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Jung mit Krampfadern – Langzeitfolgen/Venenerhaltende Methoden

SAonst,a89 hat die Diskussion gestartet


Hallo Leidensgenossen,

ich bin 24, männlich und hatte bereits während der Pubertät eine erste kleine Ader in meiner Kniekehle endteckt. Diese hatte sich zu einer ausgewachsenen Krampfader entwickelt, welche vor 3 Jahren gestrippt wurde.

Nun hat sich vorne entlang des Schienbeines eine dicke neue entwickelt. Grundsätzlich habe ich kein Problem mit einem Eingriff, kann die Schmerzen etc in Kauf nehmen, gibt ja verschiedenste Methoden.

Meine Sorge jedoch:

- Wenn bereits in einem solch jungen Alter, aufgrund von Veranlagung zwei Venen funktionslos gemacht werden, wie wirkt sich dies lanfristig aus, wenn immer neue Krampfadern entstehen? Es gibt ja glaube ich 10 Hauptvenen, irgendwann ist doch die Durchblutung des Beines nicht mehr gewährleistet, wenn eine nach der anderen krank wird und entfernt werden muss? Dazu findet man im Internet keine Informationen.

- Gibt es hier denn ggf Methoden, welche die Vene wiederherstellen oder erhalten? Erfahrungsberichte dazu wären auch hilfreich.

Vielen Dank für Eure Hilfe!

Antworten
AdhGornbxlatt hat geantwortet


Der Körper ist flexibel, er bildet neue Venen.

Vorbeugend Kneippgüsse machen, sich viel bewegen, Venenmedikamente einnehmen.

Ich bin bereits 4 x an Krampfadern operiert, das ist dann eben so.

Hatte auch zeitweilig mal eine Blutegeltherapie, nahm zumindest die Schmerzen ganz gut weg, hielt immer 2 Monate vor. War aber leider recht teuer.

S$ons[ta(8x9 hat geantwortet


wow, schnelle Antwort :)

Der Körper bildet tatsächlich komplett neue Venenstränge? Auch solch großen Hauptvenenersatz?

Also könnte ich theoretisch dutzende Krampfadern entfernt bekommen, ohne entsprechende Duruchblutungsprobleme in dem Bein zu bekommen? Das war bisher das Einzige was mich von der zweiten Entfernung abgehalten hat.

Das wäre natürlich mal wieder meisterlich von dem Wunderwerk Mensch.

A|hor.nblnatt hat geantwortet


Man wird nie die Hauptvene entfernen, das ist Kopfkino und ein absurder Gedanke.

SXonFstPa89 hat geantwortet


Offentsichtlich bin ich schlecht informiert.

Was ist denn, wenn die Krankheit eine Hauptvene betrifft? oder ist das nicht möglich?

und die entfernten Nebenvenen bilden sich neu?

E^max hat geantwortet


Was ist denn, wenn die Krankheit eine Hauptvene betrifft? oder ist das nicht möglich?

Bei mir wurde vor wenigen Wochen an einem Bein die vena saphena magna, das ist die Hauptvene vorne innen, im Oberschenkelbereich entfernt und im Wadenbereich stillgelegt. Sie funktionierte schon seit längerem nicht mehr, weil die Venenklappen kaputt waren. Beim Pressen floss das Blut in dieser Vene rückwärts. Der Blutrückfluss zum Herzen muss nun von den zwei weiteren im Bein vorhandenen Hauptvenenen übernommen werden. Mit der Entfernung der saphena Magna wurden einige Quervenen stillgelegt.

Ab dem Zeitpunkt der Diagnose bis zu meinem OP-Termin (6 Monate) trug ich knielange Kompressionsstrümpfe. Seit der Operation trage ich nun lange Kompressionsstrümpfe, die bis zu Leiste gehen – allerdings nur noch wenige Tage bis zur noch ausstehenden Nachuntersuchung.

An die Kompressionsstrümpfe habe ich mich schneller gewöhnt, als ich geglaubt hatte. Schwierig ist nur das Anziehen.

PVusteblHu(me6x5 hat geantwortet


Um neuen Krampfadern wirksam vor zu beugen, gibt es nur die Kompressionstherapie.

Ich persönlich bevorzuge flachgestrike Kompressionsstrümpfe. Die kneifen nicht am Sprunggelenk oder Knie und die gibt es auch in blau, antrazid und schwarz und sehen aus wie normale Kniestrümpfe und nicht wie Feinstrumpf. Und die gibt es auch in lang bis zur Leiste oder als Strumpfhose oder Legins.

Wichtig finde ich auch, das Fußende des Bettes etwas hoch zu stellen.

SvonsLta8x9 hat geantwortet


sehr interessant.

habe auch zur zeit schon ab und zu solche kniehohen, dunklen kompressionssocken an. die sind klasse und auch erträglich zu tragen.

um nochmal zu dem Thema "zu viele venen entfernt bekommen" zurückzukommen, das lässt mich noch nicht kalt. Bilden sich diese nun neu, oder müssen die bestehenden dann einfach mehr leisten? Wird das Bein einfach mit jeder Entfernung weniger und weniger durchblutet, bis man irgendwann nicht mehr entfernen kann/darf?

Wenn ich mit meinen 24 Jahren nun unerhoffterweise im 5-jahrestakt krampfadern in einem Bein erntfernt bekommen muss (istbei mir leider veranlagung durch mutti...) wird es ja spätestens mit 40 langsam eng.... ?

Ich finde zu dem Thema wirklich keinerlei informationen sonst im Internet.

Enmax hat geantwortet


Hallo Sonsta89,

ich bin in Bezug auf Krampfadern auch erblich vorbelastet. Meine Mutter trug mit 40 Jahren schon Gummistrümpfe. Sie war noch keine 50 als ihr Krampfadern verödet wurden (so wie das damals üblich war). Ich bekam meine Krampfadern um Jahrzehnte später. Mein Facharzt sagte mir, diese Verschiebung hätte ich mir wohl durch meinen regelmäßigen Laufsport erarbeitet.

Wie sieht es bei dir mit Sport aus? Bist du idealgwichtig? Vielleicht hast du noch gewisse Reserven, durch Änderung deines Lebenswandels dein Krampadernproblem um einige Jahre hinauszuzögern.

Ich wünsche dir alles Gute.

SbonYstax89 hat geantwortet


Ja Emax.

Im grunde genommen mache ich viel(im sommer eher zu viel für meine armen gelenke ^^) und regelmäßig sport, bin absolut idealgewichtig, eher durchtrainiert. 7

Ich habe bis vor kurzen noch studienbedingt sehr viel getrunken und auch öfter mal geraucht. Das war sicherlich nicht förderlich. Habe das nun stark reduziert.

Der bevorstehende Büroalltag wird aber glaube ich auch nicht unbedingt positiv darauf wirken. Werde definitiv auf der arbeit immer solche bis zum Knie reichenden Kompressiosstrümpfe tragen und mich ggf mal über so venenstärkende Mittelchen informieren.

Aber ich fürchte das zögert das Dilemma nur hinaus. Deswegen interessieren mich eben diese Themen wie Neubildung gezogener Venen, bzw "maximale Entfernunsmenge" und so weiter.

Mit 24 als Mann schon 2 dicke Kramfadern entfert zu haben, bei optimalem Gewicht und verhältnismäßig viel Sport is ja doch kein gutes Vorzeichen für das höhere Alter...

Ezm3ax hat geantwortet


Deswegen interessieren mich eben diese Themen wie Neubildung gezogener Venen

Nach meinem Kenntnisstand, der sich im Wesentlichen auf ärztliche Beratungen stützt, wird eine entfernte (oder verödete) Vene vom Körper nicht mehr ersetzt. In jedem Bein sind aber 3 Hauptvenen vorhanden, von denen eine problemlos entfernt werden kann, zumal, wenn sie wegen defekter Klappen ohnehin schon nicht mehr mitgearbeitet hat. Zwei Venen reichen noch aus.

Ich weiß nicht, was wäre, wenn eine zweite Hauptvene im selben Bein die Mitarbeit verweigert und zum Schutz vor Thrombosen auch entfernt werden müsste. (Spätestens bei der dritten und letzten droht dann wohl eine Beinamputation.)

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