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Erst spät (mit 47 Jahren) starke dauerhafte Zunahme von Ves

aWperxitif hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

durch eine AV Knoten Reentry Tachycardie begann ich ab dem 20. Lebensjahr eine massive Herzneurose zu entwickeln. Bin sonst herzgesund. Eine erfolgreiche Ablation erfolgte erst 10 Jahre später. Seitdem war ich ziemlich beschwerdefrei (selten Extrasystolen), muss aber sagen, dass die Herzangst geblieben ist und ich auch meinen Herzschlag immer spüre, eine hohe Sensibilität also vorhanden ist.

Seit März diesen Jahres, mit 47 Jahren, hat sich das alles massiv verändert, ohne dass ich eine psychische Ursache erkennen kann. Im LZ-EKG wurden 3500 VES aufgezeichnet (+300 supraventrikuläre ES). Das komplette Untersuchungsprogramm einschliesslich MRT bestägtigten wiederum strukturelle Herzgesundheit.

Nach 3 Wochen verschwand das Ganze, es erschien im Nachhinein wie ein Spuk, ich war dann 2 Wochen beschwerdefrei. Dann ging es wieder los. Diese Episoden wiederholten sich bis eine neue Phase vor jetzt 10 Wochen begann und seitdem ununterbrochen anhält. Seltsam finde ich, dass obwohl ich nicht mehr in Panik gerate und es mir immer besser gelingt, damit sogar zeitweise gelassen umzugehen, ich keine Besserung der ES feststellen kann. Es beginnt schon mit dem morgendlichen frühen Aufwachen durch Drehen im Bett und hält dann an, um meist abends wieder besser zu werden. Die Lebensqualität leidet erheblich. Kann sich da jemand einen Reim draus machen? Ich weiß, dass hier schon mehrfach betont wurde, dass Ursachenforschung meist nicht weiterhilft, aber wenn in einer Entwicklung so viel Dynamik drin ist und auch erst in fortgeschrittenem Lebensalter beginnt, muss es doch eine Ursache geben, die vorher nicht da war. Ich überlege auch, ob eine stationäre psychsosomatische Behandlung helfen könnte. Kann jemand eine Einrichtung empfehlen ?

LG

Antworten
C:ha-Txu


Hallo, aperitif,

ich kann leider nur das sagen, was ich bereits [[http://www.med1.de/Forum/Blut.Gefaesse.Herz.Lunge/627284/18723797/ hier]] geschrieben habe. Es gibt Menschen, bei denen diese ES sehr plötzlich und unregelmässig kommen, dann wieder mehr, dann wieder weniger. Und das kann man auch psychisch nicht beeinflussen. Psychisch kann man nur daran arbeiten, dass einen das nicht sogleich wieder in die Angst treibt. Man kann lernen, damit gelassen umzugehen. Aber wenn es ein Mittel gäbe, das Auftreten von ES zu beeinflussen, wäre der Erfinder dieses Mittels sicherlich schon Milliardär. Ich selbst habe diese Unregelmässigkeit auch, mal habe ich wochenlang nichts, dann täglich 500-1000 am Tag, es können aber auch mal 6000 sein, wie auf meinem letzten LZ-EKG (überwiegend VES) im Juli. Seitdem habe ich kaum ES, vielleicht 100 pro Tag. Aber es kommen auch wieder andere Zeiten, da bin ich sicher, da habe ich wieder mehrere tausend. Das geht nun seit Jahrzehnten so. Das IST nun mal so.

Gruss

Jlan7*4


Kann es nicht sein, dass es IRGENDWELCHE auslösenden Faktoren gibt, man diese aber einfach nicht sieht oder nicht gefunden hat? Sowas wie Überempfindlichkeit auf bestimmte Ernährung, falsche Körperhaltung (zu viel vorm Rechner sitzen), Stress, all diese Dinge?

ptepper!potts


Wenn du es psychisch nicht erklären kannst, warum willst du dann in eine Klinik?

Jan, wie kommst du darauf dass die falsche Köerperhaltung der Grund dafür sein könnte? Diese Vermutung hat mir auch jemand mal angetragen, die Kardiologen bei denen ich war lehnen diesen Zusammenhang aber völlig ab.

JJan7x4


Ich komme auf diese Idee durch

a) Gerhards "Hohlvenenkompressionstheorie"-Faden hier

b) meine eigenen Erfahrungen – setze ich mich vor den Computer, kommt mit einiger Sicherheit kurz darauf ein Stolpern. Bei mir ist der Zusammenhang unübersehbar. Sitzen vorm Computer (meist mit gekrümmter Haltung verbunden) führt bei mir oft zu unruhigem Puls. Finde das auch gar nicht unlogisch. Brustkorb wird zusammengedrückt, Zwerchfell kann verstärkt von unten gegens Herz drücken (-> Roemheld-Syndrom), ich sag ja nicht, es IST so, aber ich sage, ich halte es für durchaus möglich und plausibel.

p'fefyfi,36


kann ichjan nur beipflichten..ich bemerke selbst oft, wenn ich mich drehe oder mich bücke..oder einfachnur ne andere haltung einnehme..das das stolpern anfängt..ich hab seit jahren sehr viele blockaden mittig rücken...und verspannungen beidseitigs schulterblätter unterhalb. wenn ich mich strecke im unterricht...bums!! Stolpern...wenn ichmich im sitzen einfach nur nach links drehe. Bums!! stolpern..das passiert sehr oft. das hab ich kaum nach manueller therapie..oder massagen.

pZep)pefrpot?txs


ah ok, du siehst das vom Magen und Zwerchfell ausgehend, das kenne ich auch. Von der Wirbelsäule glaube ich eher nicht dran.

Rmei$ne5rx51


hallo aperitif,

zu deiner frage, die du mit deinem hausarzt besprechen solltest.

mit einigen kliniken habe ich persönlich gute erfahrungen gemacht, erwarte aber keine wunder.

psychosomatisch klinik windach am ammersee. psychosomatische klinik roseneck am chiemsee und nicht zuletzt ...

klinik alpenblick in isny im allgäu.

alles gute *:)

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