» »

Jürgens letzter Weg (Lungenkrebs)

J8ürZgeUn206 hat geantwortet


Guten morgen Cha-Tu

Liege immer noch Platt. Heute Morgen noch Temp. 39 Grad. Ich halte von Paracetamol ja nicht viel aber jetzt schlucke ich sie doch weil es doch Fiebersenkend ist. War immer der Meinung das man Fieber nicht drücken sollte weil es eine natürliche Reaktion des Körpers ist um mit Bakterien und Viren fertig zu werden.

Ja es kommt ganz schön dicke. Tochter rief eben noch an und sagte sie hätte ganze Nacht nicht geschlafen. Sie wollte wissen wie es bei mir war als ich die Diagnose Krebs bekam. Mädchen du hast kein Krebs und es wird auch keiner sein sagte ich ihr. Warte ab was in 4 Wochen ist . Sie hatte bei mir Geblockt und immer nur gesagt Papa das wird schon und du wirst 100 Jahre alt. Jetzt erfährt sie selbst wie es ist Angst zu haben. Nun muß ich mir sorgen machen das sie nicht auch in einen Angstzustand fällt. Ich werde natürlich alles versuchen damit das nicht passiert. Abwarten wie sich das ganze entwickelt und dann handeln denke ich mir.

Lieber Cha-Tu .Ich leugne ja nicht meine Krankheit .Ich setze mich auch mit ihr auseinander. Und ich versuche auch mit allen was mir möglich ist gegen sie anzukämpfen. Aber manchmal frage ich mich wenn ich so massive Atemnot bekomme das ich denke zu ersticken warum kämpfst du da gegen an wenn der Krebs doch stärker ist. Er zeigt mir mit jeder schlimme Hustenattacken mit Erstickungsgefühl das er noch da ist.

Mit dem Krebs kann ich ja schon gut umgehen. Nur mit dem was der Krebs noch mit mir macht vor dem hab ich Angst. Aber hauptsächlich macht mir der Tod Angst. Wenn der Gedanke an den Tod immer wieder aus dem nichts des Unterbewusstsein hochkommt. Dann gerate ich in totale Panik. Ich sehe auch ein das ich jemanden brauche mit dem ich über meine Ängste und Panik reden muss damit ich das Gefühl habe nicht alleine zu sein. Gut ich hab meine Therapeutin mit der ich mittlerweile ganz offen über alles spreche. Und ihr hier im meinem Faden. Ganz besonderen Dank dir Cha-Tu. Und allen anderen die mir mit ihren Tröstenden Worten und Ratschlägen geschrieben und geholfen haben. Danke. Dieses danke sagen an euch allen lag mir am Herzen und ich musste das mal schreiben. Danke

Ich habe jetzt den Entschluss gefasst meine Frau mit meiner Angst zu konfrontieren. Was mir sehr leid tut.Ich werde ihr den Vorschlag unterbreiten das sie mich zum nächsten Termin bei meiner Psychoonkologin zu begleiten. Es wird ihr vielleicht helfen mich zu verstehen und ihr eventuell helfen mit ihren eigenen Gefühlen die sie mir gegen über hat klar zukommen.

Ja es geht nicht um jetzt. Ich hab mich nie wichtig genommen . Weil ich immer dachte das das einzig wichtige in meinem Leben meine Familie und meine Freunde sind. Und natürlich meine Arbeit. Die ich sehr vermisse.

Machte mir nur Sorgen wenn jemand aus der Familie krank wurde oder Sorgen hatte. Wenn ich mal krank wurde hab ich das meist wenn es ging ignoriert . War immer da wenn jemand Probleme hatte. Hörte zu und versuchte das Problem zu lösen. MEINE Gefühle hab ich in mir reingefressen und Probleme hab ich versucht selbst zu lösen . Das rächt sich jetzt. Und ich mach mir große Vorwürfe. Nun muss ich mit den Konsequenzen leben und versuchen damit fertig zu werden. Ich weiß nicht wie lange ich noch zu leben habe aber ich werde alles versuchen im letzten Abschnitt meines Lebens wieder alles auf die Reihe zu bekommen.

Meine reguläre Arbeit werde ich nicht mehr ausüben können. Denn die Schweiß und Lötdämpfe wären nicht mehr gut für meine Lungen. Aber ich hab ja noch meine 2 Nebenjobs die ich schon sehr viele Jahre habe. Das ist auch meine Antwort auf deine Frage wegen der Krankenkasse. Ich kann diesen einen Nebenjob wie Sigi der Chef und Freund sagte in einen Vollzeitjob umwandeln. Im Moment aber noch nicht. Nur ab und zu.

Du ich muss ja jetzt noch mal 10 tage AB nehmen. Dann hab ich 20 Tage AB's genommen. Wird das nicht zu viel? Und wie wirken sich die AB auf Betablocker aus ?. Jetzt wo ich flach liege merke ich jedes mal wenn ich aufstehe das mein Herz anfängt zu rasen. Kommt es zur ruhe gibt es wieder ES. Aber kein VHF. Liegt vielleicht auch am Fieber?. Wenn das Herz rast wenn ich aufstehe hab ich das Gefühl das mir in der Brust alles enger wird. Mach mir aber deswegen keine Gedanken. Aber es ist unangenehm.

Wegen den anderen Medizinischen Probleme und Beschwerden warte ich wie du schreibst erst mal ab. Muss dich auch nicht damit löchern. Wenn aber doch massive Verschlechterungen eintreten darf ich dann auf dich zurück kommen ?. Vielleicht hast du ja dann einen guten Rat für mich.

Jetzt mach ich mir noch kalte Wadenwickel und versuch noch ein wenig zu schlafen. zzz

Lieben Gruss

Jürgen

Cphax-Tu hat geantwortet


Lieber Jürgen,

natürlich kannst Du mir schreiben. Wenn ich mich manchmal etwas kurz fasse, bedeutet das nicht nachlassendes Interesse... :-)

Warum drückst Du denn das Fieber? Ich versuche immer, es zuzulassen, es sei denn, es näher sich der 40-Grad-Grenze sehr deutlich.

So schlimm es auch ist, aber ich denke, Deine Tochter wird durch diese Sache auch besser verstehen, wie es DIR geht. Ich hoffe sehr, dass sich bei Ihr alles als harmlos zeigt, aber vielleicht war so etwas mal nötig, um andere Menschen zu verstehen?

Lieber Cha-Tu .Ich leugne ja nicht meine Krankheit .

Das habe ich mich falsch ausgedrückt. Ich meinte, dass momentan in Deiner Ehe die Krankheit irgendwie nicht vorkommt. Sie ist zwar da, aber es wird nicht drüber gesprochen, es wird so getan, als gäbe es sie gar nicht. So habe ich das gemeint.

Aber manchmal frage ich mich wenn ich so massive Atemnot bekomme das ich denke zu ersticken warum kämpfst du da gegen an wenn der Krebs doch stärker ist.

Ich denke, wer nicht vollkommen suizidal ist oder aus tiefster Überzeugung das Leben nicht für lebens-wert hält, hat einfach einen Selbsterhaltungstrieb. Zumal man NIE wissen kann, ob der Krebs doch stärker ist. Oder falls doch, dann weiss man aber nicht, WANN er siegen wird. Das kann in 1 Jahr sein, in 5, in 10 oder auch in 20 Jahren. Die besagte Freundin mit Leberkrebs lebt nun seit 18,5 Jahren damit, obwohl die Ärzte ihr nur 1 Jahr gegeben haben. Sie wird uns übrigens am kommenden Sonntag für 4 Tage besuchen...

Er zeigt mir mit jeder schlimme Hustenattacken mit Erstickungsgefühl das er noch da ist.

Selbst WENN es so wäre, und das alles nicht mit der Bronchitis zusammenhängt: Warum willst Du aufgeben? Warum willst Du dem Krebs den "leichten Sieg" schenken? Ich bin da anders. Ich würde es dem Krebs so schwer wie möglich machen, so wie ich es dem Tod 1995 auch so schwer wie möglich machte, weil ich einfach nicht sterben WOLLTE. Wer nicht kämpft, KANN nicht siegen, das ist doch klar.

Aber hauptsächlich macht mir der Tod Angst.

Ja, der macht mir auch Angst. Und vor 18,5 Jahren bin ich auch 2 Jahre lang fast in Dauer-Panik gewesen. Diese beiden Jahre sind eigentlich verlorene Jahre, denn ich habe da gar nicht gelebt.

Ich habe jetzt den Entschluss gefasst meine Frau mit meiner Angst zu konfrontieren. Was mir sehr leid tut.Ich werde ihr den Vorschlag unterbreiten das sie mich zum nächsten Termin bei meiner Psychoonkologin zu begleiten. Es wird ihr vielleicht helfen mich zu verstehen und ihr eventuell helfen mit ihren eigenen Gefühlen die sie mir gegen über hat klar zukommen.

Ja, das ist eine gute Idee.

Ja es geht nicht um jetzt. Ich hab mich nie wichtig genommen . Weil ich immer dachte das das einzig wichtige in meinem Leben meine Familie und meine Freunde sind. Und natürlich meine Arbeit. Die ich sehr vermisse.

Das alles ist auch wichtig. Aber Du bist deswegen nicht unwichtig(er). Viele Menschen sind so wie Du: Die Anderen sind ihnen viel wichtiger als sie selbst, was ja eigentlich auch ein schöner Charakterzug ist. Aber dennoch ist es wichtig, auch sich selbst zu schätzen, auf sich selbst zu achten. Nicht zuletzt, um nicht so aus der Bahn geworfen zu werden, wenn das Leben mal andere, schlimmere Wege geht...

MEINE Gefühle hab ich in mir reingefressen und Probleme hab ich versucht selbst zu lösen . Das rächt sich jetzt.

Ja, so sehe ich das auch, und ich schrieb ja, dass man heute annimmt, dass Krebs durchaus auch durch die Seele mitbedingt ist.

Und ich mach mir große Vorwürfe. Nun muss ich mit den Konsequenzen leben und versuchen damit fertig zu werden.

Vorwürfe sind da fehl am Platz, dadurch kriegst Du ja wieder eins drauf, quasi von Dir selbst. Du bist dafür verantwortlich, klar. Aber Schuldzuweisungen und Vorwürfe helfen jetzt nicht. Es ist nun einmal schief gelaufen, aber das heisst nicht, dass es weiterhin schief laufen muss.

Meine reguläre Arbeit werde ich nicht mehr ausüben können. Denn die Schweiß und Lötdämpfe wären nicht mehr gut für meine Lungen.

Vielleicht haben die auch zu Deinem Krebs beigetragen.

Du ich muss ja jetzt noch mal 10 tage AB nehmen. Dann hab ich 20 Tage AB's genommen.

Das muss manchmal sein, ja, solche Phasen hatte ich auch schon, wenn ein Infekt sehr hartnäckig ist.

Wird das nicht zu viel? Und wie wirken sich die AB auf Betablocker aus ?

Ich habe das immer ganz gut vertragen, ich nehme ja seit 25 Jahren Betablocker.

Jetzt wo ich flach liege merke ich jedes mal wenn ich aufstehe das mein Herz anfängt zu rasen. Kommt es zur ruhe gibt es wieder ES. Aber kein VHF. Liegt vielleicht auch am Fieber?.

Zumindest bedingt das Fieber das mit. Gute Besserung...

Liebe Grüsse

Cha-Tu

CMha5-xTu hat geantwortet


Lieber Jürgen,

ich befürchte, dass es Dir nicht gut geht und sende mal einen lieben Gruss.

Ich bin die nächsten 5 Tage kaum im Internet, weil ich Besuch habe. Daher alles Gute, bis dann

Cha-Tu

JeürgYen206 hat geantwortet


Lieber Cha-Tu

Das ist lieb von dir das du dich meldest. Wie geht es dir denn?. Ich hoffe deinen Umständen entsprechend gut?.

Deine Befürchtung trifft leider zu. Ich habe massive Atemprobleme bekommen. Die schmerzen beim Atmen waren auch sehr schlimm. Deswegen versuche ich so flach wie möglich zu atmen. So kann ich es einigermaßen aushalten. Das Fieber ist auch hartnäckig. Habe heute noch 38.5. Mir ist schwindelig wenn ich aufstehe und dann wird mir übelig. Und wenn man so da liegt kommen diese sche.... Gedanken wie lange man noch hat wenn das so weiter geht. Aber dann sage ich mir das ich weiter leben muss. Schon deshalb weil ich meiner Tochter beistehen muss. Du ich hör jetzt auf zu schreiben. Bitte entschuldige aber ich bin noch zu kaputt und schlapp.

Bis später wenn es mir wieder besser gehen sollte.

Lieben Gruss

Jürgen.

PS. Bei meiner Tochter Befund : Rechte Brust Raumforderung 1,9 cm.Zusätzlich kleinere Knoten 3mm-7mm.

J=ürgMen206 hat geantwortet


Guten morgen alle zusammen

Hallo Cha-Tu

Wie geht es dir ?. Was macht der BD und Puls ?. Ich hoffe du fühlst dich einigermaßen wohl und bist beschwerdefrei.( Ich weiß. Bei deinen Erkrankungen kann man nicht beschwerdefrei sein. ) Trotzdem hoffe ich das es dir gut geht. Hattest du nicht ende dieses Monats noch ein LZ-EKG ?. Hast du wenigstens eine schöne zeit mit deinem Besuch verbringen können?.

Mir geht es einigermaßen wieder gut. Die letzten 3 Wochen waren mit die schlimmsten die ich durch machen musste. Der Husten und die Atemnot sind zwar noch da aber damit werde ich wohl bis zum Ende leben müssen. Habe Aerosol Spray Junik bekommen. Hilft ein bischen. Die letzten 3 Wochen als nichts mehr ging haben mir endgültig vor Augen geführt das mein Leben nicht mehr so ist wie vorher. Das wollte ich bis dahin nicht so richtig akzeptieren. Ich habs nun kapiert. Auch an den Tod musste ich in den letzten Wochen mehrmals denken. Ich hab mir mehrfach gewünscht als ich so platt dalag einfach zu sterben. Und als ich das so dachte war meine Angst vor dem Tod gar nicht mehr so groß. Die Angst war wohl noch da aber es gab keine Angst oder Panikattacken. Merkwürdig. ???

Nur gestern Abend hatte ich ein Ereignis was mir sorgen bereitete. War vielleicht auch nur der stress als Auslöser. Kann es noch nicht ein ordnen.

Hatte meine Frau morgens im 6 Uhr in die 12 Kilometer entfernte Augenklinik gefahren und blieb bei ihr. Um 13 Uhr konnten wir wieder nach hause. Um 14 Uhr wieder in das Brustkrebszentrum in die Klinik mit meiner Tochter. Erst um 18 Uhr wieder zu hause. 12 Std unterwegs auf den Beinen.

Als ich dann zur ruhe kam so gegen 20 Uhr bekam ich aus heiteren Himmel starke Brustschmerzen. Die ganze Brust schmerzte. Ein ganz komisches Beklemmungsgefühl kam dazu. Mir stand der kalte schweiß auf der Stirn. Meine Frau und Tochter fragten was los seie ich sehe aus wie eine Kalkwand. Habe darauf BD gemessen. 85:47 kam raus. Der Puls lag bei 60. Nun hatte ich die Beschwerden schon vor meiner Krebserkrankung gelegentlich. Aber in zusammen hang mit Hochdruck. Früher hat mir sofort Nitro Spray geholfen. Im HDZ Bad Qeynhausen als ich das erste mal dort war meinte Professor Körfer es wäre Angina Pectoris. Käme von den ganz kleinen Kranzgefäßen.(Nach Katheteru.) Könnten aber auch Gefäß Spasmen sein. Dieser zustand gestern hat so 10 Min. angedauert. Hatte aber kein Nitro mehr. Deshalb habe ich eine Aspirin 500mg genommen. Schaden kanns ja nicht. Zusätzlich zu ASS 100. Heute morgen ist noch ein unangenehmes Gefühl in der Brust da aber keine schmerzen. In diesem zustand wie gestern kam natürlich die Angst wieder hoch. Bekam das mit Diazepam schnell in den Griff bevor mich auch noch eine Panikattacke erwischte.

Könntest du mir bitte mitteilen was du davon hälst ?. Wenn es wieder eine AP war warum trat diese jetzt in Ruhe auf ?. ??? Früher nur bei Belastung oder unmittelbar danach. Sollte ich doch noch mal zum Kardio?. Wenn ich dort anrufe würde könnte ich innerhalb von 2 Tagen (im akut fall am selben Tag ) vorbei kommen können.

Was wäre dein Rat oder was würdest du tun?.

Liebe Grüsse

Jürgen

Caha@-4Tu hat geantwortet


Guten Morgen, Jürgen,

ja, ich hatte eine gute Zeit, danke. Aber mir geht es seit gut 2 Wochen nicht gut, aber so ist das nun manchmal.

Die letzten 3 Wochen als nichts mehr ging haben mir endgültig vor Augen geführt das mein Leben nicht mehr so ist wie vorher. Das wollte ich bis dahin nicht so richtig akzeptieren.

Ja, das ist so. Aber glaub mir, das ist GANZ normal, dass man damit Probleme hat, das zu akzeptieren. Solche Phasen können auch immer wiederkommen. Es IST nun einmal sehr schwer, zu akzeptieren, dass das Leben nun eine Bruchstelle hat, hinter der alles anders ist als vorher.

Ich habs nun kapiert. Auch an den Tod musste ich in den letzten Wochen mehrmals denken. Ich hab mir mehrfach gewünscht als ich so platt dalag einfach zu sterben.

Das ist übrigens auch immer ein Trost für mich. Wenn es einem gut geht, dann machen die Gedanken an den Tod unendliche Angst. Aber wenn es einem sehr schlecht geht, kann der Gedanke ans Sterben und den Tod ein Trost sein.

Und als ich das so dachte war meine Angst vor dem Tod gar nicht mehr so groß.

Ja, so geht das bei mir auch manchmal.

Die Angst war wohl noch da aber es gab keine Angst oder Panikattacken. Merkwürdig. ???

Ich denke, zum einen gewöhnt man sich daran (man kann sich wirklich an nahezu ALLES gewöhnen), und zum anderen erkennt man manchmal auch, dass der Tod kein Feind ist oder sein muss, sondern dass er auch ein Tröster sein kann.

Hatte meine Frau morgens im 6 Uhr in die 12 Kilometer entfernte Augenklinik gefahren und blieb bei ihr. Um 13 Uhr konnten wir wieder nach hause. Um 14 Uhr wieder in das Brustkrebszentrum in die Klinik mit meiner Tochter. Erst um 18 Uhr wieder zu hause. 12 Std unterwegs auf den Beinen.

Als ich dann zur ruhe kam so gegen 20 Uhr bekam ich aus heiteren Himmel starke Brustschmerzen. Die ganze Brust schmerzte. Ein ganz komisches Beklemmungsgefühl kam dazu.

...

Könnten aber auch Gefäß Spasmen sein. Dieser zustand gestern hat so 10 Min. angedauert. Hatte aber kein Nitro mehr.

Ja, das können Gefässspasmen sein, aber auch Verengungen an den kleinen Gefässen, wie Prof. Körfer sagte. Aber es geht GAR nicht, dass Du kein Nitro mehr hast. Da musst Du wirklich drauf achten. Nitro kann Leben retten. Ich habe IMMER vier Flaschen: Eine im Schlafzinmmer am Bett, eine hier im Arbeitszimmer, eine in meiner Jacken- oder Manteltasche und eine in Reserve. Und wenn nur eine der vier langsam leer wird, wird eine neue verordnet. Das ist kein "Horten von Medikamenten", sondern meine Hausärztin hat mir das so empfohlen und angeboten.

Deshalb habe ich eine Aspirin 500mg genommen. Schaden kanns ja nicht.

Nun, so locker würde ich das nicht sehen. ASS ist kein so harmloses Mittel, wie viele denken. Es kann in höheren Dosierungen schwere Magenblutungen auslösen und zwar sogar bei einmalige Einnahme. Ich würde in so einem Fall lieber 2 x ASS 100 nehmen, also 200 mg, höchstensfalls auch 300 mg, aber mehr nicht.

Wenn es wieder eine AP war warum trat diese jetzt in Ruhe auf ?. ???

Weil Du Dich vorher extrem überfordert hast und dann Ruhe eintrat. Übrigens haben sehr viele Menschen ihre Herzinfarkte, wenn sie plötzlich zur Ruhe kommen, z.B. zu Beginn eines Urlaubs, oder am Wochenende.

Früher nur bei Belastung oder unmittelbar danach. Sollte ich doch noch mal zum Kardio?.

Ja, das wäre durchaus sinnvoll. Sag ihm dann aber auch von dem Verdacht aus Oeynhausen in Bezug auf die Koronarspasmen. Das kann nämlich wirklich sein...

Liebe Grüsse und schönes Wochenende

Cha-Tu

J'ür?genx206 hat geantwortet


Hallo Cha-Tu

Aber mir geht es seit gut 2 Wochen nicht gut

Oh Man . Das tut mir leid. Hoffentlich gibt sich wieder. Bekommt man das nicht wieder mit Medis hin oder zumindest eine Besserung ?.

Aber es geht GAR nicht, dass Du kein Nitro mehr hast. Da musst Du wirklich drauf achten. Nitro kann Leben retten.

Ich weiß das ich immer Nitro da haben sollte für den fall der fälle. Ich hatte in letzter zeit keine AP mehr und hab gar nicht mehr an das Nitro gedacht. Das war ein Fehler wie ich jetzt weiß. Montag morgen werde ich mir gleich neues besorgen.

ASS ist kein so harmloses Mittel, wie viele denken. Es kann in höheren Dosierungen schwere Magenblutungen auslösen und zwar sogar bei einmalige Einnahme.

Ja über das hohe Blutungsrisiko bin ich mir bewusst. Aber ich dachte mir wenn schon kein Nitro dann wenigstens das Blut so dünn wie möglich machen damit wenn es sich um eine Verengung einer Arterie handelt besser durchfließen kann. Ich hätte auch rüber in die Notambulanz gehen können. Aber sie kennen mein Krankheitsbild genau. Die Ärzte hätten mich nicht wieder gehen lassen. Hätten sie auch nicht gedurft wenn jemand mit diesen Symptomen kommt. Wurde mir schon mal dort gesagt. Aber schon wieder Klinik ?. :(v

Ja, das wäre durchaus sinnvoll. Sag ihm dann aber auch von dem Verdacht aus Oeynhausen in Bezug auf die Koronarspasmen. Das kann nämlich wirklich sein...

Werde mich beim Kardio Montag anmelden. Wegen den Koronarspasmen werde ich ihn auch ansprechen. Damals in Oeynhausen sprach der Prof. auch von einer ich Mikroangiopathie .Das meinte er wohl als er von den kleinen Gefäßen im Herzen sprach.

Wenn ich beim Kardio. bin weiß ich jetzt schon was er macht. Er wird mich wieder nach Oeynhausen schicken. Aber das ist egal da ich sowieso da hin muss wegen meinen VHF. Die Ärzte wollten mich dort auch schon sehen. Hatten mich ja schon angerufen deswegen weil sie mit mir eine Ablation besprechen wollten. Darüber hinaus weil ich ja keine Antikoagulation mit Xarelto und co bekommen darf über einen Vorhofohrverschluss. Dies lehne ich aber im Moment noch ab. 1. Weil das verfahren noch in den Kinderschuhen steckt und 2. ist dieser Eingriff sehr Risikoreich und die Komplikationen können erheblich sein.

Mir wurde auch geschrieben das dieser noch nicht routinemäßig durchgeführt wird. Obwohl das HDZ Qyenhausen eines der besten Herzklinik in Deutschland ist und über die grenzen hinaus.

dass der Tod kein Feind ist oder sein muss

Naja mein Freund wird er auch nicht werden.

Cha-Tu ich wünsche dir das es dir so schnell wie möglich wieder besser geht. Gute Besserung.

Und weil es dir nicht so gut geht möchte ich dir auch nicht weiter auf die Nerven gehen.

Auch dir noch ein schönes ruhiges WE.

LG

Jürgen

CBha!-Txu hat geantwortet


Lieber Jürgen,

Bekommt man das nicht wieder mit Medis hin oder zumindest eine Besserung ?.

Ja, das denke ich schon. Danke.

ASS:

Ja über das hohe Blutungsrisiko bin ich mir bewusst. Aber ich dachte mir wenn schon kein Nitro dann wenigstens das Blut so dünn wie möglich machen damit wenn es sich um eine Verengung einer Arterie handelt besser durchfließen kann.

Nun, das Blut wird durch ASS nicht wirklich dünner. Sondern es verhindert, dass es "verklumpt". Dafür reichen aber wirklich 100-300 mg, das wurde in der Reha-Klinik in einem Vortrag ausdrücklich erwähnt.

Ich hätte auch rüber in die Notambulanz gehen können. Aber sie kennen mein Krankheitsbild genau. Die Ärzte hätten mich nicht wieder gehen lassen.

Das wäre vielleicht auch richtig gewesen :-)

Aber schon wieder Klinik ?. :(v

Ich verstehe Dein Zögern gut und auch, dass Du nicht wieder in die Klinik willst. Aber ich finde, wir mit unseren Grunderkrankungen können es uns eigentlich nicht leisten, da zu experimentieren, zumindest dann nicht, wenn so gravierende Symptome auftreten... Aber, wie gesagt, einerseits verstehe ich es, denn ich hasse kaum etwas so sehr, wie im Krankenhaus zu sein. Andererseits..........................

Damals in Oeynhausen sprach der Prof. auch von einer ich Mikroangiopathie .Das meinte er wohl als er von den kleinen Gefäßen im Herzen sprach.

Ja, sowas kommt gar nicht so selten vor.

dass der Tod kein Feind ist oder sein muss

Naja mein Freund wird er auch nicht werden.

Ich muss sagen, dass ich ihn manchmal durchaus als Freund sehen kann...

Und weil es dir nicht so gut geht möchte ich dir auch nicht weiter auf die Nerven gehen.

Du gehst mir nicht auf die Nerven, Jürgen, so einfach ist das nicht ;-)

Liebe Grüsse

Cha-Tu

Jwü/rgeun20x6 hat geantwortet


Hallo Cha-Tu

Wie geht es dir?. Ich hoffe dir geht es besser wie vor einer Woche.

Bei mir läuft es auch nicht gerade gut. War beim Kardio. Ich erzählte ihm von den Herzbeschwerden und den Verdacht auf Gefäßspasmen.

Er schrieb ein EKG. Aber ausser ES und der hinweis auf die Minderbelegung in der Hinterwand nichts auffälliges.Aber er sagte auch das es typische AP Symptome wären. Er wollte einen Termin zur abklärung mit dem HDZ vereinbaren. Ich sagte ihm das ich erst die Nachuntersuchung am 12.11 abwarten möchte. Er war nicht so erbaut davon. Ich bekam das Rezept mit dem Nitro.

Ich wollte erst die Untersuchung machen lassen weil ich glaube und ich spüre das es nicht so gut ausfällt. Zu dem starken Husten der einfach nicht weniger werden will. Die Luftnot. Und jetzt sind auch noch Nierenschmerzen dazu gekommen. Mehr ein drückender Schmerz. Wenn sich dort auch was eingenistet hat und sich entwickelt brauch ich mir um mein Herz keine Sorgen mehr machen. Wenn der Krebs dann schon andere Organe erfasst haben sollte ist meine Zeit sowieso bald gekommen. Aber ich hoffe das dies nicht der fall ist. Ich rede mir noch ein das es von den Medis kommt. Hatte gestern und heute morgen eine schlimme Panikattacke aus heiteren Himmel. Und die Todesangst kam wieder mit aller härte durch. Habe mir 10mg Diazepam genommen. Ich wurde etwas ruhiger. Aber ganz werde ich diese Todesangst nicht los. Habe immer noch schweißausbrüche. Die knie sind weich und fangen an zu zittern. Das Herz rast immer noch. Gerät zeigt 185 schläge an und weißt auf Rhytmusstörungen hin.Wenn ich versuche ruhig zu bleiben und mich hinsetze überkommt mich eine wahnsinnige Unruhe und ich laufe durch die Wohnung wie ein Tiger im Käfig. Was ist da los?. Was kommt da noch ?. Ich weiß im Moment nicht weiter und weiß auch nicht was ich jetzt noch tun soll.

Nehme gleich noch eine BB für den hohen Puls und eventuell noch eine zusätzliche Diazepam. Mehr kann ich ja im moment nicht tun.

Liebe grüsse

Jürgen

Apvimaoth hat geantwortet


Moinmoin,

Bin auch mal wieder da...und was les ich? Allen geht's schlecht, das ist nicht schön.

So makaber das jetzt klingt, ich freue mich, Jürgen, dass du auch den Tod anders wahrnehmen konntest. Versuche in dem Moment der größten Angst ein gegenteiliges Gefühl in dir Vorzurufen.

Ich lasse mich dann immer von meinen schönsten Erinnerungen emotional durchschwemmen und/oder versuche konzentriert und sachlich zu handeln.

C$hga-Txu hat geantwortet


Lieber Jürgen,

"ganz" wirst Du die Todesangst sicherlich nicht los, darauf sollten wir auch gar nicht hoffen. Ich habe hin und wieder auch noch Todesangst. Meine schlimmen Zeiten sind nachts, wenn ich durch irgendwas aufwache und dann ins Grübeln komme. Aber den Tod zu akzeptieren, ist auch eine schwere Aufgabe. Manchmal ist er mein Freund, manchmal aber macht er mir auch irre grosse Angst, besonders die Vorstellung, dann für alle Ewigkeit "weg" zu sein, und meine geliebten Menschen nie mehr wiedersehen zu können. Aber so denke und fühle ich nicht immer. Es gibt auch Zeiten, da nehme ich das mit Gelassenheit an.

Mir scheint, mein Lieber, Du willst, dass alles wieder so ist wie "vorher". So geordnet, so angstfrei, ja, so zufrieden wie Du vorher gelebt hast. Aber Du weisst (und ich denke, Deine Psychoonkologin wird Dir das auch sagen), dass es so, wie es war, nie wieder werden wird. Das wird das Ziel aller psychologischen Mühen und Hilfen sein: Den JETZT-Zustand anzunehmen. Ich weiss, dass Dir das noch nahezu unmöglich erscheint. Aber in diese Richtung geht es.

Liebe Grüsse an alle hier

Cha-Tu

Jtürge"n20x6 hat geantwortet


Lieber Cha-Tu

Danke dir für deine Antwort. Alles gut ?.

Nein los werde ich meine Todesangst wohl nicht mehr. Ich versuche ja mit dieser Angst klarzukommen und mit ihr zu leben. Aber dann schlägt sie so hart aus dem nichts zu das ich fast am verzweifeln bin. Ich weiß das ich dann nur noch versuchen kann ruhig zu bleiben. Das ist verdammt schwer. Ich hatte ja gestern wieder eine schlimme Panik. Konnte nicht einschlafen. Ich kam auf den verrückten Einfall mich anzuziehen und raus zugehen. Es war 1uhr nachts. Ich ging durch die Siedlung und dann Richtung Friedhof. Dort war es unheimlich dunkel. Aber es machte mir keine Angst. Ich ging zu den Gräbern wo einige Freunde und Bekannte liegen. Dann zu meinen an Krebs verstorbenen schwager. Setzte mich auf die Bank und dachte über den Tod nach. Ich sagte mir das es doch garnicht so schlimm ist zusterben .

Mein Schwager und Freunde und Bekannte die hier liegen haben es auch geschafft. Ich dachte an mein früheres Leben vor meiner erkrankung nach. So gesehen hatte ich doch ein schönes Leben. Habe eine liebe Frau und Kinder. Zu dem noch liebe Enkelkinder die ich immer knuddeln könnte. Dann dachte ich das ich für immer weg sein werde und sie nie wieder sehen werde. Aber das kann ich ja nicht wissen. Aber ich weiß das sie mich nicht vergessen werden. Das beruhigte mich schon sehr. Um drei Uhr heute morgen war ich wieder daheim und legte mich hin. Und soll ich dir was sagen. Ich schlief ganz entspannt ein. Was ich in letzter zeit nicht konnte. Ich hab das gefühl als wenn jemand in meinen Kopf einen Hebel umgelegt hat seit ich diesen gang über den Friedhof machte. Seltsame Sache.

Natürlich möchte ich gerne mein altes Leben weiterführen. Aber ich weiss das das nicht möglich sein wird. Das ist wie du schreibst für mich noch unmöglich das zu akzeptieren. Dieser JETZT- Zustand wie du schreibst mit all den Ängsten und düsteren Gedanken und auf das verzichten all der Dinge die vorher waren kann ich noch nicht ganz verkraften. Aber ich denke das wenn ich mit meiner Psychoonkologin weiter gut zusammen arbeite dieses irgendwann mal in den Griff bekommen werde.

Mit dem Krebs und den anderen Erkrankungen gehe ich ja mittlerweile einigermaßen!!! gut um.

Schlimm sind eben diese Angst und Panikattacken. Wenn die Ärzte am 12.11 bei der Nachuntersuchung doch was finden sollten werde ich mich über das verbot AD's zunehmen hinweg setzen. Dann ist es sowieso eh egal. Viel kaputt machen kann ich dann auch nicht mehr. Wenn mir die AD helfen über die zeit bis zum ende hinweg zukommen sehe ich darin kein Problem.

Liebe grüsse an alle

Jürgen

Guten morgen Avimoth

Schön mal wieder von dir zu hören.

Danke dir für deine lieben worte.

Auch bei dir alles gut?.

Liebe gruss

Jürgen

CHha-:Tu hat geantwortet


Lieber Jürgen,

wir waren gestern abend auch auf dem Friedhof. Hier in Bayern ist Allerheiligen ja ein Feiertag, und ich finde die Atmosphäre, wenn auf dem dunklen Friedhof die Kerzen auf den Gräbern brennen, so wunderbar...

Ich hatte ja gestern wieder eine schlimme Panik.

Es ist schade, dass Deine Frau da nicht bereits oder in der Lage ist, Dich einfach in den Arm zu nehmen. Das ist kein Vorwurf, manche Menschen können es einfach nicht, wenn ihr Partner sehr leidet. Meine Frau kann das gottseidank, ohne diesen "Fluchtpunkt" wäre vieles für mich nicht zu schaffen.

Mein Schwager und Freunde und Bekannte die hier liegen haben es auch geschafft.

Ja, dieser Gedanke kann sehr hilfreich sein.

Ich dachte an mein früheres Leben vor meiner erkrankung nach. So gesehen hatte ich doch ein schönes Leben. Habe eine liebe Frau und Kinder. Zu dem noch liebe Enkelkinder die ich immer knuddeln könnte.

Das ist wirklich schön.

Dann dachte ich das ich für immer weg sein werde und sie nie wieder sehen werde. Aber das kann ich ja nicht wissen. Aber ich weiß das sie mich nicht vergessen werden. Das beruhigte mich schon sehr.

Ja. Und ich ganz persönlich glaube auch NICHT, dass mit dem Tod alles aus und vorbei ist. Das mag sicher den einen oder anderen hier wundern, da ich ein recht rationaler Mensch bin, aber ich glaube durchaus, dass der Tod NICHT das letzte Wort sprechen wird.

Um drei Uhr heute morgen war ich wieder daheim und legte mich hin. Und soll ich dir was sagen. Ich schlief ganz entspannt ein.

Ist das nicht wunderbar? Ich freue mich sehr, dass Du diese Erfahrung gemacht hast. Übrigens klingt Dein Beitrag auch anders als sonst. Gelassener.

Was ich in letzter zeit nicht konnte. Ich hab das gefühl als wenn jemand in meinen Kopf einen Hebel umgelegt hat seit ich diesen gang über den Friedhof machte. Seltsame Sache.

Schön. Ich wünsche Dir, dass Du immer wieder dorthin gelangen kannst, auch wenn mal wieder schlimme Zeiten kommen. Schlimme Zeiten sind viel weniger schlimm, wenn man weiss, dass es auch solche "Schalterumlegungen" gibt.

Natürlich möchte ich gerne mein altes Leben weiterführen. Aber ich weiss das das nicht möglich sein wird. Das ist wie du schreibst für mich noch unmöglich das zu akzeptieren. Dieser JETZT- Zustand wie du schreibst mit all den Ängsten und düsteren Gedanken und auf das verzichten all der Dinge die vorher waren kann ich noch nicht ganz verkraften.

Das braucht auch Zeit, Jürgen. Und nochmal: Du DARFST auch traurig sein, DARFST verzweifelt sein, das ist doch klar. Du HAST jetzt ein sehr schweres Schicksal, wie auch ich ein solches habe. Und wir müssen nicht immer stark und gelassen sein, wir dürfen weinen, verzweifeln und weinen.

Schlimm sind eben diese Angst und Panikattacken. Wenn die Ärzte am 12.11 bei der Nachuntersuchung doch was finden sollten werde ich mich über das verbot AD's zunehmen hinweg setzen. Dann ist es sowieso eh egal.

Vielleicht gibt es dann andere Mittel. ES gibt auch andere Angstlöser als die herkömmlichen AD. Und wenn es tatsächlich nichts anderes gibt, würde ich genau so handeln wie Du. Wenn es wirklich zuende geht, wäre mir das auch egal...

Du fragst, ob bei mir alles gut sei. Es geht so. Meine Lunge pfeift und kratzt, ich huste wie blöde, und habe massiven Auswurf, spraye viel Kortison, und hoffe darauf, dass ich Ende Novermber beim Lungenfacharzt noch eine Alternative dder ein Zusatzmittel bekomme, da das Kortison nicht ausreicht, um wenigstens ein paar Stunden husten- und auswurffrei zu sein.

Liebe Grüsse

Cha-Tu

JUürge$nx206 hat geantwortet


Hallo Cha-Tu

Oh Cha-Tu wenn ich wüßte wie ich dir helfen könnte. :)_ Würde dir sofort einiges abnehmen.Du hilfst hier den Kranken Menschen wo es nur geht mit deinen lieben Worten und Ratschlägen.Kannst du nicht im akut fall eher zum Lungenfacharzt gehen?. Es tut mir so leid das du im Moment so leiden musst. Hoffentlich bessert sich das wieder.

Es ist schade, dass Deine Frau da nicht bereits oder in der Lage ist, Dich einfach in den Arm zu nehmen. Das ist kein Vorwurf, manche Menschen können es einfach nicht, wenn ihr Partner sehr leidet

Ja das ist schade. Aber wenn sie noch nicht in der Lage ist auf mich zu zu gehen wenn ich trost brauche akzeptiere ich das. Ich glaube das sie mit meiner Situation vollkommen überfordert ist. Sonst ist sie eine ganz liebe. Sie hält in allen was ist zu mir. Nur eben wenn es um die Krebserkrankung und meinen Ängsten geht nicht. Deshalb werde ich sie auch nicht mehr bedrängen.

Ist das nicht wunderbar? Ich freue mich sehr, dass Du diese Erfahrung gemacht hast. Übrigens klingt Dein Beitrag auch anders als sonst. Gelassener

Bin auch heute morgen entspannt aufgestanden. Ich bin ruhig und gelassen. Stimmt. Irgend etwas ist in der Nacht auf dem Friedhof passiert. Ich meine im Kopf. Ich denke ich hab einen Ort gefunden wo ich mich mit meinen Gedanken zurück ziehen kann. Auf dem Friedhof bin ich dem Tod noch näher. Vielleicht hilft es mir auch deshalb meine Angst zu ihm langsam zu verlieren. Wenn mich mal wieder eine Angst oder Panikattacke versucht zu über rollen werde ich dort hingehen versuchen mich zu beruhigen und meine Gedanken freien lauf lassen.

Schön. Ich wünsche Dir, dass Du immer wieder dorthin gelangen kannst, auch wenn mal wieder schlimme Zeiten kommen.

Das diese Zeiten immer wieder kommen werden weiß ich mittlerweile.Dann werde ich diesen Gang wieder gehen und werde sehen ob sich der schalter wieder umlegen läßt.

Jürgen. Und nochmal: Du DARFST auch traurig sein, DARFST verzweifelt sein, das ist doch klar. Du HAST jetzt ein sehr schweres Schicksal, wie auch ich ein solches habe. Und wir müssen nicht immer stark und gelassen sein, wir dürfen weinen, verzweifeln und weinen

Ja traurig bin ich oft und verzweifelt auch. Nur weinen tu ich nicht. Warum soll ich weinen für etwas was ich mir selbst zugefügt habe?.

Ja wir beide und den vielen wirklich kranken hier im Forum hat das schiksal ein schweres Paket zu tragen gegeben. Ich denke ich muss das Paket etwas leichter machen in dem ich Ängste abbauen muss und meine jetzige Situation akzeptieren muss. Sonst wird mich das Paket erdrücken. Zwar leicht geschrieben. Aber ich werde es versuchen. Und wenn es nicht gleich klappt werde ich es noch mal versuchen. Und immer wieder.

Vielleicht gibt es dann andere Mittel. ES gibt auch andere Angstlöser als die herkömmlichen AD. Und wenn es tatsächlich nichts anderes gibt, würde ich genau so handeln wie Du. Wenn es wirklich zuende geht, wäre mir das auch egal..

Diese Option halte ich mir noch frei bis die Ergebnisse der Nachuntersuchung vorliegen. Aber auf mein Bauchgefühl und meinem Gespür für Gefahr konnte ich mich immer verlassen. Und das sagt mir im moment nichts gutes. Aber ausnahmen bestimmen die Regeln. Ist das Ergebnis gut dann werde ich weiter kämpfen. Finden sie was werde ich keine behandlung mehr anstreben. Sei es chemo , OP oder strahlung. Diese Quälerei hab ich alles durch und möchte das nicht noch mal erleben. Habe auch eine Patientenverfügung gemacht und der Klinik und allen Ärzten wo ich in behandlung bin eine Kopie übergeben. In dieser Hinsicht steht mein entschluß fest. Lebe dann zwar kürzer aber habe mit sicherheit mehr Lebensqualität bis zum ende.

Cha-Tu tut mur leid das es ein bischen länger wurde.

Wenn ich dir doch bloß auch ein bischen helfen könnte. :°_

GUTE BESSERUNG

LIEBE LIEBE GRÜSSE

JÜRGEN

C}har-Txu hat geantwortet


Guten Morgen, Jürgen.

Es ist lieb von Dir, helfen zu wollen, aber da ist nichts zu helfen. Und es ist auch kein Akutfall, sondern eine Verschlechterung des chronischen Zustandes. Allerdings KÖNNTE es auch sein, dass ich eine Erkältung ausbrüte, ich habe heute morgen das Gefühl...

Ich glaube das sie mit meiner Situation vollkommen überfordert ist.

Ja, das glaube ich auch und ich verstehe es auch. Einerseits. Andererseits bist DU der Schwerkranke... Ich erlebe das sehr oft, dass Kranke auf ihre Angehörigen Rücksicht nehmen (diese manchmal sogar trösten!) und meinem "Gerechtigkeits- und Menschlichkeitsempfinden" nacht müsste es umgekewhrt sein.

Bin auch heute morgen entspannt aufgestanden. Ich bin ruhig und gelassen. Stimmt. Irgend etwas ist in der Nacht auf dem Friedhof passiert. Ich meine im Kopf. Ich denke ich hab einen Ort gefunden wo ich mich mit meinen Gedanken zurück ziehen kann.

Ja, solche Orte gibt es. Die haben eine ganz besondere "Energie". Ich liebe Friedhöfe übrigens... :-)

Ja traurig bin ich oft und verzweifelt auch. Nur weinen tu ich nicht. Warum soll ich weinen für etwas was ich mir selbst zugefügt habe?.

Weinen entlastet, tut gut. Und es löst manchmal auch Ängste. Ich finde, weinen zu können eines der entlastendsten Selbsthilfen, zu denen ein Mensch fähig ist.

Aber auf mein Bauchgefühl und meinem Gespür für Gefahr konnte ich mich immer verlassen. Und das sagt mir im moment nichts gutes.

KANN stimmen. Kann aber auch eine Folge der Angst sein. Unter Angst (ich meine damit gar nicht unbedingt die akute Angst, sondern die "Grundstimmung") tickt der Mensch nicht immer so wie er vorher getickt hat. Ich denke, da sollte man abwarten.

Finden sie was werde ich keine behandlung mehr anstreben. Sei es chemo , OP oder strahlung. Diese Quälerei hab ich alles durch und möchte das nicht noch mal erleben.

Ja, das verstehe ich. Wenn diese Behandlungen wirklich nichts anderes mehr bringen als Leid und Qual und VIELLEICHT ein paar Wochen länger leben, würde ich das auch nicht machen lassen. Wenn es aber eine Chance gibt, mehr als nur ein paar Wochen und diese Zeit vor allem ohne grösseres Leid zu leben, würde es sich meiner Meinung nach lohnen. Aber das kann und sollte jeder nur für sich selbst entscheiden.

Habe auch eine Patientenverfügung gemacht und der Klinik und allen Ärzten wo ich in behandlung bin eine Kopie übergeben. In dieser Hinsicht steht mein entschluß fest. Lebe dann zwar kürzer aber habe mit sicherheit mehr Lebensqualität bis zum ende.

Ich finde das gut und richtig so.

Liebe Grüsse. Ich koche mir jetzt Tee...

Cha-Tu

Hinweis

Dieser Faden ist geschlossen, Sie können deshalb nicht mehr antworten. Aber schauen Sie doch in die übrigen Diskussionen des Forums Blut, Gefäße, Herz, Lunge oder besuchen Sie eines der anderen Unterforen:

Sportmedizin · Lungenkrebs


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH