. kann ausgelöst werden) bei VES in Verbindung mit einer schweren Tachykardie und diese ES, lassen sich problemlos im EKG erkennen.

Ich selber bin schwer Herzkrank und hatte vorgestern wieder mal ein L-EKG. Dabei wurden über 4000 ES aufgezeichnet, aber alle harmlos. Bei meinem schwer kranken Herz, sind die Kriterien wesentlich "strammer" was gefährlich ist und was nicht.

Glaube also deinem Kardiologen, wenn er sagt, dass deine ES harmlos sind.

p|raxa


man kann ein Herz rausoperieren und in Nährlösung legen und es schlägt von alleine,

Das ist nicht ganz so.

Das Herz kann natürlich auch außerhalb des Körpers schlagen, aber eine Nährlösung alleine genügt nicht. Sauerstoff wird schon benötigt, damit es schlägt.

dann kontaktiert die Herzkammker auch von ganz alleine

Wenn kontaktiert sie den dann. ;-D ]:D ;-D

Jgan7x4


Klar, natürlich auch Sauerstoff. Wollte damit nur verdeutlichen dass das Herz eine äusserst schlagfreudige Sache ist.

Und Herzen sind nicht gerne einsam.. deshalb das Kontaktieren :).

nUicoxle1A9x90


Kammerflimmern wird nur ausgelöst (bzw. kann ausgelöst werden) bei VES in Verbindung mit einer schweren Tachykardie und diese ES, lassen sich problemlos im EKG erkennen.

Ich leide auch unter Tachykardie :-( Schon seit längerer Zeit und diese ES habe ich jetzt seit ca 1,5 Monaten.

Und heute macht es mir auch so wieder zu schaffen. Die Hitze hat mir sonst nie was ausgemacht, aber seit dieser Probleme schon. Ich habe es draußen nicht mehr ausgehalten, ich hatte wieder einen hohen Puls und Kopfschmerzen und mir wurde irgendwie komisch.

Ich frage mich dann halt schon, kann das denn noch alles einfach so ohne Grund sein?

Ich bin ein Mensch, der halt alles hinterfrägt und es geht einfach nicht in meinen Kopf, dass das alles einfach so gekommen ist. Aber es ist schonmal beruhigend, dass dieses Problem mehrere haben. Aber die Kombination mit Tachykardie und Anstrengungsdyspone macht mir halt Angst.

Mboni]ka65


Ich leide auch unter Tachykardie

Wenn du damit einen schnellen Herzschlag meinst (habe ich auch), dann geht das meistens von den Vorhöfen aus. DAS hat praxa sicher nicht gemeint, sondern Kammertachykardie. Ich hoffe, ich erzähle hier jetzt nichts Falsches, aber Kammertachykardie gibts beim gesunden Herz normalerweise nicht.

C@ha-xTu


Ich hoffe, ich erzähle hier jetzt nichts Falsches, aber Kammertachykardie gibts beim gesunden Herz normalerweise nicht.

:)^

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