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Jürgens letzter Weg (Lungenkrebs)

J2ürg7eBn2=06 hat die Diskussion gestartet


Ursprünglicher Titel:

Postoperative VHF

Hallo

Da ich hier neu bin und nicht weiß in welchen Faden ich mich reinhängen soll beginne ich mit einem neuen.

Bei mir 54 Jahre und männlich wurde im März dieses Jahres ein Bronchialkarzinom festgestellt. Erst wurde eine Chemotherapie mit Cizplatin/Nivorelbin angefangen und nach 2 Zyklen beendet da sie nicht ansprach. Es wurde dann doch der obere linke Lungenlappen entfernt. Nach der OP lag ich 2 Tage auf Intensiv.Dann Normalstation. Und gleich in der ersten Nacht bekam ich wahnsinniges Vorhofflimmern. Also wieder auf Intensiv. Dort wurde eine Kardioversion gemacht und ein normaler Sinusrhythmus hergestellt. Sonst hab ich die OP gut überstanden. 4 Wochen später dann Bestrahlung zur Sicherheit damit eventuell befallene Lymphknoten vernichtet werden. So weit so gut. Vor einer Woche dann trat erneut VHF mit Extrasystolen auf. Was mich wieder auf die Intensivstation brachte. Wieder Kardioversion. Ein Tag später Entlassung. Vor 3 Tagen erneut VHF mit 220 Schlägen. Erst Intensiv und jetzt Normalstation. Morgen Entlassung. Ich hab schon Panik wenn ich dran denke das es in ein paar Tagen wieder los gehen könnte. Zu dem steck ich in der Zwickmühle. Beim ersten VHF wurde mir Rivaroxaban zur Blutverdünng gegeben. Da bei mir noch ein Kavernom im Gehirn festgestellt wurde musste ich den Blutverdünner absetzen. Wegen der hohen gefahr das es zu Blutungen des Kavernoms kommen kann. So der Neurologe. Jetzt wollen die Ärzte in der Klinik wieder mit der Blutverdünnung anfangen. Nehme ich den Verdünner nicht laufe ich gefahr einen Schlaganfall zubekommen wegen des VHF. Auf der anderen seite kann ich Hirnblutungen bekommen wenn ich es nehme. Was tun ?. Ich muss mich entscheiden. Gefährlich scheint beides.

Aber meine Frage ist. Wer hat Erfahrung mit Postoperatives VHF ?. Legt sich das irgendwann von alleine oder muss ich mit verschlimmerung rechnen ?. Dieses VHF scheint nichts mit äußeren Einflüßen zutun zu haben.Der auslöser muss mit der OP zutun zu haben. Wie kann ich dazu beitragen dieses VHF mit Extrasystolen zu beenden ?.Die Ärzte sagen mir auch nichts genaues. Oder sie wissen auch nicht mehr wie ich.Wer hat Erfahrung damit ?. Nehme im Moment Metohaxal 95mg Morgens und Abends. Dazu zu meiner Sicherheit ASS 100. Hab ich mir selbst verordnet damit ich wenigstens ein bischen schutz habe.

Ich wünschte mir das sich jemand findet der mir weiter helfen kann. Wäre sehr dankbar für jede Antwort die mir weiter helfen könnte.

LG

Jürgen206

Antworten
A)vimotxh hat geantwortet


Hallo Jürgen,

deine Geschichte ist ja auch bescheiden. Ich selber habe kein postoperatives VHF, aber ich weiß, dass einige Chemotherapien das Herz angreifen. Meine Mutter zum Beispiel durfte einige Chemos nicht machen, weil das Herz es nicht vertragen hätte.

Ich glaube auch nicht, dass typische Lebensumstellungen in deinem Fall helfen würden deinen Herzschlag zu normalisieren. (nicht rauchen *mit halber Lunge eh nicht*, abnehmen, sport und und und...) VHF können ärztlich behandelt werden durch Medikamente oder EPU. Da solltest du dich auf jeden Fall an einen Kardiologen wenden! Das Problem bei dir ist ja, dass deine Lunge in so einem Zustand nicht stark belastet werden sollte.

Wegen dem Karvenom/ Blutverdünnersystem fiel mir als erstes ein "der sammelt anscheinend A-Karten". Das ist nicht bös gemeint, eher ein Ausdruck meinerseits die Schwierigkeit der Situation zu betonen.

Meine Frage wäre "ist das Karvenom vielleicht operierbar?" wie du schon schriebst, ohne Blutverdünner Thromben, mit Hirnblutung.

Es gibt allerdings auch Blutverdünner, die nicht so schnell Hirnblutungen auslösen, was in ich deinem Fall allerdings anzweifle, da deine Gefahr ja bereits existiert.

Deine Ärzte müssen auf jeden Fall untereinander reden... da viele unterschiedliche Faktoren aufeinander treffen.

tjhe-ucavxer hat geantwortet


Keine Panik, es gibt noch diverse Möglichkeiten: Erst mal könnte man das Medikament wechseln, wenn der Betablocker nicht ausreichend wirkt, in Frage käme z.B. Amiodaron (Cordarex). Wenn es mit Medikamenten gar nicht geht, kann man auch immer noch eine Herzkatheter-Untersuchung machen und versuchen, den Teil des Vorhofs aus dem die Flimmer-Impulse kommen zu veröden.

JCü4r}gen+206 hat geantwortet


Hallo Avimoth

Erst einmal danke für deine Antwort. Es kommt mir selbst vor als wären alle A....Karten für mich reserviert.

Ich glaub auch nicht das ich etwas durch eine Lebensumstellung etwas erreichen könnte. Bei 175 cm und 80 kg brauche ich auch keine Gewichtsreduzierung denke ich. Obwohl die OP wo der linke obere Lungenlappen entfernt wurde erst 7 1/2 Wochen her ist steige ich 7 stockwerke fast ohne Probleme. Fahre täglich 10 Kilometer Rad. Mal schaun wie lange.

Ich hab mein Problem mit dem Herzen dem HDZ in Bad Qeynhausen vorgetragen. Sie schickten mir gleich einen Aufklärungsbogen über die Implantation eines Verschlusssystems in die Aussackung (Vorhofohr) des linken Herzvorhofes.

Langzeit Prognosen gibt es noch nicht da dieser Eingriff noch nicht zur Routine gehört.Dieser Eingriff und Methode steckt also noch in Kinderschuhen. Deshalb schreckt mich dieser Eingriff ab. Und es können schlimme Komplikationen auftreten. Also ich weiß nicht. Die müssen mit dem Katheter von der Leiste in die rechte Herzkammer. Von dort durchstoßen sie die Herzscheidewand um in die linke Kammer zukommen. Dann weiter zum Herzohr. Dort wird der ich sag mal Stöpsel entfaltet und vom Katheter gelöst. Oh mann. Ich bräuchte zwar nur noch ASS100 und das Risiko das ich einen Schlagsanfall erleide durch das VHF wäre gebannt. Dann käme noch eine Ablation in Frage wie sie schrieben. Das hörte sich schon besser an. Aber eingriff ist eingriff. Gefährlich werden kann alles. Ich weiß nicht was ich tun soll.

Das Kavernom wollen sie auch noch nicht operieren weil ich noch keine Ausfallerscheinungen habe. Auch noch keine Einblutungen. Also kann ich das im Moment auch vergessen. Obwohl ich denke das zumindest ein Teil meines Problems dadurch gelöst wäre. Aber die Ärzte haben nun mal Richtlinien an die sie sich halten. Da kann mann reden wie mann will.

Heute ist mein Entlassungstag aus dem Klinikum Lemgo. Hatte gestern und heute morgen wieder Extrasystolen ca.25 die Stunde mit stolpern. Man schrieb noch ein EKG wo sie auch nachgewiesen wurden. Der Arzt meinte alles in Ordnung da kein VHF vorlag. Nehmen sie weiter die Medikamente und gut. Tritt das VHF wieder auf kommen sie sofort in die Notaufnahme.Sie können erstmal nach hause.Tolle Aussichten. Das einzig gute ist das ich nur 350 Meter von der Klinik entfernt wohne. Kurz rüber gehen und schon bin ich auf Intensiv :-(.

Zu hause hab ich erstmal den Brief geöffnet und bekam den nächsten Schrecken. Dort stand beim Ergebnis des Echos Apikaler Perikarderguss 10mm Breite. Oh mann was denn noch? Ich bekomm so langsam Panik. Weiß jemand was das bedeutet? Ich hab keinen schimmer. Dann stand da noch das der Arzt eine Antikoagulationstherapie eingeleitet hätte mit Rivaroxaban (Xarelto). Was garnicht dem entspricht. Ich bekam bis heutiger entlassung nur morgens und abends 95mg Metohexal und Mittags ASS100. Zusätzlich morgens und abends eine Heparinspritze.Wie kann der Arzt behaupten er hätte eine Therapie mit Rivaroxaban eingeleitet.

Auf intensiv wussten die Ärzte das Rivaroxaban kontraindiziert war bei Kavernom. Sie gaben mir nur ASS100 und Heparinspritzen. Und auf Normalstation will er solch eine therapie eingeleitet haben. Reden die Ärzte nicht über das weitere vorgehen zusammen ?. Ich bin total verunsichert. Nach außen hin tue ich noch gelassen. Aber innen bin ich total fertig und nahe einer Panikattacke.Es ist schon eine wahnsinnige Belastung. Was soll ich tun ?. Wer weiß Rat ?. Wie lange geht das noch gut ?. Der sch.....Krebs rückt immer mehr in den hintergrund was natürlich nicht sein soll. Aber ich hab den Eindruck das mich das Herz eher umbringen wird wie dieser sch....Krebs.

Habe jetzt noch einen Termin am 28.08 zum TEE (Schluckecho) in einer anderen Klinik mit kardiologischer Abteilung.

Werde eventuell meine Berichte einsammeln und denen mal vorlegen. Vielleicht können die Ärzte mir dort weiter helfen.

Das ist doch kein Leben mehr wenn mann nur noch in ständiger Angst lebt tot umzufallen.

Avimoth weiß du Rat ? Oder hat irgend jemand sowas schon mal durchlebt ? Bitte meldet euch. Ich wäre für jeden Rat und hilfe sehr dankbar.

Hallo the caver

Auch dir herzlichen dank für deine Antwort. Ich habe als ich von Intensiv auf Normalstation kam in der Medibox Cordarex bekommen. Halbe stunde später kam der Arzt und sagte er tausche das Medi gegen ASS100. Auf frage warum bekam ich keine Auskunft. Herzkatheter hatte ich im November 2012.Aufgrund von verdacht auf KHK. Was gott sei Dank nicht der Fall war. Beginnende arteriossklerose im LAD. Über eine Ablation hab ich wie oben schon geschrieben auch schon nachgedacht. Aber der Arzt meinte das er das als letzten Ausweg noch nicht befürwortet.

Jetzt ist auch noch ein Apikaler Perikarderguss hinzu gekommen. Was immer das auch ist ? Ich hab langsam eine Sche....Angst. Du schreibst keine Panik. Leicht gesagt. Ich hab jetzt 3 Baustellen und dieser erguss könnte die 4 werden. wieviel kommt da noch ? Im Moment ist das ein Sche.....Leben. Hoffentlich ändert sich das wieder. Ich hab mich schon geärgert das ich der OP zugestimmt habe. Hätte alles seinen Gang gehen lassen sollen dann wäre mir vieles wahrscheinlich erspart geblieben.Zwar wäre mein Leben kürzer verlaufen aber ich nehme an etwas angenehmer.

Aber vielen dank für deine Antwort. Hast du noch gute Ratschläge oder irgend jemand anderes.

Hilfeeeeeeeee.

Jürgen206

ACvimWoCtxh hat geantwortet


Hallo Jürgen ein Perikarderguss ist eine Flüssigkeitsansamlung um Herzbeutel, wenn ich nicht irre...kann grad nicht googeln, bin über Handy on...und das ist nicht so toll...Amiodaron ist das derzeit wirksamste Antiarrhythmika das es gibt, hat ager auch heftige Nebenwirkungen. ASS 100 ist ja für die Blutgerinnung.

Ich würde definitiv alle Berichte aufbewahren, dass mache ich auch. Und nein, Ärzte reden nicht miteinander und erwarte bloß nicht, dass sie deine Akte lesen, wenn du sie ihnen gibst, vertrau nichtmal darauf, dass sie dir zuhören.

Ich kann meine ganze Geschichte runterrasseln, mit sämtlichen Fachbegriffen, kenne meine Medikation und weiß was ich nicht vertrage, aber ich frag IMMER die Schwestern und Pfleger, was der Arzt angeordnet hat.

Wichtig ist, dass du innerlich mit der Situation fertig wirst. Die Angst loswerden...das ist leichter gesagt als getan. Ich sag mir immer "ob die mir gesagt hätten was los ist oder nicht, ist egal, sterben werd ich so oder so" oder der Klassiker "man kann auch von einem Bus überfahren werden, wenn man auf die Straße geht und trotzdem versteckt man sich nicht".

Am besten findest du dein Mantra um innerlich ruhig zu werden, dann kannst du mit allem logisch umgehen, sachlich hinterfragen etc. Das ist die halbe Miete.

Wegen dem Eingriff kann ich nur sagen, dass du das Pro und Contra abwegen solltest. Frag ruhig auch andere, was sie machen würden. Ich zum beispiel würde alles tun um eine mögliche Verbesserung meiner Lebensqualität und einem potentiellen Aufschub zu bekommen. Aber vielleicht entscheidest du dich anders. Du bist ja auch ein wenig älter als ich und hast andere Hintergründe.

A;viomoth hat geantwortet


irgendwann stellt sich nur noch die Frage nach dem kleinsten übel.

[Bezieht sich auf einen zwischenzeitlich gelöschten Beitrag]

Die Ärzte machen nichts, wenn sie wissen, dass die Behandlung wahrscheinlicher die Lebenszeit verkürzt (z.B. In Hinblick auf eine Hirn-OP) wenn aber die wahrscheinlichkeit der Besserung und Lebensverlängerung durch Medi oder Eingriffe möglicherweise besser werden, wird man was machen.

Sag mal Jürgen, war die Entfernung der Lungenstücks minimalinvasiv, oder hat man eine Sternotomie bei dir vorgenommen?

@ Pinky

Pest oder Cholera, man hat immer die Wahl...manche bekommen beides...

Jeürgxen206 hat geantwortet


Hallo Avimoth

Es ist etwas beruhigend wenn du und all die anderen mir schreiben. Mann fühlt sich nicht ganz so allein gelassen.

Das mit den Eingriffen werde ich am 28.08 mal mit dem Kardiologen besprechen. Ich hab dann ja Termin in der Klinik für das schluckecho. Dann bin ich vielleicht etwas schlauer. Auch ich würde alles tun um mehr Lebensqualität zu erhalten. Und noch mehr um etwas länger zu leben. Aber eben nicht um jeden Preis. Was nutzen mir ein paar Monate nur um dahin zuvegetatieren.Du ich hab mal den Bericht noch mal gründlich gelesen. Dort steht

" Apikaler Perikarderguss max. 10 mm Breite . Hämodynamisch nicht relevant. Ich rede mir jetzt ein das es vielleicht doch nicht so schlimm ist. Max. 10mm . Das ist doch nicht so groß sage ich mir. Auf der anderen seite muss ich doch damit rechnen das dieser Perikarderguss an größe zunehmen kann ?.Gestern hab ich mir ein paar Pils getrunken um auf andere Gedanken zu kommen. :p> Diese sch.....Angst machte mich total kirre. Es ist verdammt schwer mit dieser Angst fertig zu werden. Da ich selten Alkohol trinke war bei 7 schluß. Heute morgen wurde ich prompt mit Herzrasen und ein Haufen Extrasystolen geweckt. Ich bereue bereue bereue. Natürlich hast du recht das ich immer und überall ums Leben kommen könnte. Aber in meiner jetzigen gesundheitlichen Situation wird mich wohl der Krebs oder das Herz umbringen. Vielleicht auch das Kavernom im Kopf. Es ist zum Ko........ Es ist schlimm wenn mann nicht weiß was da noch alles auf einem zu kommt und wie mann dem begegnen soll. Von den Ärzten kann man ja nicht so viel hilfe erwarten wie ich mittlerweile feststellen musste.

Hallo Pinky

Schön dich kennen zulernen. Auf deine Frage ob die OP minimalinvasiv durchgeführt wurde schreibe ich dir mal was im Brief steht.

28.06.2013 Flexible Bronchoskopie. Thorakotomie links. Oberlappenresektion. systematische Lymphadenektomie.

Bronchusstumpfdeckung mit perikardialem Fett.

Meine OP Narbe ist ca.20cm lang. Wie schon geschrieben hab ich die OP gut überstanden bis die Postoperative Tachyarrhythmia absoluta auftrat. Seit dem immer wieder VHF mit Extrasystolen. Beendet wurden sie mit Kardioversionen. Die voran gegangene OP also die Videoassistierte Mediastinoskopie wurde minimal durchgeführt.

Meinst du wenn die Ärzte keine Behandlung mehr anstreben hat sich eh alles erledigt ?. >:(

Hallo binkybrain689

Schön von dir zu hören. Danke für deine Antwort. Wie Avimoth schrieb ist ein Perikarderguss Flüssigkeitsansammlung um den Herzbeutel. Wenn dann noch eine Lungenfibrose durch Amiodaron dazu kommen würde ist das das Ende nehme ich an. Mann mir wird richtig übel wenn ich an all die erkrankungen denke die die OP verursacht hat. Da kann mann doch nur Angst und Panik bekommen. Ich bekomme im Moment noch 12 Bestrahlungen. Werd mich mal schlau machen ob dieser Perikarderguss eine Nebenerscheinung von der strahlung ist. Ich hab irgendwo mal gelesen das sich auch Tumorzellen in dem Perikarderguss befinden könnten. Da ich ja einen Tumor in der Lunge hatte hab ich Angst ob da sich jetzt auch was eingenistet hat. Ich werd noch verrückt

Danke euch für eure Antworten. Bin euch sehr dankbar dafür. Endschuldigt bitte wenn ich etwas ängstlich rüber kommen sollte. Aber diese Sch.....Angst frisst sich immer tiefer in mir rein. Vielleicht sollte ich mal Beruhigungs mittel nehmen.

Jürgen206

tzh{e-Scaxver hat geantwortet


Nun mal keine Panik...

Das Kavernom kann ja kein sooo hohes Blutungsrisiko bedeuten, sonst hätte man Dir die OP empfohlen – das Risiko ist sicherlich gering im Vergleich zu Deiner Tumorerkrankung. Das einzige Problem ist halt, dass man in dieser Situation keine starke Gerinnungshemmung machen möchte.

Also muss man in puncto Vorhofflimmern eben die andere Strategie wählen und ene Rhythmuskontrolle anstreben (also Beseitigung des Vorhofflimmerns). Dafür gibt es diverse Medikamente, unter anderem das schon angesprochene Amiodaron. Lass Dir keine Angst einreden wegen den Nebenwirkungen – Lunge und Augen werden bei Amiodaron-Therapie regelmäßig untersucht, damit kann man solche Probleme rechtzeitig erkennen. Und wenn's mit Medikamenten nicht geht, gibt es noch die Möglichkeit der Ablation.

Was für einen Rhythmus hast Du denn im Moment? Extrasystolen sind an sich erst mal nix schlimmes, solange der zugrndeliegende Rhythmus ein Sinusrhythmus ist.

Der Lungentumor ist natüärlich eine sehr ernsthafte Erkrnkung, das weißt Du ja. Aber der Rest sieht erst mal beherrschbar aus. Jedenfalls halte ich es für unverantwortlichen Blödsinn, von

[Zitat aus einem zwischenzeitlich gelöschten Beitrag]

zu reden.

Gegen die Angst solltest Du in der Tat was tun – außer Beruhigungsmitteln gibt es noch verschiedene andere Medikamente, die angstlösend wirken. Evtl. könnte auch eine Psychotherapie hilfreich sein, aber da gibt es das Problem der Wartezeiten.

Falls man fragen darf: Was für einen Tumor in welchem Stadium hast Du denn?

J0ürgwenQ206 hat geantwortet


Hallo the caver

Mit deinem schreiben machst du mir Mut.Danke

Natürlich darfst du fragen um was für ein Tumor es sich handelt.

Es ist oder war ein nicht kleinzelliger Bronchial Carzinom linker Oberlappen gewesen. Wie gesagt gewesen. Denn Primärtumor haben sie ja rausgeholt mit dem Lungenabschnitt.Bei der Mediastinoskopie wurde ein Lymphknoten entdeckt der mit 0,2mm befallen war. Darauf hin haben sie die linken also Tumorseite ausgeräumt. Deswegen jetzt nach OP die Bestrahlung damit evetuelle befallene Knoten vernichtet werden.

Laut Ärzten liegt meine Chance die nächsten fünf Jahre zu erreichen bei 30%. Hörte sich nicht so berauschend an.Aber andere sind noch viel schlechter dran.Ich kann mir vorstellen was diese Menschen alles durch machen.

Mein Stadium :cT2a , pN2 , M0 =IIIa. pN2 eben wegen diesen einen befallenen Knotens. Noch keine Fernmetas.

Ich war voller Energie und habe dem Krebs den Kampf angesagt.Ich wollte dieses Miststück mit allen Mitteln bekämpfen.

Aber diese Mist VHF haben mir den Wind aus den Segeln genommen. Ich denke immer mehr an den Tod.Der Krebs scheint mir immer unwichtiger und rückt in den Hintergrund.Dafür hat die Angst vor dem VHF die oberhand über nommen. Dazu jetzt der Perikarderguss. :-( . Bin ja gestern aus der Klinik entlassen worden. Vorher haben sie noch ein EKG geschrieben . Alles im Sinusrhythmus. Also haben sie mich laufen lassen.Für's erste. Die Extrasystolen und stolpern oder soll ich sagen kurze Ausetzer( fühlt sich so an) hab ich immer noch. Aber kein VHF.

Ich werde mal versuchen mit Lorazepam ruhiger zu werden. Hab die dinger schon länger im Schrank. Nie genommen. Kann schnell abhängig machen. Aber wenn ich mir das recht überlege ist es doch auch egal . Wenn es mir dadurch besser gehen sollte und mir die Angst nimmt erfüllt es seinen zweck. Mal sehen.

ich danke dir

LG

Jürgen206

JHür?ge;n2x06 hat geantwortet


Hallo the caver

Entschuldige bitte. Hab mich beim Stadium vertippt. Statt cT2a ist es pT2a. Hab mir noch mal den Brief vorgeholt. Das genaue stadium wie es dort drinsteht ist wie folgt:pT2a , pN2 , M0 , L1 , V1 , R0 , G2 . Stadium IIIa UICC 2010.

Keine Fernmetas.

Noch mal entschuldige bitte.

LG

jürgen206

tOhe-ca5ver hat geantwortet


Es fällt auf, dass Du mit dem Risiko, das Dein Krebs mit sich bringst, sehr realistisch umgehst – ganz im Gegensatz zu dem des Vorhofflimmerns:

Das Risiko, bei einem unbehandelten VHF einen Schlaganfall zu kriegen, liegt bei 5-7% pro Jahr, bei jüngeren Patienten (nach kardiologischen Maßstäben bist Du jung) eher bei 2%. Und das wäre das Risiko, wenn Dir ein ganzes Jahr lang nicht auffallen würde, dass Du VHF hast. Also eigentlich schon fast "harmlos", verglichen mit dem Tumor.

Vielleicht liegt es daran, dass Du das Rhythmusproblem einfach stärker bemerkst und Dich entsprechend selber beobachtest? Damit bist Du nicht allein, dieses Forum ist voll von Leuten mit demnselben Problem. Denk einfach an drei Dinge:

1. Pulsschlag rhythmisch = alles gut

2. Extrasystolen (also Extraschläge aus gleichmäßigem Pulsrhythus heraus) = lästig, aber hramlos, also auch alles gut

3. Vorhofflimmern (gar kein Rhythmus im Pulsschlag mehr erkennbar) = behandlungsbedürftig, aber keine akute Lebensgefahr.

Es genügt, wenn Du 1x täglich Deinen Puls fühlst (meinetwegen auch 2x), um den Rhythmus zu checken – aber nicht öfter! Je mehr Du dran denkst und Dich darauf konzentrierst, desto mehr nimmst Du auch unbedeutende Abweichungen wahr und die Angst wird stärker. Ein Risiko von Thrombenbildung im Vorhof gibt es erst nach 48stündigem Flimmern, mit 1x täglich kontrollieren hast Du also immer noch locker Zeit, in ne Klinik zu gehen.

Und rede mal mit dem Hausarzt über eine Therapie Deiner Angst – Lorazepam ist im Notfall mal ok, aber auf Dauer keine sehr gute Idee, aber das weißt Du ja schon.

J>üqrgebn206 hat geantwortet


Hallo the caver

Ja ich geh mittlerweile mit dem Krebs etwas lockerer um. Aber ab und an überkommt mich noch eine Todesangst. Alle sagen zu mir du mußt Positiv denken. Nach einiger zeit kann mann es nicht mehr hören. Ich sage dann immer das ich schon Positiv denke aber muß auch realistisch bleiben. Mann beschäftigt sich ja doch immer wieder mit dem Krebs. Was passiert wenn die Bestrahlung nicht alle Krebszellen vernichtet hat ?. Was passiert wenn ein Rezidiv auf tritt ?. Dann die immer wiederkehrende Angst.

Du hast recht damit wenn du schreibst das ich diese Rhythmusstörungen stärker empfinde wie vielleicht andere Betroffene.

Ich spüre jeden Extraschlag und Aussetzer. Da bekomme ich gleich ein mulmiges Gefühl im Magen. Da ich auch arterielle Hypertonie habe messe ich meinen Blutdruck täglich einmal. Das gerät zeigt auch Rythmusstörungen an. Wenn wieder eine Attacke kommt zeigt es auch eben diese Störungen an.

Ja die Attacken machen mir mehr Angst wie der Krebs. Obwohl er bedrohlicher ist als das VHF. Vielleicht auch deswegen weil mann das Gefühl hat wenn solche eine VHF kommt tot umzu fallen. Plötzlicher Herztod oder so.

Mein Bruder ist damals mit 39 Jahren einem Herztod erlegen. Das kommt dann sofort wieder hoch.

Aber ich werde deine Ratschläge befolgen und sehen das ich diese sch....Angst in den Griff bekomme. Ich werde meinen HA mal fragen wie es mit einer Therapie aus sieht.

Dein Schreiben hat auf mich sehr beruhigend gewirkt. Danke für deine Worte und guten Ratschläge. Denke mittlerweile öfter darüber nach eine Ablation machen zu lassen. Damit ich wenigstens eine Baustelle weniger habe. So kann ich eventuell die Ursache meiner Angst bekämpfen. Und ich werd etwas ruhiger.

LG

jürgen206

A[vinmotxh hat geantwortet


ich denke nicht, dass du positiv denken sollst...was soll an Krebs und Herzerkrankung positiv sein? Ich denke aber, dass du realistisch an alles rangehen solltest. Überlege, wie wahrscheinlich ist dies, wie wahrscheinlich istdas. Thecaver hat ja wunderbare Beispiele genannt. Und es ist auch okay mal zusammenzubrechen und sich zu denken "was für'n £&E+6".

Manchmal versuche ich mir vorzustellen, was wäre, wenn ich nicht mehr bin und hey...also ich wäre dann ja nicht mehr hier, mich stört's am wenigsten...

Man kann es ja nicht verhindern, egal wie und wann und alles, was die Ärzte einem sagen sind nur Schätzungen, Mittelwerte, vielleicht bist du einer, der die Werte nach oben korrigiert und lebst noch GAAANZ lange.

Du musst auf jeden Fall einen Weg finden damit umzugehen. Ich bin immernoch am verarbeiten aber nach zwei Jahren geht es langsam.

Ich bekomme übrigens seit 2 Jahren unter anderem Amiodaron. Mein Blut wird alle 2 Monate gecheckt (großes Blutbild), alle 6 Monate (zur Kontrolle) beim Lungenarzt und Kardiologen. Bis auf eine hohe Lichtempfindlichkeit ist alles gut. :-)

J;ürg!enx206 hat geantwortet


Hallo Avimoth

Schön das du mir noch so spät antwortest. Hab an dich mal eine Frage wegen des Amiodaron. Ich lag ja letzte Woche noch in der Klinik wegen erneuter VHF. Sie hatten auf Intensiv eine Kardioversion mit Amiodaron eingeleitet (über Tropf) .

Als ich von der Intensiv runter war haben sie es wieder weg gelassen. Jetzt hab ich beim Einatmen immer ein Rasseln und wie soll ich sagen blubbern in der linken operierten Lunge. Könnte das von dem Amiodaron kommen ?. Werd morgen mal mit dem Strahlendoc darüber reden müßen. Könnte ja auch eine Nebenwirkung der Bestrahlung sein. Was meinst du dazu?

Das mit dem GAAAAAnz lange leben hab ich mir schon abgeschminkt. Dafür hab ich zu viel Erkrankungen.

Ja ich muss einen weg finden wie ich damit umzu gehen habe. Ich hoffe das ich das hin bekomme. Das alles zu verarbeiten ist und wird nicht leicht. Du weißt es am besten. Du bist ja seit 2 Jahren dabei um es zu verarbeiten. So wie du schreibst hast du es immer noch nicht ganz geschaft. Tut mir sehr leid. Mich würde es sehr stör ;-D en wenn ich nicht mehr hier wär.

Es macht mir Angst wenn ich daran denke das ich nie wieder meine Frau und die Kinder in den Arm nehmen kann. Angst vor der unendlichkeit des Todes. Ein grauenhafter Gedanke. Verhindern das mann diesen Weg mal gehen muß kann niemand. Es ist auch gut so. Aber so früh zu gehen ist auch nicht toll. Und wenn mann von heute auf morgen mit den Tod konfrontiert wird ist es doch irgend wie verständlich das mann Panik bekommt und mal zusammen bricht. Mir ging es so als ich die Diagnose Lungenkrebs bekam. Und nun wieder als das VHF anfing und die diagnose Perikarderguss.

Von dem Kavernom mal abgesehen.

Ich werde zu sehen das ich das alles in den Griff bekomme. Deine und die von thecaver Ratschläge nehme ich mir sehr zu Herzen. Sie werden mir bestimmt sehr helfen mit allen besser umzugehen.Danke euch beiden.

Wünsche euch beiden noch eine beschwerde frei Nacht.

LG

jürgen206

A{vim6otxh hat geantwortet


Blubbern in der Lunge könnte eher von Schleim, Blut oder Wasser kommen, aber nicht vom Amiodaron. Ein Großteil der Beschwerden geben sich, sobald man das wieder weg lässt und nach 3 Wochen sollte da keine Nebenwirkung sein.

Ist die OP denn gut verlaufen? Ich denke mal eher, dass das etwas mit Wundheilung bei dir zu tun hat, oder dass du ein bisschen Wasser durch die Bestrahlung einlagerst. Auf jeden Fall solltest du darüber mit deinem Arzt sprechen.

Ich selber habe alle Flüssigkeiten, die sich in der Lunge ansammeln können durchgemacht und hey, so schlimm war das nicht, also kein Stress falls es sowas ist!

Ich glaub nicht daran, dass ich etwas vermissen werde, wenn ich gehe. Ich weiß nur, dass es ein drastischer Einschnitt im Leben meiner Familie wäre. Das ist, was mich motiviert und weitermachen lässt. Ich geh wieder 40 Stunden arbeiten, obwohl die Ärzte sagten, dass ich höchstens noch halbtags könnte. Und es geht mir gut, allerdings passt mein Team auch wunderbar auf mich auf! Unsere Ersthelferin hat beim Lehrgang extra gefragt, was sie zu tun hat, wenn ich umkippe. Und um mich herum weiß mindestens einer immer bescheid.

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