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Lufthunger / ständig tief atmen müssen

S1pee"df!reaxk87 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

erstmal kurz zu meiner Person. Bin 25, ca. 85 kg und im Ausgleich zu meinem Bürojob fahre ich seit ca. 3-4 Jahren regelmäßig Mountainbike.

Ich hatte mir für dieses Jahr vorgenommen, mind. 10 kg abzunehmen und zielstrebig für ein paar Hobby-MTB-Rennen zu trainieren.

Habe seit Januar auch kräftig auf dem Heimtrainer trainiert und ca. 6 kg abgenommen. Habe zudem auch etwas die Ernährung umgestellt. Mehr Obst/Gemüse, weniger Kohlenhydrate.

Ca. Ende März habe erstmals bemerkt, dass ich immer wieder ganz tief Luft holen musste. Es war/ist ein Gefühl, als würde ich nicht genug Luft bekommen und passiert mehr oder weniger automatisch, bzw. es ist kaum zu unterdrücken.

Anfangs war es noch erträglich (ca. alle 3-4 Minuten 1x), aber nach ca. 3 Tagen wurde es relativ schlimm (teilweise 3-4x in der Minute) und ich konnte mich eigentlich nicht mehr auf meine Arbeit konzentrieren.

Am gleichen Tag war ich dann beim Hausarzt (bzw. bei der Vertretung meines Hausarztes). Dieser höhrte mich ab, nahm Blut und machte ein EKG. Alles soweit OK. Der Arzt machte für mich einen Termin beim Herz-/Lungenfacharzt, ich solle mir nur eine Überweisung bei meinem regulären Hausarzt holen. Dieser Lufthunger hatte sich nach ca. 2 Tagen wieder beruhigt, bzw. war teilweise fast komplett weg.

Ich wollte trotzdem den Termin beim Spezialisten wahrnehmen und die Überweisung von meinem Hausarzt holen. Dieser wollte mich aber selbst nochmal durchchecken. Also nochmal abhöhren, normales EKG, zusätzlich Belastungs-EKG und Langzeit-EKG

Werte vom Langzeit-EKG:

Ruhepuls in der Nacht: 45.

Während der Autofahrt zur/von Arbeit jeweils kurzzeitig auf über 140, was aber durch andere Verkehrsteilnehmer zu erklären war ;-) ,

ansonsten normaler Puls,

in den 24h traten 10 Extrasystolen, davon 1 Herzschlag ausgelöst vom "sekundären Schrittmacher"

Laut Arzt alles OK und mein Hausarzt meinte, ich solle den Termin beim Facharzt absagen, Was ich dann auch tat, die Beschwerden waren ja auch fast weg.

Ein paar Tage später habe ich dann einen Nebenhöhleninfekt bekommen. Dieser wurde mit Antibiotika behandelt. Gleichzeitig wurde aber auch dieser regelmäßige Atemzwang wieder schlimmer. Mit Antibiotika waren die Nebenhöhlen nach ca. 1,5 Wochen wieder OK.

Der Atemzwang ist aber geblieben. Mittlerweile schon 6 Wochen (mit Phasen, in denen es fast verschwunden war). Aktuell kommt der Zwang ca. alle 3-5 Minuten und es nervt ziemlich im Alltag.

Zwischenzeitlich habe ich mich noch beim Physiotherapeuten durchchecken lassen. Er hat zwar eine hartnäckige Verspannung im BWS-Bereich gefunden, es hat sich aber nicht danach angehört, als könnte sich diese Verspannung in dem Maße auswirken...

Was meint ihr dazu? Was könnte die Ursache sein? Sollte ich auf eine Überweisung zum Lungenfacharzt bestehen oder auf meinen Hausarzt hören und einfach noch eine zeitlang abwarten?

Soll ich mich beim Sport wieder belasten oder abwarten, bis eine definitive Diagnose gestellt wurde?

Antworten
Sfen!se hat geantwortet


Hallo Speedfreak87

weniger auf Deine EKG-Daten eingehend antworte ich aus dem Bauch heraus auf

Der Atemzwang ist aber geblieben. Mittlerweile schon 6 Wochen (mit Phasen, in denen es fast verschwunden war). Aktuell kommt der Zwang ca. alle 3-5 Minuten und es nervt ziemlich im Alltag.

Zwischenzeitlich habe ich mich noch beim Physiotherapeuten durchchecken lassen. Er hat zwar eine hartnäckige Verspannung im BWS-Bereich gefunden, es hat sich aber nicht danach angehört, als könnte sich diese Verspannung in dem Maße auswirken...

Was meint ihr dazu? Was könnte die Ursache sein? Sollte ich auf eine Überweisung zum Lungenfacharzt bestehen oder auf meinen Hausarzt hören und einfach noch eine zeitlang abwarten?

Soll ich mich beim Sport wieder belasten oder abwarten, bis eine definitive Diagnose gestellt wurde?

Arzt und Physiotherapeut sehen keine Ursache zur größeren Sorge. Dieses Luftholenmüssen kann durchaus eine "Macke" sein. Hatte ich selbst schon, mittlerweile äußert sich das selten mal, wenn, durch andauerndes Gegähne – "nein, ich bin nicht müde, ich brauche Luft... ;-)".

Nimm den Druck aus Deinem Leben. Mach Deinen Sport weiter, aber steck das Ziel nicht so hoch, geh nicht über Deine Grenzen dabei. gib Dir mehr Zeit, dieses Ziel zu erreichen. Du hast Dir ganz schön viel vorgenommen. Abnehmen und

zielstrebig für ein paar Hobby-MTB-Rennen zu trainieren.

Da krieg ich im Geiste schon Schnappatmung, hätte ich ein solches Ziel vor Augen...

Wie wäre es parallel oder zum Teil ersatzweise zum permanenten Ausdauertraining mit ruhigeren Sachen, die bewusste Atmung im Focus haben? Autogenes Training und Yoga (jaja, da kann man die ungeduldigen speedigen mit jagen, ich weiß). Tai Chi, Kampfsport?

Srpee dfrealk87 hat geantwortet


Erstmal vielen Dank – Sense – für deine Antwort!

Nimm den Druck aus Deinem Leben.

Du meinst also reine Kopfsache. Auch mein Hausarzt meinte, dass es ein Stresssymptom sein könnte, ist aber nicht näher darauf eingegangen.

Was natürlich in diese Kerbe schlägt: Ich mache derzeit eine nebenberufliche Weiterbildung (seit 2009 – Prüfung im Herbst diesen Jahres), was natürlich eine Zusatzbelastung darstellt (2-3x in der Woche Vorlesung + Lernen).

Bis jetzt konnte ich aber gut damit umgehen und habe es nicht als unerträglich wahrgenommen. Im Gegensatz zu anderen Kommilitonen versuche ich auch, den Zeitaufwand möglichst minimal zu halten ;-).

Da krieg ich im Geiste schon Schnappatmung, hätte ich ein solches Ziel vor Augen...

Ich kann das nachvollziehen. Aber gerade zu Bürojob, Weiterbildung, Lernen... tut es mir gut, wenn ich mich mal richtig auspowern und an meine Grenzen gehen kann. Ich empfinde das subjektiv nicht als Stress.

Autogenes Training und Yoga (jaja, da kann man die ungeduldigen speedigen mit jagen, ich weiß).

Gute Analyse ;-)

Wenn ich nur wüsste, ob es hilft, würde ich es schon in Erwägung ziehen...

iTrgeknd-"son-otyp hat geantwortet


Hallo.

Ich bin 43 und habe das seit ca. 20 Jahren.

Nicht dauerhaft, aber alle paar Jahre mal für

ein paar Wochen. Manchmal muss ich freiwillig

gähnen, damit ich tief durchatmen kann.

Es ist wohl psychosomatisch. Ich würde nicht sagen das es vom körperlichen Stress kommt, sondern eher vom mentalen Stress. Innere Konflikte oder Probleme die auf die Psyche gehen ( Beziehung, angst vor krankheiten,Job, Weiterbildung, Prüfungsangst, ungelöste Differenzen usw.)

Aber um ganz sicher zu gehen würde ich mich vom Facharzt untersuchen lassen, um andere Ursachen auszuschließen.

Jgan7=4 hat geantwortet


Informiert euch mal zum Begriff "chronische Hyperventilation". Klingt seeeehr danach. Ich kenn das auch. Hat viel mit Stress, Depressionen und allgemeinem nicht-gut-drauf-sein zu tun.

Das EKG ist hier die falsche Baustelle, da ist alles ok mit anscheinend.

f/iAnxch hat geantwortet


Vor ein paar Jahren hatte ich das auch mal. Nach etlichen Untersuchungen wars dann doch bei mir die BWS. Nachdem die Blockade vom Orthopäden beseitigt war, hatte ich keinerlei Beschwerden mehr.

Die Entspannungstipps sind sicher auch nicht verkehrt, vielleicht probierst du mal Qigong (gibt's super CD's). Oft kommen Verspannungen und Blockierungen ja gerade von zuviel Stress.

SYpee,dffreaxk87 hat geantwortet


Aktuell hat sich das Luftschnappen etwas beruhigt. Es kommt zwar noch regelmäßig alle paar Minuten, ist aber jetzt eher ein entspanntes Seufzen als dieses krampfhaste Luftholen.

Jetzt ist leider ein anderes Problem dazugekommen.

Ich war letzten Sonntag knapp 3 Stunden auf dem Rad unterwegs. Habe mich jederzeit relativ fit gefühlt. Abends auf dem Sofa habe ich gemerkt, dass ich immer noch sehr schwitze und habe meinen Puls gemessen: 110. Dieser ging auch nach einiger Zeit nicht runter.

Ich bin dann ins Krankenhaus gefahren, die haben mich dann über Nacht dortbehalten und am nächsten Tag verschiedene Untersuchungen gemacht: Herzecho, Belastungs-EKG, Ruhe-EKG, Blutwerte.

Lt. Arzt alles OK. Er könne es sich nur als Anzeichen einer Überbelastung erklären. Ich solle meinen Puls die nächsten Tage beobachten, bei Auffälligkeiten nochmal zum Hausarzt.

Ich habe meinen Puls die letzten Tage regelmäßig in Ruhesituationen gemessen, im Schnitt waren es 70-72 Schläge.

Leider fehlt mir der Vergleichswert, bevor meine Beschwerden losgingen und ich weiß, dass diese Werte eigentlich normal wären.

Aber beim Langzeit-EKG, dass vom Hausarzt wg. meinen Atembeschwerden gemacht wurde, hatte ich einen Schlafpuls von 45. Wahrscheinlich kann man das nicht ganz vergleichen (Schlafpuls – Ruhepuls), aber bei einem Schlafpuls von 45 sollte doch der Ruhepuls auf dem Sofa nicht gleich 25 Schläge höher sein oder?

Bzw. es sollte doch durch meine sportliche Aktvität der Puls wesentlich niedriger sein. Anhand des Belastungs-EKG im Krankenhaus (max. Leistung 300 Watt) wurde ja auch ein "überdurchschnittlicher Trainingszustand" festgestellt....

PAusteb9lumxe65 hat geantwortet


Abends auf dem Sofa habe ich gemerkt, dass ich immer noch sehr schwitze und habe meinen Puls gemessen: 110.

Panikattacke?

Schau mal hier: [[http://de.wikipedia.org/wiki/Hyperventilation]]

d]ie 6Seraxfina hat geantwortet


Ich kenne dieses Symptom auch bzw. hatte das in der Vergangenheit. Bei mir hing es zusammen mit Panikattacken (was aber eine Weile gedauert hat, bis ich da dahintergekommen war). Ich würde also auch darauf tippen, dass es kein "körperliches", sondern ein psychosomatisches Symptom ist. Wenn es dich aber beruhigen würde, kannst du ja trotzdem mal zum Lungenfacharzt gehen.

A`ntwo2rtx 1 hat geantwortet


Hallo

ich komme gleich zum punkt , ihr habt euch was im

Rücken gezert klingt komisch ich weis kenne aber

die Symptome es geht soweit das es schon ins herz schneidet

und man denkt das die lungen zusammen gedrückt sind.

Man gähnt um luft zu bekommen und ist kurz vor einer panik attacke.

Wenn die Ärzte nichts körperliches finden ist es das

legt euch auf ein heisses kirschkernkissen zwischen die schulterblatter

und ihr werdet es merken

bei sofotiger Hilfe ab zum Hausarzt und spritze gegen

Zerrung

e@ddi3e-thZe-exagle hat geantwortet


Ich würde auf Übertraining tippen. Das Trainingspensum ist viel zu hoch. Das hohe Trainingspensum von Profis und vielen Amateuren lässt sich nur durch Doping erreichen. Daran kannst du dich nicht orientieren. Erst wieder aufs Rad, wenn du komplett erholt und frisch bist.

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