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Mutter weigert sich, hohen Blutdruck behandeln zu lassen

i~ch-Ehaltx78 hat die Diskussion gestartet


Guten Morgen,

ich hoffe Ihr könnt mir ein wenig weiterhelfen.

Meine Mutter (64) hat schon seit vielen Jahren einen hohen Blutdruck. Damals war sie diesbezüglich mal beim Arzt, der ihr auch Tabletten verschrieben hat. Diese hat sie kurzzeitig genommen und dann wieder abgesetzt, weil sie ziemlich starke Nebenwirkungen hatte.... seitdem lehnt sie jede Behandlung ab.... :-( ":/

....aber ich kann mir das langsam nicht mehr mit angucken. Ich habe echt Angst dass sie einen Herzinfarkt oder Schlganfall erleidet. Generell geht sie nie zum Arzt es sei denn es lässt sich GAR NICHT vermeiden... aber wegen dem BD war sie schon ewig nicht mehr dort....

Sie steht sehr stark unter Stress, egal ob privat oder beruflich...das merkt man an ihrem stets aufbrausendem Verhalten, sie ist auch übergewichtig (ca 80 kg, bei 1,65 m) .... andere Vorerkrankungen hat sie nicht, ABER: sie hat Symptome und die nicht zu knapp: Kopfschmerzen, zwischendurch Nasenbluten, Sehstörungen.....

Ich weiß nicht, wie ich sie dazu bewegen kann zum Arzt zu gehen ??? :°( .... denn wenn ich sie darauf anspreche, dann regt sie sich auch wieder nur auf und es gibt endlos Diskussionen IHRERSEITS und Vorwürfe in meine Richtung, die uns beiden nicht guttun....

Ich weiß echt nicht was ich machen soll, ich will sie nicht verlieren und mein Vater macht sich auch schon große Sorgen und sie hat auch eine 5 jährige Enkeltochter.... das kann ihr doch nicht egal sein.....

Kann man da etwas auf natürlichem Wege machen, wenn sie schon keine Tabletten will ???

Das macht mich echt fertig, weil ich wirklich große Angst um sie habe!!! :-(

Habt Ihr eine Idee ???

Danke und viele Grüße

Antworten
f*low*exrli


Es gibt ja unterschiedliche blutdrucksenkende Medikamente, nebenwirkungsreichere und -ärmere. Ein anderes verträgt sie vielleicht viel besser.

CTha-xTxu


Hallo,

wenn die Symptome schon so gravierend sind und keinerlei Einsicht in die Behandlungsbedürftigkeit besteht, kann etwas "Natürliches" nichts ausrichten. Und mir ist auch völlig unverständlich, dass ein erwachsener, lebenserfahrener Mensch nicht bereit ist, einzusehen, dass er mit seinem Leben spielt, wenn er so weiter macht. Bluthochdruck ist DER Killer sdchlechthin, wenn er unbehandelt ist. Und wie man das derart ignorieren kann, ist mir schleierhaft.

Aber, so leid es mir für Dich, Deine Tochter und Deinen Vater auch tut, Du und Dein Vater könnt da nichts machen, ausser, ihr immer wieder sagen, dass Ihr grosse Angst um sie habt, und wie gefährlich Bluthochdruck ist. Mehr ist nicht drin, man kann und darf andere Menschen nicht zu ihrem Glück zwingen...

Aber ich finde, man sollte dazu auch nicht schweigen, damit sie sich nicht "wieder nur aufregt". Ich finde, wenn jemand so verantwortungslos gegenüber sich selbst handelt wie Deine Mutter, sollte man ihr das sagen. Ständige Rücksicht, damit sie sich nur ja nicht aufregt, hilft ihr nicht weiter.

LG

Cha-Tu

i%chl-h8alt7x8


Hallo und vielen Dank für Eure Antworten!

@ flowerli:

Sie wehrt sich gegen jegliche Behandlung :(v Kann ich auch nicht ganz verstehen, zumal sie sich gegen Ihre Ausschläge die sie manchmal hat sogar Cortisonpräparate eingenommen hat....

@ Cha-Tu:

Ich verstehe es auch nicht, absolut überhaupt nicht.... :(

Wenn man ihr etwas in diese Richtung sagt dann rastet sie direkt aus.... :(

Meine Mutter ist generell sehr aufbrausend und ich habe mich schon immer gewundert, dass mein Vater darauf nicht reagiert wenn sie ihn wieder mal ankeift.... er hat Angst, dass sie durch einen Streit umkippt.... :(

Sie vermittelt uns auch immer das Gefühl, oder eher mir, dass ich sie krank mache, wenn ich mal mit ihr eine Meinungsverschiedenheit habe....sie ist immer überaus gereizt....

Ich weiß wirklich nicht, wie man ihr helfen kann....aber wie Du schon sagtest, solange sie es selber nicht einsieht.... :(

Gäbe denn überhaupt etwas, was man einnehmen kann, was nicht unbedingt so massive Nebenwirkungen hat ???

LG

DOieKr=uemxi


Das tut mir wahnsinnig leid für dich!

Bei meinem vater war es genau so. Aktiver Mensch, leicht übergewichtig, hat selbständig seine Blutdrucksenker abgesetzt, lehnte die vom Arzt empfohlenen Untersuchungen (Herzkatheter etc) ab.

Mit 64 Jharen bekam er einen TIA mit nachfolgender schwerer Hirnblutung, hat wg. Not-OP überlebt, aber auf niedrigem Niveau. Er hat eine schwere Schädigung im Sprachzentrum, Aphasie, das linke Gesichtsfeld ist auf beiden Augen komplett weg, ihm ist ständig schwindelig, er darf weder Auto noch Fahrrad fahren....er lebt das Leben eines alten Greises, braucht Putzfrau, Gärtner und Essen auf Rädern......Intellektuell ist er um Lichtjahr rurückgefallen, vorher gebildeter Akademiker, jetzt eher ein "Blödmann", sorry für die Formulierung.

Vielleicht kannst du deiner Mutter von meinem Vater erzählen.

Ich drücke dir ganz feste die Daumen, dass sie Einsicht zeigt!!!!

D=ie KPruemi


PS: es gibt sehr, sehr viele Blutdrucksenker. verträgt man eines nicht, gibt es zig Alternativen. Ich brauchte auch ein paar Versuche, bis ich die richtige Kombi für meinen hohen Blutdruck gefunden kane.

i0ch-h*alt78


@ DieKruemi:

Vielen Dank für Deine Antwort.

Das ist ja furchtbar, was Deinem Vater und dadurch auch Euch -seiner Familie- passiert ist.... :-( Das tut mir wirklich unendlich Leid!!!

Hat er denn noch weitere Vorerkrankungen gehabt, bevor er die TIA hatte ??? Ich dachte immer, dass eine TIA nicht so krasse Komplikationen macht ??? :-o So eine Hirnblutung ist ja nicht minder schlimm als ein Schlaganfall.... :-o

Ich wünsche mir inständig, dass ich sie vor solchen Folgen bewahren kann.... hoffentlich ist es noch nicht zu spät... aber sie muss es halt selber einsehen und WOLLEN, sonst bringt es ja nichts..... :-(

LG

V&alit aaxn


Ich kann mich DieKruemi anschließen.

Mein Vater hatte Jahrelang Bluthochdruck und ist nicht zum Arzt. Stressiger Job, Übergewicht.

Mit 41 (!) bekam er Hirnblutungen. Wurde ins Koma gesetzt. Immer wenn man ihn langsam wieder zurückholen wollte, raste der Blutdruck wieder hoch, dazu kam seine Angst vor Ärzten. Medikamente konnte man ihm zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr geben da die Leber extrem in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Mein Vater starb daran und das mit 41 Jahren. Wir haben uns oft Vorwürfe gemacht das wir ihn nicht zum Arzt gezwungen haben. Letztendlich ist es aber seine Entscheidung gewesen auch wenn er mit der Konsequenz jetzt nicht leben muss.

Ich will dir jetzt natürlich keine Angst machen aber ich lese ja auch aus deinem Beitrag das dir die Folgen von Bluthochdruck bekannt sind. Erzähl deiner Mutter davon und versuche ihr klar zu machen wie WICHTIG es ist.

Ich hoffe auch sehr für dich das sie das auch erkennt.

Dei*eKruxemi


Hat er denn noch weitere Vorerkrankungen gehabt, bevor er die TIA hatte Ich dachte immer, dass eine TIA nicht so krasse Komplikationen macht So eine Hirnblutung ist ja nicht minder schlimm als ein Schlaganfall....

das kann man garnicht so genau sagen, da er ja nicht zum Arzt ging und wir nicht mit ihm zusammen leben. Vielleicht hatte er schon kleine, wenig merkbare Infarkte. Vielleicht gab es durch den TIA eine Mini-Blutung im Hirn, die dann durch Blutverdünnung im Krankenhaus stärker wurde.....

Aber vermutlich wäre es ihm alles erspart geblieben, wenn er nicht eigenmächtig die Blutdrucksenker abgesetzt hätte, Gewicht reduziert hätte und etwas gesünder gelebt hätte.

Cao[rn{eliax59


Ich habe mal im Krankenhaus auf der Überwachungsstation gelegen. Neben mir lag eine alte Dame mit schwerem Bluthochdruck, der pendelte die ganze Zeit so um die 200/irgendwas. Ich habe zusehen können, wie die Ärzte mit allen Mitteln kämpften, um diesen katastrophalen Blutdruck runterzubekommen und wie ernst die das nahmen. Da wurden teilweise 3 verschiedene Medikamente am Tag ausprobiert und in den Zugang gegeben, auf der verzweifelten Suche nach etwas, was diesen Blutdruck auf Dauer unten hielt.

Ich habe dann natürlich auch mal gefragt, was denn die Konsequenzen sein würden, wenn sie den nicht runterbekommen. Einer der Ärzte hat mir dann gesagt, daß in so einem Fall eine ganz akute Schlaganfallgefahr besteht. Die alte Dame wußte das auch sehr genau, aber sie hatte natürlich Probleme mit den Medikamenten, echte Hämmer haben die natürlich eingesetzt.

Seit ich das gesehen habe, vor allem, wie ernst die Ärzte das genommen haben, die ganzen Diskussionen, wieder der nächste Versuch, 2 Stunden später Kontrolle, wieder Diskussion, noch ein Versuch... seitdem weiß ich, wie gefährlich das wirklich ist.

Das Dumme ist, daß jemand wie deine Mutter es wahrscheinlich erst lernen wird, wenn sie es am eigenen Leib erfährt, was das bedeutet, und dann kann es schon zu spät sein. Wichtig ist natürlich, daß ihr so schnell reagiert wie möglich, wenn sie plötzlich neurologische Ausfallerscheinungen zeigen sollte oder noch schlimmer, einfach umfällt. Nicht abwarten, sofort ins KH, noch besser Notarzt rufen, 112 wählen! In diesen Fällen können Minuten entscheiden, was aus ihr wird.

Ihr könnt sie nicht zwingen, auf sich achtzugeben, sie ist erwachsen... auch wenn sie sich nicht gerade so verhält. Einige müssen wohl erst auf der Intensivstation aufwachen, bevor sie es kapieren. Traurig, es tut mir leid für euch! :-(

C>h?a-RTxu


Hallo,

ein zu hoher Blutdruck IST eine Vorerkrankung, die zu TIA, Schlaganfall, Hirninfarkt und Herzinfarkt, aber auch zu Nierenversagen (Dialyse!) usw. führen kann.

ich-halt-78: Ich denke, viele Menschen nutzen ihre Reizbarkeit auch dahingehend aus, dass sie ihre Verwandten unter Druck setzen "Wenn Ihr mir widersprecht, kriege ich einen hohen Blutdruck und dann einen Schlaganfall". So schafft man sich leicht Gegenargumente vom Hals... Vielleicht ist das sogar der Grund, warum Deine Mutter keine Blutdrucktabletten nehmen will: Dann hätte sie dieses Droh-Mittel nicht mehr, weil Ihr Blutdruck ja dann viel belastbarer wäre.

Sorry, aber ich würde so was nicht mitmachen. Ich würde meiner Mutter klar sagen, was sie riskiert, würde dann aber nicht mit meinen Argumenten hinter hinterm Berg halten, denn ich lasse mich durch "moralische Erpressungen" nicht davon abhalten, das zu sagen, was ich sagen muss. Ein erwachsener Mensch muss die Meinungen anderer aushalten, ohne denen sofort zu drohen, zu sterben. Das würde mich sehr aggressiv machen.

Gruss

Cha-Tu

D<ie,K9ruemi


Ein erwachsener Mensch muss die Meinungen anderer aushalten, ohne denen sofort zu drohen, zu sterben.

:)^

iFch-chalnt7x8


Guten Abend!

Vielen lieben Dank für Eure Antworten!!! Sie helfen mir sehr, auch wenn es hier ganz schön erschütternd ist zu lesen, was manchen Familienmitgliedern von Euch schon widerfahren ist....

Aber letztendlich habt Ihr Recht: Sie ist erwachsen und muss selbst entscheiden ob sie sich helfen lassen oder das weiter so durchziehen will....

Ich hoffe wirklich inständig, dass sie nicht am eigenen Leib erfahren muss, welche Folgen das haben kann.....

Danke Euch!!! @:)

LG

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