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Mehrere "Salven" am Tag und Bradykardie, wirklich ungefährlich?

C{h+a-Tu hat geantwortet


Hallo,

das tut mir leid, dass das immer noch nicht geklärt ist...

Eine EPU ist ganz ähnlich wie eine Herzkatheteruntersuchung: Deine Schlagader wird in der rechten Leiste oder im linken Ellenbogen punktiert (das tut etwas weh, ist aber eigentlich der einzige Schmerz der Untersuchung und gut auszuhalten). Durch diese "Öffnung" wird ein Zugang gelegt, so ein Röhrchen, damit man da was durchschieben kann, nämlich den Katheterdraht. Das ist ein ca. 1,2 bis 1,5 Meter langer ganz dünner Draht, durch den man Flüssigkeiten drücken kann, und an dessen Ende eine Art "Kamera" und "Sonde" steckt. Diesen Sondenkopf schiebt man mit dem Draht durch den Zugang, durch die Bauchschlagader bis ins Herz vor. Dort kann man dann z.B. Kontrastflüssigkeiten einspritzen, damit Teile des Herzens auf dem Röntgenschirm zu sehen sind. Selbstverständlich verläuft die gesamte Untersuchung über Röntgensicht, d.h. der Katheter kann auf seinem Weg zum Herzens nichts kaputt machen oder einreissen (wie viele angstvoll glauben), denn der Arzt sieht ja alles auf dem Röntgenschirm. Auch der Patient kann da mitschauen, wenn er mag. Ich habe das immer ganz interessiert mitverfolgt, selbst meine Dilatation (der Dehnen einer Herzkranzader; das wird bei DIR aber NICHT gemacht!!!).

Bis hierhin ist beides gleich, sowohl die Katheteruntersuchung der Herzkrankgefässe (wie bei mir) als auch die EPU.

Bei der EPU werden nun mit einer elektrischen Sonde bestimmte Teile des Herzens stimuliert, von wo man vermutet, dass dort die Impulse abgehen. Das kann Extrasystolen auslösen, Tachykardien usw. Aber das ist gewollt! Das ist keine Komplikation! Das ist alles zwar etwas unangenehm, aber vollkommen harmlos. Der Kardiologe ist ja da und könnte sofort eingreifen, wenn z.B. viele Salven ausgelöst würden. Ich habe schon mehrere Katheteruntersuchungen mitgemacht, auch eine EPU, aber da ist bei mir noch nie etwas passiert!

Und jetzt kommt es darauf an: Wenn der Kardiologe nichts findet, was ediese Tachykardie etc. auslöst, zieht er den Katheter wieder raus, entfernt den künstlichen Zugang und drückt selbst (oder ein Assistenzarzt) ca. 20 Minuten die Punktionswunde ab (es wurde ja eine Schlagader punktiert, die muss abgedrückt werden). Anschliessend wird die Wunde mit 1 oder 2 Stichen vernäht (was manchmal auch gar nicht sein muss, es kommt auf das Gewebe des Patienten an), man bekommt ein ca. 3-5 Kilo schweres Gewicht auf die Leiste oder auf den Ellenbogen gelegt (so eine Art Sandkissen), und muss dann 2 (Ellenbogen) bis 6 (Leiste) Stunden ruhig liegen. Danach darf man nach Hause.

Natürlich kann bei einer Katheteruntersuchung etwas schief gehen, das will ich nicht verheimlichen. Aber es ist eine standardisierte Methode, und wenn der Untersucher berufserfahren ist, wird das Ganze auch keine Nebenwirkungen haben. Wichtig ist, herauszufinden, was da am Herzen abläuft, und das kann man dieser EPU recht gut.

Alles Gute, Du kannst ja wieder berichten, wie es war und was das Ergebnis war.

Cha-Tu

MJieutz crhen hat geantwortet


Hallo lieber Cha-Tu!

Vielen lieben Dank für deine sehr ausführliche Antwort!

Genau so ein Zeug spukte in meinem Kopf rum: Gefäßruptur durch Katheter usw... ;-)

Ich habe immer noch Angst, aber ich denke, ich muss dadurch. Meine Lebensqualität hat so echt einen großen Knick...

Ich werde auf jeden Fall berichten! Bin selber sehr gespannt, da, wie gesagt, die Verdachtsdiagnose, eher ältere, männliche Personen betrifft.

Nächste Woche habe ich das Vorgespräch.

Liebe Grüße! @:)

MJietzxchen hat geantwortet


PS: Ich frage mich halt, ob so eine "invasive" Untersuchung nötig ist.... Aber das werden die Fachmänner/Frauen ja am besten wissen ;-)

MWietzpchexn hat geantwortet


Hallo!

Es gibt ein paar Neuigkeiten.

Heute war das Vorgespräch für die EPU. Dabei kam heraus, dass der Oberarzt auch Links UND Rechtsherzkatheter bei mir machen will. Wegen meiner Lungenembolie damals.

Ich hab da nur noch so gesessen: :-o

Im Laufe des Gespräches sagte er aber, dass er es erst mit einer Myokardszintigraphie ( die ist Montag ) versuchen möchte. Ich war echt total von der Rolle. Er möchte ausschliessen, dass ich Durchblutungsstörungen habe.

Er meinte, dass würde sogar bei jungen Menschen vorkommen. Auch bei jenen, die top Blutwerte haben ( so wie ich ... ).

Primär geht es bei mir um eine eventuelle Durchblutungsstörung des Sinusknotens.

Danach steht noch ein längeres LZ-EKG an, welches zeigen soll, wie lang bei den Bradykardien teilweise meine Pausen sind/sein können. Bis zu 3sek. hatte ich bereits im vorherigem LZ-EKG. Wenn da aber "zufällig" nichts ist, was ja auch mal vorkommt, gibts einen Eventrekorder implantiert.

Der Herzschrittmacher steht immer noch im Raum. Das macht mich schon ein bisschen gaga im Kopf.

Liebe Grüße! @:)

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