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Asthma, Kortikoidspray, Betablocker

CVha-xTu hat die Diskussion gestartet


Hallo.

Heute brauche ich mal Hilfe oder Hinweise oder Tips.

Bei mir wurde nach monatelangem Husten und Atemproblemen nun Asthma diagnostiziert (Man ist noch auf der Suche nach den Ursachen: Allergie? Medikamente? "Unklare Genese"?) und ich muss nun ein Kortikoidspray verwenden (morgens und abends 1 Hub Mischung Beclometason und Formoterol). Ich nehme gegen meine Herzkrankheit diverse Herzmedikamente, u.a. den Betablocker Metoprolol. Ob ich den weiter nehmen kann, "muss ausprobiert werden", meinte der Pulmologe.

Meine Frage: Hat jemand mit dieser Kombination Erfahrungen?

Ferner: Gibt es hier herzkranke Asthmatiker, die mir erzählen mögen, worauf sie achten (in puncto Belastung, Medikamentenwechselwirkungen usw.).

Gruss

Cha-Tu

Antworten
clolti/s xlisa hat geantwortet


da scheinen sich die ärzte absolut nicht einig zu sein, wie sich asthma mit betablockern verträgt :-/

ich habe auch asthma und bekam dann wegen zu hohen blutdrucks betablocker von meiner hausärztin.

beim ersten besuch bei meiner neuen hausärztin die üblichen fragen nach bekannten erkrankungen und medikamenten – sie hat ungefähr so :-o geguckt, als ich ihr von den betablockern + asthma berichtet habe und SOFORT auf ramipril umgestellt.

Cgha-xTu hat geantwortet


Danke, Lisa.

Ich habe jetzt einen Termin bei meiner Hausärztin gemacht. Die kennt mich länger und gut, und ich denke, ich werde ihr die Therapie überlassen.

Viele Grüsse

Cha-Tu

_1PaKrvati_ hat geantwortet


Es gibt leider viele Medikamente z.B. Schmerzmittel und eben auch Betablocker, die Asthmaanfälle begünstigen können. Mich würde auch nicht wundern, dass dein Asthma durch die Tabletteneinnahme erst ausgelöst wurde. Bei Erwachsenen, bei denen Asthma das erste Mal auftritt, ist das Asthma meist nicht-allergisch. Das ist bei mir ebenfalls der Fall. Aber ich muss zum Glück keine Betablocker einnehmen. Ich weiß aber, dass ich auf bestimmte Medikamente mit Asthaanfällen reagieren kann. Aber hauptsächlich sind es bei mir Trigger wie z.B. Kälte, chemische Stoffe oder Parfum. Du musst halt nur im Laufe der Zeit selber austesten, auf was du empfindlich reagierst.

_{Paryvatxi_ hat geantwortet


Achso, ich habe dir mal ein Artikel raus gesucht, vielleicht hilft der dir weiter: [[http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=4267]]

R_enee\ssaxnce hat geantwortet


Ich hatte durch einen Betablocker einen so schlimmen Asthmaanfall, dass ich zum Notarzt musste. Nie wieder!

Mtama Lfischxen hat geantwortet


Hallo Cha-Tu,

ich habe auch allergisches Asthma. Ich muss Beta-Blocker nehmen, weil mein Puls und der Blutdruck sehr hoch sind.

Nun ja, Bisoprolol hat mich zum Notarzt gebracht, Metoprolol bisher nicht!

Es muss wirklich ausprobiert werden. Du (wir) haben nur die Wahl zwischen Tod oder Teufel. Ich habe zusätzlich Notfallmedikamente, falls ein Anfall ausgelöst wird. Dennoch geht es mir mit Metoprolol bisher sehr gut. Ich nehme übrigens morgens und abends je 190 mg + weitere Blutdrucksenker. Ebenso, wie nicht jeder Asthmatiker auf dieselben Reize reagiert, ist es mit den Medis. Keiner kann Dir sicher sagen, wie Du langfristig mit Metoprolol klar kommen wirst.

Alles Gute

CPhaP-iTxu hat geantwortet


Herzlichen Dank für Eure Tipps und Erfahrungen! Ich nehme Metoprolol seit 22 Jahren. Kann mir kaum vorstellen, dass es dann noch Asthma auslösen kann, aber unmöglich ist ja nix. Einen ACE-Hemmer (Ramipril z.B.) würde ich nicht nehmen können, da er bei mir heftigsten Husten auslöst, und das dürfte bei Asthma sehr kontraindiziert sein.

Parvati, danke für den Link, schaue ich mir gleich an. Reneesance, mein Gott, das klingt ja heftig...

Mama Lischen, Du nimmst 380 mg Metoprolol am Tag??!! Mein Gott!! Ich dachte, 200 mg sei die Höchstdosis. Gibt es eine Ursache für Deinen Hochdruck? Ja, es ist wirklich die Wahl zwischen Tod und Teufel. Den Betablocker nehme ich primär zur Reinfarktprophylaxe. Ich hatte bereits 2 Herzinfarkte, und das Metoprolol soll beitragen, dass es nicht zum dritten kommt.

Was mich halt sehr wundert ist, dass ich keine Atemnotanfälle habe, wie man sich das bei einem Asthmatiker so vorstellt. Meine Symptome sind Dauer-Husten (Reizhusten, vor allem morgens und abends, morgens mit viel klarem Auswurf), pfeifende Geräusche beim Ausatmen und Ergebnisse der Lungenfunktionsprüfung, die "eindeutig" seien, wie der Pulmologe sagte.

Schönen Gruss

Cha-Tu

Lieben Gruss

Cha-Tu

crolt5is lxisa hat geantwortet


Was mich halt sehr wundert ist, dass ich keine Atemnotanfälle habe, wie man sich das bei einem Asthmatiker so vorstellt. Meine Symptome sind Dauer-Husten (Reizhusten, vor allem morgens und abends, morgens mit viel klarem Auswurf), pfeifende Geräusche beim Ausatmen und Ergebnisse der Lungenfunktionsprüfung, die "eindeutig" seien, wie der Pulmologe sagte.

nicht wundern, sondern einfach drüber freuen, dass es erkannt worden ist, bevor es zum anfall gekommen ist. mein arzt hat den mist damals (vor 25 jahren) nämlich nicht erkannt und ich bin bin dem notarzt auf den wirklich allerletzten drücker im kh gelandet. bei der richtigen einstellung mit den passenden medikamenten muss es soweit nicht kommen und man kann früh genug gegensteuern.

R6enkeesseance hat geantwortet


Lieber Chai Tu,

ich denke, so drückt sich bei Dir die Neigung zu Asthma aus; ich hatte schon als Kind Schmerzen in der Lunge, wenn ich bei kaltem Wetter zu schnell unterwegs war, viel später erst kam eine Allergie hinzu, und damit wurde es dann zu allergischem Asthma mit Atemnotanfällen. Ja, das war nicht lustig mit der Notfallambulanz.

Wenn Du also bis jetzt nur die Neigung dazu hast, mit "Vorläufern", wie ich damals, könnten theoretisch auch mal Anfälle auftreten – was Gott verhüten möge. Mag sein, dass Du es früh genug "abgefangen" hast, jetzt mit den Medis. Gerade Asthma ist ja eine Krankheit mit tausend Gesichtern; ich möchte fast behaupten, jeder hat sein eigenes Asthma.

Vermutlich sagt jeder Arzt Asthmatikern mit Bluthochdruck, dass er die Blocker ausprobieren muss. Ich habe ein gut verträgliches Mittel für mich gefunden, aber der rasche Puls blieb mir damit erhalten, leider. Nun, damit lebe ich ganz gut, treibe so viel Sport, wie ich kann und halte Herz und Kreislauf damit in Schach, denke ich.

LG Renee

C2ha-xTu hat geantwortet


Liebe Reenessance,

magst Du mir sagen, welches Mittel oder Wirkstoffgruppe Du statt des Betablockers nimmst?

Mein Problem ist halt, dass Metoprolol als ein ausgezeichnetes Medikament gilt für Menschen, die bereits Herzinfarkte hatten, um einen weiteren zu verhindern. Das würde ich sehr sehr sehr ungern absetzen...

Danke, Lisa, für Deine erneute Aufmunterung. Ich habe jetzt in den nächsten Tagen diverse Arzttermine, auch kardiologisch, und ich denke, die drei Ärzte (Hausärztin/Diabetologin, Kardiologe, Pulmologe) werden gut zusammenarbeiten und das richtige für mich finden. Zumal ich ja selbst auch recherchiere und mich informiere. Das ist schon sehr wichtig.

Liebe Grüsse

Cha-Tu

Rfenee_s"sanxce hat geantwortet


Liebe Reenessance,

magst Du mir sagen, welches Mittel oder Wirkstoffgruppe Du statt des Betablockers nimmst?

Mache ich gern. Mein Medikament heißt "Votum".

Ich kann Dich bestens verstehen, und ich würde Dir auch raten, das Ganze gut mit Deinem Arzt abzusprechen.

Lieber Gruß,

Renee

C,indeGreXlla6/8 hat geantwortet


Hallo Cha-Tu,

ich nehme ebenfalls Betablocker als auch Asthma-Mittel.

Vielleicht kannst du versuchsweise von Metoprolol auf einen kardioselektiven BB umsteigen, zB Nebivolol, der die Bronchien nicht zusätzlich verengt?

Hilft dir das Formoterol? Ich nehme es auch, die 1. Woche war super, und danach schlich sich die Wirkung quasi aus. Ich gehöre wohl leider zu den Menschen, die sehr schnell eine Toleranz entwickeln: Die Formoterol-empfindlichen Rezeptoren verringern sich einfach.

C%ha-Txu hat geantwortet


Hallo, Renee und Cinderella.

Votum ist ein Sartan, wie ich gesehen habe. Aus dieser Wirkstoffgruppe nehme ich auch eins, Candesartan (Atacand).

Ich nehme die Sprays noch nicht, weil noch zwei Dinge abgeklärt werden müssen. Am Mittwoch habe ich einen Termin bei meiner Hausärztin/Diabetologin, da wird dann endgültig entschieden. Was nimmst Du denn jetzt, wenn das eine Spray unwirksam ist?

Nebivolol... Werde mal googeln. Danke für den Hinweis.

Liebe Grüsse

Cha-Tu

EphemxaCliger. NutOzer (#39L3910x) hat geantwortet


Hallo Cha-Tu,

ich habe durch einen Autounfall eine Belastungstachykardie und ein Belastungsasthma. Bekam auch erst Betablocker und Beclomethasonspray.

Wurde dann, da ich Beclomethason nicht vertrug auf dieverse Sprays umgestellt und am besten vertrug ich Alvesco. Das Spray hat auch den Vorteil, dass man es nur 1x tgl anwenden muss. Für den Akutfall habe ich Salbutamol. Da auf dem Alvesco allerdings ein Festbetrag drauf ist, musste ich so ca 40,- € selbst berappen. Generika gibt es noch nicht, da auf dem Medi noch der Patentschutz drauf ist.

Statt dem Betablocker bekomme ich Verapamil (Isoptin).

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