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Vegetativer Erschöpfungszustand

Jva;n74 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

was mich manchmal beschäftigt..

dieser "vegetative Erschöpfungszustand", weiss nicht genau wie ich es nennen soll, aber kennt wohl jeder. Wenn man einerseits müde und erschöpft ist, andererseits aber auch unruhig, gestresst und aufgekratzt.

Also wenn man z.B. nach einer schlaflosen Nacht Stress hat, oder (zu viel) Sport macht, oder es generell beim Sport übertreibt. Hinterher so "platt" aber gleichzeitig irgendwie "innerlich aufgedreht", unruhig.

Oder nach zu viel Alkohol.

Fühlt sich unangenehm an.. weil man einerseits merkt, das man erschöpft ist, andererseits aber acuh unruhig ist und unter Strom steht, wobei man eigentlich Entspannung und Erholung bräuchte.

Der Puls ist dabei auch erhöht bei mir, vor allem die respiratorische Arrhythmie ist deutlich mehr ausgeprägt als wenn ich entspannt bin. Also alles Anzeichen für "vegetatives Nervensystem angespannt".

Wisst ihr was ich meine?

Wodurch entsteht sowas, und vor allem, ist es gefährlich? Oder in so einem Zustand einfach "entspannt" abwarten? gibts irgendwann den Punkt wo man zu Valium etc greifen sollte zum Entspannen? Ich neige z.B. dazu, dann Fahrrad fahren zu wollen (Bewegungsdrang, unruhe), aber frag mich dann manchmal ob ich mich damit nicht eigentlich überlaste, weil ich mich hinterher eher noch schlechter (halt aufgekratzt) als vorher fühle.

Antworten
C#h4a-Txu hat geantwortet


Hallo, Jan,

bei solchen Symptomen sollte man schon daran denken, dass da irgendwas mächtig falsch läuft. Und gefährlich kann das natürlich auch werden, man ist unkonzentrierter, damit unfall-anfälliger und ein ständig gestresstes Herz kann natürlich auch organisch schaden nehmen.

Mir ist aber nicht so ganz klar, was Du genau wissen willst?

Gruss

Cha-Tu

JCa9n7x4 hat geantwortet


Na, allzu oft hab ich diesen Zustand ja nicht..

im Grunde wohl die leicht angstbehaftete Frage, ob das irgendwie gefährlich ist (also jetzt akut, nicht auf Dauer; das dauerhaft erhöhter Stress nicht gut ist, ist ja klar), oder einfach eine Befindlichkeitsstörung, die man nicht allzu hoch gewichten sollte.

Neigung zu Herzgekasper und Panikattacken ist dann ja deutlich erhöht. Ist es "nur" das, oder droht da konkret irgendwas? Im Grunde wohl wieder so ne Angstneurotiker-Frage.

C,ha-$Tu hat geantwortet


Nein, wenn das eine einmalige Sache ist, die zeitlich limitiert ist, kann das nicht gefährlich werden, zumindest mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht (100% Sicherheit gibt es ja nicht, das weisst Du ja). Schlimm wird's, wenn es chronisch ist oder immer wieder kommt.

Gruss

Cha-Tu

J.an)7x4 hat geantwortet


Danke für die Antwort. Im Grunde weiss ich das ja auch alles selber, schon x Mal durchgemacht. Aber fühlt sich jedes Mal aufs neue wieder doof an, und grad ists bissi verstärkt, viel Stress grad wg Arbeit.

Bei Schlafmangel ist das Hauptsymptom ja auch irgendwie erhöhter Stress.. ich werd davon weniger entspannt müde, sondern eher immer nervöser und aufgekrazter (was das Schlafen ja nicht leichter macht). Doofes Gefühl.

AIvimxoth hat geantwortet


vielleicht ist eine Entspannungsübung die Lösung, wie Autogenes Training oder Progressive Muskelrelaxion. Sportlich betätigen kann auch helfen. Arbeitest du am schreibtisch? Vielleicht hat dein Körper auch ein Problem, dass er sich zwar geistig anstrengt, aber körperlich nicht ausgelastet ist?

J_agnx74 hat geantwortet


Doch doch, sportliche Aktivitäten finden reichlich statt.

Wie gesagt, in der Regel hab ich damit auch gar kein Problem. Aber finde halt, es fühlt sich ab und an ungut an.. diese Mischung aus eigentlich-erschöpft-sein, andererseits innerlich so unruhig und aufgedreht das man auch keine Entspannung findet.

CYinjde+relIla6x8 hat geantwortet


respiratorische Arrhythmie

hat doch keinen Krankheitswert, wenn ich da richtig informiert bin, sondern ist normal :-)

A*v%imoxth hat geantwortet


Vielleicht hilft da ja autogenes Training oder PME...?

Hast du sowas schon mal gemacht? Ich hatte das unter anderem als Übung während eines Stress-Seminars gelernt. Ich hab das auch schon angewandt, weil mein letzter Chef ein interessanter Charakter war und ich mich dann ab und an emotional abkühlen musste.

Wenn die innere Anspannung durch den Stress kommt und der Sport nicht hilft, kannst du das ja mal probieren.

JDan74 hat geantwortet


Ich glaub, das ist ein Zustand, gegen den akut gar nix hilft, weil man halt einfach drin ist – Schlafmangel und entsprechend mehr Stress. Eigentlich gehts mir eher darum, ob man das einfach abwarten kann und problemlos wegsteckt, oder ob irgendwann der Punkt kommt, an dem die Erschöpfung so groß wird, das man das behandeln sollte. Wobei ich vermute, es gibt diesen Punkt, allerdings ist der noch weit von dem entfernt, was ich so als "Erschöpfung" kenne. Sinnvoll ist ja eher vorbeugen, das man da gar nicht so reinkommt.

Klar, die respiratorische Arrythmie ist normal.. aber wenn ich fit und entspannt bin, ist die nur sehr gering, während je aufgekratzter und erschöpfter ich bin, umso stärker wird sie. vermutlich einfach ein Indikator dafür, wie "vegetativ aufgekratzt" man ist.

A*vimxoth hat geantwortet


Es wird auch wieder entspanntere Zeiten geben, aber wenn sich das mit dem Stress nicht gibt, steuerst du irgendwann auf ein Burn-Out zu. In dem Fall sind Entspannungsübungen mehr als angebracht.

G.uckNyx068 hat geantwortet


dieser "vegetative Erschöpfungszustand", weiss nicht genau wie ich es nennen soll, aber kennt wohl jeder. Wenn man einerseits müde und erschöpft ist, andererseits aber auch unruhig, gestresst und aufgekratzt.

Also wenn man z.B. nach einer schlaflosen Nacht Stress hat, oder (zu viel) Sport macht, oder es generell beim Sport übertreibt. Hinterher so "platt" aber gleichzeitig irgendwie "innerlich aufgedreht", unruhig.

Oder nach zu viel Alkohol.

Fühlt sich unangenehm an.. weil man einerseits merkt, das man erschöpft ist, andererseits aber acuh unruhig ist und unter Strom steht, wobei man eigentlich Entspannung und Erholung bräuchte.

Hm :-/ , aber genau das habe ich auch. Ich würde es jetzt nicht mit atmen (Respiratorische) in Verbindung beingen, aber irgendwie kommt das Herz aus dem Takt. So Situationen wo Körper & Geist eigentlich noch können, man aber das Gefühl hat das Herz schafft es nicht. Das kann nach zu viel Sport sein, oder schon Morgens, wenn man schlecht geschlafen hat oder auch nach stundenlangem PC hocken. Wobei der Zusammenhang mit schlechtem Schlaf schon sehr auffallend ist. Und natürlich kann auch das Nachfühlen von ES zu dieser Situation führen.

GHuc3k#y0x68 hat geantwortet


Bei mir ist es dann leider auch so, daß der Kopf nicht abschalten kann und der Versuch einer Entspannungsübung, die Situation eher verschlimmert.

Jzan7x4 hat geantwortet


Gucky,

die respiratorische Arrythmie bezeichnet (weisst Du ja sicher auch?) das Phänomen, das die Pulsfrequenz beim Einatmen höher ist als beim Ausatmen. Im Endeffekt muss man sich vom Verstand her sagen, dass das Herz sehr wohl noch sehr gut kann.. schlägt halt nur, bei höherem vegetativen Alarmiertheits-Zustand, unregelmässiger als bei Entspannung. Man muss sich ja auch mal klar machen dass der Herz der einzige Muskel im Körper ist, der nie jemals eine Erholungspause bekommt.. aber er braucht auch keine. Es handelt sich dabei um anderes Muskelgewebe als sonst, welches ununterbrochen arbeiten kann, ohne eine Pause zu benötigen.

Also das von Dir häufig erwähnte Phänomen "das Herz kann nicht mehr" ist nur ein subjektives Gefühl, welches einzig und allein aus stärkeren Herzklopfen wg. vegetativer Erschöpfung herrührt, aber absolut nix damit zu tun hat, dass das Herz wirklich nicht mehr können würde.

E3l D8omxingo hat geantwortet


Hallo Jan,

ich denke dass es eine Frage ist wie schlimm diese Zustände sind. Wenn die "Hausmittelchen" wie Jacobsen, Spaziergang etc. nicht helfen um wieder runter zu kommen würde ich Dir empfehlen einen Benzo einzuwerfen. Diese oft verteufelten Beruhigungsmittel haben einen Hang dazu abhängig zu machen, deshalb sind sie keine Dauerlösung, wohl aber eine Hilfe in Akutsituationen.

Wenn diese chronischen Stresszustände und Panikattacken immer wieder kommen haben eben auch diese eine Hang sich dauerhaft zu chronifizieren und immer schlimmer zu werden. Die Betroffenen schränken sich dann immer weiter ein etc. glaube mich erinnern zu können, dass Du schon Erfahrungen mit so etwas hast, oder?

Wenn der Stress nicht mehr weggeht kann auch ein Vitamin B Präparat helfen, sofern Du dies verstoffwechseln kannst. Menschen denen ein hierfür wichtiges Enzym fehlt können die orale Einnahme schlichtweg vergessen, bringt nischt. Eine Infusion kann was bewirken, ist allerdings auch nicht ganz bilig.

Dauerhaft ist mentales Training eventuell eine Unterstützung.

Was ich immer wieder sehr spaßig finde ist die Aussage "bauen sie STress ab" 8-)

Schönes und stressfreies Wochenende :)*

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