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Bluthochdruck und allergisches Asthma

MCama LXisxchen


Hallo Praxa,

Nein, Amlodipin ist ein Calciumkanalblocker.

stimmt, aber Valsartan ist ein Sartan oder?

Valsartan hatte ich ganz zu Anfang. Damit bin ich gar nicht allein auf die Straße gegangen, da ich massive BD-Schwankungen hatte.

Förmlich aus dem Nichts heraus hatte ich das Gefühl, als würde ich mit einem Fahrstuhl abstürzen oder wäre im freien Fall.

Jetzt kann ich mich zwar öfter beim Denken beobachten, aber unter Valsartan war ich extrem unkonzentriert. Da ich zu dieser Zeit noch auf dem Dach gearbeitet habe, ging das natürlich gar nicht. Nachdem ich es ca. 10 Wochen probiert habe, hat der Doc Valsartan dann wieder abgesetzt. Korrekt ist, dass ich unter Valsartan keinerlei Auswirkungen auf meinen Reizhusten bzw. auf das Asthma hatte. Im Gegenzug hatte ich jedoch eine permanente leichte Nesselsucht. Ich könnte mir vorstellen, dass da ein Herstellerwechsel eine Änderung gebracht hätte. Ich vertrage auch Torasemid nur von einem einzigen Hersteller Hexal.. Bei allen anderen kriege ich auch Nesselsucht.

Mögen mich jetzt einige für einen Hypochonder halten, weil es dieselben Medikamente sein sollen. Das kann aber wirklich nicht sein. Ich vermute, dass die Bindemittel nicht dieselben sind oder das der Wirkstoff anders aufgearbeitet ist.

Dann besteht jetzt ja die Möglichkeit, dass sie noch schlechter sind. Dies kann durchaus ein Grund, für den schlechten BD sein.

Ok, das habe ich so noch nicht gesehen. Ich hatte heute schon ein Telefonat mit meinem HA. Für ihn ist alles schick und schön. Er glaubt, dass es am Wetter liegt. Er findet meine Gewichtszunahme auch nach wie vor nicht bedenklich. Jetzt habe ich meinen ehemaligen Sportarzt angerufen. Er will mich heute noch zurück rufen. Sein Sohn ist praktizierender Sportarzt. Er will einen Termin für morgen früh machen und dann nimmt er sämtliche Blutwerte ab, die möglich sind.

Spontan vermutet er, dass meine SD "Hilfe" braucht und das meiner Leber alles zu viel ist, weil die Leberwerte trotz der geringen Nahrungszufuhr über einen längeren Zeitraum so extrem hoch sind. Mein letzter HBA 1c-Wert von 7,3 gefällt ihm auch nicht. Da vermutet er, dass das Metoprolol diese Auswirkung hat. (Ich habe ihm eine Liste gefaxt, was ich die 4 Wochen davor alles gegessen und getrunken habe.)

Ich verstehe dein Problem, aber das ist definitiv die falsche Lösung.

Es hilft dir nicht, mit aller Gewalt, Gewicht zu verlieren, den durch solche Aktionen, wirst du alles noch schlimmer machen.

":/ Na ja, so ganz sehe ich das nicht. Ich habe seit 3 Jahren eine komplette Beckenboden-Plastik. 5 kg Gewichtszunahme wären für die Plastik kein Problem, aber ich habe nun schon wesentlich mehr. Wenn ich mich bücke oder in die Hocke gehe, dann habe ich einen richtigen Druck auf der Plastik.

Da ich nicht ernst genommen werde, gehe ich nun meinen eigenen Weg. Ich werde schon aufpassen, dass ich ausreichend Eiweiß zu mir nehme. Diverse Nahrungsergänzungsmittelchen kenne ich auch. Ich muss zwingend eine Bremse rein kriegen, dass das Gewicht wenigstens stagniert.

Wenn Du einen Tipp für mich hast, was ich vorsorglich tun kann, dann bin ich dankbar. Fette habe ich schon lange von meinem Speiseplan fast gestrichen. Nun fliegen die Kohlehydrate runter. Die waren schon immer mein Feind. Ich konnte noch nie verstehen, wieso die meisten Ärzte auf Kohlehydrate in einer "gesunden" Ernährung so viel Wert legen. Hier muss man wissen, dass ich, nachdem ich mit dem Hochleistungssport aufhören musste, von 85 austrainierten kg auf 146 kg hochgeschnellt war. Ich hatte einen Sportunfall und konnte nicht langsam ab trainieren. Unter ärztlicher Aufsicht bin ich dann innerhalb von 18 Monaten auf 65 kg runter gekommen. 75 kg sind eigentlich meine magische Grenze bei 177 cm Größe.

Cfhevylpady


Hallo Mama Lischen....

@ Chevylady,

danke für den Link.

Davon habe ich schon gehört, aber so viel ich weiß, ist diese Methode noch nicht gängige Praxis. Es gibt noch keine Langzeitergebnisse und da ich so schon eine Nierenfunktionsstörung habe, sollte ich einmal mehr überlegen, ob das etwas für mich ist.

Ich habe nicht zum ersten Mal Probleme mit dem BD. Das erste Mal war, als ich mit dem Hochleistungssport aufgehört habe. Da musste ich Cordanum nehmen. Nach einem Jahr war alles wieder im grünen Bereich. Dann hatte ich in der Schwangerschaft Probleme. Direkt danach war wieder alles ok. 2005 bei meinem Burnout hatte ich erstmalig utopische Werte, so dass man mir nicht gleich Prostavasin geben konnte. Damals hat man den BD mit Bisoprolol in den Griff bekommen. Angeblich ist Metoprolol besser verträglich.

Diesmal experimentieren wir nun schon ein Jahr.

Okay, inwieweit es für dich geeignet ist oder nicht weiß ich ja nicht. Das es noch keine wirklichen Langzeitergebnisse gibt stimmt wohl. Und soweit ich mitbekommen habe, machen das auch noch nicht viele Kliniken. Hier die bei uns, da war meine Kollegin eine mit der Ersten die das haben machen lassen. Ihr war damals wohl alles recht, hauptsache nicht mehr so viele Tabletten für hohen BD der dann trotzdem nicht runtergegangen ist. Bei Ihr ist man bis dato nicht auf den Hintergrund des BD gekommen – obwohl Sie in einigen KH komplett auf den Kopf gestellt wurde.

Dir wünsche ich viel Glück. Ich hoffe für dich, dass du einen Arzt findet, der deine Probleme mal wirklich sieht und dir helfen kann. :)*

pNraxxa


Wenn Du einen Tipp für mich hast, was ich vorsorglich tun kann, dann bin ich dankbar.

Ja, keine Null-Diät.

Das du abnehmen möchtest, verstehe ich voll und ganz, aber dir muss auch klar sein, wenn du eine Null-Diät machst, dass du dann eine vernünftige Diagnose und Therapie sehr erschwerst.

Kein Arzt der Welt, kann dich vernünftig behandeln, wenn dein Körper in einem absolutem Ausnahmezustand ist, da ja sämtliche Werte verfälscht sind.

Zumal eine solche Diät, ohne Ärztliche Aufsicht, sehr gefährlich werden kann.

Mein letzter HBA 1c-Wert von 7,3 gefällt ihm auch nicht. Da vermutet er, dass das Metoprolol diese Auswirkung hat.

Ja, ein BB kann einen Diabetes auslösen, bzw. einen bestehenden verstärken.

Allerdings erklärt dies nicht wirklich den hohen Langzeitwert, da du ja nur 1000 Kalorien zu dir nimmst. Du müsstest ja die ganzen Kalorien, dann hauptsächlich mit Kohlenhydraten abdecken.

Ich konnte noch nie verstehen, wieso die meisten Ärzte auf Kohlehydrate in einer "gesunden" Ernährung so viel Wert legen.

Die Frage meinst du aber, als ehemalige Hochleistungssportlerin, nicht ernst, oder?

Es ist wie mit allem, die Menge macht das Gift. ;-)

MTama 4Lischxen


Hallo Praxa,

es gibt neue Erkenntnisse.

Noch am Freitag kamen die ersten Blutwerte.

Da ich bisher keinen Diabetes hatte und der Langzeitwert wieder deutlich erhöht war, haben wir noch einen Glucose-Toleranz-Test hinterher geschoben.

Siehe da, meine Werte sind mega langsam angestiegen und erst nach 3 h hatte ich die Spitze erreicht.

Meine SD-Werte sind extrem zu niedrig gewesen.

Der Junior hat seinen Vater gerufen, damit er eine Erklärung bekommt, welche folgendermaßen aussieht:

"Ich bin durch den BB mit meinem Stoffwechsel fast auf Null gesetzt worden. Bereits die niedrigen SD-Werte im vorigen Jahr hätten eigentlich eine Therapie mit L-Thyroxin zur Folge haben müssen. Aktuell ist kaum SD-Gewebe im Ultraschall darstellbar. Auf Grund meiner "Gegenmaßnahme", dass ich immer weniger gegessen habe, bin ich bereits im "Hungermodus", was natürlich nicht sonderlich gut ist."

Fazit:

BB zu hoch dosiert, sofort die Menge halbiert, evtl. BD-Spitzen mit Nitrolingual abfangen. Beginn mit 100 mg l-Thyroxin täglich. Torasemig wurde auch wieder auf 20 mg herab gesetzt und die Spironolacton soll ich auch ganz absetzen. Da ich nur eine Funktionsstörung habe (Waschleistung liegt aktuell bei 70 %) und seit knapp 2 Jahren keine Steine mehr, meint der Doc, dass ich viel zu viel trinken muss und das zu viel ungewünschte Ausscheidung erfolgt. Diesbezüglich hat er auch mit dem Nephrologen gesprochen. Er wollte dem Internisten nicht "reinfunken". :-o

Ich bin direkt auf den Ergometer gesetzt worden, damit er sich ein Bild über mein BD-Verhalten machen kann. Abbruch nach 7 min, da ersichtlich wurde, dass der systolische Wert stark angestiegen ist (265) und der diastolische Wert blieb bei 142 "stehen". Mein Puls war zu Beginn der Messung bei 43, zum Ende bei gerade mal 67! Das ich totale Atemnot hatte, brauche ich wohl nicht näher erwähnen.

Fakt ist, dass der Doc der Überzeugung ist, dass neben meinem Dauerstress die SD krachen gegangen ist, was keiner wahr haben wollte. Erstaunlich ist, dass das nicht einmal den Kardiologen interessiert hat. Alle haben sich nur gefreut, dass nach so vielen Jahren, wo mein Ruhepuls immer etwas zu hoch war, endlich mal der Puls runter gegangen ist.

Wenn der Puls aber nicht mit kommt, dann kann ich auch nichts großartig verstoffwechseln. – So die Argumentation des Senior-Sportarztes.

Ich bin gespannt. Auf jeden Fall geht es mir mit meiner Husterei schon deutlich besser.

Ich konnte noch nie verstehen, wieso die meisten Ärzte auf Kohlehydrate in einer "gesunden" Ernährung so viel Wert legen.

Die Frage meinst du aber, als ehemalige Hochleistungssportlerin, nicht ernst, oder?

":/ Doch? Zu meinen aktiven Zeiten durften wir auch nicht laufend Kohlehydrate zu uns nehmen. In der Saison bzw. zur Vorbereitung, wenn es um Muskelaufbau ging, dann haben wir viele Kh zu uns genommen. Ging es darum schnell Gewicht zu verlieren, weil wir etwas zu schwer geworden waren, dann gab es keine Kh!

Meine damalige Null-Diät fand unter ärztlicher Aufsicht statt. Ich habe sie super gut überstanden und hatte auch nie einen Jo-jo-Effekt. Aktuell soll ich erst einmal bei meinen ca. 1.000 kcal bleiben. Wenn mein Stoffwechsel mit dem Thyroxin wieder hoch fährt und der BB seine Wirkung verliert, sollte ich damit dann auch wieder abnehmen. Sobald alles in geordneten Bahnen läuft, dann würde mich der Doc noch einmal bei einer Null-Diät unterstützen.

Jetzt bin ich erst mal gespannt, was die anderen Werte sagen. Die bekommt er Anfang dieser Woche.

Wieso muss man eigentlich erst so frei drehen, bis man beim Doc ernst genommen wird?

Ich wünsche noch einen schönen Rest-Sonntag @:) *:)

aVgnexs


Rauchst Du? Nimmst Du Salz? 5 a day?

Nierenarterien ok? Conn´s Syndrom ausgeschlossen unn Phäochromozytom?

Fakt ist, dass es so wahnsinnig viele Medis auf dem Markt gibt, das kein Arzt alle kennen kann.

Bei Blutdruckmedikamenten kann man schon durchsehen.

Alpha-Blocker probiert? Minoxidil? Moxonidin? etc.

Spironolacton kann auch Wunder wirken.

Vorsicht mit Kalium bei Nierenproblemen.

C)h"evylaxdy


*:) Also scheint doch endlich mal was in Bewegung gekommen zu sein. :)^ so. Nur traurig das es erst so weit kommen mußte. :°_ Aber ich hoffe das es jetzt mal ein Licht am Ende des Tunnels für dich geben wird. :)*

oCthelxlo


Hab´ich das jetzt richtig mitbekommen, du wiegst jetzt zw. 65 bis 75 kg bei 177 cm?

Nun denn, wenn von deiner SD im Sono kaum noch etwas zu sehen war, hast du wohl eine typ. Autoimmunthyreoiditis (mit erhöhten Antikörpern?) mit einer SD-Unterfunktion – sieht man oft bei Frauen in mittleren Jahren – auch bei solchen, die nie einen ß-Blocker eingenommen haben.

Dass beim Belastungs-EKG deine Herzfrequenz unter der relativ hohen Metoprolol-Dosis nicht ansteigt, ist nicht verwunderlich.

Wenn Metoprolol jetzt schrittweise reduziert wird, werden die asthmatischen Beschwerden sich bessern, evt. kannst dann auch Cortison reduziert werden – das wirkt ja auch blutdrucksteigernd und diabetogen.

Als blutdrucksenkende Medikamente hat agnes dir ja auch schon alternative Substanzen genannt – bei deinem geschilderten Reizhusten auf Ramipril würde ich auch ein anderes Sartan vorschlagen, Valsartan hast du ja nicht so toll vertragen – ich habe beste Erfahrungen mit Candesartan gemacht.

Und schließlich noch – als Alternative zum Amlodipin – ist ein Versuch mit Lercadinipin zu überlegen.

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