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Blutdruck wie eine Achterbahn - was ist noch normal? Bitte Lesen

MZrCraubs hat die Diskussion gestartet


Guten Abend alle zusammen (ja das wird ein etwas längerer text. Ich möchte mich dafür entschuldigen aber ich denke das diese Hintergrundinformationen wirklich von nöten sind.)

Mich quälen immer die selben Gedanken: Bluthochdruck und seine Folgen/muss ich therapiert werden?

Ich versuche mich nun kurz zu fassen:

Anfang des Jahres habe ich anscheinend eine Art "Entgleisung" des Blutdrucks gehabt. Jedenfalls war ich mit

stark überhöhten Werten beim Hauarzt. Dort hin gefahren bin ich damals da ich auf der Arbeit einen nahezu vernichtenden Kopfschmerz aus heiterem Himmel hatte. Mein Hausarzt stellte erhöhten Blutdruck fest und sagte mir sicherheitshalber ich solle mich sofortig ins Krankenhaus begeben wegen der Kopfschmerzen. Natürlich hatte ich auch eine starke Panik auf Grund des ungekannten, plötzlichen Scherzes.

Im Krankenhaus sahen sie hingegen alles ziemlich locker. Ich solle nach hause gehen da neurologisch nichts fest zu stellen war und falls der Blutdruck nach 24 Stunden immer noch hoch sei müsse man sich Gedanken machen.

Ein paar Tage später beim Hausartzt hatte ich immer wieder erhöhte Werte.

Ich bekam daraufhin Betablocker. Ergebniss dieser Geschichte: Ich hatte den Eindruck ich würde die Medikamente nicht vertragen. Ich bekam richtig Herzangst. Wachte nachts auf mit Rhytmusstörungen und kam mir total krank vor weil ich ja jetzt Herzmedikamente nehmen sollte. Teilweise war ich wie ausgenockt von dem bisschen Betablocker. Ich lief auf der Arbeit mit 50 Puls rum. Bekam Rhytmusstörungen.

Da mein Hausarzt aber darauf bestand ich solle die Blocker weiter nehmen und mir auch zu verstehen gab das er denke ich habe hypochondrisch einen an der Waffel, beschloss ich die Sache selbst in die Hand zu nehmen und stellte mich notfallmäßig bei einem Kardiologen vor.

Dieser Mann war sehr nett und die Untersuchungen begannen. Herzecho, Ultraschall, alles bestens seiner Aussage nach. Danach kam Belastungs EKG. Noch bevor ich mich überhaupt bewegt hatte stellte die Arzthelferin einen Blutdruck von 170 zu 115 im Ruhezustand fest und rief den Arzt ob ich mich überhaupt noch aufs Ergometer setzen dürfe. Der Kardiologe meinte ich solle strampeln dann würde man sehen. Dabei rausgekommen ist das mein Blutdruck unter Belastung absank. Dies lies ihn und mich vermuten das mein hoher anfangsdruck evtl Psychischer Natur sein könnte. Das vermutete ich auch selbst und wies den Arzt drauf hin da ich ja merkte das ich regelrecht Panikattacken bekam. Da mein Herz gesund war sagte er mir ich solle trotz des momentan hohen Blutdrucks die Betablocker sofort absetzen.

Daraufhin folgte ein 24 Stunden EKG und eine 24 Stunden Blutdruckmessung.

Ergebniss der ganzen Sache war am Ende das ich keinerlei bedenklichen Rhytmusstörungen hatte und mein Blutdruck einen Tagesmittelwert von 137 zu 86 aufwies.

Befund laut Kardiologe: Kein Behandlungsbedarf!

All dies ist nun ein paar Monate her.

Nun kommen wir mal zum Punkt:

Ich kontrolliere meinen Blutdruck weiterhin selbst mittles 2er Messgeräte. 1 Oberarmgerät welches neu und teuer ist und eines mittelmäßigen Handgelenkgerätes.

Was nun dabei so rauskommt versetzt mich teils in Angst und Schrecken.

Wenn ich morgens meinen Blutdruck messe ist dieser meistens so wie er sein soll. In der Regel immer um den Normbereich rum zwischen systolisch 115 bis 130 zu ca diastolisch 67 bis 84. Puls ist durchweg ok und niedrig um die 60 rum am Morgen.

Tagsüber gehts meistens auch alles ganz gut, Werte bleiben in der "Regel" in der Norm.

Vermehrt abends jedoch habe ich heftige schwankungen die auch ab und zu Tagsüber vorkommen.

Teilweise sitze ich dann rum und habe Stundenlang Blutdrücke wie 150/105 oder 138 zu 98 etc etc.

Auch stelle ich fest das ich manchmal gar nicht merke das ich innerlich anscheind angespant bin. Habe heute mein mobiles handgelenk Gerät mitgenommen und bin nach der arbeit motorrad gefahren.

Angemerkt sei hier das ich nur langsam mit 70 bis 100 gecruist bin und mich total entspannt gefühlt hatte.

Pustekuchen. Als ich eine pause einlegte und mich 5 minuten hinsetzte beschlossich mal den Blutdruck zu messen.

Stolze 157 zu 114 lagen da am Tacho an. Später zu hause angekommen bewegen sich meine diastoischen Werte noch Studnen nach der fahrt Richtung 95 bis 104. (Das hällt schon jetzt seit 4 Studnen an)

An anderen Abenden sitze ich genauso wie heute hier und habe dabei Traumwerte wie 115 zu 67.

Ich frage mich langsam wirklich was das alles soll.

Wie kann es ein das ich stundenlang hohe Werte habe und diese dann plötzlich wie aus dem nichts in traumbereiche abfallen?

Wie gefährlich sind solche Blutdrücke wenn sie nicht 24 Stunden sind sondern nur einige Stunden des Tages anhalten?

Ich will wirklich nicht mehr zu Ärzten..mein Arzt denkt schon ich bin ein absoluter psycho weil ich seit dieser Blutdrucksache alles habe abchecken lassen..Blutbilder, mehrere Ultraschalls von Leber und Nieren, etc.

Alles immer ohne einen einzigen Befund. Und trotzdem sitz ich machmal hier, trotz Kardiologischer Meinung alles wäre noch so ok und habe Stundenlang diastolische werte teils weit über 100 und dann mal wieder nur im 60er Bereich?

Zu mir: 30 Jahre, männlich, 175 cm mit 72 Kilos, seit langem kein sport mehr. Früher stark geraucht, seit ca. 8 Monaten nun 3 bis gar keine zigaretten-je nach tag, Lust und Laune. Alkohol seit dem 16ten Lebensjahr täglich ein paar Bier am Abend. Leberwerte vor 1 Woche noch kontrolliert-nicht eine Sache erhöt. Ultraschall der Organe Leber, nieren, etc unauffällig. Blutwerte spitzenklasse.

Was kann das alles sein? Habe ich nun Bluthochdruck oder sind selbst solche hohen diastolischen Werte egal solange sie wieder nachts usw runter gehen?

Ich bin wirklich verzweifelt und habe wirklich jeden Tag mehr und mehr Angst um meine Gesundheit.

Liest man sich im Internet alles durch so wird sugeriert das alles über 139/89 schon total krankhaft sei....

Ganz normal fidne ich es auch nicht so wirklich das ich stundenlang am rechner sitze, hier schreibe und mich nicht bewege und trotzdem die Grenzwerte überschreite.

Was meint ihr dazu? Den Kardiologen und sein 24 Studnen EKG und sämtzliche Messungen doch anzweifeln?

Oder sind solche anhaltenden Schwankungen doch normal?

Sorry für das viele Bla Bla.

MfG

MrCrabs - der ziemlich ängstlich und verzweifelt nun ist -(

Antworten
Jyan7x4


Hallo,

klingt ein bisschen wie "exemplarischer Vorzeige-Bericht eines beginnenden Herzneurotikers".

Das Handgelenkmessgerät kannste eigentlich gleich vergessen. Vor allem wenn Du auch eins für den Oberarm hast.

Ansonsten hat der Arzt sicher recht, behandlungsbedürftig ist Bluthochdruck ja nur wenn der Durchschnittswert ständig zu hoch ist. Dass der Blutdruck schwankt und mal hoch, mal niedrig ist, ist völlig normal. Insofern ist da an sich wohl wirklich kein Grund zur Sorge.

Was ich allerdings denke -

a) mach mal Sport ;-)

b) wenn ich an mich denke, wie ich auf "ein paar Biere am Abend reagiere".. also ohne Dir ein Alkoholproblem unterstellen zu wollen, aber man reagiert tags rauf halt körperlich. Neben Katersymptomen wie Koppweh und Übelkeit reagiert auch das vegetative Nervensystem. Wenn man ausnüchtert, gibt es eine (mehr oder weniger starke) vegetative Gegenreaktion zum Rausch. In krasser Form beim süchtigen Trinker, heftige Entzugserscheinungen, aber in deutlich schwächerer Form bei JEDEM (behaupte ich mal so). Könnte mir gut vorstellen das das bei Dir Abends mit rein spielt. Im Rahmen des Ausnüchternugsprozesses leicht erhöhte vegetative Erregbarkeit – ergo Puls und Blutdruck auch erhöht. Einfaches Mittel, um das herauszubekommen, wäre.. raten Sie mal.. ja, der Kandidat hat 100 Punkte.. einfach mal den Alk ein Weile weglassen :-).

Gruß

Jan

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