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Privat-Rezept mehrmals verwendbar?

fared|50 hat die Diskussion gestartet


Folgendes Anliegen:

Ich bin privat versichert. Meine Frage:

Kann man ein Privatrezept mehrmals verwenden, ich meine, kann man das verschriebene Medikament mit dem gleichen Rezept mehrmals beziehen?

Grund meiner Frage:

Ich habe erhöhten Blutdruck und muss täglich eine Tablette CoDiovan 80/12.5 einnehmen. Die Dreimonatspackung kostet gut 80 Euro. Da ich ansonsten gesund bin und, toi toi toi, bis dato keine weiteren jährlichen Aufwendungen habe, bezahle ich diesen Betrag, also insgesamt rund 320 Euro im Jahr, aus eigener Tasche, um in den Genuss meiner (weitaus höheren) jährlichen Rückvergütung (4 Monatsbeiträge) zu kommen. So weit, so gut.

Nun muss ich also viermal im Jahr zum Arzt, um mir ein neues Rezept ausstellen zu lassen, was an und für sich auch kein Beinbruch wäre. Leider bekomme ich, obwohl ich vorher in der Praxis anrufe, aber nie das Rezept "nur so", nein, ich muss immer noch für kurze 5 Minuten "vor Doktor’s Schreibtisch Platz nehmen". Dabei wird nichts untersucht, nee, das ist nur ein kleiner Small-Talk, ob ich mich wohl fühle, ob alles o.k. sei, übers Wetter und übern Urlaub. Sobald ich bejaht habe, dass ich mich wohl fühle, darf ich dann zur Mitarbeiterin am Tresen und mir das Rezept abholen.

Ein paar Wochen später habe ich dann immer eine Rechnung in der Post "für geleistete Arbeiten", mal um die 80 Euro, mal 110, aber auch mal 130. (Mir ist geläufig, dass die "normale" Rezeptausstellung so um die 3 bis 4 Euro betragen würde.)

So habe ich dann anstatt banaler 15 oder 20 Euro im Jahr für’s Rezeptausstellen, noch immer weitere ca. 400 Euro jährlich "an der Backe", und dies wirklich für nichts und wieder nichts. Ärgerlich.

Da meine diesbezügliche Beschwerde nichts fruchtete, habe ich den Arzt gewechselt.

Verständlich, dass mein dortiger Antrittsbesuch "umfangreich" ausfiel und ich komplett durchgecheckt wurde, gottseidank ohne weitere Negativbefunde. Es blieb bei der einen CoDiovan am Tag.

Aber es scheint, dass ich vom Regen in die Traufe kam. Wiederum kein normales, bloßes und kostengünstiges Rezeptausstellen, sondern auch hier abermals mit dem wirklich sinnlosen und absurden "5-Minuten Small-Talk-Umweg über Doktor’s Schreibtisch" mit dem prompt folgenden Resultat einer deftigen Rechnung.

Deshalb meine Frage: Kann man ein Rezept nur einmal verwenden?

Antworten
aimyxle hat geantwortet


Kann man ein Privatrezept mehrmals verwenden, ich meine, kann man das verschriebene Medikament mit dem gleichen Rezept mehrmals beziehen?

nein

Ein paar Wochen später habe ich dann immer eine Rechnung in der Post "für geleistete Arbeiten", mal um die 80 Euro, mal 110, aber auch mal 130.

nur für das Ausstellen eines Rezeptes ? ":/

naja, um die 20 Euro muss ich auch jedesmal bezahlen ....

Da meine diesbezügliche Beschwerde nichts fruchtete, habe ich den Arzt gewechselt.

würde ich meine Beschwerde auch bei deiner Privaten einreichen.

K"amikaz>i0815 hat geantwortet


Meines Wissens geht das nicht, da die Rezepte, sobald du sie einlöst, entwertet werden. Aber eventuell irre ich mich auch.

Ich habe das letztes Jahr so gelöst, dass ich in der Praxis angerufen habe und darum gebeten habe, mir das Rezept bitte per Post zuzuschicken. Das hat mich dann lediglich ca. 5€ Bearbeitungsgebühr +Porto gekostet. Das wäre mir auch ehrlich von der Zeit zu blöde, wegen des Rezeptes jedes Mal diesen Small-Talk auf mich zu nehmen, davon mal abgesehen, dass es hier nach bloßer Abzocke riecht.

Hast du mal auf der Abrechnung geguckt, was die da abrechnen? Eine normale Beratung kann keine 100-150€ kosten. Da müssten die ja schon ganz andere Dinge abgerechnet haben ":/

f=red5x0 hat geantwortet


Danke für eure Antworten, amyle und Kamikazi0815.

Da ich die Rechnungen ja immer aus der eigenen Tasche bezahle und sie wegen der Rückvergütung nicht einreiche und abrechne, wollte ich bei der KV bis jetzt keinen großen Wind machen.

Natürlich wird da keine normale Beratung abgerechnet, sondern schon einiges mehr (kenn' mich mit dem Nummernsalat nicht so aus), natürlich ist das quasi Abzocke. Aber Versicherte, die ihre privaten Liquidationen komplett mit/bei der Kasse abrechnen, werden bei solchen Dingen wahrscheinlich auch keinen großen Aufstand machen, "man will's ja mit dem Doc nicht verscherzen".

Wenn man's aber aus eigener Tasche bezahlt, sieht man das eben aus anderem Blickwinkel – und man ist verärgert.

Jedoch die Variante, sich das Rezept mit der Post zuschicken zu lassen, hört sich gut an. Werde ich mal ausprobieren. Die werden zwar denken, dass ich jetzt übergeschnappt bin, denn ich habe nur 400m zur Praxis, aber irgendeinen Grund, irgendeine Ausrede wird mir schon einfallen.

a?mylxe hat geantwortet


wollte ich bei der KV bis jetzt keinen großen Wind machen.

du kannst trotzdem bei deiner Kasse nachfragen, was abgerechnet werden darf und was nicht. Wenn ich nur ein Rezept raushole wird eine Beratungspauschale fällig – wenn ich es mir zusenden lasse, ebenso, da es ja auch telefonisch geht. Das sind ca. 27 Euro.

Ich kann nicht alles kontrollieren was auf der Rechnung steht, aber nur weil ich es bei der Kasse einreiche heißt es nicht, das ich alles akzeptiere ;-) und manche Ärzte sind mehr als dreist!

Khamibkazi08x15 hat geantwortet


Wenn man's aber aus eigener Tasche bezahlt, sieht man das eben aus anderem Blickwinkel – und man ist verärgert.

Ich verstehe nicht, wieso du das nicht mit deinem Arzt geklärt hast. Ist mir genau einmal passiert, dann habe ich angerufen und erklärt, dass ich diese Behandlung niemals erhalten habe, ich deshalb diese Rechnung nicht bezahlen werde und die Arztpraxis aufgefordert, mir eine korrekte Rechnung zu übermitteln.

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