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Blutdruckentgleisungen/ Tachykardien (trotz kard. Behandlung)

J>an174


Man wird nicht "einfach so" geheilt von einer seelischen Störung, man muss da auch mal ein "Risiko" eingehen

Den Satz find ich enorm gut, nicht nur in diesem Kontext hier.

pVupaxp


Danke nochmals für die Antworten. Da ja hier anscheinend der ein oder andere Herzphobiker dabei ist, würde ich gerne mal nach der ein oder anderen Erfahrung fragen. Ich bekomme bspw. nach jeglicher Form der Belastung (sei es Treppensteigen oder Einkäufe hochtragen) Angst. Mein Kreislauf bleibt ewig lang überdreht und ich bekomme schwitzige Hände, Schwindel usw. Das ist natürlich äußerst unangenehm und hilft nicht gerade dabei, aktiver zu werden. Kennt ihr dieses Problem der spezifisch auf körperliche Belastung bezogenen Angst, die auch nach den kleinsten Anstrengungen eintritt? Und, hat denjenigen, die das auch mit Psychopharmaka behandelt haben, die Einnahme bei diesen Problemen geholfen?

Vielen Dank für die Antworten bis hier her und schönes Wochenende noch

J*a\n7x4


Deine Frage kann ich klar mit "JA!" beantworten. In der Phase wo es mir so mies ging (Panikattacken etc.) war das ganz genauso. Ich musste mal zwei eher schwere Lautsprecher aus dem Keller in den 1. OG (und paar Tage später wieder zurück) tragen, das war z.B. angstbehaftet. Herzrasen, schwitzig danach. Ich hatte nach allen Anstrengungen so ein sich ungesund bis hin zu bedrohlich anfühlendes, starkes Herzklopfen+Schweißausbrüche. War definitv beänstigend.

In meinem Fall kam das zum größten Teil durch Übergewicht (15 kg mehr als jetzt) und Untrainiertheit. Ich hatte 1 Jahr vorher einen Fahrradsturz mit lädiertem Ellenbogen, der zu 1 Jahr Sportpause und Kompensations-Frustessen und -Weinkonsum, eine Spirale, die mich in diesen Zustand geführt hat. Seit ich wieder abgenommen hab und fleissig Sport mache, ist das Problem weg.

M=aja2x7


Ich kann deine Frage auch eindeutig mit "Ja" beantworten. Ich hatte auch Angst vorm Treppensteigen und habe auch keine längeren Spaziergänge mehr gemacht. Ich war 4 Monate nicht Einkaufen, weil ich mal in einem Geschäft eine Panikattacke hatte und dann fürchtete, dass mein Herz das nicht nochmal übersteht. Ohne mein Blutdruckmessgerät habe ich das Haus gar nicht mehr verlassen.

Seit ich Antidepressiva nehme kann ich endlich wieder shoppen gehen, ins Restaurant und ausgedehnte Spaziergänge machen. Treppensteigen sehe ich mittlerweile als gute Übung und habe keine Angst mehr, dass mein Herz dabei schlapp macht.

Es ist zwar noch nicht alles optimal und hin und wieder packt mich die Angst schon noch, aber es schränkt mich nicht mehr so ein und mein Leben ist endlich wieder lebenswert.

p7upaxp


Guten Tag,

ich wollte mal zwischenberichten. Ich nehme nun seit ca. 6 Wochen Escitalopram und bin mittlerweile bei 20 mg angekommen. Die Aufdosierung hat allerdings etwas gedauert, da ich massive Probleme hatte, vor allem eine enorme Unruhe. Mittlerweile geht es, ich habe allerdings starke Muskelschmerzen (fühle mich wie ein einziger Muskelkater) und ein unfassbares Händeschwitzen, womit ich wohl solange leben muss. Der Hausarzt hat das Blut gecheckt und ein EKG gemacht (QTc laut Ausdruck 409 ms), alles in Ordnung.

Die ganze Problematik ist auch schon etwas besser geworden. Aber an Sport treiben ist noch nicht zu denken. Da habe ich mal eine generelle Frage: Wenn bei einer EPU keine Rhytmusstörungen gefunden worden, kann man davon ausgehen, dass es auch keine gibt, oder? Es ist sozusagen der Goldstandard der Diagnostik?

Vielen Dank und besten Gruß

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