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Komische Gefühle nach dem Aufstehen

JDa3n7x4 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

gibts irgendwelche Gründe, warum sich "Herz" nach dem Schlafen bzw. aufstehen "komisch" bzw. "ungut" anfühlt, im Laufe des Tages dann aber besser wird? Meinte, mal sowas gehört zu haben.. Gefäße noch "steif", Venenklappen nicht so flexibel, daher nach dem Schlafen auch Herzinfarktgefahr am höchsten oder so.

Gibts da irgendwelche konkreten Dinge? Bei mir fühlt sichs nach dem Schlafen wirklich manchmal seltsam an, aber wenn man dann "in die Gänge kommt" wieder deutlich besser, alles normal..

Ich könnt nichtmal genau sagen, was sich da so komisch anfühlt. Wenn ich Puls/Blutdruck messe ist das normal. Puls beim liegen im Bett vorm aufstehen meist so um die 65. Mir ist dann auch nicht schwindelig oder so. Geht alles normal. Aber irgendwie seltsame Druckgefühle und sowas. Etwas beängstigend. Aber auch schon seit Jahren so.

Gruß+Danke

Jan

Antworten
C#h\a3-TXu


Hallo, Jan,

das haben viele. Ich komme morgens auch schwer "in die Gänge", meine Frau noch viel schwerer, ohne dass sie etwas am Herzen hat (bei mir war das auch schon als Jugendlicher so, also lange, bevor ich herzkrank wurde.

nach dem Schlafen auch Herzinfarktgefahr am höchsten oder so.

...oder so... ;-) Die "gefährlichste" Zeit ist übrigens morgens um 3 Uhr...

Gruss

Cha-Tu

Jman7x4


Danke Dir für die Antwort. Also nicht nachts um drei spannende Horrorfilme im Fernshen gucken :-).

Gibts denn konkret biologische Gründe, warum das so ist? Alles noch etwas verhärtet vom Liegen/Schlafen, oder so?

7C7erg=rexis


Jan:

Ich lese ja schon lange deine Probleme. Was wurde denn schon unternommen? Vielleicht brauchst du mal nen Arzt der dran bleibt ":/ *:)

Jtan74


Bin auch irgendwie so ambivalent in Bezug auf meine Probleme. Mal denk ich, ich hab welche (nach dem aufstehen ;-) ), mal denk ich, ich hab gar keine (später). Mein Hausarzt kommt mir da so überfordert vor weil das so umfassend ist und da auch Psyche usw. reinspielt (alle Versuche diesbezüglich gingen nach hinten los, auch mit anderen Ärzten). Aber ich unternehm schon so einiges.. lauter Kleinigkeiten irgendwie. Wird ja auch immer besser, das kann ich schon ganz eindeutig sagen. Manchmal denk ich, ich bräuchte mal eine umfassende Komplettuntersuchung von Körper UND Psyche aber mich darauf einzulassen, da fehlt mir bisher noch die Lust zu, muss ich gestehen. Zumal ich ja mit meiner "lauter kleine Schritte"-Strategie bisher bestens zurechtkomm. Solange alles immer besser wird und nicht schlechter find ich das eigentlich ok.

7f7er~grexis


:)z denk ich auch jan.

Ich wechsle jetzt zum 2. Mal den Hausarzt weil die Chemie nicht stimmt

S)unflQower_7x3


Du verrennst Dich aber zunehmend in die Problematik – also psychisch. Zu starker Fokus darauf – und dann einfach auch so gedankliche Vorstellungen, die merkwürdig bis fehlerbehaftet sind. Auffällig sind hierbei einfach Deine bildhaften Vorstellungen und Gedanken. Kann es so schriftlich nicht besser benennen, aber Deine Verarbeitung ist halt definitiv anders als bei jemandem, der eine Diagnose hat und sich mit der Krankheit auseinandersetzt. Oder der unklare Symptome hat und nach einer Diagnose sucht. Andere haben Diagnosen, Du machst Dir eher mit schrägen Gedanken selber Angst.

Ist nicht böse gemeint, aber einfach eine Beobachtung.

Bspw. jetzt die "steifen Gefäße" und "nicht flexiblen Venenklappen". Das gibt es nicht. Gefäße sind immer elastisch (oder halt immer krank), Venenklappen arbeiten 24/7.

Und diese Grundfunktionen haben nichts mit morgendlichem Schwer-in-die-Gänge-kommen zu tun.

Dann diese konstante Selbstbeobachtung... das Messen...

Körperlicher Check bei einem Arzt, wo Du Dich ernstgenommen fühlst, wäre sicherlich sinnvoll. Psychischen Rundum-Check gibt es nicht – aber einige Aspekte sind auffällig und lassen mich ziemlich direkt an "Herzphobie" denken... Mit "auffällig" meine ich halt diese eher schrägen Vorstellungen von der Funktionsweise des Körpers. Plus das Kontrollieren, Messen und Beobachten. Und evtl. sogar (wobei ich das nicht beurteilen kann, sondern nur als Aspekt einwerfe) sogar das Misstrauen dem Arzt ggü.

J:aQn74


Naja..

das mit den weniger elastischen Gefäß-Sachen hat mir mal jemand erzählt. Das hab ich nicht frei erfunden ;-). Mehr oder weniger wortwörtlich "weil die Gefäßwände und Venenklappen nach dem Schlafen noch eher steif sind, hat man morgens eher Kreislaufprobleme". Weiss aber nicht mehr genau die exakte Quelle dieser Information. Daher Nachfrage hier, ob das stimmt.

Ansonsten stimmt das schon was Du schreibst.

Mit den Ärzten war es häufig so, das die (völlig korrekt) in die Psycho-Richtung gedacht haben, da dann allerdings leider völlig falsch.. alle Behandlungsversuche haben zu einer deutlichen Verschlimmerung geführt. Daher bin ich da bisschen skeptisch geworden. Auch was ich so von anderen lese. Eigenverantwortung und "Experte in eigener Sache" scheint mir doch sehr wichtig zu sein. Hab allerdings einen Psycho-Onkel wo es sehr gut läuft, der hilft mir wirklich weiter und erkennt einige Zusammenhänge sehr schön umfassend.

Hm, aber wir schweifen ab.. also das mit den weniger-elastischen Gefäßen is dann quatsch?

PHustDebluJme6x5


He Jan

ich glaube nicht das das ein abschweifen ist, sondern das es genau dein Thema trifft.

Wenn man eine psychische Problematik hat, verstärkt sich diese oftmals am frühen morgen.

Das ganze heißt offiziell Morgentief.

Hast Du also Hypochondrische Züge, wie sie sich hier andeuten, spürst Du eine "Beschwerden" am morgen deutlicher.

Lieber Jan, ich bin psychotherapieerfahren und weis das sich in einer tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie die durch innere Konflikte ausgelösten Symptome erst einmal verschärfen.

Wenn man das vermeiden will, sollte man sich einen Verhaltenstherapeuten suchen.

J`anL74


Danke für die Antwort, aber...

also das "Morgentief" in depressiven Phasen kenne ich auch! Phasen wo ich schlecht schlafe, dann immer zu der "typischen" Zeit früh wach werde (so zw. 4 und 6 Uhr morgens) und dann eher nervös und ganz mies und depressiv drauf bin (und auch nicht mehr schlafen kann).

Das ist aber was völlig anderes. Das beschriebene ist ein rein körperliches Gefühl und hat auch gar nix mit Uhrzeit zu tun (es ist nach dem Schlafen, egal WANN ich schlafe), und auch nix mit depressiven Phasen.

Also entweder normal (hab auch das Gefühl, es war schon immer ein bisschen, und wird einach mehr, wo ich langsam älter werde), oder Ausdruck einer Krankheit, oder, was ich mir auch gut vorstellen kann, es hängt mit meinem vorhandenen Problemen mit Rücken/Muskulatur zu tun.. alles was da so verspannt ist und sich mit Symptomen im Brustkorb äussert, halt nach dem Schlafen nochmal deutlich mehr verspannt als wenn man dann "in die Gänge gekommen" ist und das alles gelockert ist. Sport und so hilft auch in der Tat ganz gut dagegen (Liegestütz vor dem Duschen und sowas).

JFanx74


Hm wobei, um meine letzte Aussage doch etwas zurückzunehmen..

wenn man "Morgentief" als "Tief nach dem Schlafen" nimmt, würds vielleicht schon passen (ist aber dann trotzdem was anderes als das depressive Tief so gegen Nachts um 4, welches immer ca. nachts um 4 kommt, egal wann ich schlafe, wenn es denn kommt).

Ich hab schon öfters in belastenden Lebenssituationen (privat, beruflich "zu viel Druck") psychosomatische Symptome gehabt, die sich als "Druck auf der Brust" geäussert haben.. Druck, Beklemmungsgefühle, "Elefant setzt sich auf den Brustkorb". Ich hab das nie ärztlich abklären lassen weil es immer nur kurz war und ich den Zusammenhang völlig offensichtlich fand, und es dann, nach einer Besserung der Situation, auch sofort immer wieder spurlos verschwunden war.

Zur Zeit befinde ich mich in den "Nachwehen" einer jahrelangen sehr belastenden Phase mit sehr viel Stress, geht vielleicht auch schon in den Burnout-Bereich. Quasi der Druck, den ich damals nur kurzfristig phasenweise hatte, nun über längere Zeit dauerhaft. Und so ganz raus bin ich aus der Phase auch noch nicht, es ist halt "schonmal deutlich besser", aber noch nicht "gut". Insofern könnte da schon was dran sein. Es fühlt sich ja auch in der Tat genauso an wie dieses doofe Gefühl damals auch schon, oder geht zumindest stark in diese Richtung.

CBhLa-Txu


Die "gefährlichste" Zeit ist übrigens morgens um 3 Uhr...

Ich muss meine Antwort etwas relativieren: Gegen 3 Uhr geht es los, und dauert dann bis ca. 6/7 Uhr. Also der frühe Morgen ist die gefährlichste Zeit in Bezug auf Infarkte. Es gab mal eine Studie, die von 10 Uhr als Höhepunkt sprach, aber da waren nur 5 Patienten beteiligt, das hat keinen statistischen Wert.

Allerdings ist völlig unklar, warum das so ist (Innere Uhr?). Und bisher ist auch nur sicher, dass bekannt oder latent Herzkranke davon betroffen sind.

Gruss

PBusteSblum8e65


He Jan

wenn man längere Zeit Muskeln nicht benutzt, verspannen sie. Sie werden härter. Da reicht es oft schon ein paar Stunden zu schlafen und man ist steifer. Das trifft aber nicht auf die Gefäße zu, denn die müssen auch in Ruhe das Blut befördern, haben also keine Pause.

Und noch etwas, wenn man psychisch angespannt ist z.B. Stress hat oder hatte, nimmt man Schmerz und Unwohlsein viel deutlicher war.

Liebe Grüße

Jvan7x4


@ Cha-Tu

Ja, man hat da ja eh seinen biologischen Tiefpunkt, und die Depressionen sind da ja auch am stärkensten (was ich in depressiven Phasen, die ich zum Glück grad nicht hab), hab sogar mal gelesen das in den USA Hinrichtungen um diese Uhrzeit stattfinden, damit der Schrecken besonders gross ist.. bääh.

@ Pusteblume

Ja, diese Verhärtungen sind mir wohlbekannt ;-).

J*an7x4


Was mir auch auffällt..

Hab seit ein paar Tagen so gut wie gar kein Stolpern mehr. Bis dahin recht kräftig, immer mal wieder ES zwischendurch. Aber seit ich im Rahmen meiner Angst-Konfrontation das Fitness-Center zum Zwecke des Schwimmens und Sauna-gehens zurückerobert hab (und auch fleissig nutze) stolperts nicht mehr (so seit ner Woche). Oder nur noch ziemlich selten. Puls ruhig und gleichmässig wie ein Uhrwerk (so um die 70, häufig sogar leicht drunter). Merkwürdisch. Aber wird wohl kein SCHLECHTES Zeichen sein?

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