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Xarelto

CYhris"tinax25 hat geantwortet


aber ich denke das Blutgerinnungsmittel generell nicht ungefährlich sind...

CqhristinFa25 hat geantwortet


vergessen darf man es aber überhaupt nicht!!!!

LB3ANxA hat geantwortet


Ja, was mich so abschreckt ist, dass man eben kein Gegenmittel hat, wenn was passiert.

Und ich muss Marcumar lebenslang nehmen, sodass es eigentlich mit Xarelto ja auch so lange geht.

L/3=ANA hat geantwortet


Also du meinst mit vergessen, dass man es einen Tag nicht weglassen kann?

Bei mir ist es oft so, dass wenn ich krank bin, ich oft nichts runterbekomme, nicht mal Tabletten, da lass ich das Marumar weg ein oder zwei Tage und das funktioniert wunderbar.

Manchmal ist es auch so, dass wenn meine Schmerzen bekomme, ich entweder nix bei mir behalte oder einfach nichts runterbekomme, da handhabe ich es ähnlich ":/

Was ist, wenn man eine Magen-Darm-Grippe hat und es nicht drin bleibt?

CDhri}sqtaina2x5 hat geantwortet


nein, weil es eben "nur" so eine kurze Halbwertzeit hat, muss man es täglich nehmen.

ich weiß nicht wie sich das verhält wenn man bspw eine Magen-Darm Grippe hat... das müssten wir auch mal fragen :)

was meinst du mit gegenmittel?

L<3AYNA hat geantwortet


Bei marcumar hat man Vitamin K, dass man einsetzen kann wenn man Blutungen bekommt. Bei Xarelto gibt es nix...

t'he-Ncavexr hat geantwortet


Natürlich sterben Patienten während einer Therapie mit Xarelto – das ist bei Marcumar allerdings nicht anders. Beides wird nun mal bei Erkrankungen eingesetzt, die nicht risikolos sind. Das Hauptrisiko durch die Medikamente (Blutung) ist unter Xarelto eher geringer (in den Zulassungsstudien gab es unter Xarelto *weniger* tödliche Blutungen als unter Warfarin, einem Marcumar-artigen Medikament).

Vorteile des Xarelto: Keine Blutkontrollen nötig, einfaches Einnahmeschema, Absetzen vor Operationen vereinfacht (da kürzere Wirkdauer), wahrscheinlich geringeres Blutungsrisiko. Außerdem keine Abhängigkeit von der Ernährung (Vitamin K) und weniger Wechselwirkungen (eines der Hauptprobleme von Marcumar).

Nachteile: Die Wirkung kann mit Routinemethoden nicht im Labor überprüft werden (die Messung der Anti-Xa-Aktivität dürften nur wenige Kliniken standardmäßig verfügbar haben), vergessene Einnahme führt schneller zum Wirkungsverlust (die Zulassung erstreckt sich aber bis jetzt auch nur auf Erkrankungen, bei denen ein halber bis ein tag ohne ausreichende Wirkung kein großes Drama ist).

Was das fehlende Gegenmittel angeht: Im Notfall kann man natürlich Gerinnungsfaktoren geben – da gibt es aber noch nicht so viel Erfahrung, ob das ähnlich gut funktioniert wie bei Marcumar. Und ansonsten normalisiert sich die Gerinnung nach Absetzen von Xarelto ja relativ zügig – und die Vitamin K-Gabe bei Marcumar braucht ja auch einige Zeit bis sie wirkt. Soooo riesig sind da die Unterschiede also gar nicht. Übrigens ist ein Gegenmittel für Xarelto in der Entwicklung.

Ach ja, noch ein Nachteil: Xarelto ist relativ teuer (ca. 100 Euro monatlich, Marcumar 5-10 Euro). Könnte sich natürlich rechnen, wenn's wirklich weniger Komplikationen macht.

Die momentane Meinung ist: Wer mit Marcumar gut fährt, soll dabei bleiben, wer Probleme damit hat, könnte von Xarelto profitieren.

Natürlich muss man bei einem medikament, dass zur Vorbeugung gedacht ist, erst einige zeit abwarten, bis man endgültig den Nutzen bewerten kann – aber deswegen sollte man auch nicht auf die Panikmache mancher Pharma-Kritiker reinfallen.

L&3AwNA hat geantwortet


the-caver, auch wenn es allgemein gerichtet ist, danke ich dir für deine ausführliche und vor allem sehr verständliche Antwort.

Natürlich sterben Patienten während einer Therapie mit Xarelto

Das "Natürlich" schreckt mich etwas ab. So natürlich finde ich das nicht, vor allem wenn es mich auch treffen könnte, ja klar, das Leben ist so, und immerhin nimmt man das Medikament wegen einer Erkrankung, aber ich denke mal die "normalen" Menschen, die es wegen einer Thrombose nehmen oder zur Vorbeugung dieser, sind da nicht besonders scharf drauf, an dem Medikament zu sterben.

Deswegen frag ich dich, denn du scheinst da einen Durchblick zu haben. Wegen was stirbt man an Xarelto? Wie wird diese Nebenwirkung ausgelöst?

Nachteile: Die Wirkung kann mit Routinemethoden nicht im Labor überprüft werden (die Messung der Anti-Xa-Aktivität dürften nur wenige Kliniken standardmäßig verfügbar haben), vergessene Einnahme führt schneller zum Wirkungsverlust (die Zulassung erstreckt sich aber bis jetzt auch nur auf Erkrankungen, bei denen ein halber bis ein tag ohne ausreichende Wirkung kein großes Drama ist).

Das ist ein Punkt, der macht mir ein wenig Angst. Ich gehe davon aus, dass kleinere Krankenhäuser und unbedeutende Unikliniken, da vielleicht nicht die Erfahrung damit haben und was dann? Ich hab leider keine andere Wahl als dieses Forum mit diesen Fragen zu "missbrauchen", meine Ärzte kennen sich mit Xarelto nicht aus, aber einige Fragen hab dich dazu ja doch.

Ich frage mich eben wie es ist, z.B. bei Frau, was passiert, wenn sie ungewollt schwanger wird? Oder aber es gibt aus irgendwelchen Gründen starke Mens/Zwischenblutungen, mit Marcumar ist das noch behandelbar, wäre das mit Xarelto auch? Immerhin gibt es kein Gegenmittel :-/

Anti-Xa-Aktivität

Auch da musste ich nachdenken. Dieses Mittel hemmt also praktig ein Gen? Hab ich das richtig verstanden? Dass zur Blugerinnung gehört und dieses ausschaltet? Aber.... was machen Leute mit Gerinnungsstörungen und Genmutationen? Ist denn dieses Gen, sofern es eines ist, das Allgen und schaltet alle anderen richtig/aus/ein oder kontrolliert sie?

Im Notfall kann man natürlich Gerinnungsfaktoren geben – da gibt es aber noch nicht so viel Erfahrung, ob das ähnlich gut funktioniert wie bei Marcumar. Und ansonsten normalisiert sich die Gerinnung nach Absetzen von Xarelto ja relativ zügig – und die Vitamin K-Gabe bei Marcumar braucht ja auch einige Zeit bis sie wirkt.

Weißt du, das finde ich widersprüchlich. Es ist doch so, wenn es notwendig ist bei Marcumar, und VitK reagiert nicht schnell genug, hat man aber noch was anderes was man geben könnte, eben die Gerinnungsfaktoren ( wie funktioniert das eigentlich?).

Bei Xarelto habe ich gelesen funktioniert das nicht (stimmt das denn überhautp soweit?) Wie also ist Xarelto also besser? ":/

aber deswegen sollte man auch nicht auf die Panikmache mancher Pharma-Kritiker reinfallen.

Also ich würde mich nicht als Reinfaller der Panikmacher nennen, aber diese Fragen (s.o.) beschäftigen mich doch, ob nun aus Interesse oder eigenen Anlass, ich finde darüber Nachzudenken ist es wert ;-)

Lh38ANA hat geantwortet


praktig

praktisch...

Und da im ersten Abschnitt fehlt auch was: Man stirbt nicht nachträglich an einer Thrombose, schon gar nicht wenn sie sich bereits rekanalisiert hat.

t he-Dcavexr hat geantwortet


@ LrANA

Doch, offensichtlich bist Du exakt auf den entscheidenden Punkt der Panikmache reingefallen: Du schreibst

nicht besonders scharf drauf, an dem Medikament zu sterben.

und

Wegen was stirbt man an Xarelto?

Weder ich noch irgendjemand anders hat behauptet, dass all diese Leute *an* Xarelto sterben, sondernnur, dass sie *während* der Xarelto-Einnahme sterben. Das ist der entscheidende Unterschied, den die Autoren gewisser Internetseiten gerne mal unter den Tisch kehren.

Xarelto wird u.a. eingesetzt zur Gerinnungshemmung bei Vorhofflimmern – also bei überwiegend älteren herzkranken Menschen. Von denen stirbt natürlich öfters mal einer an seiner Grunderkrankung, ohne dass das etwas mit Xarelto zu tun hätte. Passiert während der Marcumar-Therapie natürlich genauso, sogar tendenziell öfters (der Unterschied war in der großen Zulassungsstudie aber nicht signifikant, also nicht statistisch abgesichert).

Wenn Leute *an* Xarelto sterben, sterben Sie an Blutungen. Das kommt in der Tat vor – allerdings *seltener* als bei Marcumar. Die verminderung tödlicher Blutungen und Hirnblutungen ist einer der Vorteile von Xarelto.

Dieses Mittel hemmt also praktig ein Gen?

Nein, es hemmt direkt die Aktivität des Gerinnungsfaktors Xa. Wie kommst Du auf Genhemmung?

Weißt du, das finde ich widersprüchlich. Es ist doch so, wenn es notwendig ist bei Marcumar, und VitK reagiert nicht schnell genug, hat man aber noch was anderes was man geben könnte, eben die Gerinnungsfaktoren ( wie funktioniert das eigentlich?).

Bei Xarelto habe ich gelesen funktioniert das nicht (stimmt das denn überhautp soweit?) Wie also ist Xarelto also besser?

Ich habe nicht geschrieben, dass es in dieser Hinsicht besser wäre. Es gibt halt noch keine ausreichenden Erfahrungen mit der Gabe von Faktorenkonzentraten im Notfall bei Xarelto-patienten (ich nehme mal an, dazu hat man aus ethischen Gründen keine Studien gemacht, weil das ja immerhin Blutprodukte mit einem gewissen Restrisiko sind). Zu erwarten ist, dass es schon so halbwegs funktioniert, aber nicht so gut wie bei Marcumar (zumal man keine schnelle Messmöglichkeit hat, man kann also nur nach klinischer Wirkung die Faktoren dosieren). Das ist aus meiner Sicht der Haupt-Nachteil von Xarelto, der aber nur relevant ist, wenn eine sofortige OP nötig ist. Wenn die OP ein bis 2 Tage Zeit hat (also in den Situationen, wo man bei Marcumar mit Vitamin K arbeitet), sieht es schon wieder freundlicher aus – deswegen finde ich den Unterschied nicht soooo extrem. Ich vermute auch, dass momentan Beobachtungsstudien zu dem Thema laufen – in der Herzchirurgie z.B. dürften Notfall-OPs bei Xarelto-Patienten öfters vorkommen, da wird man in den nächsten Jahren sicher was hören. Und wie gesagt, das gegenmittel ist schon in der Erprobung.

Und nochmal: Niemand ist der Ansicht, dass Xarelto generell besser ist als Marcumar – es ist eine Alternative mit Vor- und Nachteilen. Deswegen wird momentan als Standardmedikament Marcumar empfohlen (schon aus Kostengründen). Wenn es aber mit Marcumar Probleme gibt (z.B. schwer einstellbarer INR-Wert, Nebenwirkungen), ist ein Wechsel auf Xarelto wahrscheinlich sinnvoll.

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