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"Kalkablagerungen" in Blutgefäßen

J6ulivanxia hat die Diskussion gestartet


Bei meinem heutigen Arzttermin schauten wir nochmal die CT Aufnahmen vom vorletzten und letzten Mal an. Es ging nochmal um die Suche nach den "2 fragwürdigen Lymphknoten"... An 2 Stellen leuchtete da etwas sehr weiß und strahlend in der entsprechenden Region. Als ich ihn darauf aufmerksam machte, kam ein sehr entspanntes:

"Ach das? Das sind nur Kalkablagerungen in den Blutgefäßen. Ist normal nach einer Bestrahlung."

Das verdutzte mich ziemlich, also fragte ich nicht näher nach.

Von der Lage her handelt es sich um periphere Venen, Größe der weißen Flecken war vielleicht 5mm jeweils. Eher weniger. Leuchteten halt sehr strahlend, aber der Durchmesser schien doch ähnlich zu sein wie die "fragwürdigen Lymphknoten".

Ich werde dazu bei nächster Gelegenheit (also in einem Vierteljahr) meinen Onkologen befragen, aber hier schonmal ein paar Fragen:

- Ist so etwas denn doch besorgniserregend, obwohl es "normal" sein soll?
- Ist so etwas reversibel?
- Was passiert denn, wenn sich so etwas losreißt und vom Herz in die Lunge gewuppt wird? Lungenembolie wie bei einer Thrombose?

(Eckdaten: w, 39jahre, Nichtraucherin, Nichttrinkerin, niedriger Blutdruck, kein Bluthochdruck in der Familie bekannt, aber Vater auf Marcumar; selbst mal eine Thrombose nahe der betroffenen Region gehabt, aber nach 9 Monaten das Clexane wieder abgesetzt; diese Halsregion dürfte 20-50 Gy abbekommen haben.)

Antworten
C[haJ-Txu


Hallo, Juliania,

WAS diese weissen "Flecken" sind, weiss ich natürlich nicht. Aber wenn es Kalkablagerungen wären, könnte das durchaus in der Norm sein. Eine gewisse Kalkablagerung beginnt beim Menschen schon sehr früh, und ist dann nicht pathologisch. Es kommt da aber immer auf das Ausmass an, wie viele Adern betroffen sind, wie dick die Ablagerung ist (5 mm wäre schon recht viel) usw.. Am besten noch mal nachfragen.

Gruss

Cha-Tu

J{ullian:ia


Hallo Cha-Tu,

danke für die Antwort. :-)

Die weißen Stellen erschienen eventuell nur als "Flecken", da er recht schnell mit dem Mausrad durch die ganze Halsregion durchscrollte. Denn ich überlege gerade, was ich auf der MRT-CD gesehen hatte, die mir einmal von einer Radiologen-Praxis mitgegeben worden war. Längere weiße Stellen, die sich über mehrere Aufnahmeschichten, also ein paar cm hinzogen, glaube ich. Das hatte ich beim Anschauen für "Blutgefäße voller Kontrastmittel" gehalten. Wenn das "Kalkablagerungen" sein sollten, kann es natürlich einfach sein, daß die gesamten Veneninnenwände so weißlich strahlen.

MRT und CT ist natürlich unterschiedlich, ich weiß.

Auf der CT-CD (die war von vor der Strahlentherapie/Chemo waren mir solche Dinger noch nicht aufgefallen. Mag an Verschiedenem gelegen sein:

- sie waren noch nicht da
- ich war zu abgelenkt von anderen lustigen Dingen, wie z.B. den Augen oder der Mundregion, um den Hals näher anzuschauen
- ich war zu unerfahren, die KM Aufnahmen im ganzen Bilderwust zu finden und guckte nur die Aufnahmen ohne KM an

Beide CDs wurden mir leider von unterschiedlichen Arztgruppen gemopst, also kann ich das gerade nicht mal einfach so verifizieren.


So, wenn wir mal davon ausgehen, daß das wirklich eine der vielen Nebenwirkungen einer Strahlentherapie sein sollte und ich nun "verkalkt" ;-D bin...

Meint ihr, daß das reversibel ist? Und sind Kalkablagerungen wirklich "nur" gefährlich, wenn sie in der Carotis sitzen und nicht wirklich relevant, wenn es in peripheren Venen passiert?

Cpha(-<Txu


So, wenn wir mal davon ausgehen, daß das wirklich eine der vielen Nebenwirkungen einer Strahlentherapie sein sollte und ich nun "verkalkt" ;-D bin...

Meint ihr, daß das reversibel ist?

Ich weiss jetzt nicht, wie das bei Kalk als Nebenwirkung der Strahlentherapie ist. Aber die "natürliche" Kalkablagerung ist nicht reversibel, auch wenn es Studien gibt, die darauf hinweisen könnten (Du siehst, ich drücke mich sehr vorsichtig aus), dass durch eine streng vegetarische Ernährung, Entspannungsübungen und Sport sich Kalkablagerung leicht (!) zurückbilden könnten.

Und sind Kalkablagerungen wirklich "nur" gefährlich, wenn sie in der Carotis sitzen und nicht wirklich relevant, wenn es in peripheren Venen passiert?

Kalkablagerungen unter einer gewissen Dicke sind nicht gefährlich. Dickere Ablagerungen, vor allem an den Arterien, können aber überall gefährlich sein. An den Herzkranzgefässen können verkalkte Arterien z.B. Herzinfarkte auslösen, und wenn die Venen verkalken sind auch die Arterien in Gefahr. Wenn die Venen an den Beinen verkalken, kann das Thrombosen und Embolien auslösen, usw.

Aber das alles gilt nur, wenn die Verkalkungen einen gewissen Prozentsatz des Durchlaufs der Ader ausfüllen. Wie das bei Dir ist, kann ich natürlich nicht sagen, das kann eigentlich auch nur ein Arzt, der die Aufnahmen sieht.

Gruss

J^ul@ianxia


Hmm, klar.

Noch 2 weitere Info-Bröckchen mehr zu den Blutgefäßen:

- in der MRT-Aufnahme (1 Monat nach Ende der Radiatio/Chemo) waren die weißen Flecken doch deutlich länger als das kurze Aufblitzen von weißen Flecken gestern. Durch ihr kurzes Aufblitzen beim Durchscrollen wirkten sie auf mich wie die beiden "fragwürdigen Lymphknoten", die gesucht wurden. Sonst hätte ich ihn nicht darauf aufmerksam gemacht. :-)

- ebenfalls 1 Monat nach Ende der Radiatio/Chemo waren meine Handrückenvenen so schlecht drauf, daß sie nach einem Klaps durch die PJlerin schon aufplatzten. Das ist inzwischen nicht mehr der Fall.

Beides spräche recht oberflächlich betrachtet für Regenerationsprozesse.


Streng vegetarisch bin ich nicht – geht nicht wegen dringend benötigter Kalorienzufuhr durch Sahne/Milch. Aber ovo-lakto. Das seit inzwischen 25 Jahren. ;-)

Mit Sport bin ich aufgrund des Gewichts (immer knapp an der Grenze zum Untergewicht) vorsichtig; aber vielleicht wird es ja im Sommer wieder etwas mehr als nur 1x/Woche Rehasport und gelegentlich mal ins Schwimmbad.

Entspannen kann ich mich, sofern ich keine unschönen Arzttermine, Blutergebnisse oder ähnliches habe. Richtige Entspannungsübungen mache ich allerdings nicht.


Vielen Dank für deine Antworten!

Grüße,

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