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Stark erhöhter Blutdruck in der Nacht

P+appnxas hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Gemeinde,

wie manche von euch wissen, hatte ich im April einen leichten Herzinfarkt. Seitdem wird versucht meinen chronischen Bluthochdruck im Griff zu bekommen. Die Dosierung der Medikamente die ich nehme ist schon sehr hoch. Die letzte Langzeit-Messung ist jetzt sechs Wochen her, die nächste erfolgt in einer Woche. Schon bei der letzten langzeit-Messung wurde erkannt, dass nachts der Blutdruck wohl zu hoch ist, und dass die Dosierung erhöht werden muß.

Gestern Abend war ich mit meiner Frau essen (sehr schön - Steak in Champignonsauce) und heute früh um fünf wurde ich wach und konnte schon spüren, dass der Blutdruck zu hoch ist. Ich dann aufgestanden und gemessen: 157/96. Normal hat der Blutdruck beim Menschen um diese Tageszeit doch den Tiefpunkt erreicht.

Ich bin davon überzeugt, dass Bluthochdruck eine Ernährungssache ist. Kann es sein, dass die heftige Mahlzeit von gestern Abend, es war auch noch recht spät, gegen 20:45 Uhr, der Auslöser dafür war, dass mein Blutdruck in der Nacht so hoch ging? Es ist bekannt, dass ich schlecht schlafe, wenn ich spät gut esse und versuche es zu vermeiden, da ich sonst in der Nacht werde und nicht mehr einschlafen kann.

Tagsüber ist der Blutdruck in Ordnung, gestern Mittag war er sogar bei 107/74, normal bei mir ist etwa 120/75.

Ich hab mir mal vor Jahren ein Buch gekauft "Bluthochdruck ist heilbar". Es wurden allerhand Tips und Vorschläge gebracht wie man mit einer Umstellung der Ernährung erreichen kann, dass der Blutdruck in akzeptable Bereiche sich befindet. Ich hab es versucht, bekam aber von der Rohkost Sodbrennen, ich es dann wieder aufgegeben habe. Wie sind denn solche Publikationen bzw. Theorien zu bewerten? Ich habe auch den Verdacht, dass mein Blutdruck auf Weißmehl-Produkte heftig reagiert.

Viele Grüße

Pappnas

Antworten
CUhat-Txu


Guten Morgen, Pappnas,

Schon bei der letzten langzeit-Messung wurde erkannt, dass nachts der Blutdruck wohl zu hoch ist, und dass die Dosierung erhöht werden muß.

Wurde das denn getan? Welche Medikamente nimmst Du, in welcher Dosis und zu welcher Tageszeit?

Ich bin davon überzeugt, dass Bluthochdruck eine Ernährungssache ist.

Ernährung spielt dabei sicherlich eine Rolle (oder kann spielen), aber so ausschliesslich würde ich das nicht formulieren. ICH wäre dann nämlich topfit und kreislaufgesund, denn ich lebe seit Jahrzehnten vegetarisch (aus tier-ethischer Überzeugung) und seit fast 15 Jahren vollwert-orientiert (weil's mir schmeckt und gut bekommt). Trotzdem habe ich Bluthochdruck, der medikamentös gut eingestellt ist.

Aber vielleicht meinst Du mit Ernährungssache Übergewicht? DAS stimmt allerdings. Übergewicht ist der Hauptrisikofaktor für Hochdruck.

Allerdings kann es dennoch mit der Mahlzeit zusammen hängen. Eine Fleischmahlzeit ist nun einmal schwer verdaulich. Wenn man abends eine grosse Fleischmahlzeit isst, kann sich der Verdauungsprozess die ganze Nacht hinziehen, und das kann unter Umständen den Kreislauf belasten. Das wäre eine Erklärung für den Hochdruck an jenem Morgen, aber NICHT für den generell zu hohen Blutdruck trotz Medikamentierung.

Wie sind denn solche Publikationen bzw. Theorien zu bewerten?

Ich selbst halte sehr viel von gesunder Ernährung, ich esse ca. ein Drittel meines Tagesbedarfs inform von Rohkost (Obst, rohes Gemüse, etc.) , den Rest inform von Vollkornbrot (selbst gebacken), von Knäckebrot (selbstgebacken), von warmen Getreide- und Gemüsegerichten, sowieso Hülsenfrüchte und Hülsenfruchtprodukten (z.B. Aufstriche). Ganz selten mal ein Ei, und sehr selten Käse. Ich würde sagen, ich lebe zu 90% vegan.

Dennoch bin ich kein Ernährungsfanatiker; für mich haben diese Bücher von Bruker, Diamonds, Walker, Schnitzler und anderen zu oft etwas "Religiöses", etwas "Bibelhaftes", etwas "Allseligmachendes" und das mag ich nicht. Ich glaube auch nicht daran, dass man allein aufgrund der Ernährung gesund wird und bleibt. Sonst wären die Menschen im vor 2000 Jahren und im Mittelalter alle kerngesund gewesen, denn Vollkornprodukte war deren Hauptnahrung, Weissmehl gab es nur für die Reichen und Adligen. Wenn diese "schlimme" moderne Ernährung heutzutage ach so ungesund wäre, warum leben die Menschen dann heute viel länger als jede andere Generation vor ihnen?

Nochmal: Ich halte eine ausgewogene Ernährung für eine gute Sache. Ich halte auch eine vegetarische Ernährung für gesundheitlich förderlich, zumindest bekommt man damit alle Nährstoffe, die man braucht und muss sich keine Vitaminpillen einschmeissen. Aber man sollte das Ganze nicht zu einem Allheilmittel machen, oder eine mangelhafte Ernährung sollte man nicht als Ursache für alle Nöte dieses Zivilgesellschaft betrachten.

Lieben Gruss

Cha-Tu

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