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Wichtige Frage zum Lungenfunktionstest

C_inderevlla68 hat die Diskussion gestartet


hallo,

morgen muss ich wieder zum halbjährlichen Lungenfunktionstest (Bodyplethysmographie) beim LUFA. Das habe ich bereits 3 oder 4 x gemacht, aber dennoch ist mir der Ablauf immer noch nicht so richtig klar:

Wenn dieser "Stöpsel", also der Verschluss des "Atemrohres", während Aus- oder Einatmung kommt, muss ich dann mit aller Kraft versuchen, dagegen anzuatmen, also den "Stöpsel" mit Atemluft wegdrücken? (Hab ich bislang immer gemacht bzw. versucht ..)

Ich hatte letztes Mal auch zuvor gefragt, war aber leider so nervös, dass ich es immer noch nicht so richtig verstanden hatte. Und ich möchte meine Werte nicht noch zusätzlichen durch irgendeinen Fehler beim Testablauf verschlechtern.

Habe eben gegoogelt, und in einem youtube-Video kam die Anweisung während des "Verschlusses", man sollte gar nichts machen bzw. "normal atmen". ":/ ???

Weiß eigentlich auch jemand, über welche Werte diese Sequenz beim LUFU-Test Aufschluss gibt? Ist das MEF 25/50/75?

Wäre echt froh, wenn mir das jemand sagen kann *:)

Antworten
Cwha-4Tu


Hallo,

welche Werte das sind, kann ich so auf die Schnelle nicht sagen (müsste ich in meinen Unterlagen schauen, aber irgendwie bin ich heute lustlos), aber mir wird immer AUSDRÜCKLICH gesagt, ich sollte ganz normal atmen und es wird betont, dass ich NICHT mit Kraft gegenatmen soll.

LG

Cha-Tu

C;indIerel:la6x8


hallo Cha-Tu,

danke dir ... dann heißt das also, dass man in diesem Moment quasi erzwungenermaßen eine Atempause einlegt, bis der Verschluss von selbst weg/aufgeht? Dann hab ich das bislang ganz verkehrt gemacht, huch ... ":/

J;orxi


Mit diesem "Verschluss" (die sogn. Shuttermethode" wird der Atemwegswiderstand gemessen. Darunter versteht man den Strömungswiderstand in den Bronchien bei der Atmung, der besonders bei der Ausatmung wirksam ist.

Wenn beim normalen Atmen kurzzeitig dieser Verschluss fällt, wird im Normalfall (also beim gesunden Menschen) der Druck in den Bronchien bis in den Mundraum ausgeglichen. Bei krankhaft veränderten Atemwegen verändert sich der Atemwegswiderstand, also die Fähigkeit diesen Druckausgleich zu erreichen. Anhand der Werte, insbesondere im Vergleich zu vorherigen Untersuchungen, kann ein Fortschreiten (oder eine Besserung) der Erkrankung beurteilt werden.

Der Wert hierfür ist übrigens der Raw-Wert. Der MEF-Wert ist der maximale expiratorische Fluss und zeigt meines Wissens die max. Atemstromstärke beim Ausatmen.

Das Beste ist, bei der Untersuchung möglichst ruhig zu sein. Es passiert dabei nichts Schlimmes. Und man kann auch nichts falsch machen. Folge den Anweisungen möglichst ruhig. Nicht hektisch, nicht panisch werden. Letztendlich kann jede Untersuchung wiederholt werden, wenn es mal nicht so geklappt hat.

Bei der "Klappe" auch einfach möglichst ruhig weiteratmen. In dem Moment, in dem die Klappe fällt, wirst Du beim Atmen auf einen Widerstand stoßen. Das genau ist gewollt. Aber nicht extra fest dagegen anatmen, sondern weiter ganz ruhig und normal. Ansonsten einfach noch mal nachfragen. Solche Fragen sollten in der Praxis geduldig beantwortet werden.

C8inder|ella68


hallo Jori,

danke für deine ausführliche Antwort!

Bei der "Klappe" auch einfach möglichst ruhig weiteratmen.

aber das geht doch in diesem Moment nicht? Das "Atemrohr" ist ja dann komplett zu. Also was soll ich dann machen? Gar nichts? %:|

Das Beste ist, bei der Untersuchung möglichst ruhig zu sein.

Ja ich weiß, aber ich neige zu Platzangst und hab in dieser Kabine sowieso schon so meine Probleme ... und sitze da auch irgendwie in so einer verkrampften Haltung, in der ich gar nicht "gut" atmen kann. Last but not least habe ich immer Schiss, ganz schlechte Werte zu haben. Na ja, da muss ich halt durch ...

C"ha5-Tu


aber das geht doch in diesem Moment nicht? Das "Atemrohr" ist ja dann komplett zu. Also was soll ich dann machen? Gar nichts? %:|

Richtig, gar nichts. Natürlich kann man dann nicht "weiteratmen", aber man soll eben auch nicht pressen oder versuchen, die "Klappe" wegzupusten. Ruhig bleiben, ist da ganz wichtig.

LG

CLindeIrellxa68


okay - ich versuche das, danke!

*:)

Cninder{elClJa68


Tja. Ein bisschen komisch war das nun gestern schon beim LUFU. Auf Nachfrage hieß es, bei diesem "Stöpselverschluss" sollte ich einfach "weiteratmen", also schon einen gewissen Atemdruck nutzen ":/

Ich hab dieses Mal aber nicht so mit Vehemenz versucht, per Atemluft den Stöpsel wegzudrücken. RAW war dieses Mal auch nicht so katastrophal hoch wie letztes Mal.

C+inderNelxla68


@ Jori

Der MEF-Wert ist der maximale expiratorische Fluss und zeigt meines Wissens die max. Atemstromstärke beim Ausatmen.

Und mit dem "Stöpseltest" hat MEF wirklich nicht zu tun? Weil man ja 3 MEF-Werte erhält (25/50 und 75), und das Atemrohr 3 x "zugestöpselt" wird.

J9ori


Nein, der Wert MEF hat nichts mit dem "Stöpsel-Test" zu tun. Hier wird der Atemwegswiderstand gemessen (RAW). Hieran kann man ablesen, wie weit die Atemwege verengt sind. Der Stöpsel-Test wird dreimal gemacht, da es hier sehr auf die Mithilfe des Patienten ankommt (ob er zu viel oder zu wenig dagegen atmet). Bei drei Werten nimmt man den Durchschnittswert.

Bei der Lungenfunktion wird u.a. die sogn. Vitalkapazität (VK oder VC) gemessen. Das ist das Volumen an Luft, das nach maximaler Ausatmung maximal wieder eingeatmet wird (oder andersrum: nach maximaler Einatmung maximal wieder ausgeatmet werden kann). Das ist die Phase, wo die Dame außerhalb der Kabine immer "aus, aus, aus..." ruft.

Anhand dieses Wertes wird dann der maximale expiratorische Fluss (MEF) gemessen. Das ist die mittlere Atemstromstärke, die dreimal gemessen wird: wenn 25% der VK ausgeatmet sind, wenn 50% der VK ausgeatmet sind und wenn 75% der VK ausgeatmet sind. Daher die drei Werte.

C(i'n&d~er+ellxa68


@ Jori

danke! @:) Du kennst dich ja gut aus.

Bei der Lungenfunktion wird u.a. die sogn. Vitalkapazität (VK oder VC) gemessen.

Ich hab hier nur so einen Wert VCmax-B stehen. Ist das die Vitalkapazität? Und bedeutet der Wert eigentlich das Fassungsvermögen /-volumen der Luft (wenn man umgangssprachlich so sagt "eine kleine Lunge/eine große Lunge"?) Ist die Vitalkapazität auch im Normalfall immer Schwankungen unterworfen, oder sollte sie annähernd gleich sein bei jeder Messung?

Ich hab mir zwar schon etliche Begriffsdefinitionen des LUFU aus dem net rauskopiert, aber einiges ist mir immer noch schleierhaft...

t he-cYavxer


Und bedeutet der Wert eigentlich das Fassungsvermögen /-volumen der Luft (wenn man umgangssprachlich so sagt "eine kleine Lunge/eine große Lunge"?

Es ist das Volumen, das Dubei einem Atemzug maximal ein- bzw. ausatmen kannst. Wird beider Einatmung (VCin) undder Ausatmung (VCex) gemessen, wobei der VCin-Wert etwas höher liegt.

Ist die Vitalkapazität auch im Normalfall immer Schwankungen unterworfen, oder sollte sie annähernd gleich sein bei jeder Messung?

Sie sollte halbwegs gleich bleiben.Wenn sie stark schwankt ist das meist ein Hinweis auf mangelnde Mitarbeit, dann sollteman auch den Rest der Wertte und insbesondere die Kurvenform mal kritisch betrachten.

Cwinderexlla68


@ the-caver

Ich habe bei VCex etwas mehr als bei VCin, liegt das evtl. an meinem hohen RV? Oder geht das in die Berechnung der Vitalkapazität nicht mit ein?

Puh, das ist ganz schön tricky mit diesen Werten. Warum steht bei mir hinter den meisten Werten ein B (also VCmax-B, RV-B, TGV-B usw.), was bedeutet das?

Sie sollte halbwegs gleich bleiben.Wenn sie stark schwankt ist das meist ein Hinweis auf mangelnde Mitarbeit,

oder auch ungenaue Anweisungen, unterschiedliche Sitzposition, oder noch andere Fehlervariablen? ":/ Bei mir schwankt VC stark. Geht VC runter, wenn RV höher wird?

thhe-Vcaver


Ich habe bei VCex etwas mehr als bei VCin, liegt das evtl. an meinem hohen RV?

Nein,es liegt daran, dass die Messung nicht korrekt war, VCin ist falsch niedrig.wahrscheinlichhast Duvor Beginn der Messung nicht maximal ausgeatmet.

Geht VC runter, wenn RV höher wird?

Ja, nämlich dann, wenn Du nicht maximal ausgeatmet hast. Das nicht ausgeatmete Volumen, das eigentlichTeil derVC wäre,bleibt dann halt drin und ist somit messtechnisch Teil des RV.

C"ilndereVlla68


Geht VCmax also zwangsläufig runter, wenn RV höher wird, oder steh ich jetzt irgendwie immer noch auf dem Schlauch?

Zudem habe ich mir mal eine Messreihe angefertigt von meinen 6 LUFUs seit Oktober 2010. VCmax war in den ersten 4 Messungen immer irgendwie in einer range, also mal höher, mal niedriger, ohne einen Trend zu zeigen. Bei den letzten beiden Messungen geht der Trend abwärts. Das gleiche gilt für RV (Trend steigende Werte).

Was bei den letzten beiden Messungen anders war, war, dass mir die Helferin sagte, ich solle anfangs (d.h. wenn der Test los geht) gar nicht mal so tief ein- und ausatmen, sondern ganz "normal". Also habe ich da eher flach geatmet, während ich die ersten 4 mal immer sehr tief geatmet habe bei der Startphase. Ist das evtl. eine Erklärung für diesen "Abwärts-Trend" und wär es sinnvoll, wenn ich den LUFU nochmal wiederhole??

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