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Mutter hat Linksherzschwäche

p-raxxa


(Für mich liegt da ein kleiner Widerspruch: Einerseits ist die Kammer dilatiert, andererseits nicht hypertrophiert; aber ich bin, wie Du weisst, kein Kardiologe, vielleicht ist das ja doch kein Widerspruch).

Hallo Cha-Tu,

von einer Hypertrophie spricht man, wenn die Wanddicke des Herzmuskels sich vergrößert hat und eine Dilatation ist "nur" eine Erweiterung des Herzmuskels.

Der Bericht sieht mir aber so aus, als ob dieser vom Computer erstellt wurde und nicht vom Arzt. Da würde ich erst einmal das persönliche Gespräch abwarten, bzw. die Katheteruntersuchung.

6,3 cm sind zwar schon etwas groß, aber nicht dramatisch. Die Norm liegt zwischen 40- und 55 cm. Eine EF von nur 35% lässt sich dadurch nicht wirklich erklären.

C)hHa-Txu


Danke, mein lieber Praxa. Ich wusste, auf Dich ist Verlass...

Lieben Gruss zum Sonntag

Cha-Tu

IjtzyBityzySpniderx89


Danke euch beiden!

Es liegt auch ein kleiner Widerspruch in der Aussage des Arztes und dem Bericht.

Denn laut Kardiologe liegt die EF bei 40 %, im Bericht steht 35. Außerdem meinte er, dass er eher von einer durchgemachten Myokarditis ausgeht, als von einer KHK oder eine DCM.

Naja, wie praxa sagte, warten wir wohl lieber das Gespräch ab.

Trotzdem nochmal vielen dank für eure Mühen.

MfG, Itzy.

I-tz]yBitzy"SpideBr89


Noch mal 'ne andere Frage: Kann sich so eine Erweiterung des Herzmuskels auch wieder zurückbilden oder bleibt die bestehen?

COha^-Txu


Es liegt auch ein kleiner Widerspruch in der Aussage des Arztes und dem Bericht.

Denn laut Kardiologe liegt die EF bei 40 %, im Bericht steht 35.

Nun, der Kardiologe hat sich, bevor er den Befund geschrieben hat, sicherlich die Aufnahme vom Ultraschall noch einmal angesehen. Der EF wird ja beim Ultraschall per Hand berechnet, also nicht per Computer. Da kann es schon sein, dass er beim konkreten Nachrechnen beim Schreiben des Befundes auf einen etwas anderen Wert kommt als auf den ersten Blick während des US.

Außerdem meinte er, dass er eher von einer durchgemachten Myokarditis ausgeht, als von einer KHK oder eine DCM.

Auch hier kann man hier im Forum nur spekulieren. Auch hier kann er beim Befundschreiben noch zu anderen Ergebnissen gekommen sein als beim direkten Gespräch. Das ist keine Unsicherheit oder gar Mangel des Kardiologen, im Gegenteil.

Naja, wie praxa sagte, warten wir wohl lieber das Gespräch ab.

So ist es.

Noch mal 'ne andere Frage: Kann sich so eine Erweiterung des Herzmuskels auch wieder zurückbilden oder bleibt die bestehen?

Rückbilden glaube ich eher nicht, aber der Prozess kann zum Stehen kommen. Aber ich muss zugeben, dass ich das nicht 100% weiss, vielleicht kann Praxa dazu was sagen.

Gruss

Cha-Tu

pkraxxa


Die Erweiterung kann sich schon zurückbilden. Je weniger stark die Erweiterung ist desto größer die Chancen, dass sich es wieder auf ein normalen Niveau zurückbildet.

Am Anfang meiner DCM (vor 20 Jahren), hatte mein Ventrikel eine Größe von über 9 cm. Dies hat sich dann, im laufe der Behandlung, auf ca. 7 cm zurückgebildet. Inzwischen hat er leider wieder über 8 cm.

I@tzyMBitSz=ySxpider89


Nochmals danke euch beiden!

@ praxa:

Du lebst seit 20 Jahren mit einer DCM? Im Netz findet man nur (aber das ist wohl mit allen Krankheiten so) irgendwelche Horrorgeschichten und "schlechten Prognosen".

MfG, Itzy.

Caha-zTxu


Ich darf schon mal vor Praxa antworten, obwohl ich nicht direkt angesprochen worden bin.

Diese Prognosen kannst Du alle vergessen. Nicht weil sie falsch sind, sondern weil sie viel zu allgemein sind.

Erstens gehen in diese Zahlen ALLE Fälle ein, also auch die Menschen von 80, 90, ein und auch jüngere, die kaum noch in der Lage sind, zu stehen oder zu sitzen, weil sie dermassen geschwächt sind. Deine Mutter ist ja noch fit, wenn sie noch in der Lage ist, ihren Haushalt zu managen.

Und zweitens ist jeder Mensch anders. Man liest immer wieder, dass man, wenn der Lungenkrebs bereits Symptome macht, eine sehr schlechte Prognose hat, besonders bei kleinzelligem Tumor. Das mag zwar oft stimmen, aber eine gute Kollegin von mir hat mit dieser Prognose noch 11 Jahre überlebt, obwohl man ihr nur 1 Jahr gab.

Oder eine meiner besten Freundinnen, die ich seit 42 Jahren kenne: Sie erkrankte vor vielen Jahren an Darmkrebs, und wenige Monate später an Leberkrebs. Man gab ihr den Rat, ihre Sachen zu ordnen, einen guten Ort für ihre Kinder (damals 12 und 13) zu suchen, denn sie habe nur noch wenige Monate zu leben. Sie änderte radikal ihre Lebensumstände, machte nicht nur schulmedizinische Therapien (Operation und Medikamente), sondern auch naturheilkundliche und anthroposophische (Misteltherapie, Meditation, immunstärkende Therapien). Sie studierte mit damals über 50 Jahren noch einmal Psychologie, machte ihr Diplom, dann eine Zusatzausbildung, trat mit 61 in eine bestehende psychotherapeutische Praxis ein, und arbeitet dort immer noch, sie ist 68, und denkt nicht daran, zu sterben.

Ich sage NICHT, dass es keine schlechte Prognosen gibt. Aber ich sage, dass man selbst niemals aufgeben sollte, für sich und sein Leben zu kämpfen.

Und Dir, lieber Itzy, rate ich: Google nicht so viel ;-) Wir wissen doch noch gar nicht genau, was Deine Mutter hat. Erst dann sollte man überlegen, wie sie jetzt am besten vorgeht. Fürs Aufgeben und Resignieren sehe ich keinerlei Grund und Anlass bei ihr. Aber sie könnte eines schon JETZT auf jeden Fall tun: Mit dem Rauchen aufhören. Denn egal, was rauskommt, KHK oder DCM oder sonst was am Herzen: Rauchen ist Dein ein Geht-Nicht-Mehr, es sei denn, Deine Mutter legt auf ihr Weiterleben keinen Wert mehr.

Gruss

Cha-Tu

pSraxxa


Dem ist nicht mehr viel zuzufügen.

Mit einer stabilisierten DCM kann man durchaus sehr alt werden, man muss sich der Krankheit natürlich anpassen und diverse Abstriche machen.

IBtzyB`itzySLpid~er89


Du hast Recht @Cha-Tu, mit jedem Punkt.

Und auch, wenn ich Angst habe (bin nun einmal ein sehr ängstlicher Typ), fühle ich mich momentan auch sehr stark. Ich weiß nicht wieso, vielleicht ist es etwas natürliches, aber ich fühle mich stark genug um, was auch immer am 29. rumkommt, das mit meiner Mutter durchzustehen.

Und zu der Sache mit Google: Ja, sollte ich nicht, du hast Recht. Die Intention ist mich zu informieren um vorbereitet zu sein, am Ende bin ich dann zwar auch informiert, aber eben auch verunsichert, weil im Netz hat sehr viel Negatives und auch zum Teil sehr viel Unsinn steht.

Was mich auch beunruhigt ist, dass meine Mama vor 30 Jahren an Morbus Crohn erkrankt ist und in unregelmäßigen Abständen schwere Schübe hat. Wie sich das wohl zu ihrem Herzen verhält? Das muss in so einer Situation ja dann enorm viel leisten.

Naja, warten wir den 29. ab. Danke für eure, doch sehr motivierenden, Worte.

MfG, Itzy.

CAha-Txu


Ich weiß nicht wieso, vielleicht ist es etwas natürliches, aber ich fühle mich stark genug um, was auch immer am 29. rumkommt, das mit meiner Mutter durchzustehen.

Das ist doch ein gutes Gefühl. Und Du schaffst das auch! Liebe schafft so viel, und ich glaube, Du hast Deine Mutter sehr lieb...

Alles Gute für Euch, Du wirst ja hier sicherlich berichten.

Cha-Tu

I{tzyBithzyVSpideSr89


Danke Cha-Tu und ja, ich habe sie sehr, sehr lieb.

Ich habe mich gestern ausführlich mit ihr unterhalten. Sonst tut sie immer so, als hätte sie alles im Griff und wäre Stark. Gestern aber hat sie mir deutlich gemacht, dass sie doch schon sehr viel Angst um ihr Leben hat und auch viel nachdenkt.

Hoffentlich (denn ich weiß wie schnell das geht) artet das in keine Herzphobie aus.

Dker kl1eine Pdrixnz


Was ist jetzt mit dem Rauchen?

C5h4a-xTu


Hoffentlich (denn ich weiß wie schnell das geht) artet das in keine Herzphobie aus.

Ach, die Gefahr sehe ich da aber noch nicht, denn Deine Mutter hat ja allen Grund, Angst zu haben. Jeder hätte da Angst, sowohl, was die Zukunft angeht als auch, was die Untersuchung angeht. Da muss man erst einmal "hineinwachsen"...

Und ja, was ist mit dem Rauchen? Da würde ich wirklich drängen, Itzy, das ist extrem wichtig, und eine der wenigen Dinge, die ein Patient wirklich massiv beeinflussen kann.

Gruss

Cha-Tu

I9tzyB|itzPySpixder89


Aber gerade ihre Angst verunsichert mich, weil ich sie so absolut nicht kenne. Sie mimt sonst immer die Starke, die nichts erschüttern kann. Sie jetzt so verletzlich zu sehen ist schon komisch.

Ja, die Sache mit dem Rauchen. Sie hat reduziert und möchte in sehr naher Zukunft definitiv aufhören. Sie kann es laut eigener Aussage, gerade in dieser Situation, nicht so schnell wie sie gerne würde, weil die Kippen wohl auch etwas beruhigen.

Ich werde da aber auf jeden Fall dranbleiben!

MfG, Itzy.

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