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Jürgens letzter Weg (Lungenkrebs)

C]hax-Tu hat geantwortet


Jetzt hab ich natürlich Panik bekommen weil die Prognose beim Lungenemphysem 12 Monate eventuell noch weniger ist.

Nein, Jürgen, diese Information ist Unsinn. Ich habe COPD, bin in einer Selbsthilfegruppe und in einer Mailingliste für COPD-Kranke, die ja meistens ein Lungenemphysem haben, und da sind Leute dabei, die seit 15 Jahren damit leben. FALLS es bei Dir wirklich ein Lungenemphysem ist, lass Dich von solchen Prognosen bitte nicht beeinflussen. Erstens sind das Zahlen und Statistiken, und DU bist ein Mensch und ein Individuum. Und zweitens stimmt das so einfach nicht.

Du solltest Dir jetzt einen guten Lungenfacharzt suchen, der sollte alle weiteren Untersuchungen machen, und dann solltet Ihr gemeinsen ein therapeutisches Vorgehen planen und durchführen.

Lieben Gruss

Cha-Tu

J.ürgesn20x6 hat geantwortet


Hallo Ca-tu

dank für deine liebe Antwort. Aber du mußt verstehen

J2ürgVen20x6 hat geantwortet


Hllo liebe/r cha- Tu

Bei mir teffen ja mehrere Diagnosen zusammen. Lungenkrebs , VHF , hirnkavernom rechts temporal und jetzt Lungenemphysem. Man hab ich ne Angst. Ich weiß nicht mehr was ich machen soll bei diesen Diagnosen. Wie soll ich damit umgehen ?. Das ich in naher zukunft sterbebn werde ist mir klar. Aber bitte wer hilft mir´?:Ich hab solche Angst davor. Es sind Gefühle die kann man nicht in worte fassen kann.Ich hab einfach Angst und Panick. Ich bin doch erst 54 Jahre, Soll ich den Tod einfach als Nodwendigkeit sehen?.Der eine früher oder später ?. Wie hat Avimoth geschrieben. Wen's stör?. Mich am wenigsten wenn ich tot bin.Avimoth hat echt. Aber es tut weh wenn man alles verliert das man liebt. Ich bin im Moment soweit das ich mit dem Leben sebst abschließen möchte. Es kommt ja jetzt nicht mehr auf Wochen oder Monate an. Das einzige was mich jetzt noch zurück hält ist meine Frau und die Kinder.

Ich danke euch allen die mir versucht haben mir die Angst zu nehmen und mir Mut zu machen.Und allen betroffenen eine

beschwerdefreie und sorglose Zeit.Ihr habt mir sehr geholfen. Ich danke euch von von ganzen Herzen.

LG

jürgen206

CAha-xTu hat geantwortet


Hallo, Jürgen,

das verstehe ich sehr gut. Ich war 42, als ich meinen ersten Infarkt hatte, ich war 43, als ich meinen zweiten Infarkt hatte, ich war 43, als ich meinen sehr geliebten Beruf aufgeben musste, weil mein Herz dafür zu schwach war, ich war mit 47 schwerkranker Diabetiker, dann wurde mein Herz immer schwächer, ich habe eine Herzinsuffizienz bekommen (vermutlich als Folge des Infarkts) und nun habe ich seit 2 Jahren die COPD.

Ich war streckenweise auch sehr sehr sehr niedergeschlagen und mutlos, schwer depressiv und manchmal habe ich auch an Freitod gedacht. Ich kenne diese Situation, wenn einem der Arzt sagt, er wisse nicht, ob ich dieses Jahr überlebe (das ist nun fast 20 Jahre her und ich lebe immer noch!), und ich kenne auch die Angst, zu sterben. Erst heute habe ich einen sehr schweren Erstickungsanfall gehabt, den meine Frau mit einem Cortison-Notfallspray beenden konnte, und da wurde mir wieder klar, wie hauchdünn der Faden ist, an dem ich bzw. mein Leben hängen.

Man hab ich ne Angst.

Das verstehe ich, und ich finde das auch ganz normal in so einer Situation. Man "darf" Angst haben, das ist keine Schande und auch kein Ding, das man sich "verbieten" sollte. Aber man sollte sich von der Angst nicht beherrschen lassen. Ich weiss, dass das schwer ist. Hast Du mal daran gedacht, Dir psychotherapeutische Hilfe zu holen? Ich habe das damals gemacht, als die Angst mich dauernd überflutete und kaum noch ein normales Leben möglich war, weil ich 24 Stunden am Tag die Angst hatte, mein Herz setzt aus oder der dritte Infarkt kommt, der sicherlich tödlich gewesen wäre, undsoweiter.

Ich weiß nicht mehr was ich machen soll bei diesen Diagnosen. Wie soll ich damit umgehen ?.

Ich würde mir zum einen einen Psychotherapeuten suchen. Und zum anderen würde ich mich nicht aufgeben. Ich habe das Gefühl, Du bist momentan dabei, Dich aufzugeben. Das ist auch zu verstehen, und für eine kurze Zeit in Ordnung. Aber das vergeudet Zeit, wertvolle Zeit, egal, ob Du noch 1 Jahr lebst oder 5 oder 10 oder 20 Jahre.

Das ich in naher zukunft sterbebn werde ist mir klar.

Das kannst Du nicht wissen. Und so zu denken, ist bereits ein Zeichen von Resignation. Man hat mir 1996, nach dem zweiten Infarkt kaum Überlebenschancen gegeben, weil mein Infarkt nahe am Hauptstamm war. Da konnte man damals auch keinen Stent setzen und keine Bypass-Operation machen. Entweder ich überlebe das oder nicht. DAS war damals meine Alternative.

Aber bitte wer hilft mir´?:Ich hab solche Angst davor. Es sind Gefühle die kann man nicht in worte fassen kann.Ich hab einfach Angst und Panick.

Dir geht es momentan genau wie es mir damals ging. Die Gedanken kreisen darum, wie lange noch, wie wird es sein, was wird mit der Familie, und der Gedanke, all diese geliebten Menschen nie mehr wiederzusehen, hat mich in eine Art Dauerpanik versetzt und innerlich zerrissen. Das ist auch "normal". Aber man sollte dennoch alles tun, damit man aus diesem seelischen Tief rauskommt.

Ich bin doch erst 54 Jahre, Soll ich den Tod einfach als Nodwendigkeit sehen?.

So was gelassen als Notwendigkeit zu sehen, das kann man nicht auf Kommando. Aber so etwas kann man lernen. Natürlich möchte ich noch nicht sterben, und ich hoffe, noch ein paar Jahre zu schaffen. Aber ich habe keine sooo grosse Angst mehr vor dem Tod wie früher, und Panik schon gar nicht. Eine solche Einstellung kann man lernen. Notfalls eben mit Hilfe eines Therapeuten.

Der eine früher oder später ?. Wie hat Avimoth geschrieben. Wen's stör?. Mich am wenigsten wenn ich tot bin.Avimoth hat echt. Aber es tut weh wenn man alles verliert das man liebt.

Und wie! Es tut unendlich weh. Und dieses Weh muss man aushalten lernen, diesen Gedanken kann Dir auch niemand nehmen, auch kein Therapeut, den muss man annehmen, so schwer es auch fällt. Aber das kann man.

Ich bin im Moment soweit das ich mit dem Leben sebst abschließen möchte. Es kommt ja jetzt nicht mehr auf Wochen oder Monate an.

Woher weisst Du denn, dass es nur noch Wochen sind? Oder Monate? Nur weil Du da was im Internet gelesen hast, was DEFINITIV nicht stimmt? Frage: Ist Dein Lungenkrebs geheilt? Wurdest Du da operiert?

Das einzige was mich jetzt noch zurück hält ist meine Frau und die Kinder.

Und ich hoffe, dass das so bleibt. Aber ich hoffe auch, dass nach einer gewissen Zeit der Panik auch ein Zeitpunkt kommt, an dem Du auch um Deinetwillen, also wegen Dir selbst, weiterleben möchtest. Und glaube mir: Ich kenne JEDES Deiner Gefühle aus eigener Erfahrung. Auch mir ging es so, dass ich an Freitod gedacht habe, und nur der Gedanken an meine Frau, mit der ich seit 40 Jahren zusammen bin, und die mich über alles liebt so wie ich sie, hat mich davon abgehalten. HEUTE bin ich froh, dass ich lebe, obwohl ich jeden Moment tot umfallen kann, denn mein Herz ist in einem schlechten Zustand und meine Lunge fängt auch wieder an, abzubauen. Aber ich lebe gerne. Ich lebe WIEDER gerne. Und das möche ich noch, so lange es mir vergönnt ist und solange ich es selbst möchte. Aber OB ich es möchte, da lasse ich mich nicht von Tagesstimmungen beeinflussen, sondern von meiner Gesamtschau auf mein Leben. Und diese Gesamtschau zeigt mir: es war alles in allem gut und richtig, trotz allem. Und so soll es auch bleiben, solange es geht.

Lieben Gruss

Cha-Tu

JTürgAen20x6 hat geantwortet


Bitte heft mir. Ich hab Panick und Todesangst. Schluck jetzt erstmal Lorazepam damit ich erstmal ruhiger werde. Auf dauer keine lösung. Weiß ich. Bin aber dem Tod nahe. Also was soll's.

J-ürgen"206 hat geantwortet


Hallo cha-zu

Ich habe im Moment Panik. Alle gedanken kreisen nur um Tod. Wie kann ich das abstellen?. Ich hab soviel Baustellen im körper . ich weiß nicht mehr weiter. Ich denke mal das das kämpfen keinen sinn mehr macht. Ich resigniere.Es sind zu viele stellen im körper die ich bekämpfen müßte.

Desweiteren denke ich das die Lungen OP alles ausgelöst hat. Ich werde alles auf mich zu kommen lassen und warten was passiert. Wenn es zu schlimm wird werde ich von mir aus den Sack zu machen. Ich möchte meiner Frau und den Kindern nicht zu muten mich in so einem desoluten zustand weiter versorgen.

LG

jürgen206

CRindereJllax68 hat geantwortet


@ Jürgen206

Jetzt hab ich natürlich Panik bekommen weil die Prognose beim Lungenemphysem 12 Monate eventuell noch weniger ist.

Das stimmt wirklich überhaupt nicht. Es gibt gewisse Erfahrungswerte, die beim Lungenemphysem vom FEV1 und dem sogenannten Residualvolumen (wird beim Lungenfunktionstest erfasst) auf die verbleibende Lebenszeit schließen lassen, bzw. ungefähre Vorhersagen treffen lassen. Aber theoretisch kann jeder diesen Rahmen komplett sprengen.

Übrigens: über Röntgenaufnahmen ein Lungenemphysem zu diagnostizieren, ist eine vage Angelegenheit. (Soweit ich weiß, ist ein CT da schon genauer). Bessere Auskunft über ein mögliches Emphysem gibt der Lungenfunktionstest. Hattest du den mal gemacht? Wenn da keine Emphysemanzeichen waren, hast du auch keines.

Du bekommst ja eine Hammer-Diagnose nach der anderen, das ist ja mehr, als ein Mensch überhaupt verkraften kann. Können die Ärzte da vielleicht mal ein bisschen Empathie zeigen...? :-/

Schluck jetzt erstmal Lorazepam damit ich erstmal ruhiger werde.

In solchen Krisen ist das durchaus legitim, aber du solltest schauen, ob du auch noch andere Möglichkeiten findest, etwas mehr Ruhe zu finden. Ein bisschen raus vielleicht? Vielleicht kannst du da ein bisschen abschalten und zur Ruhe kommen? Und vergiss das mit dem Emphysem – da weiß man ja noch nicht einmal, ob das überhaupt stimmt.

Alles, alles Gute! :)*

CBha-Txu hat geantwortet


Hallo, Jürgen,

ich denke, dass wir kein Recht haben, unseren Angehörigen zu verbieten oder zu untersagen oder ihnen nicht zuzumuten, für uns da zu sein.

Ich bin sicher, dass Deine Frau es lieber hat, Du lebst als dass Du tot bist.

Ich habe so oft erlebt, dass Menschen sich das Leben genommen haben, um ihre Verwandten zu schonen und diese Verwandten waren dann todunglücklich, und hätten ihre Liebsten lieber in so einem desolaten Zustand bei sich gehabt.

Ich bin durchaus für das Recht des Menschen, seinem Leben ein Ende zu setzen, falls er dieses Leben nicht weiterleben kann oder will. Aber ich bin absolut dagegen, sich umzubringen, nur um seine Angehörigen zu schonen. Er schont sie nicht, im Gegenteil. Mir jedenfalls wäre meine Frau in JEDEM Zustand lieber als tot.

Ich kann nur nocheinmal dringend raten, einen Psychotherapeuten aufzusuchen. Er kann helfen, ob Du mir das nun glaubst oder nicht. Du bist momentan in einer Ausnahmesituation, was auch absolut verständlich ist. Aber hol Dir bitte seelische Hilfe...

Alles Liebe

Cha-Tu

C@indterellax68 hat geantwortet


Da Psychotherapeuten ja immer so eine lange Warteliste haben – vielleicht gibt es auch seitens des Krankenhauses Angebote für psychotherapeutische Krisenintervention? Möglicherweise auch eine Gesprächsgruppe? (obwohl Gruppen ja nicht jedermanns Sache sind).

J(ürg&en20x6 hat geantwortet


Endschuldigt bitte meine Rechtschreibweise

für diesen satz hab ich 10 Min gebraucht.endschuldigt bitte. {:(

CKinSdereGlla68 hat geantwortet


Wie geht es dir denn jetzt? @:)

JJürgenx206 hat geantwortet


hallo an alle

habe versucht mit meiner frau über meine Ängste und krankheit zu sprechen. sie blockt total ab.so bin ich wirder alleine.

hab meine tochter angerufen. papa du wirst 100. und das wars. Obwohl alle wissen wie es um mich steht hält niemand zu mir. Weder meine Frau noch meine Kinder.Verdammt noch mal . Alle haben meinen Ärztlichen bericht. Ich weiß nicht mehr weiter. Meine frau war sogar dabei als ich mit dem chirugen gesprochen habe. Er meinte damals das ich wenn ich die nächsten 2 Jahre überstehen will ganz schön zu kämpfen müsste. Jetzt kann ich mit keinem mehr über meine Ängste reden.

Was soll ich tun´?. Ich hab laut Ärzten nicht mehr lange. Soll ich mir selbst die kugel geben?.Ich weiß nicht mehr weiter.

Aber damit warte ich noch. Warum ich. gerade der letztes Jahr um diese zeit noch fit war und sport gemacht hat.warumm?.

Versteht das jemand?

LG

jürgen

J`ür<gen2)06 hat geantwortet


Liebe Cinderalla

Es wurde ein CTund MRTgemacht.Bei beiden wurde die Diagnose bestätigt. Ich glaube kaum das ich einen Psyhologen mrhr brauche. Ich brauche wahrscheinlich nur noch beistand um schmerzlos von dieser welt zu gehen.Ich hoffe Gott steht mir bei.Aber dir und euch allen danke ich, die mir doch viele Ängste genommen haben.Bitte bleibt gesund und beschwerdefrei.

LG

jürgen206

J%ürgexn206 hat geantwortet


PS.Es reicht nicht das ich den Lungenkrebs und VHF habe. Nein jetzt hab ich auch noch Lungenemphysem dazu. Was denn noch?.

Danke euch allen die mir Mut gemacht und versucht haben mir die Angst zu nehmen.Liebe cha-tu und cinderella68 mir geht es im Moment sehr mies. Wie soll es einem auch gehen der 4 schlimme Diagnosen hat?.Und alle bestätigt. Mir geht es wirklich nicht gut.Dazu noch reichlich kopfkino.Was soll oder kann ich tun ?. Lungenfunktionstest wurde gemacht. Es kam das ergebnis COPD.Pshychotherapie brauche ich meiner meinung nicht mehr. Meine frau sagt das wir das zusammen ohne den Seelenklempner durchstehen.ohMan hab ich eine Angst.Bitte helft mir.Bitte!!!!.

LG

jürgen-

C5inderenlla68 hat geantwortet


Wenn deine Frau jetzt gerade abblockt, so bedeutet das nicht, dass sie nicht zu dir hält. Wahrscheinlich ist sie im Moment einfach überfordert, weil ihre Gefühle für dich auch eine große Rolle spielen und sie einfach nicht weiß, wie sie mit all dem umgehen soll. Sie will und wird dich bestimmt nicht alleine lassen.

Es wäre wirklich gut, wenn du jemanden hättest, bei dem du all deine Gedanken loswerden könntest, ohne darauf achten zu müssen, was das bei dem anderen auslöst. Willst du nicht vielleicht doch mal im Krankenhaus nachfragen, ob es die Möglichkeit einer psychologischen Begleittherapie gibt? Am Montag? Du hast gerade eine tiefe Krise, was sehr verständlich ist, aber gib jetzt nicht auf. Ich hab gedacht, als ich deine Berichte hier gelesen habe: Hut ab, wie der das stemmt!

:)*

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