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Dumpfer Druck im Herzen

DMer `kle`ine xPrinz hat die Diskussion gestartet


Vorab: ich bin ein Paranoiker, Phobiker, Hypo oder sonst wie derartig gepolt, ich hab nur eine Frage zum vielleicht besseren Verständnis. Mir wurde ja Anfang 2010 ein ganzer Haufen unangenehmer Wahrheiten diagnostiziert, u. a. KHK, Tachyarrhythmia absoluta, Herzinsuffizienz, EF 30%, Vorhofflimmern und anderes mehr. Bei der Herzkathederuntersuchung hat man mir auch einen Stent eingebaut, um einen Verschluss zu verhindern.

Beim Einbau und überhaupt während der Kathedergeschichte habe ich so gut wie nichts gespürt. Danach war ich noch ein paar Stunden auf der Intensiv wegen der Überwachung, und dann noch einige Tage auf der Kardiologie.

Während der paar Stunden auf der Intensivstation habe ich oft den Stent gespürt, dumpf drückend, nicht besonders heftig aber gut spürbar.

Später habe ich dann gesagt, dass ich diesen Stent spüre, und da hat man mir gesagt, dass das nicht sein kann. Seit ein paar Monaten habe ich dieses Gefühl ab und zu wieder, es dauert ein paar Minuten, meinetwegen auch eine halbe Stunde und kommt alle paar Tage mal.

Wie ist denn das jetzt wirklich? Kann mir einer der hiesigen Herzspezies sagen, ob man den Stent wirklich nicht spüren kann? Oder u.U. doch?

Antworten
Dner kLleinel Prinxz hat geantwortet


Scheiß Tastatur ;-D. Das sollte heißen "ich bin kein Paranoiker, ... – wer mich hier kennt, weiß das eh ...

C8ha-xTu hat geantwortet


Meines Wissens nach kann man einen Stent nur spüren, wenn er sich wieder verengt (was ja möglich ist). Bei voll durchlässigem Stent entsteht ja kein Sauerstoffmangel, und nur den kann man meines Wissens nach spüren.

Der Stent kann auch die Ader nicht verletzt haben, weil das erstens sofort zu einem kardiologischen Notfall führen würde, und zum zweiten nicht nur halbstundenweise etwas zu spüren wäre.

Spürst Du das denn auch beim Belastungs-EKG?

Gruss

D:erm kle"ine$ Prinxz hat geantwortet


Ach so, wenn, dann spürt man nur den Sauerstoffmangel? Das wäre natürlich eine Erklärung für die momentanen Beschwerden.

Belastungs-EKG ist bei mir, nachdem die Befunde feststanden, nie mehr gemacht worden, weil die Risiken für ?? zu groß sind/waren.

Also sollte ich mal zum Hausarzt gehen und mir eine Überweisung zum Kardiologen geben lassen. Vielleicht kann der, ohne dass wieder ein Herzkatheder gemacht werden muss, rausfinden ob mit dem Stent alles ok ist oder nicht.

Wenn es so ist, dass man den Sauerstoffmangel spürt, kann es natürlich auch sein, dass sich woanders ein Engpass ausbildet. Hm, auch keine wirklich geile Vorstellung ;-)

Danke für deine Ausführungen.

Crha-Txu hat geantwortet


Ach so, wenn, dann spürt man nur den Sauerstoffmangel?

Richtig. Und es ist bekannt, dass bei gar nicht wenigen Patienten nach einem Stent-Einsatz dieser Stent sich innerhalb der ersten 3-12 Monate wieder verengt. Schlimmstenfalls muss man mit einem Katheter diesen Stent wieder freilegen, und seltsamerweise ist die Chance, dass er dann offen bleibt, auch viel grösser als beim ersten Versuch.

Belastungs-EKG ist bei mir, nachdem die Befunde feststanden, nie mehr gemacht worden, weil die Risiken für ?? zu groß sind/waren.

Das verstehe ich nicht. Entweder der Stent arbeitet gut, dann ist da kein grösseres Risiko als bei einem Nichtgestenteten, oder aber es besteht ein Risiko, dann muss per Katheter nachgearbeitet werden. Wie fühlst Du Dich denn selbst in Sachen Belastung? Was kannst Du NICHT? Was kannst Du?

Also sollte ich mal zum Hausarzt gehen und mir eine Überweisung zum Kardiologen geben lassen. Vielleicht kann der, ohne dass wieder ein Herzkatheder gemacht werden muss, rausfinden ob mit dem Stent alles ok ist oder nicht.

Man kann das auch per Myokardszintigraphie untersuchen, aber auch dafür ist ein Belastungs-EKG nötig. Man bekommt dafür ein radioaktives Material gespritzt, muss dann aufs Belastungs-Ergometer und anschliessend wird man mit einer Spezialkamera geröntgt. Da kann man sehr gut sehen, ob es unterversorgte Gebiete im Herzen gibt, z.B. um den Stent herum.

Wenn es so ist, dass man den Sauerstoffmangel spürt, kann es natürlich auch sein, dass sich woanders ein Engpass ausbildet.

Ja, das ist auch möglich. Mich wundert es sehr, dass bei Dir diesbezüglich noch keine Kontrolle gemacht worden ist. Ich würde darauf bestehen. Und ganz ehrlich: Bei mir wurde am 3. Tag nach meinem ersten Infarkt bereits ein Belastungs-EKG gemacht, und letzten September bei meiner schwerst-herzkranken, 91jährigen Schwiegermutter. Ich wüsste nicht, welches erhöhte Risiko besteht, wenn man einen Stent eingebaut bekommen hat.

Gibt es in Eurer Nähe ein Herzzentrum? Vielleicht solltest Du dort mal vorsprechen.

Schönen Gruss

Cha-Tu

DRerx kleiZne Prinz hat geantwortet


Und es ist bekannt, dass bei gar nicht wenigen Patienten nach einem Stent-Einsatz dieser Stent sich innerhalb der ersten 3-12 Monate wieder verengt.

Es sind ja drei Jahre vergangen, seit dem Einbau des Stents. Bislang ist alles gut, nur ab und zu, selten mal, habe ich diesen Druck gespürt, in letzter Zeit öfter mal.

Das verstehe ich nicht. Entweder der Stent arbeitet gut, dann ist da kein grösseres Risiko als bei einem Nichtgestenteten, oder aber es besteht ein Risiko, dann muss per Katheter nachgearbeitet werden.

Der Grund, warum die mit mir kein Belastungs-EKG machen, muss ja nicht in dem Stent zu sehen sein. Es gibt ja noch diese anderen Diagnosen (Eröffnungsbeitrag), vielleicht liegt der Grund in einer von denen?

Wie fühlst Du Dich denn selbst in Sachen Belastung? Was kannst Du NICHT? Was kannst Du?

Auf jeden viel besser als vor drei Jahren, da war ich gedanklich eigentlich schon in der Holzkiste. Gemessen an anderen in meinem Alter, kann ich vermutlich sagen, dass es mir absolut super geht. Trotzdem: ich gerate schnell an meine Grenzen, wenn es um Kraft UND Weg geht. Mal kurz Kraft aufwenden (schwere Last heben) geht gut. Aber mit einer schweren Last Treppen steigen geht nur ganz kurz. In ein Bild gebracht: vor der Erkrankung konnte ich einen Sack Zement (50 kg) in den vierten Stock tragen. Jetzt kann ich ihn in den ersten halben Stock tragen, dann muss ich Pause machen. So ungefähr.

Das Blöde ist halt, dass mein Herz nicht im Sinusrhythmus schlägt, sondern irgendwie. Wenn der Puls lastbedingt steigt, wird mein Herz zur unkontrollierten Hölle ;-). Vielleicht ist das der Grund, warum man keine Belastungs-EKGs mit mir macht.

Ich bin Anfang April eh bei meinem Hausarzt und werde ihn mal darauf ansprechen, auf die gelegentlichen Druckgefühle und auf eine Kontrolle des Stents speziell und des Herzens allgemein.

Hast du mal eine Übersicht über Herzzentren? Was ich auf die Schnelle im Netz gefunden habe, erscheint mir als ob da verschiedene Vereinigungen für jeweils ihre angeschlossenen Kliniken Werbung machten.

C_hNa-Txu hat geantwortet


Hallo, Kleiner Prinz,

wie alt bist Du denn?

Mal kurz Kraft aufwenden (schwere Last heben) geht gut

Du weisst aber, dass gerade solche kurzen Kraftaufwendungen für Menschen mit KHK Gift sind?! "Ausdauersport ja, Kraftsport nein, schon gar kein Gewichtheben" wurde uns in der Reha eingebläut...

Drei Jahre... Nun, da kann der Stent sich durchaus langsam wieder verengt haben. Das ist bei Stents, aber auch bei Bypässen, ein grosses Problem. Beim einen halten sie 12, 15 Jahre, ohne dass sie wieder verengen, beim anderen nur wenige Jahre.

Wegen Herzzentren schau mal [[http://www.dgfkt.de/links/herzzentren.html hier]].

Gruss

CohAa-Tu hat geantwortet


Noch ein Nachtrag:

Das Blöde ist halt, dass mein Herz nicht im Sinusrhythmus schlägt, sondern irgendwie. Wenn der Puls lastbedingt steigt, wird mein Herz zur unkontrollierten Hölle ;-). Vielleicht ist das der Grund, warum man keine Belastungs-EKGs mit mir macht.

Ja, okay, das wäre ein Grund. Aber man kann das ja dann stationär machen. Es muss doch Kontrollmöglichkeiten geben...

LG

Duer kOlVein{e Pnrindz hat geantwortet


Ich bin 60.

Dass diese kurzen Kraftakte für Menschen mit KHK Gift sind, weiß ich entfernt, aber jetzt hast du es mir wieder besser ins Gedächtnis gerufen, danke!

Danke auch für den Link, und wie gesagt, Anfang April bin ich beim Hausarzt, dann werden wir mal darüber reden.

CmhXa-Txu hat geantwortet


Wäre schön, wenn Du dann hier berichten könntest. Das interessiert mich, auch aus persönlichen Gründen.

Gruss!

D7er klei+ne Plrinxz hat geantwortet


Ja, das mache ich gerne.

Liebe Grüße für dich!

DHer WkleKine Prxinz hat geantwortet


Cha-Tu,

ich war heute beim Hausarzt und habe ihm auch das mit dem gelegentlichen Druck im Herzen geschildert. Er sagt auch, einen Stent im Herzen kann man nicht spüren, aber es könnte sein, dass sich eine neue Stenose ankündigt, ich solle einen Termin bei Kardiologen machen.

Hab ich jetzt auch gemacht, und wenn ich was Neues weiß, melde ich mich wieder.

Grüße!

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