» »

Gucky's Leiden

GQuc&ky0x68


Vorallem mag ich das Mirtazapin nicht, weil ich dann völlig träge werde und wegen der Gewichtszunahme.

Aber was mir wirklich zu schaffen macht, sind die körperlichen Probleme. Ich habe jetzt kurz, auf den Knien, nach vorne gebeugt, an unserem WLAN-Router rumgefummelt, weil der nicht funktioniert. Das hat vllt. 30 Sekunden gedauert. Danach habe ich wieder das Gefühl nicht richtig Luft zu kriegen, ich bin wie benommen und fühle mich überanstrengt (nach 30 Sekunden :°( ), außerdem ist wieder ein leichtes Druckgefühl am Herzen, bzw. rechte Brust da.

Ich weiß nicht mehr was ich machen soll, das das die Psyche ist glaube ich nicht und die Ärzte zucken auch nur ratlos die Schultern.

G8ucknyq068


leichtes Druckgefühl am Herzen, bzw. rechte Brust da

ähm, linke Brust, meine ich

J,an7x4


Ich hatte, als es mir 2011 so schlecht ging, auch selbst nach ziemlich kleinen Belastungen das Gefühl, dass ich selbst diesen kaum Standhalte. Musste mal zwei eher schwere Lautspecher (Canton Karat Reference D6 :D) aus dem Keller in die Wohnung und wieder zurück tragen, ich hatte richtig Angst davor, weil das so ein Herzrasen und Schweissausbrüche ausgelöst hat. Merkwürdige Herzsymptome in allen möglichen Lebenslagen.

Das ist mittlerweile alles weg, sowas kann offenbar auch simplerweise die Folge von Übergewicht und Untrainiertheit sein, dazu noch die Spirale der Angst, die es verstärkt. Aber ich hab mir in der Phase selber kaum die simpelsten Belastungen zugetraut.

Und soweit ich weiss kann eine Depression (und von einer würde ich bei Dir mittlerweile wohl schon sprechen) auch alles mögliche an unangenehmen körperlichen Symptonen auslösen, gerade im Herz-/Kreislauf-/Atmungs-bereich.

Von daher klingt das schon alles irgendwie plausibel, zumal Du ja einen sehr positiven kardiologischen Befund hast, soweit ich weiss. Selbst wenn da geringfügig irgendwas sein sollte, dürfte das bei weitem nicht so weitreichende Folgen für Dein Befinden haben. Derart geringfügige Herz-"Schäden", sofern da überhaupt welche sind, dürften normalerweise gar nicht subjektiv spürbar sein, denke ich.

Denke daher schon dass der richtige Weg Psychotherapie, Sport Sport Sport, und ggf auch die Suche nach dem richtigen Antidepressivum bei Dir der richtige Weg ist.. und halt Geduld. Dauert eine Weile, aus einem miesen Zustand, in den man über viele Jahre oder jahrzehnte hineingekommen ist, wieder heraus zu kommen.

Was kann man also tun -

auf der körperlichen Ebene: Nicht rauchen, möglichst wenig Alkohol, Gewichtsoptimierung, Ausdauersport ohne Ende (jeden Tag eine Fahrradtour oder Schwimmen)

auf der Angst-Ebene: Konfrontation, Dir immer wieder klarmachen dass Du organisch gesund oder zumindest "gesund genug" bist

auf der seelischen Ebene: An Dir arbeiten, feststellen was es im Leben ist, wo Du verbogen bist, die Dinge nicht so sind wie Du sie WIRKLICH gerne hättest, und warum das so ist etc..

Und all das mit Geduld und Ausdauer betreiben. Irgendwann gehts dann deutlich besser.

Ehrlich, ich hab vor 2,5 Jahren nicht geglaubt, das ich jemals wieder ein normales Leben führen und sowas banales wie "nüchtern einkaufen gehen" oder "ohne Panikattacken schwimmen gehen" kann. Nun tu ich das ständig, wie neugeboren, ein komplett neues Leben. Aber hat auch ne Weile gedauert.

Wünsche wie immer alles Gute!

J+an7>4


Fällt mir gerade ein, daher noch Nachtrag..

Du solltest Dich vielleicht mal in einem Burn Out-Forum informieren und Erfahrungsberichte lesen. Das hab ich 2011 auch viel gemacht. Dort gibts reihenweise Leute, die ähnliches berichten wie Du. Man war der Annahme, man würde ein völlig normales Leben führen, bis einen abrupt unerklärliche körperliche Symptome heimgesucht haben.. Herzrasen, Atemnot, Schwindel, Schwächegefühle bis hin zu realer Ohnmacht. Von jetzt auf gleich im Büro zusammengebrochen, inklusive Notarzt oder Rettungswagen. Organisch kein Befund, alles psychosomatisch. Aufgestauter Stress über zu lange Zeit, irgendwann kommt der Punkt wo das vegetative Nervensystem sagt "das Maß ist voll" und auf diese Art zeigt, das was schief läuft. Denke, der Fall ist bei Dir nicht viel anders.

C8ha-Txu


Hallo, Gucky,

ich verstehe nicht, warum man Dich mit relativ alten AD abfertigt und nicht mal versucht, mit einer NIEDRIGEN Dosis Escitalopram oder einem anderen SRRI?

Generell aber: Wie alle tetrazyklischen Antidepressiva macht Mirtazapin in der Anfangsphase sehr müde und träge. Das lässt aber nach. Wie lange hast Du es denn ausprobiert?

Gruss

Jran7x4


Schwiegermutter ist, seit sie Citalopram nimmt (nach Überwinden der Anfangsphase mit den Nebenwirkungen), überhaupt nicht träge oder müde, sondern im Gegenteil.. stabiler, seelisch wie körperlich, wirkt weniger zerbrechlich, weniger weigerlich, hat mehr Antrieb, alles geht schneller, sie redet sogar lauter, deutlich resoluter.

G`uxckyY068


Erstmal vielen Dank euch beiden :)_ .

Mirtazapin ca. 5 Wochen, dan ca. 4 Wochen Pause, dann wieder ca. 10 Wochen.

Sertralin ca. 10 Wochen.

Ich hatte halt Eindruck, das einige Symptome, Ödeme in Beinen und Füssen, teilweise Atemnnot, Schmerzen in den Beinen und Schwindel ..., mir den BD-Medikamenten + AD's zusammenhängen, bzw. dem daraus resultierenden Übergewicht.

Nun sind die meisten Medis weg, auch das Übergewicht ist um immerhin 4-5 kg gesungen und die Beschwerden (Außer Ödembildung) sind immer noch da.

Und das merkwürdige, an dieser Luftnot, ist halt, es tritt hauptsächlich, bei bestimmten Tätigkeiten auf. Z.B. hatten wir auch Wassergymnastik, die nicht besonderst anstrengend war. Aber auch hier gab es Übungen, z.B. Knie hochziehen, mit rechtem Knie, an linken Ellenbogen und umgekehrt, wo mir relativ schnell die Luft weggeblieben ist. Und das hat doch dann nix mit Angst oder so zu tun, bei anderen Übungen ging es ja dann wieder.

Also bestimmte Körperhaltungen, nach vornebeugen, Hocke .. da bleibt mir die Luft weg, wenn dann noch ein leichte körperlich Anstrenung hinzu kommt, dann strengt mich das total an, Z.B. Strümpfe anziehen. Danach bin ich platt, als wenn ich gerade einen 400m-Lauf gemacht hätte. Und ich will einfach nur wissen, was das ist?

GLuckyu06x8


Und ich gebe zu, das mir immer noch der Lungenbluthochdruck im Kopf rumschwirrt.

JMan74


Mittels medizinischer Diagnostik kann man ja nur Ausschlussdiagnosen erstellen, und da wurde doch bereits alles mögliche ausgeschlossen. ich vermute ja wirklich, es ist die Mischung aus Psyche, Übergewicht und Untrainiertheit.

Aber Du neigst auch schon zu einem Verhalten wie JohnMorrison und co. Du schilderst irgendein Symptom und die dazugehörigen Krankheitsängste, man sagt Dir dann dazu was und weist auf die bereits erfolgten Untersuchungen hin, und trotzdem kreisen die Gedanken fixiert weiter um die Krankheitsängste, und alle logischen Argumente, die man vorbringt, verhallen wirkungslos.

Alles was Du schilderst kann psychisch sein, ob Du das nun glauben magst oder nicht. Ich hatte 2011 schon beim ruhig auf dem Sofa sitzen leichte Luftnot und dazugehörige Panikgefühle, ohne jegliche Anstrenung dazu.

GAunckyj068


man sagt Dir dann dazu was und weist auf die bereits erfolgten Untersuchungen hin, und trotzdem kreisen die Gedanken fixiert weiter um die Krankheitsängste, und alle logischen Argumente, die man vorbringt, verhallen wirkungslos.

Das ist halt das Problem. Ich habe so ziemlich alle logischen Untersuchungen, aber ich bin immer noch nicht bereit, diese als gegeben hinzu nehmen, bzw. ich bin immer noch der Überzeugung, das die Symptome erst da waren und dann die Angst kam, okay die brachte dann weitere Symptome mit sich. Aber wie gesagt, das mit der Luftnot hat nix mit der Angst zu tun, ich hyperventiliere nicht oder so und mein Herzschalg wird auch nicht schneller. Da kommt irgendwie keine Luft in die Lunge.

Der Psychotherapeut hat auch einen Test mit mir gemacht, ich sollte ganz bewußt hyperventillieren. Klar, da wird mir schwindelig, aber da weiß ich warum.

Also wie gesagt, beim Beugen .. entsteht irgendwie ein Druck in der Brust (Herz) und ich habe das Gefühl (bzw. es ist so) das ich keine Luft mehr bekomme. Das ist irgendwie eine mechanische Sache und das ist vermutlich nicht das Herz und meiner Meinung nach erst recht nicht die Angst und ich wüßste einfach gerne was es ist. Weil es ist schon beeindruckten, wenn es da ist.

J&an7x4


Aber der "Witz" bei psychosomatischen Beschwerden ist doch gerade, dass man sie eben nicht direkt mit einem negativen Gefühl in Verbindung bringt. Man denkt, alles ok, warum nur so körperliche Symptome? Weil eben nicht alles ok ist, aber man fühlt das nicht so direkt, der Körper sagt es einem auf andere Art.

Was Du beschreibst klingt eher nach irgendwas mit der Wirbelsäule, oder? Wirbel blockiert, Rippen nicht frei bewegilich oder so? Geh doch mal zum Orthopäden damit?

Jcan7K4


Also, wie gesagt – körperliche Symptome, OHNE Angst, unerklärbar. Erst in einer Therapie werden die wirklichen Symptome aufgedeckt. Der Patient ist unglücklich aber es ist "maskiert", er merkt es nicht, es wird irgendwie verdrängt, abgespalten, und äüßert sich dann über Umwege.

G|uckdy06U8


Nun aber genau so, wie medizinisch bis lang kaum was festgestellt wurde, hat auch die Psychosomatik kaum was gebracht.

Mir bringt das mit der Konfrontaion auch nicht viel, die Symptome sind da oder auch nicht, es gibt Situationen, Beugen ... wo sie so gut wie sicher da sind. Nun kann ich mich der Angst stellen und mich extra Beugen ..., gut dann bleibt mir die Luft weg, ich fühle mich schlecht, aber wahr scheinlich sterbe ich nicht dran (oder vllt. doch). Aber was soll das bringen?

Wenn ich meine Hand auf eien heiße Herdplatte lege verbrenne ich mich und wenn ich das 30 mal mache verbrenne ich mich immer wieder. Logischerweise habe ich auch Angst vor dem Hand auf die Platte legen, aber ob nun Angst oder nicht, am Ergebnis ändert sich nicht viel.

Und irgendwann drehe ich vollkommen am Rad, weil mir ständig einer erzählt, ich solle die Hand auf die Platte legen, davon wird es besser.

Sorry, aber so kommt der ganze psycho-Kram gerade vor.

Jqanx74


Haaaaalloooooooo..

irgendwie kommt nix an, was man sagt, so verängstigt bist Du!

Geh doch mal zum Orthopäden mit Deinen Beschwerden!!!! Ist der Hinweis untergegangen?

Und "Psychotherapie" bedeutet doch nicht, vor allem in Deinem Fall, so ein simples "immer wieder mit der Angst kofrontieren". Wie kommst Du denn nur auf sowas. Psychosomatische Symptome haben tiefgreifende Ursachen und verschwinden doch nicht, wenn Du Dich lediglich mit der Herzangst auseinandersetzt. Und Du hast es noch nichtmal ernsthaft probiert! Wir reden hier nicht von "ein paar Wochen Klinik und ein paar Wochen Antidepressiva ausprobieren". Therapie muss schon mindestens ein halbes Jahr lang gehen und die ADs eigentlich auch, bevor man überhaupt sagen kann, ob das alles was bringt.

JMang74


Ich hab auch immer mehr das Gefühl, Du tust Dich sehr schwer damit, Dir wirklich offen einzugestehen, dass Du seelische Probleme hast. Dass Dein Leben einfach seit einiger Zeit nicht mehr so läuft wie Du gerne hättest, es viele Problembaustellen gibt, viel Streß (was alles, summa summarum, zu der momentanen Situation geführt hat).

Ich hatte auf die Burn Out-Problematik hingewiesen, ist das angekommen? Du gehst nie auf sowas ein.

Aber da Du Dich halt schwer tust mit diesem Eingeständnis, bist Du völlig körperlich-symptom-fixiert. Du möchtest eine schnelle Lösung für die körperlichen Symptome und Ängste, bist aber (noch) nicht bereit, Dich wirklich auf eine therapeutische Arbeit an Deinen eigentlichen, dahinter liegenden Problemen einzulassen. Und solange sich das nicht ändert, wird vermutlich auch nix an der Angst und den Symptomen besser werden.

Hoffe das klingt jetzt nicht altklug oder belehrend, aber vermutlich tuts das, aber ich empfinde das halt immer mehr so bei Dir.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Blut, Gefäße, Herz, Lunge oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

Sportmedizin · Lungenkrebs


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH