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Symptome einer Aspirationspneumonie?

J"ulwiaxnia hat die Diskussion gestartet


Ich steigere mich momentan scheinbar ein wenig in eine Furcht vor einer Lungenentzündung wegen der Schluckstörung hinein. Da ich die Ergebnisse meines Kauprozesses nun mehrfach täglich genauer begutachten kann (weil ich sie aus dem oberen Kehlkopf hochhuste), kann ich mir sehr gut vorstellen, daß sich mal Bröckchen dem Hustkotz-Reiz widersetzen und tatsächlich bis in die Lunge vordringen könnten...

Kann mir jemand bitte verraten, auf was für Symptome ich achten sollte?

Bzw: Stimmt die folgende Checkliste?

- Fieber
- Atemnot
- Husten

Und müssen alle drei Dinge gegeben sein oder passieren manchmal bei einer Lungenentzündung nicht alle drei Dinge auf einmal?

Antworten
J!ulviaxnia


Ich steigere mich nur in dieses Thema ein wenig hinein, weil der letzte Arzt, mit dem ich mich über die Schluckproblematik unterhielt, etwas nervös wurde und mich fragte, ob ich denn schonmal Symptome einer Lungenentzündung bekommen hätte. Wenn ein Onkologe etwas nervös wird, werde ich ebenfalls etwas nervös. Die werden sonst so gut wie nie nervös.

Da ich als "Symptome einer Lungenentzündung" nur an "heftiges Husten mit Hustenreiz in der Lunge" dachte, verneinte ich das.

Und nun las ich kürzlich, daß Husten gar nicht unbedingt auftreten müsse.

Nun rotiere ich ein wenig und habe Flashbacks vom Absaugen. %-| Macht sicher durch den Kehlkopf hindurch noch mehr Spaß als durch das Tracheostoma damals. Rumms die dumms. Oh Gott.

Cfhax-Tu


Juliana,

ich bin völlig ratlos, was Du nun hören willst. Du schreibst von Schluckstörungen (welcher Arzt), dann schreibst Du "Da ich die Ergebnisse meines Kauprozesses nun mehrfach täglich genauer begutachten kann (weil ich sie aus dem oberen Kehlkopf hochhuste)", womit ich gar nichts anfangen kann. Was heisst das? Warum hustest Du mehrmals täglich etwas hoch? Und warum sprichst Du dann vom Onkologen (wieso Onkologe? Der Ansprechpartner bei Lungenproblemen ist der Lungenfacharzt)?

Irgendwie werde ich aus Deinem Posting leider nicht klug, so dass ich dazu nichts sagen kann. Du siehst ja auch, dass bisher kein anderer reagiert hat. Entweder setzt Du Probleme und Fakten voraus, die wir kennen sollten, um sinnvoll antworten zu können, die wir aber nicht kennen, oder aber... Ich weiss nicht.

Ratlos:

Cha-Tu

J{uZlianNixa


Schluckstörung wegen Zungenrandkarzinom. Ist ein Seiteneffekt der OP + Strahlentherapie: Vernarbte Zunge befördert die Schlucke ungelenk in den Rachen; Mundtrockenheit sorgt dafür, daß vieles irgendwo kleben bleibt. Also hustet man den Mist wieder raus. Da es schnell gehen muß, meist in die Serviette. Und in der sieht man dann die Essensbröckchen nun einmal sehr gut. :-p

Normalerweise kenne ich es so, daß Dinge, die wirklich tief in den Kehlkopf eindringen, massivste Hustenreflexe ("Hustkotzen") auslösen. Da meine Schluckstörung momentan etwas ärger ist, und die Essensklümpchen sehr klein zerkaut sind, mache ich mir aber trotzdem Sorgen, daß da mal etwas hineinfallen und die Hustenbarrieren umgehen könnte.

Ich habe mich ausgerechnet mit dem Onkologen darüber unterhalten, weil ich gerade bei ihm in der Nachsorge war und er sich danach erkundigte. Bisher gibt es außer der größer werdenden Furcht vor einer Lungenentzündung durch Essensreste keinerlei Gründe, zu einem Lungenfacharzt zu rennen. Ja, ich huste mal wieder mehr und ich bin nicht so ganz sicher, von wo der Schleim nun genau kommt, aber ein Fall für den Facharzt ist das wohl noch nicht.

So. Enthält meine Checkliste alle Symptome der Aspirationspneumonie, auf die ich achten sollte?

Kriegt man mit, daß man eine Pneumonie hat?

Muß die dann wirklich behandelt werden oder kann man auch einfach weiter vor sich hinwuseln und das ignorieren?

C2ha[-Tu


Ja, jetzt verstehe ich das besser. Danke.

Enthält meine Checkliste alle Symptome der Aspirationspneumonie, auf die ich achten sollte?

Ja, ich denke schon. Wobei Fieber vermutlich nicht sofort auftreten muss (aber im Laufe der Infektion schon).

Kriegt man mit, daß man eine Pneumonie hat?

Auch das denke ich, denn eine Pneumonie ist eine schwere Erkrankung, die verläuft meistens nicht unentdeckt. In jedem Fall müsste sie behandelt werden (Antibiotika), gerade, wenn Dein Immunsystem nicht das beste ist (ich denke, es ist durch die Strahlentherapie zumindest sehr gefordert).

Alles Gute

Cha-Tu

J)u~l,ianxia


Hm, ich denke, das Immunsystem hat sich inzwischen wieder von der Radiatio/Chemo bekrabbelt. Die Therapien waren alle Ende Oktober 2011 abgeschlossen. :-) Leider sind die Schluckprobleme eine länger bleibende Nebenwirkung des ganzen – es wird besser. Will sagen: ich traue mich an Dinge heran, die vor einigen Monaten noch unmöglich waren. Und die bleiben nun nicht mehr im Mund, sondern im Rachen kleben.

Also, es wäre wirklich behandlungsbedürftig?

Vermutlich würde dann eine Bronchoskopie + Absaugen durchgeführt werden, um irgendwelche Bröckchen zu entfernen? :°(

Weiß du ob es für so etwas Propofol/Dormicum gibt, oder sind die HNOs / Pneumologen da ganz hart und gehen einfach so rein? :[]

Nach den OPs hatte ich diverse Erlebnisse mit Absaugen, als ich ein Tracheostoma hatte. Unter anderem eine Krankenschwester, die mir den Schlauch rabiat bis in die Bronchien rammte. Die Erinnerung daran macht einen Großteil meiner Furcht vor dem Ganzen aus.

Csha-xTu


Ich denke, dass eine Bronchoskopie erst einmal nicht zwingend ist. Es kann ja sein, dass die Lunge entzündet ist, die "Bröckchen" aber schon längst abgehustet sind. Ich vermute, man würde zuerst einmal mit Antibiotika versuchen, zu heilen.

Und bei einer Bronchoskopie kann man Dormicum verlangen. Selbst bei einer Magenspiegelung wird einem das angeboten, und eine Bronchoskopie ist ja doch noch eine Stufe härter.

LG

Cha-Tu

aunniesmoocki?ngjay


Ich denke, dass du in deinem Fall nicht unbedingt Gefahr läufst, so etwas unbemerkt zu bekommen. Apspirationspneumonie haben vor allem Menschen mit starkem Reflux und da merkt man ja nicht – wie bei Bröckchen – wenn einem Nachts zB mal was in die falsche Röhre krabbelt. Du hingegen merkst ja, wenn du Krümel einatmest, so wie jeder andere Mensch auch der sich verschluckt und was in die falsche Röhre bekommt. Da reagiert der Körper erst mal mit heftigem Hustenreiz drauf, bei allem was falsch reinkommt. So habe Menschen mit Reflux auch sehr oft Reizhusten zB weil deine Bronchien und Lungen das weg haben möchten.

Davon abgesehen äußert sich eine Lungenentzündung wie jeder andere Husten auch. Husten, Krankheitsgefühl, Atemnot mitunter, muss aber nicht sein. Ich hatte in meinem Leben diverse Lungenentzündungen und glaub mir ;-) du merkst wenn du eine hast!

JUulia[nixa


Das ist gut zu wissen, daß man es merken soll und hoffentlich einen Propofol/Dormicum-Rausch verabreicht bekommt. :-)

Husten, Atemnot und Krankheitsgefühl kann ich leider so gut wie ständig als Symptome einbringen. Husten = Seit dem Tracheostoma muß man meinen Hals nur schief angucken und ich fange an zu husten und momentan sogar mal produktiver als sonst; Atemnot = bei so "anstrengenden" Dingen wie zu Fuß in den 2. Stock laufen; Krankheitsgefühl = ... also... '"gesund" habe ich mich schon länger nicht mehr gefühlt. ;-)

Aber ich denke, dies ist dann bei einer echten Lungenentzündung nochmal eine ganze Stufe ausgeprägter. Ich hatte so etwas noch nie und kenne die Symptome daher leider nicht.

Gut. Ich versuche jetzt mal wieder, mich abzuregen. Danke euch beiden. @:) Hausärztin sollte einen Verdacht auf Pneumonie mittels Abhorchens feststellen und dann entsprechende Weiterleitungen zu Fachärzten initiieren können, falls mal was richtig Auffälliges ist, ja?


Das Gespräch mit dem Onkologen war leider recht verunsichernd. Vorher hatte ich mit anderen Betroffenen aus der Selbsthilfegruppe und meinem Logopäden eine recht entspannte Einstellung dazu entwickelt: "Och, das ist halt das neue Lieblingshobby. Dann wird halt die Lunge gelegentlich mal ausgeräumt. Am besten den Kopf nach unten halten, wenn ein 'Hustkotz'-Anfall passiert, denn dann geht das nicht in die Luftröhre."

Und dann guckte der Onkologe so nervös, als ich ihm die Schluckstörung etwas genauer beschrieb.

Ist natürlich nicht sein Fachgebiet. Aber Onkologen gucken seltenst mal nervös. Die gucken sich die beschissensten Blutwerte und Krebszustände an und finden alles nicht zum Aufhorchen, aber bei so etwas fängt er an zu zucken und zu notieren... :-(

Okay. Danke nochmal! *:)

J>uliaxnia


Bleh. Jetzt habe ich mit meinem Vater wegen seiner Lungenentzündungen telefoniert... okay, seine waren durch Lungenembolien statt durch Essenskrümel. Trotzdem nicht so toll: Er hat die ersten paar überhaupt nicht mitbekommen, bis mal ein Arzt zufällig seinen Brustkorb abhorchte.

Später im Verlauf hohes Fieber und Blutspucken klingt aber schon auffällig. ;-)

Was mich ebenfalls verunsichert sind meine pulmonalen Narben, die mir seit dem CT vom November 2011 regelmäßig attestiert werden. Hat man solche Narben nicht eben nach Lungenentzündungen (oder nach Rippenbrüchen mit Verletzung der Lunge, oder nach TBC, oder nach Asthma – habe ich alles nie gehabt). Dann hätte ich eventuell schon einmal eine gehabt und nichts gemerkt.

Naja. Andererseits: Wenn man es nicht mitbekommt, kann es ja auch nicht so schlimm sein. :)*

Was war noch mal die Mortalitätsstatistik zu Aspirationspneumonien nach Zungenkrebs, IIRC laut S3-Behandlungsrichtlinien? Will ich das wirklich wissen? Menno.

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