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Wie sehr Leben einschränken bei Blutverdünnung?

l(ockox19 hat die Diskussion gestartet


Hallo,

aufgrund einer Lungenembolie vor 4 Wochen wurde ich komplett durchgecheckt und es konnte als Ursache eine Prothrombin Mutation festgestellt werden, wodurch ich lebenslang Blutverdünner nehmen soll.

Nun stellt sich die Frage, wie ich meine Leben danach ausrichte. Einige Ärzte raten sogar davon ab Auto und Fahrrad zu fahren aufgrund von Blutungen, andere Ärzte sagen ich müsse auf nichts verzichten außer mit Kettensägen rum zu hantieren.

Insbesondere das Fussballspielen ist für mich von besonderer Bedeutung. Ich verdiene mir damit neben dem Studium ein wenig hinzu und es ist die einzige Sportart für die ich mich wirklich begeistern kann und fast täglich aufraffen kann. In letzter Zeit habe ich einiges ausprobiert und leider scheint mir wirklich nur Fussball Spaß zu machen. Keinen Sport zu betreiben, ist für die Gesundheit auch nicht gut. Da ich bereits einige depressive Episoden hatte, ist Sport auch in dieser Hinsicht von besonderer Bedeutung.

Gerne würde ich hier nochmal ein paar Meinungen hören, wie vielleicht Betroffene sich in Ihrem Leben einschränken.

Zu meiner Person noch: 24 Jahre, 180 cm, 82 kg, Vorerkrankung Schilddrüsenunterfunktion.

Medikation: Xarelto 20 mg, L-Thyroxin 75, Elontril 300 mg

Vielen Dank für eure Antworten!

Antworten
PuustIeb;luxme65 hat geantwortet


Ich wurde jetzt auf ASS eingestellt. Von Einschränkungen im Alltag durch das Medikament ist mir nichts bekannt.

Wenn ich mich stoße oder schneide ist sicherlich Eis sehr hilfreich um Blutungen oder Hämatombildung einzuschränken.

Alle Ärzte, auch der Zahnarzt und der Physio sollten über die Medikamenteneinnahme informiert werden, um ihre Behandlungsmaßnahmen anpassen zu können

Auf Autofahren zu verzichten, wozu soll das gut sein? Den Sinn dieser Maßnahme kann ich nicht erkennen.

llock;o19 hat geantwortet


Naja, sollte man einen Autounfall haben, so können wahrscheinlich ziemlich starke innere Blutungen auftreten.

PWustKeblAumxe65 hat geantwortet


Das könnte dir als Beifahrer, als Radfahrer, als Busfahrer, als Bahnfahrer, als Flieger und sogar als Fußgänger auch passieren. Alterative, Du verlässt das Haus nicht mehr. Aber, möchtest Du wirklich nur noch in deinen 4 Wänden leben?

Pafi0ffe(r=linxg hat geantwortet


Erleidest du denn beim Fußballspielen regelmäßig Verletzungen mit großem Blutverlust? Falls nein, hast du im Endeffekt deine Antwort schon. Ich würde an deiner Stelle nicht viel anders machen als vorher. Nach einer Weile wirst du dich an die neue Situation gewöhnt haben und auch nicht mehr ständig Angst haben.

j)ust_lYookixng? hat geantwortet


Und auch da könnte ein Bild von der Wand auf dich fallen und in Blutungen enden.

d3kQest hat geantwortet


Mir ist letztes Jahr genau das gleiche wiederfahren: 23, Schilddrüsenunterfunktion, Lungenembolie, im Anschluss Prothrombinmangel festgestellt.

Ich würde auf jeden Fall nach 6-12 Monaten mal bei einer Gerinnungsambulanz vorstellig werden, denn im Endeffekt kannst du auch selbst entscheiden ob du wirklich lebenslang Blutverdünner nehmen willst, so eindeutig ist die Entscheidung nicht. Ich plane eigtl irgendwann wieder abzusetzen und nur in "Gefahrensituationen" Xarelto zu nehmen.

Gabs denn einen Auslöser für die Embolie?

Auf Autofahren zu verzichten ist absoluter Schwachsinn, wer sagt denn sowas??

D"ocZmoid hat geantwortet


Hallo Locko19,

in der Regel brauchst du dein Leben nicht wirklich einschränken, solltest allerdings schon immer darauf achten, dass du dich nicht überschätzt was Sport o.Ä. angeht. Ich muss Pusteblume auch zustimmen, denn sogesehen kann dir ÜBERALL etwas passieren, wodurch du dir eine Blutung zuziehen kannst ":/ . Ob diese IMMER lebensgefährlich sein muss ist zweifelhaft. Und wenn du dich wirklich großflächig verletzen solltest, dann ist ja logisch was du tun wirst -> Arzt/Notaufnahme :)^

Das entscheidende sind dann wohl wirklich innere Blutungen aufgrund von starken Stößen o.Ä.

Ich kann für mich nicht einschätzen, wie stark das beim Fußball der Fall ist, da ich selbst kein Fußball spiele. Aber diesbezüglich solltest du evtl. doch nochmal mit einem Arzt Rücksprache halten.

Bezüglich deiner Medikamente, warum wurde Xarelto verordnet und kein Marcumar z.B. ":/ ?

*:)

b\lattlsaus hat geantwortet


warum wurde Xarelto verordnet und kein Marcumar z.B.

Gute Frage, finde ich. Ich hab erst diese Woche gelesen (Spiegel?), mit welchem Werbeaufwand Xarelto gerade in den Markt gedrückt wird, ich wäre skeptisch. Man muss damit zwar nicht ständig zur Kontrolle, aber im Gegensatz zu Marcumar gibt es kein Gegenmittel, wenn man tatsächlich mal blutet.

In Bezug auf Fußball würde ich höchstens befürchten, dass Blutergüsse etwas heftiger ausfallen.

Jkunl[ey hat geantwortet


Ich nehme auch Xarelto (bei Z. n. LE) weil Marcumar bei mir nicht gewirkt hat...

D`oc,Zoid hat geantwortet


Ja, Xarelto gilt auch als Alternative und nicht als Dauerlösung. ":/ Ich hab die genauen Zahlen nicht mehr im Kopf, aber dass Xarelto auf den Markt "gedrängt" wird ist richtig. Arzneimittelexperten kritisieren auch unter anderem den Anstieg an Xarelto-Verordnungen und eben den Punkt, dass man kein Gegenmittel parat hat.

*:)

Jkulexy hat geantwortet


Das heißt wenn ich mich schneide kann ich verbluten, weil es kein Gegenmittel gibt?? ":/ das ist schlecht weil ich leide an SVV :-X

bFlatstla!us hat geantwortet


Ne, so schnell verblutet man nicht. Die Gerinnung ist mit diesen Medikamenten zwar sehr eingeschränkt, aber nicht ganz aufgehoben.

Lies doch auch mal den Artikel im aktuellen Spiegel und besprich es mit deinem Arzt.

Ich kopiere mal Risiken eines anderen Gerinnungshemmers rein, gegen den es auch kein Gegenmittel gibt:

sind die häufigsten unerwünschten Wirkungen das Auftreten von Blutungen, beispielsweise Nasenbluten, Magen- oder Darmblutungen, Hämatome (blaue Flecken), Blut im Urin, in wenigen Fällen auch Blutungen aus Gefäßen im Auge, im Inneren des Kopfes, in der Lunge oder in Gelenken.

Finde ich nicht ohne, meine Hirnblutung vor Jahren hätte ich damit sicher nicht überlebt. Blutende Magengeschwüre oder ungeplante operationen (Blinddarm, Knochenbrüche) sind aber sicher häufiger. Und dicke Hämatome, deswegen sicher Bedenken bei Fußball. Ich musste mal vor einem geplanten Eingriff diesen anderen Gerinnungshemmer nehmen und wunderte mich hinterher, warum Arm und Oberschenkel massiv grün und blau waren (wahrscheinlich hatten die mich da irgendwie am Op-Tisch "befestigt"). Das Pflegepersonal meinte, es läge an denm Gerinnungshemmer.

Nachteil von Marcumar ist, dass man die Wirkung laufend kontrollieren muss, kann man nach einiger Zeit mit einem Gerät aber auch selbst. Ich kann mir aber auch nicht vorstellen, dass diese neuen Gerinnungshemmer bei jedem Patienten genau gleich wirken, auch wenn man bei denen die Wirkung nicht so einfach kontrollieren kann.

Ist nur meine Meinung, und jenseits meiner eigenen Erkrankung bin ich Laie.

M]iet9zhchen hat geantwortet


Hallo!

Ich habe nun nicht alles gelesen, aber:

Ich schränke mich gar nicht ein. Muss auch mein Leben lang Antikoagulanzien nehmen.

Mit welcher Begründung gab/gibt man dir als junger Mensch "Xarelto"?

Habe die Studien gelesen. Es gibt keine Langzeitergebnisse zu den "Neuen" ( Pradaxa, Xarelto ). Das Risiko ist bei jungen Menschen nicht abschätzbar. Die Studien wurden vorwiegend an "alten" Herzpatienten ermittelt.

Gerade werden neue "Ungereimtheiten" laut. Ich persönlich würde es niemals nehmen wollen.

Marcumar gibt es seit über 60 Jahren. Es gibt ein "Antidot" ( Vitamin K ) und ist somit "kontrollierbar". Die Langzeitwirkungen sind maximal Osteoporose etc...

Marcumar-Lebenslang Patienten kommen ohne Probleme nach Schulung das "Coagu-Chek"-Gerät zur wöchentlichen Selbstmessung des INRs.

Ich mache das nun seit 4 Jahren so. Keine Probleme.

Xarelto würde ich nochmal überlegen – meine persönliche Meinung.

Alles Gute! @:)

MNiet#zchxen hat geantwortet


Hallo!

Ich habe nun nicht alles gelesen, aber:

Ich schränke mich gar nicht ein. Muss auch mein Leben lang Antikoagulanzien nehmen.

Mit welcher Begründung gab/gibt man dir als junger Mensch "Xarelto"?

Habe die Studien gelesen. Es gibt keine Langzeitergebnisse zu den "Neuen" ( Pradaxa, Xarelto ). Das Risiko ist bei jungen Menschen nicht abschätzbar. Die Studien wurden vorwiegend an "alten" Herzpatienten ermittelt.

Gerade werden neue "Ungereimtheiten" laut. Ich persönlich würde es niemals nehmen wollen.

Marcumar gibt es seit über 60 Jahren. Es gibt ein "Antidot" ( Vitamin K ) und ist somit "kontrollierbar". Die Langzeitwirkungen sind maximal Osteoporose etc...

Marcumar-Lebenslang Patienten kommen ohne Probleme nach Schulung das "Coagu-Chek"-Gerät zur wöchentlichen Selbstmessung des INRs.

Ich mache das nun seit 4 Jahren so. Keine Probleme.

Xarelto würde ich nochmal überlegen – meine persönliche Meinung.

Alles Gute! @:)

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