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Keime im Blut

Vfagab.undK7x9 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen

Ich hatte vor ungefähr 2 Monaten einen beitrag verfasst, damals lag meine Mutter im Künstlichen Koma. Nun ist sie wach, ansprechbar, kann sich zwar noch nicht bewegen, denke das kommt mit der zeit, durch Therapien.

Jetzt braucht sie eine REHA Klinik, die Keim Patienten auf nimmt. Bisher hatten wir bei der suche leider keinen erfolg.

Hat hier Bitte jemand Rat oder eine idee wo es im Umkreis von Bonn eine REHA Klinik gibt die Keim Patienten aufnimmt?

Oder gibt es eine Auflistung im Internet? Es eilt schon etwas, den wir haben nur noch max 3 Wochen zeit, dann muss sie in Reha.

leider hat sie immer noch viel Schleim, und muss fast stündlich abgesaugt werden :-(

Wäre Klasse wenn jemand helfen könnte, wir sind schon am verzweifeln

Antworten
Cyha-+Tmu hat geantwortet


Ich würde da die Krankenkasse anrufen, in der Deine Mutter ist. Erstens hat die KK Erfahrungen mit so etwas und zweitens können die ggfs. auch etwas Druck machen, was die Dringlichkeit angeht.

Alles Gute!

Cha-Tu

VCagab3undx79 hat geantwortet


Danke Cha-Tu

Es muss ja eine Klinik sein, wo sie vernünftig versorgt wird, also 24std. Wollen wir es mal hoffen das alles gut geht.

SBunfwlowexr_73 hat geantwortet


Kann der Krankenhaus-Sozialdienst, der diese Dinge auch beantragt, da nicht weiterhelfen?

VJagabwunHdx79 hat geantwortet


Nein Sunflower, da die meine Mutter am liebsten heute statt morgen abschieben würden, und wir sie hier daheim hätten, was natürlich im jetzigen zustand keinesfalls gehen würde, da sie 24std gepflegt werden muss, mit absaugen, windeln wechseln, sondenkost etc

evtl ginge das auch in einem Altenheim, wenn das Personal dort entsprechend Geschult ist, und damit umgehen kann.

Sie hat ja CIP =Critical Illness Neuropathie [[http://de.wikipedia.org/wiki/Critical-Illness-Polyneuropathie]]

Offenbar gibt es keinerlei Behandlungsmethoden diese Keime weg zu bekommen. Zu mal wir gefahr laufen, uns damit auch an zu stecken

C^ornoetlia59 hat geantwortet


Kannst du mal schreiben, was für Keime das genau sein sollen? ":/

Was diese Critical-Illness-Polyneuropathie angeht: meine Mutter hat gerade 5 Wochen Intensivstation hinter sich, schwere Lungenentzündung, künstliches Koma, Nierenversagen und Dialyse und dann auch eine Hefepilzinfektion im Blut, die zur Zeit mit einem sehr teuren Medikament bekämpft wird. Zum Glück ist die früh genug entdeckt worden, sonst hätte sie das nicht überlebt. Aber der wesentliche Punkt: auch meine Mutter hat diese CIP, Grund sind die schwere Sepsis aufgrund der Lungenentzündung und das künstliche Koma. Inzwischen kann sie immerhin wieder selbständig atmen, sprechen und die Arme bewegen, aber es reicht noch nicht für das Drücken des Rufknopfes.

Wir haben die Reha beantragt, das läuft über den Sozialdienst des Krankenhauses. Es gibt zwei große neurologische Reha-Kliniken im Rheinland, das Rehanova in Köln-Merheim (angeschlossen an das Klinikum Köln-Merheim) und die Godeshöhe bei Bonn. Frag mal bei denen nach, wie das aussieht.

CPorneKlica59 hat geantwortet


Ach ja, noch was, das mit dem Schleim ist normal, das gibt sich. Bei meiner Mutter hat es auch gedauert, bis sie endlich von der Beatmung los war, daß das Absaugen des Schleims aufhören konnte. Ist deine Mutter denn schon von der Beatmung entwöhnt oder wird daran noch gearbeitet? Tubus, Trachealkanüle oder schon nur noch Nasenschlauch mit Sauerstoff?

Die Bewegungsfähigkeit wird gaaanz langsam wiederkommen, helft am besten selber ein bißchen mit, wenn ihr bei ihr seid. Vorsichtig die Arme bewegen, ganz normale Bewegungen, aber immer das Gelenk stabilisieren dabei. Laßt es euch notfalls von den Pflegern auf der Intensivstation zeigen!

V.agZabundx79 hat geantwortet


Danke für deine Antwort cornelia

meine Mutter bekam den keim von der Beatmung, dass scheint gar nicht mal so selten zu sein, dass man den bekommt. Wie der Kein Heißt kann ich dir auch nicht sagen

Sie kann selbst Atmen, das mit dem Schleim ist gut zu wissen, Schluckversuche wurden seit gestern gemacht, dass klappt offenbar recht gut, evtl fangen sie an sie ab heute normales Essen zu geben.

C ornNelxia59 hat geantwortet


Solche Keime hatte meine Mutter zwischendrin auch mal von der Beatmung, Pseudomonaden hießen die. Wurden mit Antibiotika bekämpft und sind auch brav wieder weggegangen. Was sagen die Ärzte denn zu dem Keim, löchere die doch einfach mal! Oder reden wir hier von MRSA?

Die Schluckversuche wurden bei meiner Mutter erst gemacht, als sie nur noch den Platzhalter in dem Loch für die Trachealkanüle hatte. Sie hat tagelang nur Wasser oder Tee bekommen, erst dann kam der erste Joghurt zum Einsatz. Feste Nahrung, selbst eingetunkten Toast, hat sie noch nicht versucht, ist ihr zwar schon angeboten worden, aber das war ihr selber zuviel.

VWagab%un%d79 hat geantwortet


Das mit dem schlucken hat nicht geklappt gehabt, nun führen sie einen Schlauch bis im Magen (Magensonde?) Damit man sie damit besser ernähren kann, hoffentlich kommt das mit dem schlucken nach einiger zeit wieder.

Den arm kann sie schon anheben. Sprechen konnte sie mit der sprachkanüle heut ganz gut, so kann sie wenigstens fragen stellen

C4ornel=ia59 hat geantwortet


Wie ist sie denn vorher ernährt worden, das muß doch eigentlich auch per Magensonde (Nasenschlauch) gewesen sein? Meine Mutter hat diesen Schlauch immer noch. Sie kann inzwischen zwar essen, aber immer sehr weiche oder pürierte Sachen, und es reicht noch nicht, daß sie sich ausschließlich davon ernähren könnte.

Was den Reha-Platz angeht, ist es wohl relativ schwierig, einen für Frühreha-Patienten (Phase B, googele mal danach) zu finden. In den meisten Kliniken in NRW sind diese Plätze etwas dünn gesät und natürlich, was noch übler ist, belegt. Wir hoffen immer noch auf einen Platz in der Klinik in unserer Nähe und setzen da zur Zeit alle Hebel in Bewegung. Wir haben Kontakt mit der Krankenkasse aufgenommen (die sagen, sie haben X Kliniken angefragt, aber noch keine Antworten), und auch mit der Rehaklinik, die wir gerne wollen (immerhin hat die Dame zugesagt, die Anfrage bevorzugt dem Professor vorzulegen). Ich hoffe, wir kriegen am Dienstag endlich eine verbindliche Auskunft, wie das weitergeht.

Übrigens hat die Dame von der Rehaklinik mich auch nach MRSA gefragt. Offenbar wäre auch das nicht das ganz große Problem, sie müssen es nur wissen, um die entsprechenden Vorkehrungen zu treffen. Insofern glaube ich nicht, daß irgendein Keim da wirklich ein Problem für die Aufnahme deiner Mutter in einer Reha darstellt.

CMornGel'ia5x9 hat geantwortet


Ach ja, noch was. Wenn sie bisher erst die Sprechkanüle hat und noch nicht den Platzhalter, ist es ziemlich normal, daß das Schlucken noch nicht klappt. War bei meiner Mutter auch nicht anders, erst mit Platzhalter hat es zum ersten Mal funktioniert, und das auch nicht gleich beim ersten Versuch. Aber es war eine Freude zuzusehen, wie sie sich über den ersten Schluck Wasser nach so langer Zeit gefreut hat!

Habt ihr ihr schon mal mit Wattestäbchen ein bißchen Wasser gegeben, so zum dran lutschen? Sonst fragt mal die Pfleger, ob die euch welche geben!

Vermutlich wird das mit der Reha aber noch ein paar Wochen dauern, die schauen im allgemeinen erstmal, daß sie die Patienten wirklich von der Beatmung weg haben und ein Minimum an Beweglichkeit wieder da ist (Hände/Arme, auch wenn noch etwas unkoordiniert, sowas alles). Frag mal die Ärzte, was die meinen, wann sie soweit ist. Physiotherapie wird sie bereits jetzt auf der Intensivstation bekommen, das ist Standard, soweit ich weiß.

V~agabTundx79 hat geantwortet


Hallo cornelia

Das mit dem Wattestäbchen hätten wir heut gern versucht, sie hat nur den mund ziemlich verschleimt.

Das mit dem Platzhalter habe ich der Ärztin mal gesagt gehabt, denke das wusste sie aber schon.

Nun kam die Barmer Krankenkasse an und wollen sie wo hin zur Nachbehandlung hin schicken, dass ist aber offenbar keine richtige REHA?

Sie kann sich ja kaum bewegen, ich zweifle ob das dass richtige ist? Sind das spezielle Kliniken, oder ist das ne normale Klinik? hast du davon Ahnung?

Sie ist nun fast 4 wochen aus dem koma, und kann gerade mal kleines bisschen einen arm bewegen, allein kann sie noch nicht stehen, auch nicht frei sitzen etc.

Die magensonde wurde heute gelegt, meine bedenken werden immer größer das sie für immer ein Pflegefall bleibt :-(

C orn4eliax59 hat geantwortet


Also, der Platzhalter und wann der eingesetzt wird, ist natürlich Sache der Ärzte, wenn die meinen, sie ist noch nicht soweit, dann ist sie es wohl tatsächlich noch nicht.

Normalerweise wird der Antrag auf Reha von den Ärzten gestellt, frag mal bei denen nach, was für einen Antrag die gestellt haben. Normalerweise müßte deine Mutter eine neurologische Reha bekommen, aber wenn sie noch intensivpflichtig ist, ist das schwierig. Sie liegt ja wohl seit 2 Monaten auf der Intensivstation, wenn ich das richtig verstanden habe?

In welche Einrichtung will die Krankenkasse deine Mutter denn schicken? Googele mal danach, was das für ein Laden ist, die haben alle Internetseiten, und ruf doch einfach mal die Reha-Abteilung der Barmer an, die können dir bestimmt mehr dazu sagen! Also, Ärzte fragen, Barmer fragen, Reha-Einrichtung googeln, das sind die Sachen, die wir in den letzten Wochen auch ständig gemacht haben! *:)

Chorneli?ax59 hat geantwortet


Noch ein paar Nachträge:

Sie ist nun fast 4 wochen aus dem koma, und kann gerade mal kleines bisschen einen arm bewegen, allein kann sie noch nicht stehen, auch nicht frei sitzen etc.

So war es bei meiner Mutter bis vor 2 Wochen auch noch. Gestern hat sie zum ersten Mal mit Hilfe von 2 Physiotherapeuten auf der Bettkante gesessen, aber daß sie den Oberkörper selber halten kann, wird noch dauern. Richtig stehen lernen wird sie vermutlich erst in der Reha. Und gehen dann hoffentlich auch wieder! Hab Geduld, es kommt, aber gaaanz langsam. Erwarte nicht zuviel auf einmal.

Die magensonde wurde heute gelegt, meine bedenken werden immer größer das sie für immer ein Pflegefall bleibt

Wie ist sie denn bisher ernährt worden, normalerweise müßte sie schon seit Beginn des künstlichen Komas eine Magensonde per Nasenschlauch gehabt haben. Oder ist das eine durch die Bauchdecke?

Das mit dem Wattestäbchen hätten wir heut gern versucht, sie hat nur den mund ziemlich verschleimt.

Bittet die Pfleger, ihr den Mist abzusaugen, das müßten die eigentlich machen. Kann sie schon husten oder noch nicht? Irgendwann ist sie soweit, daß sie in der Lage ist, den Schleim selber abzuhusten, aber bis dahin muß immer noch abgesaugt werden.

Wenn du magst, kannst du dich auch gerne per PN melden (falls du die Reha-Einrichtung und ähnliches nicht hier im Forum nennen willst!)

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