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Hyperventilation

A-llesSch<onVe#rgebexn hat die Diskussion gestartet


Hallo liebes Forum,

wenn ich irgendwelche körperlichen oder sonstigen Beschwerden habe, schaue ich der Neugier halber zunächst einmal im Internet für welche Ursachen das die Symptome sein könnten. In der Regel lasse ich mich durch meine dabei gewonnenen Erkenntnisse nicht verrückt machen, da ja sowieso im Internet gerade bei gesundheitlichen Fragen Vorsichtig geboten ist.

Allerdings habe ich eben einen Fund gemacht, der so sehr auf meine Symptomatik passt, dass ich nun noch mal nach zusätzlicher Bestätigung suche und dann gegebenenfalls mal einen Arzt aufsuche (ich weiß, dass das kein besonders verantwortungsvollens Verhalten ist, aber ich meide Arztbesuche so lange wie möglich).

Nun aber zu meinem Problem:

Eigentlich schon so lange ich mich erinnern kann, habe ich immer wieder Probleme mit meiner Atmung. Es kommt vor, dass sich meine Brust beklemmt anfühlt und ich gerne voll durchatmen möchte, aber den Eindruck habe es nicht zu können. Ich versuche dann mit aller Macht tiefe Atemzüge zu machen, was lediglich dazu führt, dass mir mein Brustkorb weh tut. Das Beklemmungsgefühl verschwindet davon nicht.

Als ich eben wieder in einer solchen Situation war (und immer noch bin), habe ich google angeschmissen und bin auf einen Text zur [[http://www.panikattacken.at/hyperventilation/hyperventilation.htm Hyperventilation]] gestoßen. Ich habe ihn mir aufmerksam durchgelesen und dachte "ja, das wäre möglich", habe es aber zunächst nicht näher beachtet, da ich vorher hier im Forum einen Beitrag gelesen habe, wo auch andere Ursachen aufgeführt waren, die ähnlich wahrscheinlich klangen. Ich persönlich habe es die letzten Jahre vor allem darauf geschoben, dass ich schon immer Allergiker war. Bei mir sind Neurodermitis und Heuschnupfen diagnostiziert. Asthma bisher nicht, aber ich habe auch nie eingehend meine Atmung untersuchen lassen.

Die Symptome, die ich beim Lesen des Textes plötzlich brandaktuell bei mir auch entdeckt habe, habe ich ignoriert, weil wegen Einbildung und so (entschuldigt den schrecklichen Satz :-D ). Allerdings ist mir einer der letzten Abschnitte besonders aufgefallen:

Menschen, die chronisch hyperventilieren, haben oft keine eindeutig abgrenzbaren akuten Anfälle, nur relativ unspezifische und vage Beschwerden, selten Atemstörungen oder Tetaniezeichen. Als Leitsymptome des chronisches Hyperventilationssyndroms gelten: Schwindel, Brustschmerzen, kalte Hände und Füße sowie verschiedene psychische Beschwerden (Müdigkeit, Schlappheit, Schläfrigkeit, Wetterfühligkeit, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Reizbarkeit, Angespanntheit, ängstliche oder depressive Symptomatik).

Und hier bin ich echt stutzig geworden, denn jedes einzelne dieser Symptome, die hier in Klammern aufgeführt sind, habe ich. Unzwar habe ich die meisten schon ziemlich lange. Gerade solche Sachen wie Müdigkeit, Konzentrationsstörungen und Vergesslichkeit sind Dinge, die an mir so auffällig sind, dass mich meine Freunde darüber teilweise charakterisieren. Ich habe diese Dinge nie mit meiner Atmung in Verbindung gebracht und bin jetzt ganz stark am überlegen, ob so eine chronische Hyperventilation Ursache all dieser Beschwerden sein könnte, die ich eigentlich schon seit weit über 20 Jahren mit mir rumtrage.

Könnt ihr dazu eine sinnvolle Einschätzung abgeben oder ist die einzige Möglichkeit dafür die Variante "Geh gefälligst zum Arzt!"?

Vielen Danke und liebe Grüße!

PS.: Ach ja, ein frohes neues Jahr wünsche ich natürlich auch noch!!

Antworten
Pquste^bMlume6x5 hat geantwortet


psychische Beschwerden (Müdigkeit, Schlappheit, Schläfrigkeit, Wetterfühligkeit, Konzentrationsstörungen, Vergesslichkeit, Reizbarkeit, Angespanntheit, ängstliche oder depressive Symptomatik).

Diese Symptome sind Anzeichen einer Psychischen Erkankung z.B. der Depression und/oder Angststörung. Und das ist dann auch die Störungen welche therapiert werden sollte. Und mit dem nachlassen dieser Störungen wird sich dann auch die Athemproblematik bessern.

Hausärzte kennen sich übigens in Therapie und Diagnostik dieser Störungen nicht sehr gut aus, so meine und die Erfahrung anderer Betroffener. Dort bekommt man des öffteren zu höhen; sowas kann man schon mal haben, ist nicht weiter schlimm, oder sie sind vollkommen gesund usw.

Deshalb rate ich bei Verdacht auf eine Psychische Störung immer einen Facharzt für seelische Leiden =Psychiater aufzusuchen. Dieser kann dir zudem mit einem Medikament helfen.

Zudem empfehle ich dir, dir einen Psychotherapeuten zu suchen, damit es dir in Zukunft wirklich besser gehn kann.

A6lleRsSch'onZVergeebexn hat geantwortet


Ja, leider ist das bei mir auch der Fall. Ich habe auch schon ein paar Jahre Therapien mitgemacht. Leider hat mir das bisher nicht viel geholfen. Medikamente habe ich bisher noch keine bekommen und scheue mich auch ehrlich gesagt davor. Ich habe etwas Angst, dass solche Gemütsstabilisatoren auch zu viele wichtige Stimmungen wegdämpfen...

Wenn ich das richtig deute hattest/hast du also auch solche Depressionen/Angststörungen. Äußert sich das bei dir auch in solchen Atembeschwerden? Und wenn ja, hast du das erfolgreich therapieren können?

P3ustde/bloume65 hat geantwortet


Hi AllesSchonVergeben

Wenn ich das richtig deute hattest/hast du also auch solche Depressionen/Angststörungen.

Ja, ich habe eine (wiederkehrende) rezidivierende depressive Störung mit mittelgrandigen bis schweren Episoden.

Äußert sich das bei dir auch in solchen Atembeschwerden?

Jein, ich neige nicht zum hyperventilieren, bin aber körperlich schnell erschöpft wenn ich depressiv bin.. Ich bin Asthmatikerin und habe zusätzlich Atembeschwerden unter Extrembelastungen aufgrund einer Herzproblematik.

Und wenn ja, hast du das erfolgreich therpieren können?

Ja, Asthma und Herzproblematik dank Medikamenten unter Kontrolle.

Medikamente habe ich bisher noch keine bekommen und scheue mich auch ehrlich gesagt davor. Ich habe etwas Angst, dass solche Gemütsstabilisatoren auch zu viele wichtige Stimmungen wegdämpfen...

Dämpfende Medikamente wie Benzo, Valium, Tavor usw sind absolute Notfallmedikamente und sollten auch nur so angewannt werden. Mit diesen Medikamenten können keine Angststörungen oder Depressionen therapiert werden. Und das ist auch jedem Facharzt klar.

Anders sieht es mit Antidepressiva aus. Sie wirken völlig anders und machen nicht abhängig, verändern nicht die Persönlichkeit und dämpfen auch nicht. Die größten Kritiker dieser Medikamente sind Menschen die diese Medikamnte nie eingnommen haben. Mir habe diese Medikamte ermöglicht ins Leben zurück zu kehren.

Ja, leider ist das bei mir auch der Fall. Ich habe auch schon ein paar Jahre Therapien mitgemacht. Leider hat mir das bisher nicht viel geholfen.

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