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Was passiert wenn man Blutverdünner abruppt absetzt?

T{igexr83 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

mein Nachbar muss auch Blutverdünner einnehmen.

Jetzt hatte er eine Operation mit örtlicher Betäubung und musste sein Blutverdünner absetzen.

Dabei ist auf einmal nach 3 Tagen eine Thrombose entstanden.

Sein Arzt sagte ihm, es ist ein Risikio was bei jeder Operation auftreten kann wenn man die Blutverdünnung kurz weg lassen muss.

Es war eine Zahn – OP!

Das heisst, er konnte 2 Wochen keine Blutverdünnung nehmen.

Der Arzt meint, es ginge bei ihm wieder weg nach wenigen Wochen weil er wieder Verdünnung nimmt und der Körper nach einer Weile die Thrombe selbst wieder auflösen wird.

Antworten
Csha-xTu hat geantwortet


WELCHER Blutverdünner?

Alvimoxth hat geantwortet


[[http://www.dgzmk.de/uploads/tx_szdgzmkdocuments/Zahnaerztliche_Chirurgie_bei_Patienten_mit_Antikoagulanzientherapie.pdf]]

Hier steht unter anderem, dass man nicht auf anraten eines Zahnarztes einfach so seine Antikoagulanzientherapie unterbrechen sollte. Man muss immer seinen Facharzt aufsuchen. Außerdem sollte das Risiko zwischen Blutung und Thrombose eingeschätzt werden. Bei einer Zahn-OP kommt es selten zu lebensbedrohlichen Blutungen.

Hat dein Nachbar das denn auch mit seinem behandelnden Arzt durchgesprochen?

Lt3ANmA hat geantwortet


Ganz so einfach kann man es sich damit nicht machen.

Zum einen gibt es verschiedene Gründe warum nun ausgerechnet dein Nachbar eine Thrombose bekommen hat. Hatte er eine Operation, bei der etwas "stillgelegt" wurde. Sprich er konnte nicht laufen, ein Bein nicht belasten. Den Arm eingegibst.

Was bekam er für Blutverdünner? Da du nichts von Spritzen gesagt hast, vermute ich, dass er wohl Xarelto oder ähnliches schluckt.

Mit Xarelto kenne ich mich nicht aus, da weiß ich nicht inweit man damit operieren kann. Aber sollte man dieses Meikament auch bei einer Zahnop absetzen ( denn da gibt es auch größere Eingriffe, die man natürlich nicht mit Blütverdünner machen kann) muss etwas anderes gegeben werden, z.B. Heparin.

Auch mit Heparin kann es zu einer Thrombose kommen, in dem man eine Intoleranz entwickelt. Oder eben wenn man es absetzt und sich ein Blutgerinnsel bilden kann, da die betroffene Körperregion nicht bealstet wird, die Venenklappen keine Arbeit haben und sich so die Venen zusetzen können.

Oder aber man hat genetische Anomlien, die schon bei kleinster Einschränkung ein Risko haben.

Also nur mit den wenigen Info von dir kann man dir deine Angst nicht nehmen ;-)

AMvi&mxoth hat geantwortet


Also für mich wäre halt auch interessant zu wissen, ob das mit dem behandelnden Arzt abgesprochen war und nicht nur auf Aussage des Zahnarztes die Medikation abgesetzt wurde, der müsste dann nämlich auch alles weitere ansprechen, wie die Weiterbehandlung mit Heparin.

e[twas 8ratlxos hat geantwortet


Sowas sollte man nie ohne Internisten absetzen!

Einfach so absetzen geht nicht.

Nimmt man Marcoumar und muss es absetzen wegen einer Op, lässt man Marcoumar weg aber spritzt dafür in der Regel Heparin, aber alles nach Vorgaben eines Facharztes/Internisten

gDrot:tch=e hat geantwortet


hallo !

Jetzt hatte er eine Operation mit örtlicher Betäubung und musste sein Blutverdünner absetzen.

Dabei ist auf einmal nach 3 Tagen eine Thrombose entstanden.

das ist natürlich ein Risiko das besteht.

Normalerweise sollte aber der Zahnarzt schon ebenfalls wissen, wie es mit dem absetzen des Blutverdünners laufen soll.

Oder er muß den Patienten vorher darüber aufklären, daß es für das absetzen Regeln gibt, die man mit einem Arzt besprechen sollte, der sich damit auskennt.

Ich hatte zum Beispiel eine Zahn OP vor 2 Jahren mit Vollnarkose und habe 18 Zähne auf einmal herausgenommen bekommen und mußte nur den INR runterfahren auf 1,2 und durfte das Marcumar weiter nehmen.

Zusätzlich natürlich spritzen.

Und genau DAS fehlt mir in deiner Schilderung. Hat er keine Heparinspritzen bekommen ? Clexane, Mono embolex oder fragmin sind es meistens die man bekommt und dann spritzen muß ab unter einem INR von 2,1.

denn das ist zur Vorbeugung einer Thrombose ganz wichtig und das weiß auch ganz sicher der Zahnarzt (ich geh mal von meinem Zahnarzt aus (meine OP war aber in der Klinik) der weiß da dennoch gut bescheid !!).

achja – ich gehe jetzt einfach frech mal von marcumar aus.

bei pradaxa z.B. ist das wieder ein bißchen anders.

Da er eine Thrombose bekommen hat und du nichts geschrieben hattest denke ich, daß dein Nachbar wohl nicht gespritzt hat und da vermutlich der fehler war.

Marcumar (vorausgesetzt das war es) hat eine ziemlich lange Halbwertzeit und verschwindet nicht auf einen Schlag aus dem körper, macht aber auch das Blut nicht "dünner" ab direkt dem moment wo man es wieder ein nimmt.

Also ...

es wäre gut wenn du uns sagen kannst, welches Medikament er einnimmt, ob er spritzen mußte oder nicht und ob der zahnarzt ihn vielleicht weiter geschickt hatte zu einem internist oder ob das nicht der fall war. (nur ich würde in solch einem fall den zahnarzt wechseln)

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