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Extrasystolen nach Infekt

pFfefUfi3^6


danke jan :)*

CJh(a-TQu


Auch von mir gute Besserung, Pf.

Zum eigentlichen Thema sagte ich nichts. Ich werde langsam müde...

p@feff^i36


danke Cha-Tu :)*

Z%appPerlostxt


Ich meld mich auch mal dazu, da mich so eine Infektverschleppung vorletztes Jahr im Sommer getroffen hat und ich wegen vieler ES beim Hausarzt war. Nach drei Monaten Kardiologe, Hausarzt, Radiologe und wieder Kardiologe vermutete letzterer dann eine Herzaußenhautentzündung, die eine kleine Narbe hinterlassen hat und daher eine Senkung der ST-Strecke im EKG macht.

Im letzten EKG war sie schon geringer ausgefallen.

Ich hatte damals auch eine Überweisung zum MRT, habe aber darum gebeten, wenn es nicht notwendig ist, davon abzusehen, da mich das alles psychisch völlig aus der Bahn geworfen hat.

Der Kardiologe hat demzugestimmt, es sei nicht wirklich nötig und ich bräuchte auch keinen Kontrolltermin.

Es ist völlig unnötig, bei jedem Infekt zum Arzt zu gehen oder direkt Tabletten zu nehmen. In den meisten Fällen und ohne Vorerkrankung reicht es völlig aus, mit dem Sport oder anderen Anstrengungen zu pausieren, bis man sich wieder normal fühlt. Ein Arzt kann bei einem Infekt auch nichts anderes machen. Natürlich sollte man zum Arzt gehen, wenn man sich länger schlecht fühlt oder ungewöhnliche Dinge bemerkt, aber alles andere ist einfach übertrieben, man wird beim Arzt und der Beschäftigung mit Krankheiten auch nicht gesünder, vor allem nicht mental.

Vllt. hätte ich das MRT machen sollen, aber ich habe dem Kardiologen vertraut und bereue die Enscheidung mittlerweile auch nicht mehr, gesagt zu haben, dass ich das MRT nicht möchte, sollte es nicht notwendig sein. Der Kardiologe hätte als guter Arzt (und ich schätzte ihn und seine Praxis als wirklich kompetent, organisiert und vertrauenswürdig ein) gesagt, wenn ich Kontrollen oder sonstige Untersuchungen gebraucht hätte.

Also beim Infekt abwarten, Tee trinken und ggf., wenn es wirklich seltsame Dinge zu beobachten gibt, abwarten. Ich neige auch dazu, direkt immer das Allerschlimmste zu denken, aber – wie Cha-Tu mir mal geschrieben hat – die Menschheit wäre schon längst ausgestorben, wenn sich aus jedem Schnupfen direkt eine Entzündung an Herz/Lunge/sonstigen Organen entwickeln würde.

Und Statistiken sagen für den einzelnen auch nichts aus, der, den es bei einer Routineoperation am Blinddarm trifft, hätte auch nicht damit gerechnet. Ein Infekt ist schwierig für den Körper, da hat er doch grundsätzlich das Recht, mit häufigeren ES zu reagieren und müde/schlapp/auch atemlos zu sein. Wir sind keine Maschinen und müssen nicht immer 100% funktionieren, auch, wenn viele das gerne so hätten.

Gute Besserung an alle Verschnupften/Infekttierten @:)

mmnexf


Ein Arzt kann bei einem Infekt auch nichts anderes machen. Natürlich sollte man zum Arzt gehen, wenn man sich länger schlecht fühlt oder ungewöhnliche Dinge bemerkt, aber alles andere ist einfach übertrieben, man wird beim Arzt und der Beschäftigung mit Krankheiten auch nicht gesünder, vor allem nicht mental.

:)^

wRaxwXin?g


Danke pfeffi36 und auch Jan74 für die guten Besserungswünsche.

Ich habe mich gestern hier bei diesem Link registriert weil ich "Extrasystolen nach Infekt" gegoogelt hatte und bei air_jack einfach nachfragen wollte, wie es ihm mittlerweile ergangen ist. Ich selbst hatte trotz unzähliger grippaler Infekte noch nie Extrasystolen durch oder nach einem Infekt, weshalb ich nun etwas beunruhigt war. Welches Risiko jemand eingehen möchte und welches nicht, muss letztlich jeder für sich entscheiden. Auf die Schnelle habe ich in einschlägigen Datenbanken keine Untersuchungen gefunden, die zwischen herkömmlichen Extrasystolen, und solchen die bei oder nach einem Infekt auftreten diskriminieren. Ich selbst bin zwar kein Mediziner, als promovierter (ohne jemals Mitglied einer Partei gewesen zu sein) Lebenswissenschaftler zwar Laie aber nicht ganz fern vom Fach. Im Internet habe ich Einträge von Erkrankten gefunden, die darüber berichtet hatten, dass ihnen nach der Diagnose Myokarditis u.a. Ibuprofen verschrieben wurde und das, gegen Schmerz und Entzündung auch gut fanden. Tatsache ist, dass in einigen kontrollierten Expermimenten bei Labormäusen bzw -ratten eine Darreichung von Ibuprofen nach viral induzierter Herzmuskelentzündung drastisch verschlimmerte. Natürlich sind Ratten und Mäuse keine Menschen, trotzdem vertreten Zytologen durchaus die Ansicht, dass auf zellbiologischer Ebene die Ähnlichkeit zwischen menschlichem Myokard und dem Herzmuskelgewebe anderer Säugetiere biochemisch groß genug ist um – soweit Anderes noch nicht experimentell erwiesen ist, besser erst einmal davon auszugehen, dass es beim Menschen genauso sein könnte. Einige Ärzte und Pharmavertreter mögen das anders sehen, weshalb es prinzipiell immer wichtig ist mündiger Patient zu bleiben und dazu können solche Foren unter medizinischen Laien, so ich selbst als Nichtmediziner einer bin, durchaus einen konstruktiven Beitrag leisten. Ich bedanke mich für alle Antworten. Schade, dass sich air_jack nicht gemeldet hat.

J}a{n74


Du zitierst hier aber angelesenes Internetwissen ohne Berücksichtigung der Tatsache, dass eine HME generell sehr selten ist, und das vermehrte Extrasystolen bei Infektionskrankheiten hingegen quasi alltäglich sein dürften. So wie Du es beschreibst ist die logische Schlussfolgerung wirklich "niemand darf jemals mehr Sport machen". In der Praxis ist so eine HME zwar möglicherweise kaum diagnostisch sicher auszuschliessen, aber

a) sind ES einfach NORMAL, speziell bei Infekten, und kein sehr aussagekräftiges Inidz für eine HME

b) ist eine solche keine sehr häufige Krankheit

c) ist es erst recht sehr unwahrscheinlich, denke ich zumindest, eine HME zu haben, die bis auf das Gestolper gar keine weiteren Symptome macht

weswegen man wohl relativ unbesorgt, wenn man sich wieder fit fühlt, auch Sport machen darf. Das verbleibende Restrisiko kann sich dann einen Platz in der Rangliste teilen in etwa mit "Dachziegel der einem unerwartet auf den Kopf fällt", denke ich.

Insofern sind Deine Fakten theoretisch betrachtet alle zutreffend, aber bei jedem einzelnen das Risiko wesentlich geringer (und damit die miteinander multiplizierten Risiken geradezu zu vernachlässigen), als es sich bei Dir liest.

Versuch einer eher "wissenschaftlichen" Antwort ;-).

pHraxa


Wer zuvor keine Extrasystolen hatte, damit im Rahmen eines schwereren Infekts plötzlich und störend konfrontiert wird und das nicht toll findet, sollte in Betracht ziehen, dass es sich um eine Herzmuskelentzündung handeln könnte.

Bei einer HME sind ES mit Abstand, dass kleinste Problem. Eine HME ist eine schwere Erkrankung, welche mehr Symptome beinhaltet als nur ES und ich weiss von was ich rede.

Sicherlich gibt es auch HME´s welche mit weniger Symptomen einhergehen, aber selbst da merkt man, dass etwas nicht stimmt.

Aus dem weiteren Bekanntenkreis gab es leider jemanden (kein Leistungssportler) der mit Mitte 20 gestorben, weil er zu früh wieder sportlich aktiv wurde.

Das kann auch passieren, wenn man zb. einen Magen/Darm Virus hat und einen Marathon läuft, dazu braucht es keine Erkrankung des Herzens. ;-)

Das ist doch leidig, über solche Fälle zu diskutieren. Diese Fälle sind selber schuld, den der gesunde Menschenverstand sagt einem doch, dass man sich nach oder bei einem Infekt nicht stark belasten sollte.

Nach solchen Erkrankungen, muss man halt, nach abklingen der Symptome, 1-2 Wochen etwas Ruhe halten, dann passiert auch nichts.

Das Problem ist, dass man leider immer wieder gezeigt bekommt, dass dies ja alles nicht so schlimm sein kann.

Ein Beispiel wären da Biathleten. Freitags liegen sie noch mit Fieber im Bett und Samstags laufen sie dann 15 Kilometer bis zur totalen Erschöpfung.

.....und dann werden die Ärzte noch hoch gelobt, wie toll sie doch sind, dass sie den Sportler so schnell wieder fit bekommen haben. :|N

Wenn der Erfolg über die Gesundheit, des Menschen gestellt wird, dann verstehen diese Ärzte ihren Beruf nicht.

Cwha-xTu


Du zitierst hier aber angelesenes Internetwissen ohne Berücksichtigung der Tatsache, dass eine HME generell sehr selten ist, und das vermehrte Extrasystolen bei Infektionskrankheiten hingegen quasi alltäglich sein dürften.

:)^ :)= :)= :)=

J.an7x4


"Vernunft" ist eh so ne Sache. Denk ich zur Zeit oft beim ZDF-gucken. Da wird ja momentan ständig über Diäten berichtet und keine taugt irgendwas. Dabei ist es völlig klar das sie nicht funktionieren (einseitige Ernährung, primär Wasser abbauen, jojo-Effekt etc.), während hingegen der einzig sinnvolle Weg zum dauerhaften Abnehmen klar und einfach ist (langfristige Ernährungsumstellung, moderat negative Energiebilanz). Es ist alles völlig klar.

Dennoch erfinden die Massenmedien munter weiter schwachsinnige Diät-Konzepte und das verblödete Volk fällt wie die Lemminge massenhaft darauf rein. Immer wieder, und es bringt nie was. Kopfkratz.

CWha-CTxu


Jan, Du zwingst mich heute ständig zur Zustimmung ;-)

Jganx74


(aber ich sag jetzt nicht "sorry" ;-) )

w:axwring


Gerade las ich in einer Dissertation ([[http://vts.uni-ulm.de/docs/2007/5824/vts_5824_7762.pdf)]]

"Während früher von einer Erkrankungsinzidenz von 1% ausgegangen wurde, zeigen neuere Studien, dass bis zu 20% der unerwarteten Todesfälle bei den unter 40-Jährigen auf nicht diagnostizierte Myokarditiden zurückzuführen sind ..."

und

"Auch heute noch bleibt die Myokarditis in den meisten Fällen unerkannt oder wird als eine völlig andere Erkrankung fehldiagnostiziert."

An anderer Stelle konnte ich mir anlesen, dass bei "5% aller Viruserkrankungen der Befall des Herzmuskels nachweisbar ist", was natürlich nicht bedeutet, dass in Zusammenhang mit einem Infekt auftreten Extrasystolen immer oder häufig auf eine Myokarditis hinweisen müssen; und selbst wenn man sich eine solche einfängt, und sich im MRT eine Vernarbung nachweisen lässt, kann man mit etwas Glück immer noch über 100 Jahre alt werden. Trotzdem sollte man sich gut überlegen, ob man sich bei "Extrasystolen nach einem Infekt" nicht lieber etwas länger schont, denn die Wahrscheihnlichkeit durch eine chronisch verlaufende Myokarditis die eigene Lebenserwartung deutlich zu verringern ist offenbar doch deutlich größer als z.B. jene von einem Dachziegel erschlagen zu werden.

Nachdem alle Symptome meines Infekts quasi verschwunden sind, die für mich auch im Rahmen eines Infekts total ungewohnten Extrasystolen aber zunächst einmal weiter zu spüren sind, werde ich das jedenfalls tun.

Gute und geruhsame Genesung an alle, die sich etwas eingefangen haben wünscht

J6aTn74


Naja Du folgst Deiner eigenen logischen Schlussfolgerung das man auf keinen Fall jemals Sport machen sollte ;-).

Zu der Statistik sei noch angemerkt dass die Anzahl "der unerwarteten Todesfälle bei den unter 40-Jährigen" generell nicht besonders groß sein dürfte.

Ich würd bei massiven Extrasystolen nach einem Infekt vor allem meinen Arzt auf exakt diese Vermutung (HME) ansprechen, bevor ich selber entscheide ob ich mich da mehr oder weniger schone als vorher.

Aber ich frag mich auch wieso Du so viel Zeit mit Lesen von so nem Kram verbringst ehrlich gesagt ;-).

Gruß+ebenfalls gute Besserung

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