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Jemand hier der sich trotz Blutverdünnung tattoowieren ließ?

p:rou d m3omxmy hat die Diskussion gestartet


Hi! :-)

Ich bin wegen einer künstlichen Herzklappe blutverdünnt mit Marcoumar und hätte gerne ein kleines Tattoo!

Ist jemand hier der sich unter Marcoumar tattoowieren lies?

Erfahrungsberichte wären toll!

Viele Grüsse @:)

Antworten
s,chnneck,e19x85


Ein Tattoo ist kein chirurgischer Eingriff, wo literweise Blut fließt.

Für ein Tattoo ist die Blutgerinnung nicht wichtig.

p|roudM moxmmy


Hi schnecke!

Sprichst du aus Erfahrung?

Hast du dich schon mal unter Marcoumar stechen lassen?

Grüsse

gqr_ottqche


also ich bin marcumarisiert aber nicht tätowiert.

in der Coagucheck Schulung (ist ein Testgerät mit dem man selbst zuhause den INR testen kann) sagte man uns, daß man mit marcumar (überhaupt mit herzerkrankungen) sehr vorsichtig mit tätowieren sein soll.

U.a. weil es dann doch eher bluten könnte als bei einem "normalen" Menschen und weil es für die herzklappe nicht so doll ist und Infektionen geben könnte.

ICH würde es nicht tun – aber ... ich denke daß du das mit deinem Kardiologen ja mal besprechen kannst und ihn fragen solltest, was er dazu sagt.

Einfach machen würde ich es nicht.

AAleonoPr


Ich würde auch mal den Arzt drauf ansprechen. Möglicherweise wäre es sinnvoll, um halt einer Infektion vorzubeugen, ein AB einzusetzen.

f+low+erlyx77


Also das würde mich auch mal interessieren. Ich nehme seit 2004 Marcumar aufgrund einer Gefäßentzündung und Mikroembolie im Fuß.

Ich hätte auch ganz gern ein kleines tattoo..bin aber auch unsicher, ob es unter marcumar so einfach geht. hatte aber schon mit meinem Prof. gesprochen, er meinte, das es passieren kann, das die Farbe ausgeschwemmt wird. Ein Tättowierer meinte, da sman dann halt mehrmals nachstechen muß, aber bvei einem kleinen Tattoo es wohl nicht sehr problematisch sei.

k_nuts{chmxausx86


Tattoo trotz Marcumar- ein Erfahrungsbericht

So ihr Lieben. Ich möchte hier einmal meine Erfahrungen mit Tättowieren festhalten.

Wie die Überschrift schon sagt, ich bin Marcumarpatientin und habe mich Tättowieren lassen.

Ich wollte gerne einen Schriftzug auf dem rechten Schulterblatt haben (ich hab schon ein Tattoo am Knöchel, aber als das gestochen wurde nahm ich noch kein Marcumar.)

Dem Tättowierer habe ich gleich gesagt, dass ich Marcumar nehme. Er hat gesagt, dass ich das mit meinem Hausarzt absprechen muss. Also bin ich am nächsten Tag erstmal zu meinem Hausarzt. Ich habe ihm erzählt, dass ich ein Tattoo haben will. Er hat dann gleich gesagt, dass er mich in der Zeit auf Heparinspritzen umstellt. Ich habe 10x 40mg Clexane verschrieben bekommen auf Kassenrezept, also musste ich nur die Rezeptgebühr bezahlen.

Der Termin zum stechen war an einem Montag. Die letzte Marcumartablette nahm ich am Mittwoch davor, ab Donnerstag sollte ich dann jeden Morgen Heparin spritzen, auch an dem Stichtag. Donnerstag habe ich dann die erste Heparin gespritzt und weil ich das schon zwei Jahre nicht mehr gemacht hatte, bekam ich erstmal einen riesigen blauen Fleck an der Einstichstelle :-o .

Ich habe ein INR Testgerät zum selbertesten. Am Donnerstag Abend hatte ich noch einen INR von 2,6 (mein Zielwert liegt bei 2,5-3,0). Also beschloss ich die Heparinspritzen nicht jeden Morgen, sondern alle 17 Stunden zu spritzen um den Wert runter zudrücken (dazu muss ich sagen, dass bei mir kein Auslöser gefunden wurde, der die Thrombose verursacht hat. Ich durfte mir quasi aussuchen, ob ich Marcumar nehmen möchte sonst hätte ich das nicht so auf eigene Faust gemacht).

So spritze ich mir die letzte Heparin vor dem Tattoo am Sonntag Abend um 23h. Der Termin war am Montag um 18h. Montag Nachmittag war mein INR dann auf 1,7. Das Stechen selber hat eine halbe Stunde gedauert und es hat nicht geblutet. Als ich Abends die Frischhaltefolie entfernte, die der Tättowierer, da zum Schutz draufgemacht hatte, war auch in dem gesammelten Wundwasser kein Blut.

Ich sollte am Dienstag morgen Heparin spritzen und abends 3 Marcumar nehmen, am Mittwoch dann dasselbe mit 2 Marcumar abends und Donnerstag auch mit 1 Marcumar Abends. Die Umstellung von Heparin auf Marcumar ist immer überlappend.

Da das Tättowieren aber unblutig war, begann ich schon am Montag Abend mit 3 Heparin, somit war ich einen Tag eher wieder "auf Marcumar".

Ich hoffe dieser kleine Bericht hilft denjenigen, die Marcumar nehmen und ich Tättowieren lassen wollen.

P iMa0e509


Ich freu mich ja, daß das mit dem Tattoo so gut geklappt hat bei dir, aber ich finds schon krass, daß die Spritzen von der Kasse bezahlt worden sind.

Da gibt es Menschen, die Medikamente dringend bräuchten und selbst löhnen müssen, weil es die Kasse nicht zahlt und dann wird da so ein Batzen für ein Tattoo bezahlt.

Ich nehme auch Marcumar und hätte gern noch ein Tattoo. Aber ich wäre nie auf die Idee gekommen die Kasse (und somit die Allgemeinheit) damit zu belasten.

kpnutsNchmabusG86


Ich bin vorher auch davon ausgegangen, dass ich das selber bezahlen muss. Die Ärzte sind da auch verschiedener Meinung. Ich meine, wenn mein Hausarzt das auf Kassenrezept druckt, sage ich ja nicht, dass ich das gerne selber zahlen möchte ;-D .

Ich zahle ja immerhin Krankenkassengebühr (165€/Monat), also zahle ich das ja auch selber mit, oder sehe ich das falsch? ":/ ;-D

P^iMa05x09


Weißt du, was eine Packung mit 10 Heparinspritzen kostet?

Da sind deine 165 Euro schon fast aufgebraucht.

Klar zahlst du das mit. Aber auch jeder andere. Und eben auch die Patienten, die auf bestimmte Medikamente angewiesen sind, sie aber nun monatlich mit über 50 Euro selber zahlen müssen, weil die Kassen ausgenutzt werden durch solchen Blödsinn.

Ich werde meine Tättowierung machen lassen, wenn ich mal wieder in der Situation sein sollte, daß ich aus anderen Gründen Marcumar absetzen muß. Zum Beispiel wegen einer ZahnOP, einer Darmspiegelung oder so. Dann brauch ich die teuren Spritzen auch nicht selbst löhnen.

konu8tschmFausx86


Entschuldige bitte, dass ich eine Krankheit habe, die kaum erforscht ist und wegen der ich Marcumar nehmen sollte. Ich meine das kann ich ja auch sein lassen und dann draufgehen um somit nicht der Allgemeinheit zu Lasten zu fallen ;-D. Es ging hier um die Frage, ob jemand damit Erfahrung hat und nicht wer das zahlt oder auch nicht...

PaiMa0R5x09


Es geht nicht darum, daß du Marcumar nehmen musst, weil du krank bist.

Das bin ich auch. Und ich bin sehr sehr dankbar, daß ich diese Medis bekomme und daß die Kasse sie weitgehend übernimmt. Wer weiß, wie lange das noch so geht, wenn die Kassen weiter unnötig geschröpft werden. Daß ein Arzt das auch noch verschreibt >:(

Ich bin gespannt, wie du reagierst, wenn die Krankenkasse mal sagt "Nee, dein Marcumar zahlen wir nicht mehr. Und auch keine Spritzen. Wir haben die Gelder anderweitig ausgegeben. Mußt künftig alles selber zahlen." Dann kannst du dich erst richtig drüber freuen, daß du sie jetzt mit den Spritzen so toll dran gekriegt hast und Kassenleistungen für was medizinisch absolut unnötiges bezogen hast.

FGuen;fRingxe


Das ist ja nun schon eine Zeit her, aber falls jemand (so wie ich) über den Thread stolpern sollte: ich habe mich vor drei Wochen tätowieren lassen und bin marcumarisiert. Mein INR war 3,0 an diesem Tag und es gab keinerlei Probleme. Das Tattoo ist problemlos verheilt und hat eine kräftige Farbe - ich denke nicht, das Nachstechen nötig sein wird.

Also an alle, die sich unter Blutverdünnung tätowieren lassen wollen: nur zu! Lasst Euch nicht irre machen. :)^

HUex|e zHele]ne


Danke, das war hilfreich und ermutigent. Ich will mich erneut tätowieren lassen, nehme aber seit kurzem Blutverdänner ein. Zur Zeit läuft hier in Oslo wieder eine Aktion eines Studios, die einen Tag für einen guten Zweck tätowieren. Also man bezahlt 500,- Kronen für sein Tattoo, die dann zu 100% an den Tierschutz gehen.

Werde ich also machen. Danke FuenfRinge

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