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Lungenembolie ohne nachweisbare Ursache

lrock-o19 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

nach langen Jahren bin ich aus aktuellem Anlass mal wieder hier im Forum aktiv. Nicht jedoch aus positiven Anlass, denn ich hatte letzten Mittwoch eine akute Lungenembolie. Zu mir: Männlich, 24 Jahre alt, 83 kg, kein Raucher, kein Alkohol, ca. 4-5 mal die Woche Sport insb. Fussball.

Letzten Mittwoch bekam ich Schmerzen in der rechten Schulter und atemabhängige Schmerzen im rechten Thoraxbereich. Da ich eher von einem orthopädischen Problem ausgegangen bin, habe ich mir eine Schmerztablette reingepfiffen und versucht durch die Nacht zu kommen. Da es allerdings am nächsten Tag noch schlimmer wurde insbesondere beim Liegen, bin ich in der Nacht von Do auf Fr in die Notaufnahme gefahren.

Dort wurde durch ein CT die LE bestätigt und eine sofortige Behandlung mit Fondaparinux und Novaminsulfon eingeleitet. Ich wurde dann stationär aufgenommen und diverse Untersuchungen wurden durchgeführt:

Bein-/Beckenvenendopplersonographie

Magen- und Darmspiegelung zum Ausschluss eines Tumorleidens

Diverse Blutuntersuchungen (Thrombophiliescreening steht noch aus)

Da familiär keine Vorbelastung vorhanden ist, somit auch beim Screening nicht viel rauskommen wird und ich keiner der typischen Situationen durchlebt habe, die Thrombosen begünstigen, wie etwa lange Reisen etc. bin ich aus dem Krankenhaus ohne gefundene Ursache entlassen worden und soll nun für 6 Monate Marcumar nehmen.

Fragen:

1) Mein Hausarzt meint, dass er es noch nie gesehen hat, dass keine Ursache gefunden wurde. Habt ihr noch eine Idee, woran es liegen könnte?

2) Sind euch solche Fälle auch bekannt?

3) Wie sieht es mit Sport insbesondere wettkampforientiertes Fussballspielen aus? Die Ärztin im Krankenhaus hat sich da nicht klar geäußert und nur Pro und Contras aufgezählt.

4) Wie gehe ich damit nun am besten um? Unter Marcumar dürfte eine LE nicht mehr vorkommen, aber irgendwann sind die 6 Monate um. Ich kann mir jetzt schon vorstellen, dass das ein Leben voller Angst und einer Heparinspritze in der Hosentasche bedeutet.

Besten Dank für eure Antworten!

Antworten
S`ilverP}eaxrl


Wurde denn auch ein erbliches Gerinnungsleiden ausgeschlossen?

lpocbko1x9


Das ist Bestandteil des Thrombophiliescreenings, was noch aussteht. Allerdings ist das bei mir glaube ich sogar schonmal gemacht worden, als ich starker Hypochonder war und zusätzlich ist in meiner Familie auch nichts derartiges bekannt.

AdvimoNth


wurde das Herz nicht untersucht?

lVocko1x9


Es soll ambulant noch ein Echo gemacht werden. Aber eher aus dem Grund eine angeborene Öffnung zwischen rechter und linker Herzkammer, wenn ich mich richtig an den Professor erinnere. Ansonsten ist das Herz vollkommen ok, keine Rechtsherzbelastung nachweisbar oder snstiges.

C0ha-Txu


Ich habe beim Lesen zuerst einmal an unerkanntes Vorhofflimmern gedacht. Wenn das länger andauert, kann durch die "chaotischen Pendelbewegungen" des flimmernden Vorhofs ein Geringsel im Herzen entstehen, und wenn sich da ein Stück löst, kann das eine LE verursachen. Wäre ich an Deiner Stelle, würde ich mich an ein Herzzentrum wenden. Ein alleiniges Echo reicht nicht aus, meiner Meinung nach.

Gruss und alles Gute

Cha-Tu

l?ofcxko19


Also Vorhofflimmern klingt für mich nicht besonders passend. Ich habe eigentlich keinerlei Symptomatik, die darauf passt. Im Gegensatz zur Schilddrüsenüberfunktion, die ursächlich dafür sein könnte, leide ich sogar unter einer Unterfunktion. Zudem sind in meinem Leben bestimmt schon 10 EKG's, 3 Langzeit EKG's, zwei Echos und auch ein Belastungs-EKG gemacht worden.

C[haB-?Txu


Es gibt Vorhofflimmerformen, die der Betroffene kaum oder gar nicht merkt, sie werden meist zufällig entdeckt. Da diese Flimmern meist nur schubweise vor sich geht (manchmal nur wenige Minuten), ist es nicht immer leicht, das mittels EKG zu "erwischen". Allerdings dürfte man beim bevorstehenden Ultraschall (sofern ein solches Gerinnsel dafür verantworltich war), dieses erkennen.

Es stehen ja noch Echo und Gerinnungsergebnisse aus, dann wird hoffentlich mehr Klarheit sein.

Alles Gute

lkock;o19


Also ein Echo, urologische Untersuchungen, Röntgenbild Thorax und ein Bauchultraschall wurden noch durchgeführt. Alles ohne Befund bis auf das Röntgenbild der Lunge. Dort war ein kleiner Herd laut Arzt zu erkennen. Nun soll in 2 Wochen nochmal ein Röntgenbild angefertigt werden und wenn er dann nicht weg ist, muss wohl eine Punktion durchgeführt werden, da man an diese Stelle mit der Lungenspiegelung nicht hinkommt. Leider habe ich auch noch irgendwie ein seltsames Gefühl in der Lunge bzw. beim Atmen. Es ist nicht direkt Kurzatmigkeit, sondern irgendwie ein Gefühl beim Atmen, dass irgendwas entzündet ist oder zumindest nicht stimmt.

Für den unwahrscheinlichen Fall des Lungenkarzinoms hätte man dieses aber eigentlich schon bei der CT-Untersuchung im Rahmen der Lungenembolie erkennen müssen, oder?

Mlietzcehen


Hallo!

Erst mal: Gut, dass du noch da bist! :) @:)

Ich hatte 2009, ebenfalls sehr jung, eine beidseitige LE mit Rechtsherzschäche, Lungenhochdruck und Bla...

Es war schrecklich...

Bei mir ist eine erworbene Gerinnungsstörung die Ursache gewesen und ich nehme seitdem Marcumar, komme damit aber gut zurecht.

Das kann bei dir auch gut der Fall sein, also was "erworbenes" falls keine positive familiäre Anamese besteht.

Das mit dem Vorhofflimmern sollte auf jeden Fall auch abgeklärt werden. Wurde bei mir damals auch.

Ansonsten: Bei warmen Wetter, kommt es teilweise durch zu wenig trinken usw., zu Gefäßverschlüssen. Kein Scherz!

Ich hoffe, dass du bald Klarheit bekommen wirst!

Bis dahin: Sei froh, dass du noch da bist! Viele junge Menschen lassen ihr Leben an dieser tückischen Erkrankung!

Wünsche dir alles Liebe! *:)

bBmed


Wurde auf Leiden-5 untersucht

(ist Erbliche Vorbelastung, die relativ selten ist ...)

a(gnexs


Aber eher aus dem Grund eine angeborene Öffnung zwischen rechter und linker Herzkammer,

Hast Du die oder soll geguckt werden ob Du sie hast?

lKockox19


Es sollte geguckt werden, ob ich sie habe. Allerdings schickte mich der Hausarzt zum normalen Echo zum Kardiologen, welcher die Untersuchung zwar durchführte, aber sagte, dass man das Anliegen lediglich in einem Echo durch die Speiseröhre sehen kann.

SGunn(y_3x176


bmed, Faktor-V-Leiden ist gar nicht so selten, wie du es hier darstellst. DiesecGenmutation haben viele Leute ohne dass sie es überhaupt wissen. Darauf wird man nämlich nur getestet, wenn ein entsprechender Verdacht besteht, wie z.B. nach einer Thrombose oder LE.

Hab selbst Aauch Faktor 5 und dazu noch ne zweite Mutation, welche die Gerinnung beeinflusst. Wurde selbst auch erst nach meiner LE darauf getestet, nachdem alle anderen Ursachen ausgeschlossen waren.

lcockox19


Bei mir ist zwar eine Dopplersonographie gemacht worden, aber vielleicht nochmal eure Einschätzung zu ein paar hoffentlich orthopädischen Auffälligkeiten meinerseits:

Seit längerem bekomme ich nach fußbelastenden sportlichen Aktivitäten, wie joggen, nach einer gewissen Zeit einen Belastungsschmerz bzw. ein Gefühl des Einschlafens im rechten Fuß, was nachlässt, wenn ich ihn dann schone.

Zudem merke ich beim Fussballspielen bei Streckung des Fußes manchmal einen ziemlichen Schmerz unter der Sohle. Bis jetzt dachte ich, dass das orthopädisch bedingt ist, vor allem, da ich meinen rechten Fuß auch immer schlecht halte beim Sport aufgrund einer Außenrotation und eines Senk-Knickfußes.

Nun ist vor ca. 4-6 Wochen noch ein Schmerz an der obersten Stelle des rechten Oberschenkels an der Innenseite aufgetreten (ich weiß nicht, wie man diese Region nennt). Allerdings spricht dieser Schmerz auch ziemlich auf Dehnung an und ist im Gehen eher leicht besser als im Liegen. Gerade, wenn ich beim Schlafen auf dem Rücken liege, dreht sich der rechte Fuß auf ca. 14 Uhr als natürliche Haltung, was auch einen leichten Schmerz verursacht.

Als letztes ist mir noch eingefallen, dass ich morgens nach dem Aufwachen oft einen Schmerz im linken Oberschenkel habe. Es ist jedoch so, dass ich in meiner Studentenbude auf einem Schlafsofa schlafe, welches relativ hart und ungemütlich ist. Zudem kommt, dass es wohl meine bevorzugte Position ist auf der linken Seite zu schlafen. Stehe ich morgens auf dann nimmt der Schmerz mit zunehmender Bewegung ab bis er meistens innerhalb von 1-2 Stunden weg ist. Nachdem ich mich darauf konzentriert habe auf dem Rücken zu schlafen, ist er morgens nicht aufgetrete, genauso wie wenn ich in meiner Heimat schlafe.

Macht es Sinn nochmal einen Termin beim Orthopäden oder Angiologen zu machen?

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