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Extrasystolen immer ungefährlich bei gesundem Herzen?

P^ushtebluVmex65


"" ob du es nun glaubst oder nicht, aber jede Beruhigung die du dir hier im Forum, von Ärzten, Angehörigen oder andere Menschen einholst, verstärkt deine Angststörung.""

In dem Sinn,

dann sterbe an deinen ES, wenn Du meinst.

JNa1nx74


@ all

Frohes neues (möglichst stolperfreies) Jahr!

@ Herz33 (und eigentlich auch all)

stell es Dir vor wie mit einem Partner.. Du kannst, wenn er woanders ist als Du und Du deswegen ängstlich/nervös bist, alle Stunde anrufen und fragen wie es ihm geht, was er macht, ob er wohl treu ist und heil nach Hause kommt, und wirst da jeweils kurzzeitige Beruhigung von bekommen. Das hilft aber nur kurzfristig und in der Tat findet ein Lernprozess statt (Anspannung -> Anruf -> Beruhigung! ergo: Anruf war richtig, da gegen Anspannung geholfen -> Drang, erneut anzurufen, wird grösser), der die Anspannung vergrössert (es ist eigentlich dassselbe wie bei einer Zwangsstörung, durch die ständigen Beruhigungsversuche vergrössert man die Nervosität langfristig nur).

Oder Du lernst, zu vertrauen, und unterlässt die Kontrolle. Das führt dauerhaft dann wirklich zu Entspannung.

C~haO-Txu


Sterben tu ich momentan von den ES.

Dann wirst Du in ein Lehrbuch der Kardiologie aufgenommen werden, denn Du wärst die erste Herzgesunde, die an ES verstorben wäre.

Gutes neues Jahr.

Cha-Tu

THheWadvxes


Ich klinke mich hier auch mal ein, habe diesen und ähnliche Threads in den letzten Tagen und Wochen interessiert verfolgt, weil ich -leider- auch zu den Leuten gehöre, die ein Problem mit Extrasystolen haben. Ich nehme diese seit ca. drei Jahren wahr, wurde mehrfach kardiologisch durchuntersucht (LZEKG, Ultraschall, Belastungs-EKG...) und bin mir mittlerweile vollkommen bewusst, dass das Problem, dass ich mit den ES habe, ausschließlich mit meiner Angststörung- die ich mein Leben lang schon mehr oder weniger habe- zusammenhängt.

Meine ES beschränken sich in guten Zeiten auf ca. 20/Tag, momentan hat sich die Anzahl jedoch bei ca. 500 eingependelt. Ich denke dass liegt an der dunklen Jahreszeit, die mir jedes Jahr auf's Gemüt schlägt, finanziellen Sorgen, Stress (alleinerziehend, selbstständig) u.ä.

Ich habe in den letzten Jahren so ziemlich alles dafür unternommen, das ES-Angst-Problem loszuwerden- Verhaltenstherapie (in den Jahren zuvor auch mehrere Jahre Gesprächstherapie), Konfrontationstraining, Entspannung, Autogenes Training, Magnesium, Betablocker, berufliche Veränderung, Homöopathie, Antidepressiva...

Ich arbeite selber im therapeutischen Bereich und denke, dass ich meine Angst-Mechanismen mittlerweile ganz gut durchschauen/verstehen kann. Und tatsächlich bin ich seit Anfang letzten Jahres gut damit zurecht gekommen, die ES so gut es ging zu ignorieren, mich mehr zu bewegen und mich auf anderes zu fokussieren, so dass die ES tatsächlich weniger wurden.

Genau das ist denke ich jedoch mein Problem: Insgeheim habe ich in allen Strategien, Techniken, Therapien darauf gehofft, meine ES dadurch loszuwerden und bin diesen Denkfehler bis heute nicht losgeworden. Die ES verstören, verunsichern und verbittern mich zutiefst. Gut es es mir nur, wenn sie-mehr oder weniger zufällig-weg sind. Letztendlich richte ich mein gesamtes Leben und Handeln seit Jahren nur darauf aus, durch richtiges Verhalten-was immer das auch sei- mit ES-Freiheit belohnt zu werden. Die falsche Hoffnung besteht darin, dass dieser Zustand vermutlich nie eintreten wird.

Dies wird mir jetzt, in meiner bisher schlimmsten Stolperzeit natürlich zum Verhängnis und bricht mir gerade mein -seelisches- Genick. Mir ist jetzt klar, dass ich die ES annehmen und MIT ihnen leben muss. Jedoch scheitere ich mit diesem Versuch gerade kläglich %-|

Deshalb meine Frage und Bitte an alle, die geschafft haben, die ES wirklich zu akzeptieren: Wie mache ich das? Wie schaffe ich es, gehäufte ES zu ignorieren trotz Riesen-Adrenalin-Kick, Leere im Kopf, schwummrig werden? Lässt das nach mit der Zeit? Bleibt der Riesenschreck alle paar Sekunden?

Ich brauche einen Fahrplan oder doch wenigstens eine Landkarte oder einen Wegweiser. Könnt ihr mich ein wenig lotsen?

Ich will die ES nicht mehr wegwünschen, sie sollen sich nur nicht mehr so breit machen.. 8-)

Über Antworten würde ich mich riesig freuen.

Viele Grüße und ein Frohes Neues,

TheWaves

TJheW aves


P.S.

Ich weiß, meine Frage ist vermutlich schon in den verschiedensten Threads und teilweise ja auch in diesem beantwortet worden. So ausführlich und vielfältig dass ich gar nicht weiß, wie ich es filtern soll..

Vielleicht lässt sich eine "Essenz" daraus herstellen? Was ist das Wesentliche? Wo muss ich lang..? ??? ???

Pousteb,lTume65


Ich will die ES nicht mehr wegwünschen, sie sollen sich nur nicht mehr so breit machen..

He TheWavehe Waves, Du bist es selbst der den ES so viel Platz einräumt. Du gibt ihnen ihre Wichtigkeit, ihre Bedeutung.

Ctha-xTu


Hallo, TheWaves.

Ich kann natürlich nur für mich reden. Mir hat eine Psychotherapie geholfen (tiefenpsychologisch orientiert), in der ich begriffen habe, was bei mir überhaupt dahinter stand (Todesangst, der ich mich vorher nie gestellt habe, Ignoranz meinem Körper gegenüber und durch meine Infarkterfahrung ein völliger Vertrauensverlust in meinen Körper. Ich habe meinen Körper eher als Gegner gesehen, denn als meinen "Freund".).

Als mir das nicht nur verstandesmässig klar war, sondern ich das auch emotional durchgearbeitet habe (mit der Therapeutin), habe ich "Realitätsprüfung" gemacht, und begonnen, mich zu informieren: Wie gefährlich sind ES? Wie wahrscheinlich ist es, dass bei mir die ES entarten und pathologisch werden, usw. Da ich ein recht rationaler Mensch bin, haben mir diese Wahrscheinlichkeiten oder besser Unwahrscheinlichkeiten zusätzlich sehr geholfen.

Ganz wichtig war für mich wohl, dass ich im Laufe der Therapie ganz offen an die Sache heranging, nicht mit dem Gedanken "Die sind sowieso gefährlich, bei MIR sind sie garantiert gefährlich", aber aufkommende Ängste habe ich auch nicht verdrängt.

Und, auch das war wichtig: Ich muss akzeptieren, dass ich sterblich bin, dass ich jederzeit sterben kann, egal, ob ich gesund oder krank bin. Jederzeit kann ein Unfall passieren, oder mich eine gefährliche Krankheit treffen, die unheilbar ist. ich denke da immer an die wunderbare Tänzerin Pina Bausch, die 5 Tage nach ihrer Krebsdiagnose schon gestorben ist, weil sie einen unsagbar aggressiven Lungenkrebs in sich hatte. Vom Erstsymptom bis zum Tod hat es bei ihr keine 2 Monate gedauert. Das kann JEDEM passieren.

Und schliesslich: ich habe begriffen, dass man bestimmte Dinge auch mal aushalten muss, ohne sofort hilfeschreiend zum Arzt zu rennen.

Schönen Gruss

Cha-Tu

TQheWavxes


@ Pusteblume65

ja, ich bin mir dessen vollkommen bewusst. ICH bin es, die ihnen den großen Platz einräumt und sie so wichtig nimmt. Ich krieg's jedoch irgendwie nicht hin, den Platz wieder zu reduzieren..

@Cha-Tu

Ich bin mir sicher, dass auch bei mir die Angst vor dem Tod die Wurzel des ganzen Problems ist. Ich war wegen dieser Angst schon während meines Studiums in tiefenpsychologischer Therapie, thematisiert wurde der Tod und meine Angst davor dort jedoch nie, stattdessen habe ich dort eher verhaltenstherapeutische Techniken erlernt und mein Leben geändert- was durchaus -erstmal- erfolgreich war. Seitdem kommt diese Angst jedoch in unterschiedlichen Verkleidungen wieder- Schwindel, Sensibilitätsstörungen, Sehstörungen.. und seit mehreren Jahren eben ES.

Die Ängste haben seit den Geburten meiner Kinder massiv zugenommen, ich halte sie zwar einigermaßen in Schach aber schön ist das alles natürlich nicht...

Immer wenn ich das Thema Tod ansprach hieß es-bei allen Therapeuten " Die Angst vor dem Tod steht nur symbolisch für die Angst vor dem Leben- darauf müssen Sie sich konzentrieren!" Aber reicht das? Scheinbar nicht...

Aber wie soll ich mich dann damit auseinandersetzen?

Du hast so recht, während ich mich den ganzen Tag mit den ES beschäftige, kann es mir viel eher passieren, vom Auto überfahren zu werden oder oder oder...

(hier übrigens sehr schön erklärt:)

[[http://www.sueddeutsche.de/panorama/hypochonder-was-die-einbildung-ausbildet-1.924801]]

Und das Beispiel Pina Bausch zeigt es auch ganz deutlich. Man kann sich nicht vor allem schützen, es liegt nicht in meiner Hand. Aber die Angst ist und bleibt bei mir einfach riesengroß. Und falls ich die ES akzeptieren lerne- wie vorher schon den Schwindel und alle anderen Symptome die alle wieder verschwunden sind- wer weiß shon wie die Angst sich dann äußern wird?

Aber meinst Du es ist möglich, sich als alleinerziehende Mutter mit zwei kleinen Kindern gelassen diesem Thema zu stellen? :-/ Wie geht das? Hut ab vor allen die dies können.

Viele Grüße euch beiden,

TheWaves

B'advGaxl


*Achtung, Sarkasmus!*

Ich frag mich immer, woher ihr alle so genau wisst, wie viele ES ihr so habt. ;-D

Wenn's stolpert, stolpert's halt..vllt. bin ich sadistisch veranlagt, aber ich find das Gefühl immer ganz angenehm (wenn ich's denn mal mitbekomm..), aber ich fand den Schmerz beim Tattoo-Stechen auch cool.. ]:D

Gjuckyo068


Kann ich mir auch gerade beim Lesen nicht verkneifen

[Sarkasmus an]

Dann sind ES also doch gefährlich. Weil man so im Gedanken daran versunken ist, das man vor's Auto läuft ;-) .

[/Sarkasmus aus]

@ Cha-Tu:

In der Tat, ist der Gedanke. 'Wenn ich den tod umfallen soll, bitte schön dann ist es so, Hauptsache ich lasse mir vom Gedanken dran, bis dahin mein Leben nicht verderben' noch der, der mir am ehesten hilft, leider meist nur bis zu nächsten heftigen ES %-| .

@ TheWaves:

Ja, das ist das Schlimmste. Dieses Ausrichten des Lebens nach den ES. Unsere Wahrnehmung ist verrückt, die Angst behersscht uns, wir leben im Wahn und er wird zum Hauptsinn unseres Lebens.

So nach den beruhigenden Worten :=o

Allen ein gesundes und frohes Jahr 2013!

PYuswte\blumeG6x5


Ich war wegen dieser Angst schon während meines Studiums in tiefenpsychologischer Therapie, thematisiert wurde der Tod und meine Angst davor dort jedoch nie,

He TheWaves

Das könntest du nachholen.

Du als Patient bestimmst das Therapiethema und dein Therapieziel.

Und ich persönlich bestimme seit einiger Zeit auch die Methode mit der ich in meiner Psychotherapie arbeite. Und da ich bei einem Analytiker in Psychotherapie bin und der der Meinung ist, das Therapieziel und Methode nicht Gegenstand der Gespräche bei ihm sind, brauche ich dieses nicht mal mit ihm abzusprechen. Mit anderen Worten, er weis nicht mal warum ich was ich tue. Macht nichts, bracht er auch nicht.

Mein therapeutische Bearbeitung meiner Themen kann ich ohnehin nur selber vornehmen, nur dann stellt sich für mich das gewünschte Ergebniss ein.

He TheWaves, das könnest Du auch machen.

J#an7x4


*mal kurz zwischenfrag

Hab seit paar Tagen so gut wie gar keine von den Dingern mehr und suche nach Gründen.. nun ja, bin auf Urlaub im Hotel. Kanns am Bett liegen? Matratze, Rückengedöns? BWS-Syndron-Sachen und so (die bei der hotelmatratze evtl besser sind durch andere "Liegehaltung")? Das ist ja nun das, was offensichtlich anders als zuhause ist, der Rest is eigentlich genauso..

CUhax-Tu


Guten Morgen, TheWaves.

Immer wenn ich das Thema Tod ansprach hieß es-bei allen Therapeuten " Die Angst vor dem Tod steht nur symbolisch für die Angst vor dem Leben- darauf müssen Sie sich konzentrieren!" Aber reicht das? Scheinbar nicht...

Nein, das reicht nicht. Ich hätte da auch nicht mitgemacht. Wenn ein Thema FÜR MICH ein gravierendes Problem ist, möchte ich das in der Therapie bearbeitet sehen. Ich war bis zu meiner Rente selbst Therapeut, und selbstverständlich haben meine Klientten bestimmt, was Thema ist. Und das war auch Konsens in der Beratungsstelle unter den Kollegen. Klar, wenn ich gemerkt habe, dass sie auf Nebenschauplätze ausweichen, habe ich sanft versucht, sie darauf hinzuweisen. Wenn sie aber dort weitermachen wollten, wo sie es für richtig hielten, habe ich das (zunächst einmal) akzeptiert, denn es ist IHRE Therapie.

Ich habe das Thema regelrecht durchgearbeitet, ich habe auch in tiefer Entspannung mit meiner Therapeutin "Phantasiereisen" gemacht, in denen ich mich sehr bewusst einer Sterbe-Situation gestellt habe. Das war zeitweise schrecklich, und ich bin dort auch das eine oder andere Mal in Panik geraten. Aber mir konnte doch nichts passieren. Meine Therapeutin war da und mein Vertrauen in sie war riesengross, dass sie mich auffängt, wenn's heikel wird.

Aber meinst Du es ist möglich, sich als alleinerziehende Mutter mit zwei kleinen Kindern gelassen diesem Thema zu stellen? :-/ Wie geht das? Hut ab vor allen die dies können.

Natürlich ist es, wenn man kleine Kinder hat, schwieriger, sich dem ganzen zu stellen. Kinder sind LEBEN, wer mag sich da schon mit Tod und Sterben auseinandersetzen. Aber meiner Meinung geht kein Weg daran vorbei, wenn man (wie Du) so klar erkennt, dass genau DAS das Thema ist.

Alles Liebe.

Cha-Tu

C*ha-Txu


Hab seit paar Tagen so gut wie gar keine von den Dingern mehr

Schön. Freu Dich drüber...

und suche nach Gründen..

Warum? Freu Dich doch einfach, dass die Dinger weg sind. Und ja, es KANN vom Rücken kommen, es KANN von Deiner im Urlaub entspannteren Situation kommen, aber es kann auch sein, dass Dein Herzchen jetzt gerade einfach keine ES haben will und die Dinger brav gehorchen.

:-)

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