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Starker Eisenmangel - Infusionen nötig?

K|lerinesNü sschexn hat die Diskussion gestartet


Hallo ihr Lieben,

ich war letztens beim Arzt, um meine Blutwerte zu besprechen. Er hat mir Plastufer 100 mg verschrieben und ich soll es 6 Wochen nehmen, dann 2 Monate Pause machen, es dann wieder 6 Wochen nehmen und im Herbst nochmal Blut abnehmen lassen.

Weil mein Eisenwert schon viele Jahre zu niedrig ist, habe ich dieses mal auf eigene Kosten den Ferritinwert mittesten lassen und den finde ich persönlich bedenklich niedrig, auch wenn er nicht ganz so weit vom angegebenen "Normalwert" weg ist.

Hier mal meine Werte:

Ferritin 8,5 (Normalwert: 13 - 150)

Eisen 14 (Normalwert: 33 - 193)

Hämoglobin 10,7 (Normalwert: 11,6 - 15,1)

Es wurden noch mehr Werte bestimmt, aber ich weiß nicht, ob die in Sachen Eisen wichtig sind (fragt einfach, wenn noch ein Wert fehlt, um meine Frage beantworten zu können).

Wie geschrieben, mein Doc hat mir Eisenkapseln verschrieben, aber da ich weiß, dass man beim Ferritin die 100 ansteuern sollte, bin ich skeptisch, ob Eisenkapseln da ausreichen oder ob Infusionen nötig sind?

Danke für eure Meinungen!

Liebe Grüße

Antworten
n-ancUh^exn


Du solltest erstmal schauen ob du die Eisentabletten verträgst, kommst du damit gut klar, könntest du erstmal dabei bleiben. Und es passt auch nicht zu der Behandlungsart wie dein Arzt vorgeht.

Hab selbst Probleme mit einem dauerhaft zu niedrigen Eisenwert. Habe jetzt mit meinem Hausarzt abgemacht, dass ich die Spritzen nach Bedarf bekommen kann. Also wenns extrem ist sogar pro Quartal eine Spritzen-Kur, aber ich komme mit den Tabletten überhaupt nicht klar.

KzleigneLsNüssxchen


Was passt nicht zur Behandlungsart, wie mein Arzt vorgeht?

Eisenkapseln habe ich schonmal verschrieben bekommen (bekomme ich immer nach einer Blutabnahme) - da habe ich sie gut vertragen, also wird das dieses mal genauso sein.

Ich habe nur gelesen, dass es mit Infusionen schneller gehen soll und dass das mit Eisenkapseln recht lange dauert ... mich beunruhigt mein Ferritinwert ja schon ... und ich bin auf Jobsuche und wäre dafür gerne topfit (auch für die eventuelle neue Stelle) ... ich merke nämlich, dass ich ganz schön Konzentrationsprobleme habe. :-/

7`7e"rgrexis


ich denke mal dein eisen ist zwar im a... aber noch nicht so gravierend das du unbedingt ne Infusion brauchst, nimm die Kapseln und nimm Eisen mit der Nahrung auf *:)

n%ancPh9en


Die Eisenspritzen passen nicht zur Behandlungsart deines Arztes.

Warum bekommst du nach Blutabnahmen Eisentabletten? Und was ist, wenn du deine Periode hast? Nimmst du danach auch jedesmal Eisentabletten.

C@aramxala


Der Eisenwert ist sehr niedrig.

Man braucht ausreichend Kupfer im Blut, damit zweiwertiges Eisen überhaupt aufgenommen werden kann. Allerdings darf man Kupfer und Eisen nicht zusammen einnehmen, weil sie im Darm miteinander Verbindungen eingehen und dann keiner der beiden Stoffe aufgenommen wird.

Hat jemand Kupfermangel, dann hat er auch Eisenmangel. Das sollte immer zusammen getestet werden, aber im Vollblut und Intrazellulär. Normale Blutuntersuchungen verfälschen hier das Ergebnis.

Eiseninfusionen wären eine gute Idee. Am besten mit Eisensacharose, das ist dreiwertig und keine Oxydans wie das zweiwertige. Es gibt davon fünf Infusionen von Venofer. Ein Arzt verschreibt in der Regel zehn.

Leider gibt es auch solche Hammerpräparate wo man mit einer Infusion so viel aufnimmt wie mit fünf Infusionen. Davon ist es vielen schon extrem schlecht gegangen. Ich weiß auch nicht, wie man auf die Idee kommt, denn schließlich muss das Eisen auch eingelagert werden.

KHlei=nehsN5üss<chHen


@ nanchen

Was ist so schlimm daran, dass die Eisenspritzen nicht zur Behandlungsart meines Arztes passen? Kann die nicht geändert und auf den Patienten individuell angepasst werden? ??? Schließlich ist es die nächsten Monate wichtig für mich, dass ich fit bin (Bewerbung, Vorstellungsgespräche, neue Aufgabe im neuen (Büro)Job, da will ich mich konzentrieren können und eine gute Auffassungsgabe haben, was momentan leider nicht der Fall ist. Es nützt mir nichts, wenn ich in einem halben Jahr einen einigermaßen guten Eisenwert habe, ich bin JETZT in einer beruflich sehr ungünstigen Situation, die ich ändern möchte und die Angelegenheit ist mir wichtig - auch, dass ich beim neuen Arbeitgeber einen guten Eindruck mache durch z. B. schnelle Einarbeitung, gute Auffassungsgabe etc.).

Ich bekomme nach Blutabnahmen immer Eisenkapseln, weil daraus immer hervorgeht, dass ich Eisenmangel habe - schon seit vielen Jahren (6-7 Jahre). Und Dank des Ferritinwertes weiß ich jetzt auch, warum: wenn der Speicher nicht voll ist, dann fällt man eben leicht wieder in den Mangel. :-/

Nein, wenn ich meine Periode habe, nehme ich keine Eisenkapseln, könnte ich aber mal in Erwägung ziehen.

@ Caramala

Dem Kupfer habe ich bisher keinerlei Beachtung geschenkt. Es wurde nie mitgetestet. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass mein Arzt nur halbe Sachen macht und mich nicht richtig ernst nimmt. Ich meine, wenn ein Patient seit einigen Jahren ein und das selbe Problem hat, dann sollte man doch mal "härtere Maßnahmen" ergreifen, damit es endgültig behoben werden kann - es schränkt ja auch ein (Lustlosigkeit, Antriebslosigkeit, Konzentrationsschwäche). %:| Jedenfalls ist das meine Meinung.


Was meint ihr? Kann ich mit meinen Blutwerten (die aktuellen und die der letzten Jahre) zu einem anderen Arzt gehen und mir eine zweite Meinung einholen? Oder ist das irgendwie "unverschämt"? %:| Ich meine das Vorgehen, dass ich bei dem einen Arzt Blut abnehmen lasse, mir Eisenkapseln verschreiben lasse, diese auch in der Apotheke abhole, einnehme, um dann zu einem anderen Arzt zu gehen, diesen zu fragen, ob er das auch so sieht, dass Eisenkapseln ausreichen und um ggf. Infusionen zu bitten?

Ist das unverschämt oder irgendwie nicht richtig? |-o Könnte es da Probleme mit der KK geben, wenn ich mir vom dem einen Doc Eisenkapseln und vom nächsten nur wenige Wochen später Infusionen verschreiben lasse? %:|

C#axr.amalxa


Hallo kleines Nüsschen,

du musst selbst entscheiden. Hast du deinen Arzt schon einmal darauf angesprochen auf Infusionen, andere Blutuntersuchungen also Intrazellulär und im Vollblut? Durch Kupfer und B12-Mangel kann es auch zu einer Anämie kommen.

Falls nicht, weißt du nicht wie er darauf reagiert. Es gibt Frauen, die bei einem Ferretinwert von unter 70 die Haare verlieren. Also wäre es wichtig, dass man da auch hinkommt.

Sollte dein Arzt anderer Meinung sein und das alles als null und nichtig abtun, dann würde ich mich nach einem anderen umsehen. Vielleicht einer der auch Naturheilverfahren macht. Diese sind meist offener für Zusätzliches. Es ist unterschiedlich.

O{chotoxnia


Ich würde es woanders versuchen. Ich kann dich gut verstehen. Mein Ferritin ist auch 8 gewesen vor 4 Wochen und da bin ich schon lange so krank rumgelaufen und keiner hat das mit dem Eisenmangel bemerkt. Bei mir ist der HB Wert nämlich immer gut gewesen und nur da wurde drauf geschaut. Da du aber auch eine Anämie hast, stehen die Chancen recht gut dass du von irgendwem Infusionen bekommst.

Mit den Tabletten dauert das Monate und ich möchte auch lieber schnell fit werden, Geduld habe ich nicht mehr. Es läßt sich leicht sagen dass man Geduld haben muss wenn man nicht selber betroffen ist. Vor 4 Wochen ging gar nichts großartig mehr, arbeiten hätte ich körperlich und geistig kaum noch geschafft. Ich hab aber keinen Job und hätte in dem Zustand auch keinen bekommen können. Nie hätte ich vorher gedacht dass man sich "nur" wegen Eisenmangel derartig lausig fühlen kann. Und da fällt es schwer Geduld zu haben auch wenn man noch 2 Kinder zu versorgen hat. Und am Ende stellt man nach 3 Monaten fest, dass die Tabletten gar nicht angeschlagen haben.

Ich vertrage die Tabletten nicht so gut und nehme sie zum essen weil die Nebenwirkungen sonst unerträglich sind. Ich habe einen Termin beim Hämatologen am Mittwoch, ich hab den Tip bekommen dass die manchmal schneller Infusionen geben. Keine Ahnung ob das bei diesem so sein wird, aber einen Versuch ist es wert. Daher kann ich dir nur raten es bei einem anderem Arzt zu versuchen.

Ist der Wert wirklich schlecht? Ich hab das Gefühl dass die Ärzte das alles abtun, da ich ja "nichtmal" eine Anämie habe.

a'gnexs


Was soll die Ursache des Eisenmangels sein?

cqheekkyaxngel81


Vor einem Jahr war mein Ferritinwert bei 6 und da hat die Ärztin gesagt, dass ich das mit Nahrung nie hinbekomme und Tabletten zu lange dauern und gerne mal auf den Magen schlagen. Sie hat mit meiner KK telefoniert und 2 Stunden später war ich wieder da (Medis holen etc) und hing an der Infusion. Nach 5 Infusionen ging es mir besser. Ein halbes Jahr später musste ich noch mal ran und seitdem ist es bis jetzt gut. Da ich alle 6 Monate wegen meine SD Blutabnehmen lassen muss, guckt sich sie die Eisenwerte mit an.

gXo\ldenXblmuxe


mein eisenwert war vor einem jahr bei 18, ich habs mit tabletten wieder so hinbekommen dass es nach ein paar monaten wieder völlig normal war :)

SFyno*nym2erxin


habe das Problem schon seit Jahren.

Mache immer mal wieder eine Eisentabletten – Kur und komme so auf einen Ferritin – Wert von ca. 35. Fühle mich so eigentlich ok. Hämoglobin habe ich immer einen guten Wert.

Ehrlich gesagt, gibt es leider auch viele Frauen, die mit zum Teil massiven Nebenwirkungen auf die Eisen – Infusionen reagieren. (Massiver Bluthochdruck, Kopfschmerzen der übleren Sorte, etc.)

Ich persönlich habe mich gegen Infusionen entschieden, da eigentlich niemand abschätzen kann, welche Spätfolgen damit verbunden sein könnten. Meine Meinung.

Ich lebe nun schon seit 20 Jahren mit Eisenmangel und werde es wohl noch etwa 15 Jahre aushalten müssen.

c7heekyanVgexl81


@ goldblue

welche Tabletten hast du genommen und hattest du Magenbeschwerden? Habe einen empfindlichen Magen, aber "ständig" Infusionen ist auch nicht grad der Brüller.

O6chotoPnixa


@ Synonymerin:

Aber wenn du dich ok fühlst ist es doch gut. Ich würde mir auch nicht Infusionen geben lassen, wenn ich mich gut fühlen würde. Ich habe mich aber bescheiden gefühlt. Und massive Nebenwirkungen habe ich mit den Tabletten leider auch. Sicher ist es nicht völlig ohne Risiko, aber ich denke bei den neuen Produkten hält sich das Risiko in Grenzen. Sicher objektiv gesehen braucht man einfach Geduld, bei den meisten Menschen wirken die Tabletten schon, wenn man sie lange genug nimmt. Ich hab aber schlicht die Geduld einfach nicht mehr, zu sehen ob ich mich in zig Monaten mal besser fühle.

@ cheekyangel:

Die Ferrosanol duodenal sollen gut verträglich sein. Ich vertrage gar keine Tabletten auf nüchternen Magen, mit Essen zusammen geht es aber halbwegs. Dafür nimmt man leider eben weniger Eisen auf, erst recht wenn man z.b. Milchprodukte gegessen hat. Aber momentan ist das der einzige Weg bei mir, und immerhin geht es mir einigermaßen gut, ich bin nicht mehr so extrem kaputt, aber von super toll eben auch noch ein Stück entfernt. Daher werde ich nicht verzweifeln wenn der Arzt nein zu den Infusionen sagt.

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