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Seit Monaten Probleme mit Benommenheit/Wahrnehmungsstörungen etc

B?asti31-0781 hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

ich hab eine zeimliche Odyssee hinter mir, weshalb ich wohl auch etwas ausholen muss. Es fing alles im Dezember letzten Jahres an. Nach der Arbeit bin ich mit meiner Freundin noch zum Einkaufen. Irgendwie hab ich mich da schon merkwürdig/schwindelig gefühlt, dachte aber ich hätte schlicht zu wenig getrunken. Irgendwann bin ich dann während des Einkaufens einfach umgefallen weil mir einfach extrem schwindelig wurde und ich denke das ich einfach auch nicht darauf vorbereitet war. Okay, dann nach hause – wird morgen schon wieder gehn hab ich mir gedacht. Aber leider lag ich mit dieser Annahme falsch – die folgenden Wochen/Monate sollten echt hart werden.

Die nächsten Tage/Wochen ging es mir die ganze Zeit komisch – Ich fühlte mich die ganze Zeit benommen und hatte auch Wahrnehmungsstörungen die sich dadurch äußerten, das ich meine Umgebung als sehr grell und nicht ganz real empfand. Nunja, Weihnachten stand vor der Tür und ich hatte beruflich, als auch privat viel zu tun. Am 23. Dezember hatte ich dann aber genung und bin bei uns ins Krankenhaus. Die Krankenschwester meinte direkt zu mir – Irgendwie sieht ihr linkes Auge viel kleiner Aus als das rechte und das Gefühl hatte ich auch die ganze Zeit schon. Dazu kam auch noch das ich seit einigen Tagen ein kribbeln in der linken Gesichtshälfte hatte, vor allem wenn ich den Kopf nach unten gehalten habe/hängen ließ. Anhand meiner Symptome haben die den Verdacht "Schlaganfall" geäußert und mich mit dem Rettungswagen in ein Krankenhaus verfrachtet das eine Neurologie besitzt. Dort wurden dann einige Untersuchungen gemacht (neurologische Untersuchung, CT, Lumbalpunktion), alles unauffällig. Die Diagnose war dann "Kompilizierte Migräne mit Aura". Ich konnte mit der Diagose nichts anfangen, da ich seit der Jungend keine Probleme mehr in Richtung Migräne hatte und auch sonst eigentlich nie Probleme wie Kopfscherzen hatte, auch nicht in diesem Moment. Naja, dank der Lumbalpunktion lag ich dann bis Neujahr flach im Bett. Im Januar bin ich dann zu meinem Hausarzt – Der meinte direkt "Migräne ??? ? So'n Quatsch, das ist Lagerungsschwindel, mach mal die Übungen, dann geht das wieder". Ich hab dann also diese Übungen gemacht, allerdings ohne Erfolg.

Nachdem ich nach ca. 2 Wochen immer noch keine Besserung bemerkte, bin ich wieder zu meinem Hausarzt. Er hat mich dann zum HNO und Augenarzt überwiesen. Ergebnis beim HNO – Alles okay, er meinte noch er würde sich der Meinung des Arztes aus dem Krankenhaus (Migräne mit Aura) anschließen.

Der Augenarzt hat nur bemerkt das mein Sichtfeld leicht eingeschränkt ist, aber nichts was er als kritisch ansehen würde, er meinte noch vielleicht liegts an der großen Nase ;-). Naja, also auch nichts.

Der Arzt aus dem Krankenhaus hatte im Ärztebrief noch vermerkt ich sollte, noch ein MRT machen lassen – auch das ist geschehen, aber auch hier gab es nichts auffälliges.

Da ich langsam anfing zu verzeifeln und an den Ärzten zu zweifeln, habe ich mir noch einen Termin im Zentrum für Schwindelpatienten der Uniklinik Essen gemacht. Auch hier wurde nichts gefunden, die Ärztin meinte dann, es könnte sein, das irgendwann durch irgendein Initialereignis eine Schwindelattacke ausgelöst wurde und das die Hirnregion in der sich das alles abspielt, permanent überreagiert. Dies war eine "Diagnose" auf Grund von Erfahrungswerten – es kommt wohl bei jungen Leuten recht häufig vor. Sie hat mir den Rat gegeben noch bei einem Kardiologen zu gehen und das Ganze mal von der Seite abklären zu lassen.

Der Kardiologe hat dann einen Bluthochdruck diagnostiziert und ich habe RamiLich 2,5 mg verschrieben bekommen. Nach der Einnahme ging es mir eine ganze Zeit lang deutlich besser, eigentlich bis vor ein paar Tagen. Ich habe nämlich 2, vielleicht waren es auch 3 Tage lang vergessen den ACE Hemmer einzunehmen. Jetzt nehme ich die Tabletten seit einigen Tagen (5 glaube ich) wieder, aber irgendwie wird es nicht besser. Ich fühle mich wieder, wie vorher. Ich hab dann heute beim Kardiologen angerufen und die Arzthelferin meinte, es könne jetzt wieder 3 bis 4 Wochen dauern bis es wieder besser wird. Mit dieser Aussage hab ich ein paar Probleme, vielleicht kann mich ja jemand von euch da belehren. 1. Nachdem ich die ersten Tabletten genommen habe, also nachdem ich die Tabletten erstmalig verschrieben bekomme habe, ging es mir wirklich schlagartig besser – wieso soll es jetzt 3 bis 4 Wochen dauern?!?! 2. Ich hab beim Hersteller angerufen und der meinte das die Aussage einfach falsch war, denn die Tabletten müssten sofort wirken.

Ich weiß langsam auch nicht mehr so recht weiter – Ich dachte eigentlich, okay, Tabletten nehmen, abnehmen ein bißchen Sport treiben und es wird schon besser werden. Ich hab jetzt auch wieder mit Sport angefangen und mache parallel auch eine Diät, die sich ein wenig an Metabolic Balance orientiert. Ich hab auch schon ca. 5 Kilo abgenommen und das sollte eigentlich laut der Kardiologin auch schon ausreichen, damit mein Blutdruck wieder im "normalen" Bereich ist, aber leider ist dem offensichtlich nicht so.

Ich überlege jetzt auch schon, ob es nur ein Zufall gewesen sein kann das es mir seitdem ich die ACE Hemmer nehme besser ging. Vielleicht ist da nur zeitlich irgendwas zusammen gefallen!?!?! Ich weiß langsam auch nicht mehr – ich fühle mich nicht richtig belastbar usw.

Ich war auch noch beim Orthopäden wegen HWS um das abklären zu lassen und davor auch schon bei einer Osteopathin. Die Orthopädin meinte ich hätte ne schlechte Haltung und da ich beruflich am Schreibtisch sitze meinte sie es könnte daher kommen. Ich mache seither Übungen, aber eine direkte Verbesserung kann ich nicht erkennen. Bei der Osteopathin hatte ich drei Sitzungen, zwei hatten keine Besserung gebracht, nach der zweiten ging es mir eine gewisse Zeit lang besser.

Hat jemand von euch eine Idee? Vielleicht sollte ich noch erwähnen das ich die Diät, von der ich geschrieben habe, schon mal gemacht habe, bevor das alles angefangen hat. Vielleicht hab ich mir damit ja was abgeschossen, irgendeinen Wert?!?!?

Ach ja, Blutuntersuchung wurde auch gemacht, alles okay, auch Schilddrüse, nur Cholesterin und Harnsäure waren zu hoch.

Wäre für jeden Ratschlag/Tipp dankbar. Sorry, glaube das Ganze ist etwas konfus geschrieben :-)

Viele Grüße,

Basti

P.S.: Bin 32 und männlich.

Antworten
GXuck2y068


Also ich habe eine ähnlich Geschichte. RamiLich, kenn ich nIch ;-) .

Jedenfalls nehme ich 3 BD-Medikamente und bei denen war der wirkungs Verlauf ungefähr so.

Sofort eine kleine Wirkung, so 2-3 mmHg, dann lange nicht und dann langsame Steigerung auf 5-10mmHg, schließlich teilweise wieder ein leichter Abfall der Wirkung.

Ich könnte mir vorstellen, das dein Körper zu nächst froh war über die BD-Senkung und entsprechend reagiert hat, das Absetzen hat er dir dann übel genommen.

Nun kennt er das RamiLich irgendwie schon und reagiert deshalb nich so schnell darauf.

Will sagen vllt dauert es wirklich erst wieder 2-6 Wochen, bis die alte Wirkung da ist.

Ist aber nur eine Vermutung von mir, hat keinerlei 'wissenschaftlichen Hintergrund'.

B{asti31x0781


Danke für Deine schnelle Antwort. Ich hoffe das es so ist wie Du sagst, denn für mich ist fast eine Welt zusammengebrochen als ich gemerkt habe das die Symptome wiederkommen. Eine Freundin von mir arbeitet beim Kardiologen und hat mich da gerade einfach mal so weiter gereicht. Er meinte das es seiner Meinung nach unwahrscheinlich sei, aber natürlich im Rahmen des möglichen liegt. Ich werde wohl abwarten müssen. Was mir halt in dem Zusammenhang wieder aufgefallen ist, ist das ich wieder diese komischen knackenden Geräusche im Nacken habe und mich auch sonst total verspannt fühle. Nicht das es doch alles von der HWS bzw. durch irgendwelche Verspannungen kommt. Wenn es nicht besser wird in den nächsten Wochen, dann werde ich wohl auch nochmal zum Orthopäden gehen müssen und mal die HWS röntgen lassen. :-/

Cpinde^rellaA68


Nachdem ich die ersten Tabletten genommen habe, also nachdem ich die Tabletten erstmalig verschrieben bekomme habe, ging es mir wirklich schlagartig besser – wieso soll es jetzt 3 bis 4 Wochen dauern?!?!

Ich glaube nicht, dass deine Symptome aufgrund des Ramilich so urplötzlich verschwunden sind .... Bluthochdruck verursacht im allgemeinen keine Wahrnehmungsstörungen, Irrealitätsgefühle, und auch keine Ohnmachten (das eher bei niedrigem Blutdruck).

Meinen eigenen Erfahrungen nach (ich nehme Ramilich) dauert es tatsächlich zu Beginn ca. 2-3 Wochen, bis das Medi richtig "greift" (kann individuell unterschiedlich sein).

Dass deine Symptome von der HWS kommen, finde ich schon eher plausibel.

Kontrollierst du zuhause eigentlich den Blutdruck? Dann solltest du ja feststellen könenn, wie lange das Ramilich jetzt nach der Pause braucht, um den BD zuverlässig zu senken.

BHastbi310`78x1


Ach ja, was mich daran zweifeln lässt das die Symptome vom Blutdruck herrühren ist, das ich heute den Tag über immer mal wieder gemessen habe und eigentlich waren die Werte Okay... Es war von so in der Range von 120 zu 70 bis 145 zu 89. Daneben gab es auch ein paar Ausreißer nach oben (169 zu 110), allerdings denke ich das die eher von meinem Messgerät her stammen, ist so'n billiges von Aldi ;-)

B5asti3~10x781


Hallo Cinderella,

naja, es ist aber schon merkwürdig das ich seit dem Tag, an dem ich angefangen habe die Tabletten zu nehmen, urplötzlich fast keine Probleme mehr hatte. Grundsätzlich meinte mein Kardiologe auch das die Probleme (Schwindel, Benommenheit, taub werden einer Gesichtshälfte, usw.) durchaus vom hohen Bludruck kommen können. Ich zweifle aber wie gesagt, gerade selber ein wenig an dem Zusammenhang Blutdruck/ACE Hemmer/verschwinden der Symptome. Ich hab keine Ahnung. Ich habe natürlich auch parallel einige andere Sachen angefangen – Übungen für HWS, Sport, Ernährung... Mein Problem ist jetzt, das wenn ich zum Arzt gehe, quasi wieder bei Null anfangen kann, wenn es der Blutdruck nicht ist. Okay, beim Orthopäden gibts noch ein paar Möglichkeiten, aber ansonsten... Naja, eine Vermutung hätte ich noch, die so in Richtung Verdauungstrackt geht. Naja, vielleicht rede ich in ein paar Tagen nochmal mit meinem Hausarzt, der wollte mich zwar schon zum Therapeuten schicken, weil er meint es könnte ja auch psychisch sein, aber vielleicht hat er ja auch noch die ein oder andere Idee.

_KParvsat"ix_


Ich würde vielleicht mal einen Vitamin B12 Mangel ausschließen lassen.

BGastfi3J107781


Vitamin B12? Würden da die Symptome passen? Kann das mal bei meinem Hausarzt ansprechen.

Paus>tebAlumxe65


Naja, vielleicht rede ich in ein paar Tagen nochmal mit meinem Hausarzt, der wollte mich zwar schon zum Therapeuten schicken, weil er meint es könnte ja auch psychisch sein, aber vielleicht hat er ja auch noch die ein oder andere Idee.

Deine Wahrnehmungsstörungen heißen Derealisationen und kommen häufig bei psychischen Störungen vor.

Der Schwindel den Du hast , könnte der psychogene Schwankschwindel sein.

In sofern ist die Idee des Hausarztes durch aus im Rahmen des möglichen.

B>as,ti3101781


Hallo Pusteblume,

ich wollte mit meiner Aussage garnicht sagen das ich eine psychische Störung vollkommen ausschließe, allerdings habe ja nun doch einige Stationen durchlaufen und eigentlich war mein Hausarzt, der Einzige, der in diese Richtung Anmerkungen gemacht hat. Auch die Ärzte im Schwindelzentrum, die ja nun wirklich mehr als genug Patienten mit "Schwindel" zu Gesicht bekommen, haben, auch auf Rückfrage hin, das Thema erstmal ausgeschlossen.

@ _Parvati_:

Ich habe gestern mal etwas über Vitamin B12 gelesen und von den Symptomen würde das schon passen. Allerdings ernähre ich mich schon relativ gesund (also Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Fisch, Fleisch, usw.) und würde daher diese Thematik erstmal außer acht lassen. Das einzige was mich doch etwas zum nachdenken angeregt hat ist, das ich relativ häufig mit Gastritis zu tun habe und das scheint dabei ja schon einen Einfluss auf diese Geschichte zu haben. Ob meine Gastritis nun chronisch ist – ich denke nicht, aber vielleicht frage ich wirklich mal bei meinem HA nach.

Es ist schon krass wie sehr mich das Ganze wieder runterzieht. Es war ja nun echt eine relativ lange Zeit alles gut, müsste in Summe knapp 1,5 Moante gewesen sein. Ich hoffe jetzt erstmal das die Tabletten es doch waren, ansonsten geht dieser ganze Mist wieder von Vorne los.

Vielen Dank euch allen erstmal @:)

LG

Basti

_^Parxvawti_


Ich habe gestern mal etwas über Vitamin B12 gelesen und von den Symptomen würde das schon passen. Allerdings ernähre ich mich schon relativ gesund (also Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Fisch, Fleisch, usw.) und würde daher diese Thematik erstmal außer acht lassen.

So ein Mangel ist auch selten ernährungsbedingt ;-)

Das einzige was mich doch etwas zum nachdenken angeregt hat ist, das ich relativ häufig mit Gastritis zu tun habe und das scheint dabei ja schon einen Einfluss auf diese Geschichte zu haben. Ob meine Gastritis nun chronisch ist – ich denke nicht, aber vielleicht frage ich wirklich mal bei meinem HA nach.

Schon die GAstritis allein kann die Aufnahme des B12 hemmen. Wenn man dann noch Protonenpumpenhemmer gegen die Gastritis einnimmt, ist es dann sogar sehr wahrscheinlich, dass man über kurz oder lang einen Mangel entwickelt.

Dann doch lieber mal abklären lassen. Am besten mittels eines Holotranscobalamin-Tests. Das Vitamin B12 im Blutserum ist nicht aussagekräftig genug.

Byast(i31q0781


Also, ich bin so langsam am verzweifeln. Die ACE Hemmer scheinen weiterhin keine Besserung zu bringen, auch die Übungen die ich für die HWS mache scheinen nichts zu bringen. Ich hab auch ehrlich gesagt keinen Bock zu meinem Hausarzt zu gehen, denn die Aussage beim letzten mal war: "Sie sind ja bestens untersucht worden". Ja, herzlichen Glückwunsch, nur habt Ihr mir immer noch nicht geholfen.

Irgendwie glaube ich momentan das es irgendwas mit dieser Metabolic Balance zu tun hat. Ich hab schon ein recht deutliches Übergewicht entwickelt und wollte daher möglichst schnell ein paar Kilos abnehmen. Meine Mutter hatte mit Metabolic sehr gute Ergebnisse erzielt und daher hab ich das einfach mal gemacht, alledings ohne diese ganzen Untersuchungen/Beratung. Als der Schwindel das erste mal aufgetretten ist, da habe ich diese Metabolic Geschichte gerade wieder etwas lockerer gesehen. Das ist jetzt auch wieder der Fall. Ich habe das Ganze relativ streng durchgezogen und habe in Kombination mit Sport ca. 7kg abgenommen. Jetzt esse ich wieder "ungesünder", also auch mal was süsses usw. und es geht mir wieder schlechter. Ich kann es natürlich nicht genau sagen, aber irgendwie kommt es mir so vor das es zeitlich zusammen passt. Denkt Ihr das es da einen Zusammenhang geben kann? Also das es mir, während ich dieses Metabolic Balance streng durchgezogen habe gut ging und jetzt, wo ich das wieder eher schleifen lasse schlecht(er) geht?

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