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Ves Salven, Hilfe!!

dzinsch en32x1 hat die Diskussion gestartet


Hallo liebe Foris, ich heiße Tina, bin 42 und neu hier. Ich hoffe ihr könnt mir weiterhelfen oder Tipps geben. Die Geschichte ist lang...aber nur so könnt ihr euch ein umfassendes Bild machen. Vor ca. 15 Jahren fing es an mit ES, überwiegend SVES, nur selten VES. Ich spüre die leider ziemlich, habe mich aber im Lauf der zeit daran gewöhnt. Waren auch nie viele, manchmal tagelang gar nicht spürbar. Seit ca. 6 Monaten immer wieder Schwindelattacken, manchmal Herzstolpern das länger und heftiger ist. Nach einer starken Drehschwindelattacke ins KH...wegen Verdacht auf Schlaganfall an den Monitor (habe ein offenes Foramen Ovale, deshalb die Vorsicht). Bei der 24 Std. Monitorüberwachung hatte ich eine 5er Salve monomorpher VES!! Im Entlassungsbrief stand ventrikuläre Tachykardie. Sonst außer Magnesium und LZ EKG keine Therapie nötig. Mein großer Fehler, ich hab VT gegoogelt und kam natürlich nur auf Seiten mit plötzlicher Herztod etc. Das hat sich massiv festgesetzt. Seitdem ständige Angst und Panik. War in den letzten 2 Monaten 6 oder 7 Mal im KH...Ultraschall, Belastungs EKG, LZ Ekgs...im Groben unauffällig, ca. 100 VES (allerdings polytop!!) und SVES, einmal eine Supraventrikuläre Tachykardie. Pausen bis 2 sec....dennoch hieß es alles soweit ok, ist psychisch. Nun verschlechtert es sich von Tag Tag, letzte Woche war es extrem mit den ES, besonders auch immer wieder Phasen von ca. 1 Minute wo das Herz überhaupt nicht mehr rhythmisch schlug...ein grauenvolles Gefühl!! Also wieder Notarzt, auf die Intensiv zur Überwachung. Dort hatte ich in 12 Stunden einige Vierer Salven, diverse Couplets und isolierte VES ohne Ende. Zweimal schlug der Monitor ALarm mit dem Hinweis "Asystolie". Ich fasse zusammen...bekannte Befunde: minimale Mitral und Trikuspidalinsuffizienz, inkompletter Rechtsschenkelblock, EF bei 55% (war früher deutlich höher), der eine Arzt sagt linker Ventrikel dilatiert, der andere nein, ist normal, lag am US Gerät. Dazu Tage fast ohne VES (im letzten LZ EKG ganze drei!!), ein paar Tage später am Monitor das Hundertfache plus Couplets und Salven. Blutwerte waren übrigens immer ok, allerdings habe ich eine Anämie und seit ca. 4 Wochen erhöhte Temperatur ohne Infekt. Nervlich bin ich momentan ein Wrack, heftiger Rosenkrieg...Mutter vor 4 Wochen bei Herz OP verstorben...Vater auf Intensiv mit Lungenembolie (ich weiß, klingt unglaubwürdig, ist aber tatsächlich so). Die Ärzte der Uni Klinik wo ich jetzt zuletzt war, meinen zwar nach wie vor, Herz sei "soweit" ok, aber um sicher zu gehen soll noch ein Kardio MRT sowie ein Ajmalin Test wegen Ausschluss Brugada gemacht werden. Warum wenn doch alles soweit ok sein soll ??? Zum Risiko des PHT heißt es nur...ja überwiegend sind ihre RS gutartig (überwiegend?), aber man kann ja nie ausschließen dass die Salven länger werden etc. Das beruhigt mich absolut nicht, im Gegenteil, ich horche nur noch in mich hinein, kein Tag ohne Herzrasen, Herzstolpern und Schwindel. Ständig hänge ich mit einer Hand am Tel und will die 112 rufen. Sorry das ist kein Leben mehr mit dieser ständigen Angst....was kommt als nächstes ??? Denn es wird ja schlimmer, das merke ich nicht nur, sondern ist ja auch dokumentiert. Hat hier jemand vielleicht ähnliches erlebt und/oder kann mir die Angst etwas nehmen? Ich mein, die Ärzte würden mich doch nicht entlassen und die restlichen Untersuchungen ambulant machen wollen wenn sie Grund zur Sorge hätten? Oder haben sie mich in die Schiene "psychisch" geschoben und gucken nicht gründlich genug hin? Obwohl das ja eigentlich Quatsch ist, so zu denken :|N Erstmal danke fürs lesen....würde mich über Antworten sehr freuen! @:)

Antworten
d9insfcheyn32x1 hat geantwortet


Nur noch als Nachtrag...Betablocker darf ich nicht nehmen, da ich nachts eine HF von etwa 35 habe.

CqhHa-Tku hat geantwortet


Hallo, dinschen,

So richtig raten kann Dir da niemand, wenn die Ärzte der Meinung sind, es sei in Ordnung. Ich denke, das hat Dir ja nicht nur EIN Arzt gesagt, sondern mehrere, d.h. Du hast mehrere Meinungen dazu gehört.

In Richtung Psyche schieben: Ich denke, dass das sicherlich eine Rolle mitspielt. Deine Mutter starb vor 4 Wochen, d.h. sie war sicherlich monatelang vorher krank. Das kann sich auch auf Dich auswirken. Angehörige leiden mit, das ist nun einfach so....

EF bei 55% (war früher deutlich höher)

Nun, Du warst ja früher auch jünger ;-) Im Ernst: Mit zunehmendem Alter lässt natürlich die Ejektionskraft nach. Und 55% sind noch vollkommen in der Norm, da deutet zumindest nichts auf eine Herzschwäche hin...

PHT/Sicherheit: Nun, eine Sicherheitsgarantie wird Dir niemand geben können. "Überwiegend harmlos" ist schon eine gute Aussage. Ich selbst bin schwer herzkrank, dazu Diabetiker und seit neuestem lungenkrank, und meine mehrere Tausend ES am Tag (überwiegend VES, auch Salven) sind überwiegend harmlos. Mehr kann ein Arzt eigentlich nicht sagen, denn er weiss doch nie, ob die nächste Salve nicht eine weniger harmlose sein kann.

Es gibt leider in Sachen Gesundheit/Medizin (ja, eigentlich im gesamten Leben!) keine 100%ige Sicherheit. Wenn ein Arzt von 100%iger Sicherheit redet, halte ich das für unseriös. Man kann von einer grossen Wahrscheinlichkeit reden, ja. Aber ein Restrisiko (das übrigens einen Namen hat: Leben!) wird immer bleiben.

Ich weiss, dass Dir das JETZT nicht hilft. Aber vielleicht irgendwann mal.

Lieben Gruss!

Cha-Tu

dQinsche}n32x1 hat geantwortet


Hallo Cha-Tu,

vielen Dank für deine Antwort! Habe schon einige deiner Beiträge hier gelesen und kann mich nur anschließen, wie toll ich es finde, dass du trotz deiner eigenen schwerwiegenden Erkrankung soviel Optimismus ausstrahlst!

Ja, Verlustängste habe ich enorm...das war schon immer so und bedingt durch einige Schicksalsschläge (u.a. kleine Tochter vor 3 Jahren verstorben) hat sich das mittlerweile zu einer fixen Idee entwickelt bzw. ich vertraue nichts und niemandem mehr, nicht mal meinem eigenen Körper. Wenn dann, so wie jetzt, tatsächlich etwas gefunden wird, dann ist es kaum noch auszuhalten (in diesem Stadium befinde ich mich wohl gerade).

Von daher spielt die Psyche sicher eine Rolle, wahrscheinlich wohl eine recht große.

Dennoch gibt es rein medizinisch gesehen einige Dinge, die mich verunsichern. Zum einen heißt es immer wieder, von verschiedenen Ärzten, mein Herz sei strukturell gesund, die Klappeninsuffizienzen und das PFO seien nicht weiter schlimm. Vor einem Jahr hatte ich bereits ein Kardio MRT, welches unauffällig war. Ok, da waren die Rhythmusstörungen nicht so massiv wie jetzt, deshalb soll es ja wiederholt werden. Aber ich gehe auch davon aus, dass ich sicher keine schwerwiegende organische Erkrankung habe, das hätte man entdeckt. Schilddrüse wurde abgeklärt, Werte und Größe sind ok. Habe zwar zwei Knoten von ca. 1 cm Größe, aber lt. Ärzten ist das nicht schlimm. Ich habe allerdings einen chronischen Entzündungsherd im Kiefer ( ja ich weiss, ist sträflich leichtsinnig, der Zahn müsste längst raus, aber i trau mi ned). Da sämtliche Entzündungswerte aber völlig ok sind, meinen die Ärzte wiederum, da spricht nichts für eine Herzentzündung (wobei das latente Fieber seit 4 Wochen, die Anämie und die neu im US entdeckten Verdickungen der Klappensegel bei mir persönlich ein ungutes Gefühl auslösen...aber ICH hab ja nicht Medizin studiert, von daher werden die Docs das sicher besser wissen bzw. wird ja auch das MRT gemacht).

Soooo....und dann das Stichwort Brugada. Einerseits meinen sie, Salven sind dafür untypisch, aber durch den inkl. RSB, nächtliche Atemaussetzer, die ich gelegentlich habe und die Tatsache, dass die Salven allesamt bei niedriger HF auftraten (auch während der Salve HF von 90, also keine Tachykardie im üblichen Sinn), soll eben der Ajmalin Test gemacht werden, vor dem ich ein wenig Bammel habe (mal vorsichtig formuliert).

Die bradykarden Phasen die ich habe, machen mir auch etwas Sorgen. Besonders seit im Monitor zweimal das böse Wort Asystolie stand und red alert gab. Die Docs lachen mich aus und sagen, kann nicht sein, sonst würden sie nicht mehr hier sitzen...ja ok, aber eine Asystolie kann doch auch "nur" ein paar Sekunden dauern und komischerweise war das jedesmal genau da, als ich dieses komische Gefühl hatte dass das Herz überhaupt nicht mehr effektiv schlägt. Da ich am Monitor war, gehe ich natürlich davon aus, dass man sich das genau angesehen hat...aber was, wenn genau zu dem Zeitpunkt keiner da war und auf das Ding geguckt hat?

Ihr merkt sicher schon, ich bin gefangen in meiner Angst, meinem Misstrauen, nicht ernst genommen zu werden von der Ärzten und mehr zu wissen bzw. besser gesagt zu spüren als die. Am liebsten würde ich sagen pflanzt mir einen ICD ein. Sofort. %-|

Uff, sorry, ist schon wieder so lang geworden.

doin'sch)en3x21 hat geantwortet


Was ich noch vergessen hab...als ich bei der EF von "früher" schrieb, meinte ich vor 2 Wochen im US (da war die Pumpleistung noch 1A (Zitat Arzt), jetzt "nur" noch "noch normal". Hmm....

Und wieso hat man polytope VES, bei einer eigentlich geringen Anzahl von 50-100/24 Std.? Dazu meinte selbst mein HA, das sei ungewöhnlich...ich werd noch kirre.

pxrwaxxa hat geantwortet


da ich nachts eine HF von etwa 35

Wie ist den dein Puls Tagsüber?

ja ok, aber eine Asystolie kann doch auch "nur" ein paar Sekunden dauern

Nein, dass wäre mir neu.

Bei einer Asystolie, ist keinerlei Herzaktion mehr vorhanden, weder elektrisch noch mechanisch, man sieht dann auf den EKG die sogenannte Flatline. Man ist also quasi Tod und nur schnelles spritzen von Adrenalin und Wiederbelebungsmaßnahmen können hier noch helfen.

d'inqspcheen3x21 hat geantwortet


Hallo Praxa,

HF ist oft auch tagsüber bei 40-50. Im letzten LZ EKG hatte ich 344 Bradykardien Das kommt dann ganz unvermittelt, ich merke es an starkem Benommenheitsgefühl und dem Gefühl, gegen einen Widerstand atmen zu müssen. Dazu dann oft Druck auf der Brust und ein Kloßgefühl im Hals. Aber so langsame Frequenzen sind schon länger bekannt. Dann habe ich auch verstärkt die ES. Aus dem Grund habe ich ja solche Angst vor Brugada. Denn meine Belastungs EKGs waren immer gut, da tritt nicht eine einzige ES auf.

Wegen der Asystolie hast du natürlich Recht, allerdings ist so eine Maschine wie ein Monitor ja auch nur ein Mensch ;-) und macht Fehler. Wäre es nicht denkbar, dass mein Herz so eine lange Pause gemacht hat oder so unregelmäßig geschlagen hat, dass er es fehlinterpretiert hat (war ja genau zweimal zu exakt dem Moment als ich selbst dieses Zucken gespürt habe, als ob da alles komplett aus dem Takt ist und mit einem vernünftigen Sinusrhythmus nichts mehr zu tun hat). Das hatte ich an dem Tag insgesamt 6x, jeweils 30.60 sec lang...zweimal als ich am Monitor lag.

Viele Grüße @:)

CLhda-xTu hat geantwortet


Hallo, dinschen,

letztendlich kann man zu all dem kaum noch was Kardiologisches sagen. Du scheinst sehr gründlich untersucht zu sein, und wenn ich lese, was Du seelisch durchgemacht hat (allein der Tod des eigenen Kindes reicht aus, um einen Menschen völlig aus der Fassung zu bringen, was durchaus auch psychosomatische Folgen haben kann), wäre es für mich kein Wunder, wenn die seelische Komponente an Deinem Problem viel grösser ist als Du jetzt noch akzeptieren kannst.

Wechselnde EFs sind übrigens völlig normal. Selbst bei Herzkranken. Ich habe ganz selten mal bei zwei Untersuchungen den gleichen EF, bei mir wankt er zwischen 33 und 38 %. Ich hatte sogar schon mal 40% und auch 30% waren schon mal, aber das waren in den letzten 20 Jahren Einzelwerte. Dass man z.B. mal 50% hat, einige Wochen später 62% und dann wieder 53% ist nichts Besonderes. Das wird Dir jeder Kardiologe sagen, zumal die EF-Messungen mittels Ultraschall sowieso nicht ganz genau sind, die variieren vom realen Wert immer 2-3% nach unten (d.h. wenn man den EF direkt, also per Herzkatheter, messen würde, hätte man einige % höher).

Rein rational betrachtet: Warum sollten zumindest die ersten beiden Ärzte Dich nicht objektiv untersucht haben. Klar, wenn man 5, 6, 10mal zum gleichen Kardiologen geht, und der nie etwas findet, wird er sich nicht mehr solche Mühe geben. Aber bei den ersten 1-2, auch 3 Untersuchungen kann man sicher sein, dass der Kardiologe das tut, was er kann. Und nach 10-12 Jahren Ausbildung kann so jemand sicherlich mehr als wir Laien. Warum also sollte ein Arzt sich keine Mühe geben, oder Dir sogar was vormachen? Erstens wäre das unethisch, zweitens hat er ja nichts davon. Glaube mir, ein Arzt hat von seinem Patienten doch mehr Vorteil (finanziell), wenn er eine Krankheit feststellt, am besten eine chronische, als wenn er den Patienten herzgesund nach Hause schickt.

Nein, ich denke, Du bist gründlich untersucht, man hat nichts Behandlungsbedürftiges gefunden, und ich denke, es sollte ein Teil Deiner seelischen Aufarbeitung all dessen, was Du durchleiden musstest, sein, dies auch akzeptieren zu lernen.

Zur Frage ICD kann ich nur sagen, dass Du nicht weisst, wovon Du redest. Klingt hart, und bitte nicht bös sein, aber so ein Ding zu tragen und durchaus auch manche Erlektroschocks erleiden zu müssen, die gar nicht nötig gewesen wären, das ist hart, härtest! Herzmässig keinen ich KEINEN ICD-Träger (und ich kenne einige), der nicht SOFORT mit Dir und Deinen somatischen Symptomen tauschen würde, und zwar mit Dankbarkeit.

Einen lieben Gruss

Cha-Tu

CvhLa-Txu hat geantwortet


jeweils 30.60 sec lang

Verstehe ich das jetzt richtig: Eine Pause von 30,6 Sekunden? Das ist unmöglich. Definitiv unmöglich. Nach spätestens (!) 8, in Einzelfällen 10 Sekunden verliert man das Bewusstsein, normaler sogar nach 5 Sekunden. Nach 30 Sekunden Herzstillstand kann man nur beten, dass jemand anwesend ist, der Wiederbelebung beherrscht, denn dann ist man tot, wie praxa schon schrieb. Asystolien sind auch nicht vorübergehend. Die einzige Erklärung ist ein Gerätefehler.

Gruss

Cha-Tu

dbinschGenO321 hat geantwortet


Zur Frage ICD kann ich nur sagen, dass Du nicht weisst, wovon Du redest. Klingt hart, und bitte nicht bös sein, aber so ein Ding zu tragen und durchaus auch manche Erlektroschocks erleiden zu müssen, die gar nicht nötig gewesen wären, das ist hart, härtest! Herzmässig keinen ich KEINEN ICD-Träger (und ich kenne einige), der nicht SOFORT mit Dir und Deinen somatischen Symptomen tauschen würde, und zwar mit Dankbarkeit

Ja, da hast du völlig Recht....ich schäme mich auch für meine Aussage, all denen gegenüber, die ihn tragen müssen. Es ist sicher kein Spaziergang mit einem ICD und muss sicher gründlich abgewogen werden.

Mein Problem sind diese Mist Salven und Couplets. Es will mir nicht in den Kopf, dass DIE eine Kopfsache sein könnten. Zumal ich ja sonst nie bzw. ganz selten welche hatte (bzw eine) und dann, an einem einzigen Tag, so viele, immer wieder. Verbunden mit diesem völlig neuen, furchtbaren Gefühl des "Herz ist völlig außer sich und flattert nur noch wie ein Wellensittich"...

Ich kenne niemanden, der herzgesund ist und VES Salven hätte. Und mein HA meinte, er hat zwar einige Patienten, die Salven haben, aber das sind alles Post Infarkt Patienten oder Kardiomyopathie etc. Also wirklich schwer kranke Menschen. Natürlich bin ich dankbar, dass ich das NICHT habe...aber es ist für mein Nervenkostüm nicht förderlich, dass man nicht weiß, warum die Dinger plötzlich so massiv in ketten auftauchen.

Ich danke dir sehr für deine Geduld und fürs antworten....

dMinsQchen?321 hat geantwortet


Nein, Cha-Tu, ich meinte damit, dass dieses Gefühl, als ob das Herz nur noch zuckt oder flattert, völlig unregelmäßig....das hat 30-60 sec angehalten. Sorry da hab ich mich falsch ausgedrückt.

CPha-ETxu hat geantwortet


Ich antworte zu den Salven später, ich muss jetzt mal kurz weg...

CZhZa-Txu hat geantwortet


Hallo, dinschen,

Mein Problem sind diese Mist Salven und Couplets. Es will mir nicht in den Kopf, dass DIE eine Kopfsache sein könnten.

Wenn Du unter Kopfsache verstehst, dass Kopf/Seele sie auslösen: Das glaube ich auch nicht. Aber wie man mit ihnen umgeht, wie man sie wahrnimmt und welche Bedeutung man ihnen beimisst, da spielt die Seele eine grosse Rolle.

Zumal ich ja sonst nie bzw. ganz selten welche hatte (bzw eine) und dann, an einem einzigen Tag, so viele, immer wieder. Verbunden mit diesem völlig neuen, furchtbaren Gefühl des "Herz ist völlig außer sich und flattert nur noch wie ein Wellensittich"...

Wurde das denn mal in einem EKG aufgezeichnet?

Ich kenne niemanden, der herzgesund ist und VES Salven hätte.

Weil viele gar nicht wissen, dass sie welche haben. Es gibt sehr sehr sehr viele Menschen, die ihre ES gar nicht spüren, egal, welcher Art sie sind. Und ich hatte vor meiner Herzerkrankung auch Salven, und zumindest bis zu meinem 35sten Lebensjahr war ich herzgesund, und Salven wurden schon bei meinem ersten EKG als Jugendlicher festgestellt.

Und mein HA meinte, er hat zwar einige Patienten, die Salven haben, aber das sind alles Post Infarkt Patienten oder Kardiomyopathie etc. Also wirklich schwer kranke Menschen.

Das kann ich nicht verstehen, dass der Arzt das sagt. Daher kann ich dazu nichts sagen. Aber wenn ein Kardiologe sagt, dass das bei Dir harmlos ist, würde ICH dem eher glauben als meinem Hausarzt, denn er (der Kardiologe) ist Fachmensch.

Natürlich bin ich dankbar, dass ich das NICHT habe...aber es ist für mein Nervenkostüm nicht förderlich, dass man nicht weiß, warum die Dinger plötzlich so massiv in ketten auftauchen.

Das verstehe ich. Aber leider ist das bei den ES so. Sie kommen, gehen, verschwinden nach kurzer Zeit, verschwinden nach langer Zeit und manchmal bleiben sie halt auch. Aber in der Regel findet man einen Weg, dass sie sich wenigstens bessern und/oder man sich daran gewöhnt (ich habe mehrere tausend ES am Tag, jede Art. Die unangenehmsten sind für mich die, die eine Art elektrischen Schlag ans Herz abgeben, zumindest fühlt sich das so an. Aber auch die machen mir nur noch für wenige Sekunden ein mulmiges Gefühl).

Lieben Gruss

Cha-Tu

dPinsEchenx321 hat geantwortet


Guten Abend Cha-Tu, danke für diese ausführliche Antwort! Salven sind bisher nicht im EKG aufgezeichnet worden, nur Couplets. Die Salven bisher nur am Monitor. Das ist auch wieder so ein Aspekt, der mich verunsichert. DIe Kammerkomplexe waren breit, also typisches VES Aussehen. Haben die Ärzte auch so gedeutet. Bis auf den Oberarzt (Professor und quasi bekannter Herzguru hier in der Gegend) bei der Visite...der schaute sich den Ausdruck an, auf dem eine der etlichen Salven zu sehen war (4er Salve) und meinte "Das ist ein SVES Run". Im Entlassungsbrief steht aber dennoch klar ventrikuläre Salven. Und ausser ihm haben das auch alle Ärzte so gesagt. Aussehen ebenfalls typisch VES. Da bin ich dann noch verunsicherter als sowieso schon. Denn SVES Runs sind ja nun wirklich harmlos. Und soweit ich weiß, ist eine Ableitung am Monitor nicht so gut wie ein 12 Kanal EKG. Aber wahrscheinlich WILL ich nur glauben dass es keine VES Salven sind..

Waren deine Salven als Jugendlicher denn ventrikulär? Ich meine irgendwo mal gelesen zu haben, dass du früher "nur" SVES Runs hattest und erst neuerdings auch VES Salven?

Und nochmals vielen herzlichen Dank für deine Antworten!!

CSha-STu hat geantwortet


Hallo, dinschen,

da hast Du was wichtiges geschrieben. Als ich die ersten Zeilen las, dachte ich "Vielleicht sind es gar keine "echten" Salven, sondern die SVES-Runs". Das ist viel viel viel öfter Fall als man so denkt. Ich z.B. würde in so einem Fall eher dem "Herz-Guru" glauben als anderen Ärzten...

Ich habe mein Leben lang sowohl SVES-Runs als auch "echte" Salven. Ich spüre sie aber gleich, kann an der Art meines Fühlens keinen Unterschied erkennen, nur mein EKG zeigt das.

Denn SVES Runs sind ja nun wirklich harmlos.

Auch echte Salven sind harmlos. Sie sind nahezu immer nur gefährlich für Menschen mit einer koronaren Herzkrankheit (KHK), mit ohne Infarkt, wobei die KHK-Kranken MIT Infarkt viel öfter betroffen sind. Du hast keine KHK und Dein Risiko für einen PHT dürfte nicht grösser sein als bei einem Menschen ohne Salven.

Ich sehe das so: Die vielen Todes- und Krankheitsfälle in Deiner Familie, besonders der Tod Deiner Tochter haben Dich in Deinen seelischen Grundfesten erschüttert und verunsichert. Und diese Unsicherheit überträgst Du auf das Herz. Du willst jetzt "wenigstens " "Herzsicherheit" haben, wenn es schon keine andere Sicherheit in diesem Leben zu geben scheint. Das ist eine sehr typische und "logische" psychosomatische Reaktion. Aber Herzsicherheit gibt es genau so wenig wie es Lebenssicherheit gibt... Das Leben hat keine Garantien für uns, auch wenn wir uns das durch den Abschluss zahlloser Versicherungen etc. noch so gerne einreden wollen.

Aber bevor ich jetzt philosophisch werde...

... lieben Gruss!

Cha-Tu

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