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Sepsis durch krankenhauskeim

S{chwihegertopchterx86 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich hoffe, ich bin hier richtig?!

Zu meiner Geschichte:

Meine Schwiegermutter 65 Jahre liegt mit einer sepsis seit Freitag auf its. Zuvor lag sie 3 Wochen auf Station.

Sie hat sich im Januar eine Verletzung am Schienbein zugezogen. Die kleine Wunde wurde dann eine zeit lang durch besondere Pflaster versorgt. Nachdem sich die Wunde immer mehr entzündete, bekam sie Antibiotika. Sie vergaß mitzuteilen, dass sie Medikamente für ihre Nieren bekommt. Also verschlechterten sich ihre nierenwerte sehr. Sie stand kurz vor der Dialyse. Dennoch drehte sich soweit alles zum positiven.

Ihre Wunde blieb, und entzündete sich weiter. Bis vor ca 4 Wochen. Ihr Allgemeinzustand verschlechterte sich. Ihr war übel, sie hatte Durchfall, war extrem blass. Wir brachten sie in die Klinik. Dort bekam sie einen Tropf. In ihrer Akte steht dehydration. Nach ca 14 Tagen ging es ihr weiterhin schlecht. Die Ärzte operierten sie am bein. Einige Tage später ( letzten Dienstag) zum 2. Mal. Sie mobilisierte sich sehr schnell. Sie lief sogar mit meinem Mann über die Station ( am Donnerstag) und Freitag morgen dann der schreckliche Anruf. Sie hat eine schwere sepsis. Durch den krankenhauskeim mrsa. Liegt im Koma und wird beatmet. Sie bekommt unzählige Medikamente.

Am nächsten Tag war ihr Situation unverändert. Heute soll sie einen lutfröhrenschnitt bekommen.

Wir sind alle so unendlich traurig.

Vor einem Jahr hätten wir unseren 2 jährigen Sohn fast an einer sepsis verloren. Wir hab diesen Schlag gerade verarbeitet, und jetzt das!

Was meint ihr, hat sie noch Chancen? Sie bekommt breitbankantibiotika.

Heute geht es ihr schlechter. Alle Organe sind befallen. Und nun wissen die Ärzte wohl auch doch nicht mehr, um welchen Keim es sich handelt. Angeblich ist es nun ein unbekannter Keim. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll... Sie darf am Tag nur 1x kurzen Besuch von max. 2 Personen bekommen. Wir dürfen max. 1x am Tag anrufen.

Gestern habe ich sie mit meinem Mann besucht. Wir haben ihr den Glücksbringer unseres Sohnes mitbringen wollen. Aussage der Schwester: sie merkt sowieso nichts! Wir sollen nichts mitbringen!

Klar, ich kann es aufgrund der Hygiene verstehen.

Sl

So, nun hab ich so viel geschrieben... Ich hoffe, es gibt jemanden mit ähnlichen Erfahrungen, und hoffentlich positiven Ende.

Wir hoffen, hoffen und hoffen.

Was noch gesagt werden muss, sie ist seit Jahren nicht Kern gesund. Sie ist übergewichtig mit Bluthochdruck und Diabetes 2. Leidet an Gicht und Nierenleiden.

Lieben Gruß

Antworten
S>chna}ttix-8


Ersteinmal drücke ich die Daumen das sich alles doch noch zum positiven wendet.

Ich kenne das mit den Krankenhauskeimen von meiner Mutti. Sie hatte sich die Krampfadern entfernen lassen an einem Bein da sich dort ein Blutgerinsel bildete das schon so groß wie ein Ei war. Sie hatte um die 16 Stiche über das ganze Bein verteilt. Sie kam nach Hause und wunderte sich warum das nicht heilt. Dann wieder ins Krankenhaus und dort verband man alles nur neu. Ihr kam das merkwürdig vor weshalb sie dann einen Tag später zu unserem Chirurgen ging und der fiel fast um und meinte das ist doch ein Keim vom Krankenhaus.

Von meinem Vati der Arbeitskollege spielte mit seinem Enkel Fussball und brach sich dabei wohl das Bein. Ich weiß nicht mehr was genau gemacht werden musste aber er wurde auch operiert. Das Bein entzündete sich ebenfalls durch einen Krankenhauskeim und letzten Endes wussten die Ärzte nicht mehr weiter und wollten amputieren.

Er ließ sich dann in ein anderes Krankenhaus überweisen und dort setzte man direkt Maden an. Alles wieder ok.

Manchmal ist es vielleicht doch ratsam das Krankenhaus nochmal zu wechseln wenn man etwas merkwürdig findet.

Und selbst wenn sie nichts mehr spüren sollte kann dies der Krankenschwester auch egal sein und da finde ich ehrlich gesagt ihre Aussage völlig daneben.

Wer ein bisschen Mitgefühl hat sagt – ja, bringen sie es ihr.

Zwecks Hygiene, meine Oma war nach einem Schlaganfall in der Reha und da ging auch ein Keim um in Richtung Durchfall und da mussten wir alle diese grüne Kleidung anziehen, Mundschutz um und Handschuhe.

Alles andere was mitgebracht wurde musste mit diesem Spray desinfiziert werden. Macht vielleicht zu viel Arbeit für die Krankenschwester, wird ja kein Meter hoher Teddy sein.

MfG

MfG

Sfun:flow%erx_73


Angeblich ist es nun ein unbekannter Keim. Ich weiß nicht, was ich davon halten soll...

Ich denke, erstmal muss überprüft werden, welcher Keim es nun wirklich ist. D.h. Wundabstriche müssten entnommen, im Wärmeofen bebrütet werden und dann muss man sehen, welcher Keim es ist! Dabei wird i.d.R. auch geprüft, welches Antibiokum überhaupt wirkt.

Daher wird anfangs eine Breitband-AB gegeben. Ist es aber MRSA, dann müssen spezielle Antibiotika gegeben werden.

Kritisch ist auf jeden Fall, dass die Wunde schon so lange existiert. Sie ist ja nicht gesund ins Krankenhaus gekommen, sondern die Wundinfektion lag schon vor. Und dass dann 2x operierte wurde zeigt ja, dass die 1. OP nicht ausreichte, sondenr nachoperiert werden musste.

Das ist alles schon recht ungünstig.

Aber: Wenn die Proben jetzt schnell bebrütet werden (dauert leider einige Tage), dann weiß man, welcher Erreger es ist und kann gezielter eingreifen. Wie viel Widerstandskräfte Deiner Schwiegermutter dabvei hat/zeigt, kann leider NIEMAND vorhersagen. So eine Sepsis ist eine erhebliche Belastung für den Körper. Ich wünsche Euch alles Gute! :)*


Ansonsten wäre es nett, nicht auf dem Pflegepersonal rumzuhacken und so Aspekte wie "zu viel Arbeit" zu betonen. Keimpatienten werden aus diversen Gründen isoliert, v.a. aber, dass die Keime nicht weitere Patienten infizieren. Das hat nichts mit Faulheit etc. seitens des Pflegepersonals zu tun, sondern es gibt einfach Hygiene- & Notfallvorschriften, basierend auf Forschungserkenntnissen, die in solchen Fällen automatisch greifen. Bis hin zur separaten Entsorgnung des Geschirrs des Erkrankten und und und. Gleichzeitig soll der Erkrankte auch vor weiteren Keimen geschützt werden, da der Organismus schon angegriffen ist.

Und anhand eines Infekts/Sepsis, der schon seit Wochen besteht, KANN niemand sagen, welcher Keim es ist. MRSA ist naheliegend, aber eher bei Leuten, die nach einer OP im Krankenhaus Probleme bekommen. Hier liegt aber eine seit Wochen entzündete Wunde vor!

Und eine Wundinfektion ist auch NICHT mit irgendeiner Hygienemaßnahme bei einem Durchfallkeim zu vergleichen.

Ein Anruf am Tag ist nicht schön, aber das Pflegepersonal muss sich um die Patienten kümmern (was in so einem Fall extremer Aufwand ist) – und kann nun mal nicht nur am Telefon hängen. So schwer das auch ist. Außerdem gibt's oft auch Schwankungen und es macht wenig Sinn, stündlich ändernde Werte zurückzumelden.

C"haL-Tu


Hallo, Schwiegertochter,

ja, Deine Schwiegermutter hat Chancen! Mein bester Freund hatte vor 11 Jahren nach einer 6fach-Bypass-OP einen Krankenhauskeim, er lag 3 Wochen im Koma, es ging ihm so schlecht, dass wir fast aufgegeben hätten zu hoffen. Und dann kam die Wende, es ging wieder bergauf. Nach iweiteren 2 Wochen konnte er das Krankenhaus verlassen und nach insgesamt 3 Monaten konnte er wieder in den Beruf zurück (Schulleiter) und ist bis heute dort tätig.

Alles Gute für Deine Schwiegermutter und für Euch alle

Cha-Tu

Sychnat.tix-8


Das Pflegepersonal ist einfach überlastet, das sieht man überall. Deshalb liegen ja auch Patienten, die bettlägerig sind, manchmal stundenlang im Kot, da können sie klingeln wie sie wollen. Ich war monatelang täglich im Krankenhaus und da sieht man was abläuft. Da musst Du als Angehöriger betteln das mal jemand kommt während Dein Angehöriger im sterben liegt.

Und es ist einfach eine Frechheit zu sagen, dass die Patientin sowieso nichts mehr merkt.

Das ist nicht zu entschuldigen, denn schließlich ist diese Frau ja nicht Gott um das zu wissen.

Komapatienten merken diverse Dinge auch noch und das ist bewiesen.

Ein Glücksbringer kann eine Figur von 5cm sein. Da kann mir keiner sagen das dies nicht desinfiziert werden kann um ihn dann auf den Tisch daneben zu stellen.

Genau so eine hat auch gesagt das meine Oma nicht ins Krankenhaus muss, denn sie ist ja schon 80, sie würde eher in ein Pflegeheim gehören.

Einen Tag später ist sie im Krankenhaus unter Morphium an einem Blutgerinsel gestorben.

Manche Krankenschwestern erlauben sich einfach zu viel.

MfG

S(unflo!wer_x73


Manche Dinge habven auf einer Intensivstation nun mal nichts zu suchen. Weil der Platz benötigt wird, weil eben nicht alles topp desinfiziert werden kann.

Genau so eine hat auch gesagt das meine Oma nicht ins Krankenhaus muss, denn sie ist ja schon 80, sie würde eher in ein Pflegeheim gehören.

Einen Tag später ist sie im Krankenhaus unter Morphium an einem Blutgerinsel gestorben.

Manche Krankenschwestern erlauben sich einfach zu viel.

Über eine Krankenhauseinweisung entscheiden Ärzte. Morphium hat nichts mit Blutgerinnseln zu tun. Und was erlauben die Krankenschwestern sich denn? Knochenjob unter miesen Bedingungen mit dem Wissen, nicht jedem Patienten gerecht werden zu können? Oder mal eine klare Ansage ggü. Patienten, die Unmögliches fordern? Ich hab' trotz Bettruhe noch nie in irgendwelchen Auscheidungen gelegen. Dass 2 Tage nach OP aber nicht unbedingt jemand Zeit zum Haarewaschen bei mir hatte, fand ich nachvollziehbar.

a<gnxes


1. Entweder hat man einen unbekannten Keim oder MRSA. Oder hat sie beides?

2. Viele Leute bringen sich MRSA von zu Hause mit, werden aber davon krank, wenn ihr Gesamtzustand und damit das Immunsystem schlecht sind.

3. Wenn ein Diabetiker kurz vor der Dialyse ist (brauchte sie das dann doch nicht?), heißt das, daß der Diabetes (und bei Typ 2 oft zusätzlich Übergewicht, Bluthochdruck und die Gicht) nicht nur die Nieren, sondern auch das restliche Gefäßsystem signifikant geschädigt hat. Da heilen Wunden schlecht, weil sie nicht gut durchblutet werden und Keime wachsen besser. Antibiotika kommen schlechter an den Wirkort.

4. Wenn man möchte, daß die Station ihre Keime tötet, sollte man nichts anschleppen, worauf sie wachsen können.

5. Ein Anruf am Tag für alle Angehörigen zusammen ist mies, aber ich kenne Familien, von denen 10 Leute mehrfach am Tage anrufen, und wenn die Schwestern da mitspielen würden, könnten sie keinem den Po wischen.

Ansonsten siehe sunflower

l0ilal aunem~auxs


Die Kombination mrsa und sepsis und nierenleiden und 65 hört sich nich so supi an!

Trotzdem

Aussage der Schwester: sie merkt sowieso nichts! Wir sollen nichts mitbringen!

Sie merkt es! Musik is bei solchen Patienten sogar hilfreich (außer Disco logisch!). Sie nimmt eure Stimmen wahr, sie nimmt Berührungen wahr, bestimmt. Ok- nur sie selbst kann es wissen, aber das Unterbewusstsein is noch wach, sie lebt doch noch! Vill mögen die Schwestern keine Besucher auf ihrer Station?

S]unflco{we5r_73


Ein "normaler" Intensivpatient (der Dinge hört, Besuch mitbekommt,...) ist aber einfach noch mal etwas anderes, als ein KEIMPATIENT mit aktuell noch zu identifizierendem Keim.

Ja, auch diese Patienten brauchen Nähe etc. – aber diese Bedürfnisse müssen angesichts des hochakuten Infekts und der damit verbundenen Gefahren zurückstehen.

Vill mögen die Schwestern keine Besucher auf ihrer Station?

Wir reden über einen isolierten Keimpatienten, wo die Schwestern alle HÄnde voll zu tun haben, Isolierung und Sicherheitsmaßnahmen aufrecht zu erhalten/durchzuführen.

S3ch1natti1-8


Morphium hat nichts mit Blutgerinnseln zu tun.

Natürlich hat es das. Sie hatte ein Blutgerinsel im Darm und das konnte auf Grund des schwachen Herzens nicht operiert werden sodass sie auf Grund der Schmerzen auf Morphium gesetzt wurde.

Also bitte nicht irgendetwas zusammenreimen, sondern richtig lesen.

Über eine Krankenhauseinweisung entscheiden Ärzte.

Das habe ich auch nicht so geschrieben, sondern das die Schwester direkt vor allen sagte das meine Oma eher ins Pflegeheim gehört als ins Krankenhaus, zudem sei sie ja schon 80 – was wolle man denn noch.

Es ist nicht überall Friede, Freude, Eierkuchen.

Ich habe auch ansehen müssen wie sie jemanden, der gelähmt war, eine Schnabeltasse in den Mund gedrückt haben sodass die Mundwinkel schon blutig waren und die Person bitterlich dabei weinte.

Da war null Feingefühl, das verfolt einem noch heute.

Und wie bereits gesagt, ein Glücksbringer kann eine Figur von 5cm sein, vielleicht ein kleines Glücksschweinchen. Kann mir keiner sagen das dies so viel Platz wegnimmt und nicht desinfiziert werden kann.

Zieht sich die Schwester denn auch jedes Mal um wenn sie von einem Zimmer in das andere geht ? Hat bestimmt 20 Wechselsachen mit.

SWunflowxer_73


Die Schwestern tragen über den normalen Klamotten einen Extrakittel, Mundschutz, Handschuhe, meist auch noch Schuhüberzieher und Haube. Die dann DIREKT entsorgt werden als "Keimwäsche".

S.chnaOttiF-8


Mundschutz und Handschuhe ja. Kittel habe ich nicht gesehen das der getauscht wurde. Zumindest da nicht wo ich war. Da sind die Besucher mit dem Kittel aus dem Zimmer gekommen und wurden angemeckert das sie diese im Raum ausziehen müssen und dann erst in den Flur dürfen. Die Sachen darunter waren in dem Moment dann aber auch nicht "desinfiziert".

Von daher wundere ich mich über solche Keime nicht mehr, denn das hatte Null System.

S4chnaFttix-8


PS: Das war bei demjenigen, dem das Bein abgenommen werden sollte.

bza4mby2^1


Hallo

Ich war wegen einen Knochenmarksentzündung im Krankenhaus zur hyperbare Sauerstofftherapie(Druckkammer Therapie),

die meisten die mit mir in dieser Druckkammer waren ,hatten Keime und offene Beine kurz vor Amputation.Ich war drei Wochen im Krankenhaus mit den "Tauchgängen" .Es wurden sehr gute Heilungserfolge durch dies Therapie erzielt ,bitte gezielt nachfragen da teuer .Allen eine gute Besserung besonders an Schwiegertochter86 .. :)* :°_

PSust*eblu!me65


Zieht sich die Schwester denn auch jedes Mal um wenn sie von einem Zimmer in das andere geht ? Hat bestimmt 20 Wechselsachen mit.

Ja tut sie, so wie alle Personen die das Krankenzimmer eines MSRA-Patienten betreten.

Und der Kittel wird auch gewechselt.

Da was du an schlechter Versorgung erlebt hast, kenne ich leider auch.

Es trifft zu, wenn nur 1 Krankenschwester eine ganze Station versorgen muss, das habe ich persönlich erlebt.

Und ganz besonders hart wird es dann, für alle isoliert liegenden Patienten. Sie werden immer schlechter versorgt als Patienten ohne Keim, da sich das Pflegepersonal vor jedem Betreten des Raums minutenlang umziehen muss. Folglich überlegen die sich 3 mal ob sie jetzt da reingehen.

Mein Vater, MSRA-Patient, hochgradig dement fand ich um 17°° nackt und unterkühlt, ohne Bettdecke, in seinem Zimmer. Das Mittagessen (Suppe, Hauptgereicht, Nachtisch) stand unberührt auf dem Tisch im Vorraum und in seinem Urinbeutel dunkelbraune Flüssigkeit.

Mein Vater war an dem Tag weder gewaschen, noch gekleidet worden. Man hatte ihm weder Essen noch zu trinken angereicht. Es war an dem Tag nur 1 Schwester auf der Station.

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