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Herz wirklich ok oder doch nicht?

Maa*rco%H8x3 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich bin 29 Jahre, männlich, 1.87 m groß und wiege 77 kg. Alleinerziehend, Tochter 4 Jahre. Blutspender. Soviel zu meiner Person. Vorerkrankungen gab es auch keine.

Hatte vor ca. 1-2 Monaten meine Tochter im stehen hochgehoben und dabei die Schulterblätter zusammen gezogen damit ich gerade stehe (da ich einen krummen Rücken habe) und beim hochheben gab es ein sehr starkes Schmerzstich im Rücken oberhalb. So als würde einer mit er Nadel in die Wirbelsäule / Muskel stechen.

Bei einer anderen Aktion, welche ich leider nicht mehr genau weiß, ob ich mich da gedreht habe im sitzen oder so tat mir dann der komplette Brustkorb weh und ich hatte so ein Gefühl so ne Art wie als wenn man nen Pflaster irgendwo abzieht (lässt sich schlecht beschreiben) und dachte nur hoffentlich ist nichts passiert (organisch)...

Danach hatte ich keine Beschwerden wieder auch nicht in Ruhe oder bei Bewegung.

Dann war ich Anfang Mai bei einer Internistin weil ich Schmerzen in der Linken Brust hatte und wie eine Art Taubheitsgefühl im Arm mit einem Kribbeln wie bei einer Durchblutungsstörung. War voll durch den Wind weil ich Angst hatte das es ein Infarkt oder so ist. Bin dann davor erst mal zum Hausarzt der mich dann zur Internistin überwies.

Mein Hausarzt machte vor dem Besuch bei ihr ein EKG und bestimmte Blutwerte. EKG war ok er meinte nur ich hätte ein Rechtsschenkelblock was aber nicht gefährlich wäre. Hausarzt meinte es wäre ein Muskelverspannung bzw. ein Nerv wird von einem Muskel abgedrückt. Hab auch Verordnung für Physiotherapie bekommen.

Die Blutwerte waren:

CK 2.42 umol/s l

CK-MB 0.19 umol/s l

Troponin T 0.007 ng/ml

Dann erfolgte ca. 14 Tage später der Besuch bei der Internistin. Es wurden EKG, Belastungs-EKG, 24-h-EKG sowie ein Echo gemacht.

Folgendes kam dabei raus laut Befund:

Belastungs-EKG (Fahrrad):

Belastungsgrenze: 2 min 175 Watt (75% von Soll 231 Watt)

Patient ist ausreichend altersentsprechend submaximal belastbar, Abbruch bei muskulärer Erschöpfung (Oberschenkel da sehr lange kein Rad gefahren) und Luftnot, Blutdruckverhalten: norml, RR in Ruhe: 100/70 mmHg; RR unter Belastung: 220/100 mmHg. Herzfrequenz in Ruhe und unter Belastung im Normbereich, Herzrhythmusstörungen nicht vorhanden, koronare Durchblutungsstörungen nicht nachweisbar

24-h-EKG:

mittlere HF bei 76/min mit Schwankungen zwischen 47/min und 147/min, Nachweis von 12 VES und 13 SVES, konstanter Sinusrhythmus it typischen zirkadianen Tag-Nacht-Rhythmus. Keine höhergradigen Herzrhythmusstörungen

Echokardiographie:

normgroße Kavitäten, keine Kinetikstörungen, gute globale systolische Funktion, EF 63%, Diastole unauffällig, keine Hypertrophie, Klappen intakt

Die Internisten meinte das ich sehr gut Radgefahren sei und mit meinem Herzen alles ok sei.

Die Untersuchungen sind nun ein bissl mehr wie 1 Woche her.

Nun würde ich gerne wissen anhand der Befunde ob wirklich alles ok ist mit dem Herzen??

Da ich noch andere Beschwerden habe (1 mal tgl. seit kurzer Zeit ein Gefühl im Brustbereich als würde das Herz aussetzen und dann wieder schnell kurz schlagen in Verbindung mit einer Art nicht direktem Gefühl als würde mir kurz die Luft fehlen ... das ganze dauert nur kurz aber man wird panisch. Auch Schmerzen an bestimmten Punkten der unteren Rippenbögen, komisches Gefühl im/am Brustbein, Aufstoßen, 1 mal Sodbrennen, Schmerzen zwischen den unteren Rippenbögen / Übergang Magen / Zwerchfell ??, Enge Gefühl im Hals / Kehlkopf) ...

Habe eine Trichterbrust und Rückenprobleme. Physiotherapeutin meinte das die Symptome nach Wirbelblockierungen klingen. Und hat dann an mir mehrere Griffe angewendet und so wo es auch ab und an "knackte".

Habe richtige Angst das es was mit dem Herz sein könnte auch wenn die Internistin sagte es sei alles ok...

Ich weiß auch das dies kein "Medizinerforum" ist, aber vielleicht kennt jemand die Symptome oder hat Erfahrungen gemacht damit ...

Danke schon mal für die Antworten...

Antworten
_VPiarvatxi_ hat geantwortet


Klingt alles eher nach muskulären Verspannungen. Du solltest nur aufpassen, dass du nicht noch zum Angstpatienten wirst, der ständig glaubt, etwas mit dem Herzen zu haben, sonst brauchst du vielleicht noch einen Psychotherapeuten. Von daher: Mach dir nicht so ein Kopf ;-)

PTubstenblumex65 hat geantwortet


Physiotherapeutin meinte das die Symptome nach Wirbelblockierungen klingen. Und hat dann an mir mehrere Griffe angewendet und so wo es auch ab und an "knackte".

Jepp, klingt deutlich nach BWS-Blockade / Rippengelenksblockade.

mrnef hat geantwortet


:)z Blockade oder heftige Verspannungen.

Da ich noch andere Beschwerden habe (1 mal tgl. seit kurzer Zeit ein Gefühl im Brustbereich als würde das Herz aussetzen und dann wieder schnell kurz schlagen in Verbindung mit einer Art nicht direktem Gefühl als würde mir kurz die Luft fehlen ...

Das kann auch vom Herzen kommen, klingt nach Extrasystolen. ABER die sind beim Gesunden (und das wirst du nach den ganzen Untersuchungen beim Internisten sein) normal und nicht schlimm, außer dass man erschrickt. Bei mir hilft Magnesium, aber da sollte man auch nicht alles mögliche mal eben prophylaktisch einwerfen, wenn man keinen Mangel hat. Blutbild war ok, ja?

Zu dem Knacken (da kenne ich mich nicht aus, deshalb eher als Frage an die, die sich auskennen):

Kommt das beim Einrenken oder auch wenn man die Blockaden "sanft" löst? Ich wurde auch schon eingerenkt (ich weiß, wirklich ausgerenkt ist da genau genommen nix) und es hat auch geknackt. Danach habe ich erst erfahren, dass das nicht gut ist, weil es ordentlich den Verschleiß fördert :-/

PTustebUlumex65 hat geantwortet


Kracken deutet auf eine Manipulation der Blockade ihn.

Manipulieren verstärkt nicht den Verschleiß, sondern kann, wenn es zu oft angewendet wird, das Bandsystem des Gelenks lockern, was zu Instabilität und vermehrten Blockaden führt.

Es sollten nicht mehr wie 2 Manipulation je Gelenk alle 4 Monate statt finden, wurde in der MT-Ausbildung vom Ausbilder geraten.

m?nef hat geantwortet


Danke @:)

Stimmt, Instabilität und dadurch nur häufigeres Blockieren, sowas meinte ich |-o

M>arcFoH8x3 hat geantwortet


Beim Blutbild wurden damals nur die Herzenzyme getestet und nichts weiter.

Heute wurde mir nochmal Blut abgenommen und auf dem Zettel war drauf angestrichen:

- Blutbild

- Schilddrüsenwerte (T-Werte)

- Kalium

Was mich halt nur so beängstigt ist halt das ich mind. 1 x mal täglich diese Beschwerden habe. Also ohne das ich an das Herz denke oder sonst was passiert es. Z. B. ich sitze gestern entspannt und an nichts denkend bei meinem Vater in der Küche beim Geburtstagskaffee und dann auf einmal wieder das Gefühl als würde das Herz aussetzen oder sich zusammenziehen und dann so ein Gefühl als würden 2-3 schnelle Schläge folgen und so ein Gefühl in der Lunge / Bauch / Herz (kann den Ort nicht genau deuten) als würde man was absaugen oder für eine bis zwei Sekunden inne halten... Und dann wenn es vorbei ist dann denkt man sofort wieder daran ob alles ok sei oder ob doch was ist. Und das beängstigt ein. Sonst merke ich nichts. Meistens ist es so das es nachmittags passiert.

Wenn ich das nicht hätte würde ich ganz normal durch den Tag gehen...

Dazu muss ich sagen das ich einen Bürojob erlernt habe aber momentan arbeitsuchend bin. Aber man ja dadurch die meiste Zeit im sitzen verbringt.

Ccha-eTu hat geantwortet


Die Befunde lesen sich völlig normal. Ich denke, dass neben der BWS-Blockade auch harmlose Extrasystolen infrage kommen (Im LZ-EKG wurden ja auch welche aufgezeichnet: "Nachweis von 12 VES und 13 SVES"). Da Extrasystolen unterschiedlich ablaufen können, und jeder Mensch sie anders fühlt, halte ich das für eine sehr wahrscheinliche Erklärung.

Gruss

Cha-Tu

MqarcoHx83 hat geantwortet


Wenn sie sich normal lesen bin ich etwas beruhigter.

Nur liest man auch im Netz das Extrasystolen zwar ungefährlich wären aber wen noch andere Symptome dazu kommen man einen Arzt konsultieren sollte. Und da ich so ein Gefühl des plötzlichen Aussetzen des Herzen habe und kurz danach ein Gefühl als würde das Herz 2-3 Schläge kurz hinter einander machen und diese flau Gefühl dabei in mir, macht man sich da schon Gedanken ob hinter den Extrasystolen und dem wie es sich anfühlt mehr stecken könnte oder nur Vorboten von einer anderen Krankheit sind und demnach zwar im Moment harmlos sind aber vielleicht mit der Zeit nicht mehr harmlos sind.

Man macht sich halt auch Sorgen da man noch so jung ist und auch wegen meinem Kind...

P-ustecblumex65 hat geantwortet


Dann lies mal hier:

[[http://angstportal.de/Wenn-sich-alles-um-das-Herz-dreht.html]]

[[http://angstportal.de/SY06---Herzneurose.html]]

C,ha-xTu hat geantwortet


Nur liest man auch im Netz das Extrasystolen zwar ungefährlich wären aber wen noch andere Symptome dazu kommen man einen Arzt konsultieren sollte.

Das ist Unsinn, was da steht. Zwar gibt es eine sehr seltene Erkrankung, bei der Extrasystolen gefährlich werden können, aber das sieht man sofort auf dem EKG, da die Extrasystolen dann in eine ganz bestimmte Strecke des Herzschlags einfallen. Das erkennt der Arzt SOFORT auf dem EKG. Alle anderen EKGs sind wirklich harmlos, auch wenn sie sehr unangenehm werden können. Ich habe selbst hin und wieder ES, die sich wie elektrische Schläge am Herzen anfühlen. Das tut richtig fies weh. Aber selbst die sind harmlos.

Wenn ich aber trotzdem einen Rat geben darf: Ich habe das Gefühl, als ob Du massiv unter Stress stehst, und DARAN solltest Du versuchen, zu arbeiten.

Gruss

Cha-Tu

Mgarc}oH83 hat geantwortet


Danke für die Links und die Antworten.

Hmm unter Stress stehen... Das dachte / glaube ich eigentlich nicht. Da ich im Moment arbeitsuchend bin und daher Zuhause. Und auch nicht von einem Termin zum nächsten "hetzen" muss oder so. Daher wüsste ich jetzt nicht wie es sein könnte das ich gestresst bin... Würde mich aber auf Hinweise und Ratschläge freuen deswegen @:)

Und egal wo man liest, man denkt immer das die Ärzte und andern Leute sich wiedersprechen in einem Artikel. Einmal sagen sie das alles ok ist und SVES und VES ungefährlich wären aber im gleichen Atemzug kommt dann, ja sie können aber auch auf eine Erkrankung hin weisen, etc. ... Mich beunruhigt ja z. b. die Aussage die ich gefunden habe (gibt aber noch mehr im Netz):

"Eine Extrasystole ist ein Herzschlag, der außerhalb des normalen Herzrhythmus auftritt. Sie zählt zu den Herzrhythmusstörungen, der eigentliche Rhythmus kann dabei unbeeinflusst bleiben oder verschoben werden. Extrasystolen entstehen nicht im normalen Schrittmacherzentrum (Sinusknoten), sondern in ektopen Erregungszentren (ektoper Fokus). Der Betroffene spürt sie oft als Herzstolpern. Extrasystolen kommen vor allem bei Jugendlichen häufiger vor, sind jedoch meist unbedeutend und harmlos. Gelegentlich können sie aber auch auf eine bedeutsame Herzerkrankung hinweisen. Kammerflimmern beginnt typischerweise mit einer Extrasystole in der relativen Refraktärzeit.

Supraventrikuläre Extrasystole

Supraventrikuläre Extrasystolen entstehen oberhalb der Aufteilung (Bifurkation) des His-Bündels, meistens im Vorhof (Atrium). Man unterteilt sie in atriale SVES (ektopes Zentrum im Vorhofmyokard) und nodale SVES (ektopes Zentrum am AV-Knoten, auch AV-junktionale SVES). Bei atrialen SVES wird der Sinusknoten mitentladen. Dadurch verschiebt sich sein Rhythmus genau um die Erregungsleitungszeit vom ektopen Fokus zum Sinusknoten (nichtkompensatorische Pause). Bei der nodalen Extrasystole wird der Vorhof rückläufig entladen. Beide können die Herzkammern aus ihrem Rhythmus bringen (supraventrikuläre Arrhythmie). SVES beim Gesunden bedürfen keiner Therapie, beim Vorliegen einer Herzerkrankung wird vorrangig diese behandelt.

Ventrikuläre Extrasystole

Mehrere aufeinander folgende polymorphe Extrasystolen (Salve), gefolgt von einer Sinustachykardie

Bei einer ventrikulären Extrasystole breitet sich die Erregung von einem ventrikulären ektopen (außerhalb der normalen Schrittmacherstrukturen gelegenen) Fokus über die Herzkammern aus. Dabei bleibt entweder der Herzrhythmus unbeeinflusst, da die nächste Sinuserregung nach der extrasystolischen Refraktärzeit der Ventrikel eintrifft (v. a. bei niedrigen Herzfrequenzen und früher Extrasystole), oder es kommt zu einer kompensatorischen Pause. Man unterscheidet rechtsventrikuläre von linksventrikulären Extrasystolen. Die einfallenden Extrasystolen haben einen verbreiterten QRS-Komplex.

Mehrere Extrasystolen aus einem Erregungszentrum (monotop) erscheinen im EKG gleichartig (monomorph). Polytope Extrasystolen entstehen hingegen in verschiedenen Erregungszentren und unterscheiden sich deshalb auch im EKG (polymorph). Paarweise auftretende Extrasystolen werden als Couplets, drei oder mehr direkt aufeinander folgende Extrasystolen als Salven bezeichnet. Folgt auf jede normale Erregung des Herzens eine VES, spricht man vom Bigeminus.

Die Einteilung der VES richtet sich nach der Lown-Klassifikation. Wie bei der SVES ist auch die VES beim Gesunden nicht behandlungswürdig. Beim Vorliegen von auslösenden Erkrankungen werden vorrangig diese behandelt. Bei komplexen Rhythmusstörungen bei einer kardialen Grunderkrankung kann eine Behandlung mit Antiarrhythmika notwendig sein."

Habe es mal fett markiert in dem Text was ich meine... Gerade auch wenn man so was dabei liest bekommt man Bedenken ob wirklich alles ok ist.

Ein Freund (anfang-mitte 30) von mir der lag auch im Krankenhaus. Der war bei seiner Mutter zu Besuch und de wurde schwarz vor Augen und kippte um... Krankenwagen und als ich ihn dann spontan im Krankenhaus traf sagte er mir es wäre ein Infarkt gewesen. Und dann war er auch von unserem Krankenhaus nach Leipzig in die Herzklinik überwiesen wurden. Das ist nun ein Jahr her und nun hatte er auch mir bei Facebook geschrieben: "bei mir war auch das ekg in ordung nach der rythmologischen untersuchung wegen mein infarkt ..." ... Da denkt man sich dann auch ok der Arzt hat dich entlassen und gesagt man sei Herzgesund und so und wenn man so was liest das trotz das ein EKG etc. in Ordnung ist, dann so was doch passieren kann, ist echt beängstigend. Wenn ich dann noch an den Spruch der Arthelferin denke als ich mit der Überweisung bei der Internistin ein Termin machte und nachfragte und sie sagte: "Wenn hier alle Werte ok sind können sie trotzdem hier aus der Tür raus gehen und nen Infarkt bekommen. Das weiß keiner..." ... Da war ich auch gleich bedient.

Nun ist es so das ich Anfang Mai bei der Internistin war und die ganzen Tests (siehe oben) gemacht wurden. Nun wollte ich aber nochmal zu ihr um mit ihr nochmal zu reden. Ich rief an und fragte nach ob das möglich ist und da fragte ich Arzthelferin wann ich da wahr und wie mein Name ist. Und dann fragte sie warum ich zur Ärztin möchte. Ich sagte weil ich gerne mit ihr reden möchte da vielleicht neue Symptome dazu gekommen sind. Und da sagte sie zu mir das ich erst ne neue Überweisung benötige von meinem Hausarzt wo drauf steht was gemacht werden soll, weil die dort ein Facharzt sind und weil neues Quartal wäre. Wo ich mich frage: a) ich war anfang des Monats dort wie kann nun wieder ein neues Quartal sein das beginnt ja erst im Juli? Und ist es wirklich nicht möglich nochmal hinzu fahren und mit der Ärztin zu sprechen? Was kann / soll ich tun?

Mein Hausarzt ist noch im Urlaub bis nächste Woche.... Naja morgen oder Freitag erfahre ich was bei dem Blutbild mit den Schilddrüsenwerten und dem Kaliumwert raus gekommen ist...

C.ha-xTu hat geantwortet


"Wenn hier alle Werte ok sind können sie trotzdem hier aus der Tür raus gehen und nen Infarkt bekommen. Das weiß keiner..."

Ja, das ist so, Marco. Das ist LEBEN. Es gibt keine 100%ige Sicherheit, dass etwas NICHT passiert. Es gibt auch keine 100%ige Sicherheit, dass Du nicht beim nächsten Spaziergang von einem Auto überfahren wirst oder beim nächsten Einkauf Dir ein Dachziegel auf den Kopf fällst, wenn Du an einem Haus vorbeigehst. Ihr "Angst-Menschen" habt ein grosses Problem: Dass Ihr 100%ige Sicherheit wollt. Aber die kann es nicht geben. Nie. Nirgendwo.

Alle Deine fett hervorgehobenen Beispiele beziehen sich auf herzkranke Menschen. Wenn ich solche Ängste hätte, wäre das normal, weil ich 2 Infarkte hinter mir habe und ich eine Herzinsuffizienz habe. Ferner bin ich Diabetiker und habe eine Lungenkrankheit. Aber bei einem gesunden Mensch Menschen ist das Risiko, plötzlich tot umzufallen oder eine tödliche Rhythmusstörung zu erleiden, so minimal, dass ein hoher Lottogewinn wahrscheinlicher wäre.

Damit musst Du leben. Wie alle anderen Menschen auch. Und Du hast jetzt die Wahl, etwas gegen diese Angst zu tun (z.B. eine Psychotherapie, denn Deine Angst scheint mir (ich bin Therapeut) in keinem gesunden Rahmen) oder aber ein Opfer dieser Angst zu werden. Und das solltest Du Deiner Tochter nicht zumuten... Mach etwas, und sei es für Deine Tochter!

Gruss

MyarcxoH83 hat geantwortet


Cha-Tu du schreibst du hattest 2 Infarkte :-o :-o und leidest an Herzinsuffizienz... Wie hast du das mit den Infarkten bemerkt? Bzw. wie wurde es fest gestellt? Ist vielleicht ne komische Frage. Aber ich stelle mir vor als Nicht-Mediziner, das wenn man einen Infarkt bekommt das man da kaum Zeit hat nen Notarzt zu rufen oder/und nebenbei noch jemanden zur Hilfe zu holen (evtl. Herzdruckmassage, etc.)...

Bei der Herzinsuffizienz wurde die anhand eines EKG festgestellt? Oder hast du das an Symptomen bemerkt oder an der Kontrolle des Blutdruckes mit Puls?

Bei deinen Krankheiten, darf ich fragen wie alt du bist?

Muss nächste Woche zu meinem Hausarzt wegen einer neuen Verordnung für Physiotherapie. Soll ich dann einfach sagen das ich eine Überweisung zum Psychologen brauch? Kann man da auch zu einem Neurologen gehen?

Du sagst du bist Therapeut, woran erkenne ich denn einen guten Therapeuten der mir richtig helfen kann?

(Ich frage da bei meiner Scheidung auch eine Psychologin eingesetzt wurde da ein Gutachten erstellt werden sollte bzgl. unserer Tochter da es da um den Aufenthalt- / Wohnort ging und da wurde die Aussage getätigt das es halt gut und nicht gute Psychotherapeutin gibt).... Ich weiß das wird es in jeder Berufsgruppe geben...

C&hWax-Tu hat geantwortet


Wie hast du das mit den Infarkten bemerkt?

Mörderischer Druck auf dem Brustkorb und im Rücken, massive Schweissausbrüche, Atemnot, Vernichtungsgefühl. Mehrfacher kurzer Verlust des Bewusstseins.

Bzw. wie wurde es fest gestellt?

EKG und Blutwerte.

Aber ich stelle mir vor als Nicht-Mediziner, das wenn man einen Infarkt bekommt das man da kaum Zeit hat nen Notarzt zu rufen oder/und nebenbei noch jemanden zur Hilfe zu holen (evtl. Herzdruckmassage, etc.)...

Meistens ist man in der Lage, Hilfe zu holen, sofern keine lebensbedrohlichen Rhythmusstörung nach dem Infarkt auftreten (Kammerflimmern). Die Mehrzahl der Betroffenen überlebt den ersten Infarkt ja.

Bei der Herzinsuffizienz wurde die anhand eines EKG festgestellt?

Belastungs- und Langzeit-EKG, Ultraschall, Katheteruntersuchung, Symptome, Verlauf.

Bei deinen Krankheiten, darf ich fragen wie alt du bist?

Ich bin fast 61 Jahre alt. Mein erster Infarkt war, als ich 42 war, der zweite ein halbes Jahr später.

Muss nächste Woche zu meinem Hausarzt wegen einer neuen Verordnung für Physiotherapie. Soll ich dann einfach sagen das ich eine Überweisung zum Psychologen brauch? Kann man da auch zu einem Neurologen gehen?

Ein Neurologe ist für die Nerven zuständig, nicht für die Psyche. Psychiater und/oder nichtärztlicher Psychotherapeut sind die richtigen Ansprechpartner. Versuche erst einmal einen Termin bei einem Therapeuten zu bekommen, das wird schwierig, da die lange Wartezeiten haben. Wenn Du einen Termin hast, brauchst Du für die ersten 3-5 Gespräche meistens keine Überweisung. Alles andere bespricht der Therapeut dann mit Dir.

Du sagst du bist Therapeut, woran erkenne ich denn einen guten Therapeuten der mir richtig helfen kann?

Dafür gibt es keine sicheren Tipps. Wichtig ist, dass die Chemie zwischen Klient und Therapeut stimmt, Sympathie und fachliche Kompetenz sind fast gleichwichtige Kriterien.

Gruss

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